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Bahnfahren in der Hitze: Nur 60% der Züge klimatisiert

Foto: Shutterstock

An heißen Tagen mit der Bahn fahren, ist Fluch und Segen zugleich. Alles hängt davon ab, ob der Zug klimatisiert ist oder nicht. Und in Belgien verfügen nur 60 Prozent der Bahnverbindungen über gekühlte Waggons.

Am vergangenen Freitag gegen 12.30 Uhr blieb ein Zug, der den Flughafen Zaventem mit Ostende verband, auf offener Strecke stehen, nachdem es im Bahnhof Torhout zu einem Zusammenstoß mit einer Person gekommen war.

Ein dramatischer Unfall, der ein bei der belgischen Eisenbahngesellschaft SNCB immer wieder auftretendes Problem  aufzeigte.

Ein Regionalzug im Lütticher Bahnhof Liège-Guillemins. Foto: Shutterstock

150 Fahrgäste mussten fast 1,5 Stunden lang in Waggons ausharren, die der prallen Sonne bei einer schwülen Hitze von über 30 Grad ausgesetzt waren.

Nach Angaben der Tageszeitung „La Dernière Heure“ sind in Belgien nur 60 Prozent der Personenzüge mit einer Klimaanlage ausgestattet. Vor einigen Monaten wurden nicht weniger als 445 neue klimatisierte Züge bestellt, die bis 2023 alle in Betrieb genommen werden sollen. Dies reicht jedoch bei weitem nicht aus, um die Quote von 100 Prozent klimatisierter Züge zu erreichen, die allein schon aufgrund der Tatsache, dass Hitzeperioden in unseren Breitengraden immer häufiger auftreten, notwendig wären.

Es kann auch vorkommen, dass aus dem Segen schnell ein Fluch wird, wenn die Klimaanlage ausfällt und man im Gegensatz zu Zügen alter Bauweise nicht einmal ein Fenster öffnen kann. (cre)

20 Antworten auf “Bahnfahren in der Hitze: Nur 60% der Züge klimatisiert”

  1. Kevin Giebels

    Klimatisierte Züge? Ich wäre froh wenn überhaupt genug Züge vorhanden wären.
    Gestern von Lüttich nach Brüssel gefahren. In der ganzen 2. Klasse war kein Sitzplatz mehr zu finden. Anstatt aber die alten und neuen Doppelstockwagenseinzusetzen nimmt man nur die neuen M7 wagen. Die Loks würden mehr schaffen, die Bahnsteig sind auch lang genug…
    Naja nicht die einzige dumme Entscheidung die die SNCB in den letzten Jahren getroffen hat. Siehe Kosten von Lüttich Guillemins, Antwerpen Centraal, der neue in Mons, etc.

  2. Kevin Giebels
    Warum maulen die Belgier eigentlich
    in Deutschland können wir froh sein das an vielen Stellen überhaupt noch Schienen liegen nur meist liegt nur noch alter Schrott auf dem Boden der ersetzt werden soll, und erst alles geplant werden soll um danach zu Planen ob der Planer alles richtig geplant hat

    • Kevin Giebels

      „Warum maulen die Belgier eigentlich“

      Ganz einfach, weil der istzustand nicht gut genug ist. Die SNCB mit der Deutschen Bahn zu vergleichen geht sowieso schlecht. Die SNCB ist Staatsbahn und damit öffentlicher Dienst während die DB nie so recht weiß ob sie gewinnbringender Konzern oder öffentlicher Dienst sein will…

    • Der kleine Belgier

      @Filou,
      was haben wir mit der DB zu tun ?
      ich wohne und lebe in Belgien und möchte somit, dass der belg. Staat etwas mehr für
      seine Bürger unternimmt. Also korrekte Bedingungen bei Bahnfahrten .
      -Pro verkaufte Zugkarte mindestens 1 Sitzplatz (Gilt auch für Busse)
      -korrekte saubere Toiletten
      -freundliches Personal in allen Sprachen, welche in Belgien offiziell sind
      -zeitige Züge, damit jeder seinen Anschluss bekommt
      -klimafreundliche Wagons
      -bezahlbare Tickets
      das und evtl. noch etwas mehr, dass wäre eine gute Sozial-Leistung uns Bürger gegenüber.
      Da würden auch viele Autofahrer auf den Zug umsteigen.

      • Der kleine Belgier
        Ich will nur sagen das es bei uns noch schlimmer ist wie bei und egal wie der Verein heißt,od DB oder die Belgische Bahn sitzplätze bekommen sie erste Klasse bezahlen dürfen sie wenn aber schon einer den Platz belegt hat Pech gehabt klimafreundlich bitte weiterträumen , bezahlbare Tickets in Ungarn kostet es 1 € am Tag war da, Tschechien genauso mit Personalausweis wenn sie über 65 sind Gratis, da sind die Züge sauber und die Toiletten sauber, der Zug fährt im 5 Min Tackt auch Samstags und Sonntags rund um die Uhr, die Waggongs sind von der Österreichischen Bahn selbst Bummelzüge haben Klima und Internet, auch fahren hier viel mehr Leute es wurden einfach mehrere Züge genommen,einen Sitzplatz bekommt jeder.Klappt bei euch und der DB nie

  3. Corona2019

    Wahrscheinlich macht auch die SNCB eine Energiekostenrechnung.
    Den Strom für den Antrieb gibt es nicht umsonst.
    Wenn dann noch ein ganzer Zug klimatisiert werden muss, ist es nicht unbedingt der Anschaffungspreis für die Klimaanlagen, sondern der enorme Stromverbrauch zur Kühlung aller Abteile der die Kosten erhöht ;
    Das Reisen soll aber gleichzeitig bezahlbar bleiben.

    Alles nicht so einfach , bin mir aber sicher dass es schon bald im Zugabteil sparsame Klimageräte gibt , die man bisher nicht in Zügen eingesetzt hat und man sich die Frage stellen wird, weshalb man nicht früher auf die Idee gekommen ist.

      • Walther Keutgen
        Heute hat fast jedes Auto schon serienmäßig eine Klimaanlage drinnen,die kann man sogar abschalten und das Fenster öffnen, nur bei langerer Zeit mit geöffnetem Fenster zu fahren werden sie später am nächsten Tag merken was loß ist, besonders wenn man den Arm auf das geöffnete Fenster legt kühlt schön ab, einfach probieren so ein paar std im Auto, man lernt nie aus aber man gewinnt an Erfahrung

  4. De4 kleine Belgier

    @5/11
    Bahnfahren ist zur Zeit nicht günstig oder billig sonder aus meiner Sicht -sehr teuer-
    Also dürfte auch die Leistung viel besser sein.

    @ corona2019,
    Stromsparen, dieses Worte kennt die Bahn nicht.
    Nur ein Beispiel aus unserer Gegend:
    wenn ich komplette Züge mit ca. 10 bis 20 Personen von Welkenraedt
    nach Eupen Ein- und Ausfahren lasse, also viele Tonnen Stahl sinnlos durch die
    Gegend fahre, dann könnte man für einen solchen Stromverbrauch mehr Klimageräte
    betreiben, als gebraucht werden.

    Absolut muss gewährleistet werden, dass für jedes verkaufte Ticket mindestens
    1 Sitzplatz besteht.
    Wenn Sie während den Hauptverkehrs-Zeiten einmal an einem Knotenpunkt hier in
    Belgien gewesen sind dann kann man nur von katastrophalen Zustände sprechen.
    Also von TOP sind wir noch sehr weit entfernt.

    • Walter Keutgen

      De4 kleine Belgier,

      zu @5/11: Ich fürchte, in Deutschland ist es teurer.
      zu @Corona2019: Die Lösung ist dann Bahnhof Eupen abschaffen. Es gibt nämlich genug Platz in Welkenraedt, um ganze Züge abzustellen.

          • Corona2019

            @ – Walter Keutgen 10:45

            Das weicht zwar jetzt etwas vom Thema Klimaanlage ab, aber gut, wenn in Eupen der Bahnhof nicht genug genutzt wird, bzw sich die Züge so gut wie leer vom Eupener Bahnhof entfernen oder ankommen, ist vielleicht Welkenraedt wirklich der bessere Parkplatz für den Zug und für Autos sowieso wegen der Größe.
            Außerdem beobachte ich immer wieder dass sich vom Eupener Bahnhof Leute mit schweren Koffern zu Fuß Richtung Bushof bewegen.
            Ich glaube da ist es ja echt praktischer in Welkenraedt am Bahnhof in den Bus zu springen , um von dort aus in Richtung überall aufzubrechen.

              • Als Eupen noch kein „Sackbahnhof“ war, ging die Reise weiter Richtung Raeren.
                Der „Anschluss“ von Eupen nach Aachen betraf die Strassenbahn.
                Die direkte Linie nach Aachen lief auch damals über Welkenraedt (B) und Herbesthal (D) und den Bahnhöfen in Astenet und Hergenrath.

  5. Der kleine Belgier

    falls man morgen Arbeitsmäßig nach Bruxelles mit der SNCB reisen möchten dann
    kostet das Hin – und Zurückticket laut SNCB

    Standard Ticket
    Ticket à usage unique, valable à toute heure et dans tous les trains à la date choisie et sur l’itinéraire indiqué. Idéal pour voyager de temps en temps. Plus d’info
    Tarif normal
    € 43.60
    in Bruxelles angekommen muss man ja dann noch zur Arbeitsstelle, also noch mehr Kosten,
    und für so einen Preis darf ich dann noch in einem schönen warmen Zug stehen.
    Spätestens ab Lüttich gibt es keine Sitzplätze mehr.

    • Walter Keutgen

      Der kleine Belgier, dieses Beispiel kommt aber nur für einzelne Fahrten zum Tragen. Die meisten Arbeitenden fahren mit Abonnement. Sie nennen nicht den Abfahrtsbahnhof. Diesbezüglich ist aber das unterliegende Problem, dass immer mehr Arbeitsplätze sich in einigen Gegenden konzentrieren.

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