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Auf Eleven Sports kann man außer Bundesliga und anderen auch die Spiele der Jupiler Pro League sehen

Eupens Andreas Beck (2.v.l) im Zweikampf mit Dries Wouters (r) vom KRC Genk. Foto: Belga

Geeinigt hatte man sich schon vor der Corona-Krise, jedoch ist der neue Vertrag über die Vergabe der Fernsehrechte im belgischen Profifußball zwischen dem Sportsender Eleven Sports und der Pro League erst jetzt unterschrieben worden.

Damit steht fest, dass Eleven Sports ab der Saison 2020-2021 neben der Bundesliga, der spanischen Liga (La Liga) und der Serie A in Italien sowie FA-Cup und Liga-Pokal in England während fünf Jahren auch die Spiele der Jupiler Pro League, also auch die Partien der AS Eupen, übertragen wird.

Dass die Unterschrift so lange hinausgezögert wurde, hatte hauptsächlich damit zu tun, dass AA Gent und der RFC Antwerp erst später dem Vertragswerk zustimmten.

Rund 500 Millionen Euro zahlt Eleven Sports für die nächsten fünf Jahre. Foto: Shutterstock

Außerdem gab und gibt es wegen Corona noch einige Unklarheiten. Letztere betrafen beispielsweise den Abstieg von Waasland-Beveren aus der höchsten Spielklasse bzw. den Aufstieg von Beerschot und OH Löwen.

Geklärt ist auch heute noch immer nicht alles. So könnte die Pro League wider Erwarten den 30. Spieltag der Saison 2019-2020 doch ganz oder teilweise austragen lassen. Es könnte aber auch beschlossen werden, die höchste belgische Spielklasse ab der Saison 2020-2021 mit 18 oder 20 Teams laufen zu lassen, wodurch es am Ende der nächsten Spielzeit nicht mehr nur einen, sondern drei Absteiger geben würde.

Obwohl die Playoffs am Ende der Saison 2020-2021 verkürzt werden (Playoffs nur mit vier Teams auf den Plätzen 1-4 für die Meisterschaft und weiteren vier Mannschaften auf den Rängen 5-8 für den letzten Platz in der Europa League), bleibt die Gesamtsumme von rund 500 Millionen Euro, die Eleven Sports für die nächsten fünf Spielzeiten an die Pro League überweist, unverändert.

Im Prinzip für jedes Spiel eine andere Uhrzeit

Sollte der 30. Spieltag der letzten Saison ganz oder teilweise nachgeholt werden, um einen langen Rechtsstreit mit dem designierten Absteiger Waasland-Beveren zu verhindern, würden diese Spiele noch von den alten Rechtehaltern VOO, Proximus und Telenet ausgestrahlt.

Hendrik Van Crombrugge (M), damals noch Torhüter der AS Eupen, am 13. Februar 2018 in der RTBF-Sendung „La Tribune“ zwischen Stephan Streker (l) und Philippe Albert (r). Foto: Screenshot „La Deux“

Als prominenten Fußballexperten hat sich Eleven Sports bereits die Dienste des früheren belgischen Nationalspielers Philippe Albert gesichert.

Auch für die Leser von „Ostbelgien Direkt“ hat die Vergabe der Fernsehrechte an Eleven Sports einen kleinen Vorteil: Wie schon bei der Bundesliga, La Liga und der Serie A dürfte Eleven Sports auf Twitter kurze Videos von den wichtigsten Treffern der Jupiler Pro League im Allgemeinen und der AS Eupen im Besonderen veröffentlichen, die OD dann als Ergänzung zum Spielbericht veröffentlichen kann.

Normalerweise wird Eleven Sports auch künftig in Belgien über VOO und Proximus ausgestrahlt. Zusammenfassungen der Spiele der Jupiler Pro League und die Talksendung „La Tribune“ am Montag werden weiterhin in der RTBF zu sehen sein. Demnach würde es auch weiter „Extra Time“ auf Canvas geben.

Die Spielpläne sollen am 8. Juli bekanntgegeben werden. Bei einer Meisterschaft der Jupiler Pro League mit 16 Mannschaften ist so gut wie sicher, dass jedes Spiel zu einer anderen Uhrzeit stattfinden wird, und zwar ein Spiel am Freitag (20.30 Uhr), drei Begegnungen am Samstag (16.30 Uhr, 18.30 Uhr, 20.30 Uhr) und vier Partien am Sonntag (14.30 Uhr, 16.30 Uhr, 18.30 Uhr, 20.30 Uhr). Sollte sich das Format des Wettbewerbs ändern und auf 18 oder gar 20 Mannschaften erweitert werden, müssten noch ein oder zwei zusätzliche Spiele angesetzt werden. (cre)

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