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AS verliert 2:4 in Genk – aber gewinnt Lennart Moser

Eupens Smail Prevljak in Aktion im Spiel in Genk. Foto: Belga

Genk bleibt für die AS Eupen kein gutes Pflaster: Die Schwarz-Weißen kassierten am Samstag eine 2:4-Niederlage. Bei den Gästen konnte sich vor allem ein Mann in Szene setzen: Torhüter Lennart Moser, der in der Halbzeit für den glücklosen Manaf Nurudeen eingewechselt wurde und bis auf Weiteres wohl auch die Nummer 1 sein wird.

Vor dem Anpfiff der Begegnung gab es eine Schweigeminute zu Ehren von Ralph Thomassen, der im Alter von 58 Jahren verstorben ist.

Für seine Rückkehr und die von Yentil Van Genechten nach Genk nahm AS-Coach Bernd Storck nur eine Änderung vor, die auch nötig war, weil er den im Spiel gegen den FC Brügge mit einer Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesenen Gary Magnée ersetzen musste. Die Rolle übernahm der australische Neuzugang Jason Davidson.

Eupens Abwehrspieler Boris Lambert. Foto: Belga

Die Startelf der AS Eupen: Nurudeen – Van Genechten, Lambert, Kral – Charles-Cook, Christie-Davies, Peters, Davidson, Déom – Nuhu, Prevljak.

Genk musste auf den zu Stade Reims gewechselten Japaner Junya Ito verzichten. Hingegen war Cyriel Dessers dabei, obwohl der letzte Saison noch an Feyenoord Rotterdam ausgeliehene Stürmer angeblich nach Italien zu Cremonese abwandern soll.

Die bisherige Bilanz der AS Eupen war schlecht (8 Spiele, 0 Siehe, 7 Niederlagen, 1 Remis, 5:23 Tore), und schon nach zwei Minuten sah es danach aus, als würden die Gäste auch diesmal in diesem Stadion nichts holen können, denn der schnelle Paintsil ließ AS-Verteidiger Kral sehr alt aussehen und brachte die Limburger bereits früh in Führung, 1:0.

Danach hatte auf der Gegenseite Nuhu eine gute Möglichkeit, stand aber ohnehin im Abseits. In der 9. Minute musste Eupen den nächsten Rückschlag einstecken: Bei einem schnellen Gegenstoß ließ zunächst Dessers Lambert hinter sich. Den Schuss der Genker Sturmspitze konnte Nurudeen zwar abwehren, aber den Ball nicht festhalten, was Paintsil eiskalt nutze, um mit seinem zweiten Treffer auf 2:0 zu erhöhen.

Eupens Torhüter Abdul Manaf Nurudeen musste zur Halbzeit in der Kabine bleiben. Foto: Belga

In der 16. Minute lief AS-Keeper Nurudeen weit von seinem Tor etwas verloren über den Platz, aber Dessers wusste die Situation nicht zu nutzen. Genk war Eupen in allen Belangen überlegen, die Spieler der AS schienen zu diesem Zeitpunkt überfordert zu sein.

In der 32. Minute kam im Eupener Lager jedoch Hoffnung auf, denn Prevljak gelang der Anschlusstreffer zum 2:1. Ging da doch noch was?

Es ging effektiv was, aber in die aus Eupener Sicht falsche Richtung, denn in der 37. Minute stellte Hrosovsky mit dem Treffer zum 3:1, bei dem Nurudeen erstaunlich regungslos blieb, den alten Zwei-Tore-Unterschied wieder her.

In der 39. Minute hatte dann Prevljak noch eine Torchance, aber Schlussmann Vandevoordt wusste dies zu verhindern. Auch kurz vor dem Halbzeitpfiff war der belgische U21-Nationaltorhüter zur Stelle bei einem Kopfball von Nuhu. 3:1 der Pausenstand.

AS-Coach Storck reagierte, Schlussmann Nurudeen blieb in der Kabine, für ihn rückte Lennart Moser ins Eupener Tor.

Eupens Mittelfeldstratege Stef Peeters sah die Gelb-Rote Karte und fehlt gegen den RFC Antwerp. Foto: Belga

Die erste Torchance im zweiten Durchgang hatte Genk bei einem Schuss von Dessers, mit dem der eingewechselte Moser keine Mühe hatte. In der 55. Minute konnte der deutsche Torhüter der AS bei einem Schuss von Tresor seine Klasse unter Beweis stellen – und es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein in diesem Spiel.

In der 59. Minute kam wieder Hoffnung auf für die AS, denn Charles-Cook traf nach einer Flanke von rechts durch Van Genechten zum 3:2.

In der 70. Minute hatte Moser wieder eine starke Szene, ebenso in der 74. Minute und in der 75. Minute, als er dreimal Genk an einem vierten Treffer hinderte. Damit war klar, dass der Deutsche wohl ab jetzt der Stammkeeper der Schwarz-Weißen sein wird.

In der 70. Minute war N‘Dri für Déom ins Spiel gekommen. Später kamen auch noch Keita (für Davidson) und Magee (für Nuhu).

In der 83. Minute handelte sich Peeters die Gelb-Rote Karte ein. Damit war Eupen für die Schlussphase in Unterzahl. Der Kapitän fehlt im nächsten Spiel gegen den RFC Antwerp.

In der 89. Minute wäre Eupen fast der Ausgleich gelungen. N’Dri tankte sich in den Strafraum, flankte scharf nach innen, wo Van Genechten zu spät kam. Das wär’s gewesen… Stattdessen erzielte Genk ganz zum Schluss noch das 4:2 durch Tresor. (cre)

15 Antworten auf “AS verliert 2:4 in Genk – aber gewinnt Lennart Moser”

  1. Diesmal ist Ihre Überschrift zum Artikel zu 100% zutreffend. Eupen gewinnt Moser.
    Es wird höchste Zeit für den Torwartwechsel. Der sah nämlich bei 2 Gegentore wieder schlecht aus, spielt stets mit dem Feuer da hinten und ist ein Unsicherheitfaktor hoch drei.

    Nach 9 Minuten schien das Spiel gelaufen aber Eupen konnte gar das 3-3 machen am Ende.
    Schon wieder ein Platzverweis gibt zu denken. Genk spielt nunmal zurzeit den abscheulichsten Fussball, das muss man neidlos anerkennen. Aber Eupen wirkte dennoch gegen diese Übermacht nicht chancenlos und bisweilen gefällig auch wenn die Abwehr heute bedenklich wackelte gegen diese Flitzer aus Genk. Wichtig werden die Spiele nach nächster Woche, nach dem Antwerp Spiel. Da müssen dann die Punkte her

    • AS-FAN-KELMIS

      Passende Analyse gerdfu. Denke nur das Storck sich ein bisschen verzockt hatte mit den schnellen Konterspielern von Genk.Nach 9Minuten zwei Buden,einfach krass. Nach dem 3-2 alles nach vorne ,mehrere Chancen zum Ausgleich. Insgesamt verdienter Genker Sieg. Moser mit prima Einstieg und hoffentlich hat die Fliegenfängerei von Nurudeen damit ein Ende. Seine permanenten Ausflüge raubten einem den letzten Nerv. Bei jeder Flanke rang man nach Atemluft. Peters Rote auch sinnlos,spielt immer am Rande einer Karte. Bitte dringend abstellen !!

      • Mit so einer Abwehr sieht jeder Torwart schlecht aus, zumal Genk in den ersten 20 Minuten äußerst schnell spielte, was soll ein Torwart da machen.
        Moser hätte am Anfang auch ein paar Dinger eingefangen.

        • Es ist richtig, Nurudeen eine Denkpause zu geben. Aber weder am ersten, zweiten noch dritten Tor konnte er nichts machen. Das waren alles harte und plazierte Schüsse. Doch wenn er wie ein aufgescheuchtes Huhn weit entfernt vom eigenen Kasten zeigen will, was er für ein Held ist, wie in der 15. Minute, ist das völlig fehl am Platz. Und gut, Moser hatte einen guten Einstand, aber am vierten Tor trug er Schuld, weil nach seinem misslungenen Herauslaufen das Tor leer war.

        • Nurudeen hat schon viele Tore kassiert weil er die Bälle nicht anhält und nur abklatscht ,so ist es ein leichtes für dem Gegner den reinzuschieben,,und erkommt viel zu weit raus und ist unnötig immer am gestikulieren

            • Wäre Nurudeen dieses missglückte Herauslaufen passiert, wäre ihm das Gegentor angekreidet worden. So ehrlich müssen die Kritiker sein. Das heißt nichts anderes als dass auch Moses Fehler produzieren wird. Trotzdem ist es aber richtig, dass Nurudeen mal auf der Bank über seine Dummheiten nachdenken kann.

  2. Einfach guter Charakter in der Mannschaft nach vogelfreiem Anfang umgestellt und Kontrolle gewonnen. Nurudeen unglücklich von der Körpersprache her daher meiner Meinung nach der Wechsel verständlich. Danach Mooser mit grandioser Leistung. Ganze Verteidigung wirkte sicherer . Denke man kann drauf aufbauen und hat wieder spass gemacht zu schauen. Würde mir noch ndri von Anfang an wünschen.

  3. Damit durfte das Kapitel Nurudeen bis auf Weiteres erledigt sein. Hoffen wir, dass noch ein paar gute Leute kommen, schon alleine damit der Trainer nicht auf die Idee kommt, den James Jeggo aufstellen zu müssen.

  4. Da hat sich der Trainer wohl verzockt mit seiner 3er Kette zum Start gegen seine schnellen Ex Schützlinge. Eupen wurde zum Start schwindelig gespielt und man konnte von Glück reden „nur“ 2-0 hinten zu sein. Anschließend hat sich die Mannschaft gut ins Spiel gebissen und fast wäre am Ende noch ein glücklicher Punktgewinn drin gewesen.

    Mein Fazit ist positiv, denn die Mannschaft lebt. Mir persönlich ist das defensiv zu risikofreudig mit den Spielern, aber lassen wir uns mal überraschen ob Herr Storck gegen Antwerpen ein glücklicheres Händchen hat mit seinem System (gegen Brügge hat er es ja bewiesen)

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