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Van Crombrugge (AS Eupen) Gast der RTBF: „Nur 1 Punkt Rückstand“

AS-Torhüter Hendrik Van Crombrugge am Montagabend als Gast der TV-Talksendung „La Tribune§ der RTBF. Foto: Screenshot „La Deux“

Der Torhüter der AS Eupen, Hendrik Van Crombrugge, war am Montagabend Gast der TV-Talksendung „La Tribune“ der RTBF. Der 24-Jährige ging dabei hauptsächlich auf die Situation seines Clubs nach der Niederlage in Mechelen sowie auf seine persönlichen Ambitionen ab der nächsten Saison ein.

Zunächst gab es einen kleinen Rückblick auf die bisherige Karriere von Van Crombrugge, der seit dem Jahr 2013 bei der AS Eupen unter Vertrag steht und die Schwarz-Weißen wohl zum Ende dieser Saison – unabhängig vom Ausgang der laufenden Spielzeit für die AS – verlassen wird.

Hendrik Van Crombrugge (M) in „La Tribune“ zwischen Stephan Streker (l) und Ex-Nationalspieler Philippe Albert (r). Foto: Screenshot „La Deux“

So konnten die TV-Zuschauer erfahren, dass Van Crombrugge in der Saison 2010-2011 in der Jugend von Standard Lüttich in einer Mannschaft mit einem gewissen Michy Batshuayi spielte, dem belgischen Nationalspieler, der neuerdings für den Bundesligisten Borussia Dortmund stürmt.

Sein allererstes Spiel in der Pro League bestritt Van Crombrugge mit Sint-Truiden im limburgischen Derby gegen den RC Genk.

Es wurden auch einige Grußbotschaften an den Gast aus Eupen eingeblendet, u.a. von AS-Teammanager Michael Radermacher, Torwarttrainer Gil Diaz sowie den Spielern Siebe Blondelle, Nils Schouterden und Mbaye Leye. Sie alle äußerten den Wunsch, dass Hendrik Van Crombrugge in den restlichen vier Spielen seinen Kasten sauber hält und zum Saisonende einen Toptransfer erhält, den er verdiene.

Vor einem Wechsel zu einem höher stehenden Erstligisten in Belgien oder im Ausland möchte Van Crombrugge, der eine bärenstarke Saison im Dress der Eupener liefert, mit der AS den Klassenerhalt schaffen.

Jetzt nur keine Panik!

Trotz der Niederlage in Mechelen, die laut RTBF-Sportchef Michel Lecomte aufgrund des Spielverlaufs logisch schien, aber nach Meinung von Ex-Nationalspieler Philippe Albert vermeidbar war, weil das Siegtor von Mechelen rund 20 Minuten vor Schluss nie und nimmer hätte fallen dürfen, da die AS in dieser Szene in der Überzahl war, glaubt Van Crombrugge felsenfest, dass seinem Club der Abstieg in die Division 1B erspart bleibt. „Jetzt nur keine Panik! Der Rückstand beträgt nur 1 Punkt“, so der AS-Torwart.

Hendrik Van Crombrugge (r) im Gespräch mit RTBF-Sportchef Michel Lecomte (l). Foto: Screenshot „La Deux“

Auf die Frage von Moderator Lecomte, wieso die Atmosphäre bei der AS Eupen trotz akuter Abstiegsgefahr so entspannt sei, sagte Van Crombrugge, der perfekt viersprachig ist: „Das hat zunächst mit dem Aspire-Projekt zu tun, das langfristig angelegt ist. Außerdem waren wir schon vorher längere Zeit Letzter, waren es dann nicht mehr, um es jetzt wieder zu sein. Insofern ist die Situation für uns nicht so neu.“

In „La Tribune“ wurde Van Crombrugge auch gefragt, was die AS Eupen zu einem so speziellen Verein in Belgien mache. Der 24-Jährige verwies erneut auf das Aspire-Projekt. Außerdem sei Eupen der einzige deutschprachige Erstligist.

Am Ende des Gesprächs war sich die Talkrunde einig, dass die zwei Heimspiele gegen Lokeren und Mouscron für die Rettung der AS von größter Bedeutung seien, weil die Eupener auswärts bisher in dieser Saison noch nicht gewonnen haben.

Auf den ersten Blick hat Eupen zwar das etwas leichtere Restprogramm im Vergleich zu Mechelen, aber die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz, jedes Spiel habe seine eigenen Gesetze, so der Tenor bei dem Gespräch mit Hendrik Van Crombrugge in „La Tribune“. Die Sendung wird im Prinzip von September bis Juni immer montagabends auf „La Deux“ ausgestrahlt. (cre)

  1. Jetzt bloss keine Panik ?
    Frage mich, wann denn endlich mal ein bisschen Panik aufkommt? Soviel Möglichkeiten gibt’s nicht mehr.
    Es sei denn, die AS ist zufrieden damit abzusteigen.

  2. Ostbelgien Direkt

    MITTEILUNG DER AS EUPEN

    Nach Verletzungen aus dem Spiel gegen Mechelen: Einsatz von Siebe Blondelle, Jordan Lotiès und Mathieu Peybernes gefährdet: Während Siebe Blondelle nach einer Muskelzerrung im Oberschenkel und seiner fünften gelben Karte frühestens gegen Lokeren wieder zum Einsatz kommen kann, wird Jordan Lotiès nach einem 3 cm Muskelfaserriss im Oberschenkel ebenfalls mindestens für das Spiel in Zulte Waregem ausfallen. Derzeit wird alles für einen Einsatz von Mathieu Peybernes im nächsten Spiel unternommen. Er leidet unter einer Verhärtung in der rechten Wadenmuskulatur.

    • Zwei unentschieden reichen nicht mehr da Mecheln 1 Sieg mehr hat wie wir. Ausserdem so wie die momentan drauf sind mit dieser super engen Mann zu Mann Deckung werden andere Mannschaften auch nicht viel reissen können

  3. Ghostrider

    Für mich wird Mechelen auf jeden Fall sein letztes Spiel gegen Wassland Bev. Gewinnen. Wir können nur hoffen das die 2 Auswärtsspiele verloren gehen ( In Gent und Lüttich) Das entscheidende Spiel wird Zuhause gegen Charleroi sein ! Und Eupen muss seine Heimspiele gewinnen . So seh ich die einzige Chance für uns .

    • lambertzprinte

      Du willst aber jetzt nicht in den Raum werfen wollen dass Waasland Beveren der Mannschaft von Mechelen helfen wird.
      Das machen doch nur ,laut Aussage von Mechelens Trainer Van Wijck, die „vielen“ Wallonischen Vereine in der 1. Division .

      Wenn Waasland noch um die PO 1 spielt wird Mechelen dort nix holen , wenn nicht, dann geht es uns wie beim letzten Abstieg als Brugge ein tolles 0-0 bei Lierse erspielte ( ohne einen einzigen Torschuss abzugeben) und Lierse dadurch den Klassenerhalt sicherte.

  4. Die AS tut gut daran, versuchen in Zulte etwas zu holen um den Druck auf Mechelen zu erhöhen (die spielen am Sonntag in Gent). Da die halbe Abwehr nicht vorhanden ist, soll man pokern und versuchen offensiver zu spielen, ohne jedoch ins Messer zu laufen (wie beim Hinspiel….)
    Es wird ganz schwierig, aber ein Spiel ist nicht das andere. Dies hätte jedoch alles vermieden werden können, wenn man vor der Saison gezielt gearbeitet hätte. Die sportliche Leitung hat sowieso versagt. Eupen ist ein Ausbildungsverein und jetzt wo man Schiffbruch erleidet, gehen alle Lampen (etwas zu spät) an. Diese jungen Aspire Spieler haben technisch viel drauf, jedoch keine Intelligenz und kein Charakter um auf diesem hohen Niveau Woche für Woche die erforderlichen Leistungen abzurufen. Sicherlich ist es für Aspire auch besser sich mit Erstliga Vereinen zu messen, vor allen Dingen auch für die Nachwuchsmannschaften. Die für mich grosse Ausnahme sind Garcia und Van Crombrugghe. Ich fand die Aussagen von Hendrik gestern absolut bodenständig, ehrlich und von Klasse zeugend. Er wird weit kommen, wenn er so bleibt wie er ist.

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