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1:0-Sieg gegen den KV Ostende: AS Eupen beendet Niederlagenserie – Jetzt 11 Punkte vor Cercle Brügge

Eupens Mittelfeldspieler Jens Cools (l) und Ostendes Stürmer Joseph Akpala (r) im Duell. Foto: Belga

Die AS Eupen kann doch noch gewinnen: Die Schwarz-Weißen besiegten am Sonntagabend im Kehrweg-Stadion den KV Ostende 1:0 und haben nunmehr 11 Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Cercle Brügge.

Trotz drei Niederlagen in Serie in der Meisterschaft und trotz des Ausscheidens aus dem Landespokal sah AS-Trainer Beñat San José keine Veranlassung, seine traditionelle Startelf zu ändern: De Wolf – Beck, Amat, Verdon, Blondelle – Cools, Ebrahimi, Milicevic, Schouterden – Bautista, Bolingi.

Ostende startete mit dem ehemaligen belgischen Torschützenkönig Joseph Akpala (früher u.a. SC Charleroi, FC Brügge und Werder Bremen), der nach einem Auslandsaufenthalt und einer Zwangspause reaktiviert wurde und beim 3:2-Sieg gegen den RSC Anderlecht ein spektakuläres Comeback feierte.

Eupens Danijel Milicevic. Foto: Belga

Eupen und Ostende hatten vor der Begegnung mit Genugtuung registriert, dass die Konkurrenten im Abstiegskampf allesamt Federn lassen mussten.

Waasland-Beveren verlor am Freitag 0:4 gegen Antwerp und Cercle Brügge am Samstag 1:2 gegen den KRC Genk, während der KV Kortrijk beim KV Mechelen 1:1 spielte.

Nachdem die Ränge im Kehrweg-Stadion in den Heimspielen gegen Anderlecht, Genk und Standard Lüttich sehr gut bis optimal besetzt waren, bot sich am Sonntag wieder ein gewohntes Bild, zumal der Sonntagabend dem Zuschauerinteresse nicht gerade förderlich ist.

Für die erste nennenswerte Aktion in diesem Spiel musste man sich bis zur 15. Minute gedulden. Erst ging ein Freistoß von Ebrahimi neben das Tor von Dutoit, und direkt im Anschluss daran nötigte auf der Gegenseite Vandendriessche AS-Schlussmann De Wolf zu einer ersten Parade.

In der 18. Minute gab es die erste knifflige Situation, als im Eupener Strafraum Bataille bei einem Zweikampf mit Verdon zu Fall kam. Schiedsrichter Lawrence Visser ließ jedoch weiterspielen.

0:0 nach einer langweiligen ersten Hälfte

Danach tat sich längere Zeit nichts mehr. Den Gästen aus Ostende war dennoch anzumerken, dass der Sieg gegen Anderlecht und die starke Leistung im Pokal gegen den FC Brügge, der sich erst im Elfmeterschießen durchsetzte, der Mannschaft neues Selbstbewusstsein verliehen haben.

Eupens Torhüter Ortwin De Wolf (l) und AS-Coach Beñat San José (r). Foto: Belga

Für die größten Gefahrenmomente im ersten Durchgang sorgten die Küstenstädter. Die AS musste bis zur 43. Minute warten, ehe Bolingi Ostendes Schlussmann Dutoit ein wenig in Verlegenheit bringen konnte. 0:0 lautete der Pausenstand nach einer langweiligen ersten Hälfte.

Die erste Chance nach dem Wiederanpfiff hatte Eupens Sturmspitze Bolingi nach einer Flanke von Beck, jedoch köpfte der Kongolese den Ball neben das Tor von Dutoit. Noch klarer war die Möglichkeit von Bautista, dessen Kopfball in der 53. Minute der Ostender Torwart über die Latte lenkte.

In der 62. Minute versuchte es die AS Eupen mit einem schnellen Gegenstoß über Ebrahimi, Bautista und Bolingi, aber wieder misslang der Abschluss, genauso wie kurze Zeit später bei einem Konter über Milicevic und Schouterden.

Einwechslung von Embalo zahlte sich aus

AS-Trainer San José wechselte in der 64. Minute mit Embalo einen Stürmer für Verteidiger Blondelle. Der Coach der Schwarz-Weißen deutete damit an, dass er sich mit einem Unentschieden nicht zufriedengeben wollte – und sollte später dafür auch belohnt werden.

In der Folgezeit war aber erst einmal Eupens Torwart De Wolf gefordert, der bei einigen Distanzschüssen sein Können unter Beweis stellen konnte. Seltsamerweise war nach der Einwechslung eines weiteren Offensivspielers auf Eupener Seite Ostende klar überlegen.

AS-Rechtsverteidiger Andreas Beck. Foto: Belga

Erst in der 74. Minute hatte die AS noch einmal eine Möglichkeit, zunächst durch Bolingi und direkt danach durch Bautista. In der 77. Minute klappte es dann endlich, als nach einer scharfen Flanke von Bautista in den kleinen Strafraum der eingewechselte Embalo am zweiten Pfosten den Ball aus relativ spitzem Winkel über die Torlinie bugsierte – 1:0.

Für die Schlussphase brachte AS-Coach San José in der 81. Minute mit Koch einen Verteidiger für Stürmer Bautista. Zwei Minuten vor Schluss kam noch Marreh für Bolingi. Jetzt hieß es, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten.

In der Nachspielzeit war Ostende noch zwei Mal gefährlich durch Guri, der nach einer Flanke in den Eupener Strafraum einen Tick zu spät kam, und durch den bei einem Eckstoß aufgerückten Torhüter Dutoit, dessen Schuss aber am Tor seines „Amtskollegen“ De Wolf vorbeiging. So blieb es beim 1:0 und dem zweiten Heimsieg der AS in dieser Saison.

Ostende bleibt einer der Lieblingsgegner der AS, denn für Eupen war es der 7. Sieg im 13. Spiel als Erstligist gegen die Küstenstädter, die man in dieser Saison schon zwei Mal bezwingen konnte.

Am kommenden Samstag erwartet die Eupener ein sehr schweres Auswärtsspiel beim FC Antwerp. Eine Woche später ist der KV Kortrijk zum letzten Heimspiel des Jahres im Kehrweg-Stadion Gast der AS, bevor die Schwarz-Weißen am zweiten Weihnachtstag beim amtierenden Landesmeister KRC Genk das Jahr 2019 beschließen. (cre)

9 Antworten auf “1:0-Sieg gegen den KV Ostende: AS Eupen beendet Niederlagenserie – Jetzt 11 Punkte vor Cercle Brügge”

  1. Sehr schwaches Spiel. Hauptsache 3 Punkte.
    Einige Wechsel sollte der Trainer aber demnächst unbedingt sich vornehmen. Milisevic der in den letzten 3 Spielen immer schlechter wird sollte sich bis Januar eine Auszeit gönnen. Jemanden anderes an Stelle von Beck würde auch nicht schaden, da er über eine mittelmässige Leistung nicht hinaus kommt.

  2. Not gegen Elend

    Welch grottenschlechter Kick von beiden Mannschaften.
    In der ersten Halbzeit hatte Eupen keinen einzigen Schuss in Richtung Kasten.
    Dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient. Am besten NULL Punkte für beide.
    Und im Stadion herrschte Totenstille.
    Wenn dies Fußball in der 1. belgischen Division sein soll… dann gute Nacht!

  3. Sonntags Abend auf einem Advent bei Dauerregen und nach 4 Niederlagen in Folge ist natürlich auch ein denkbar schlechtes Datum gewesen. Hauptsache gewonnen.
    Würde dem Embalo mehr Spielzeit gönnen. Der kommt stets gut rein und wirbelt auch viel herum. Gute Leistungen.
    Frage mich nur wo Rocha abgeblieben ist. Ist doch ein echter Torjäger und könnte auch mal ran für den zuletzt oft unglücklich spielenden Bolingi. Wir sind offensiv nämlich recht schwach. Vor dem Spieltag hatten wir die schwächste Offensive der Liga. Erfreulich dass wir doch recht viele Punkte dafür haben.
    Defensiv stehen wir sehr ordentlich seit Wochen mit einem guten Keeper dahinter.

  4. Peter Müller

    Das habe ich schon geschrieben, als der Transfer bekannt wurde. Wer den Fussball ein wenig verfolgt, wusste, dass er schon lange auf dem absteigenden Ast ist. Aber Die A.S. hatte gedacht, für die Belgische Liga tut es noch. Bei seiner Vorstellung wurde nur über seine Vergangenheit geschrieben, aber vorbei ist vorbei. so wie auch bei einigen anderen Transfers der A.S.

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