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5:1 – AS Eupen gewinnt surreales Achtelfinale gegen Olympic im „Gefrierschrank“ Kehrweg-Stadion

Blick auf den schneebedeckten Platz des Kehrweg-Stadions, auf dem der Ball kaum zu erkennen ist, beim Pokal-Achtelfinale zwischen der AS Eupen und Olympic Charleroi am Mittwoch. Foto: Screenshot as-eupen.be

Die AS Eupen hat wie erwartet das Viertelfinale des belgischen Fußball-Pokals (Croky Cup) erreicht. Die Schwarz-Weißen besiegten Olympic mit 5:1. Die Amateure aus Charleroi konnten  nur die erste Halbzeit mithalten.

Dieses Achtelfinale gegen die Amateure von Olympic Charleroi fand unter bisweilen surrealen Bedingungen statt – wegen des schneebedeckten Rasens, des Fehlens eines orangen oder roten Balls, des wenig ergiebigen Spielverlaufs, vor allem in der ersten Halbzeit, und der Tatsache, dass die Partie im Livestream übertragen wurde mit André Palm, dem Marketing-Manager der AS Eupen, als Kommentator (und nach jedem Tor auch als Stadionsprecher).

Premiere für Robin Himmelmann im Tor

Bei der AS Eupen stand wie erwartet Neuzugang Robin Himmelmann im Tor. Das war aber nicht die einzige Änderung, die Trainer Beñat San José vorgenommen hatte, denn etliche Stammspieler saßen allenfalls auf der Bank, wenn überhaupt.

Die Startelf der AS war folgende: Himmelmann – Beck, Koch, Bushiri, Sowah – N´Dri, Kayembe, Agbadou, Magnée – Ngoy, Koné.

Torhüter Robin Himmelmann kam am Mittwoch gegen Olympic Charleroi zu seinem ersten Einsatz für die AS Eupen. Foto: Christian Charisius/dpa

In der Elf von Olympic Charleroi stand mit Mohamed Dahmane ein Spieler, der in der Saison 2010-2011 für die AS Eupen gespielt hatte.

Die Eupener erwischten im „Gefrierschrank“ Kehrweg-Stadion einen Traumstart, denn bereits in der 8. Minute ging die AS in Führung durch Koné, 1:0.

Die Freude der Eupener währte aber nicht lange, denn in der 13. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul von Bushiri im Strafraum (oder doch außerhalb?) auf den Elfmeterpunkt. Delbergue ließ Himmelmann keine Abwehrchance, 1:1.

In der 20. Minute musste die AS bereits einen ersten Wechsel vornehmen. Koné hatte sich bei seinem Tor in der 8. Minute verletzt und wurde durch Baby ersetzt.

Das Spiel verflachte danach total. Bis zum Ende der ersten Halbzeit gab es so gut wie keine Szenen mehr, die dazu angetan waren, erwähnt zu werden. 1:1 der Halbzeitstand.

Die zweite Halbzeit besorgte zum Glück schnell ein Highlight, denn nur 5 Minuten nach dem Wiederanpfiff erzielte Baby das 2:1 für die AS Eupen. Der Klassenunterschied sollte von da an noch deutlicher werden, denn Magnée (61.) und Koch (65.) trafen zum 3:1 und 4:1. Auch der Trainingsrückstand und die fehlende Spielpraxis forderten bei den Gästen ihren Tribut.

Viertelfinale wird am Donnerstagabend ausgelost

Danach mussten auf Anordnung des Schiedsrichters noch einmal die Linien vom Schnee befreit werden. Im Hinblick auf das wichtige Spiel vom kommenden Samstag bei Schlusslicht Waasland-Beveren nahm AS-Trainer San José im zweiten Durchgang noch zwei Wechsel vor: Cools kam für Agbadou, Amat für Baby und Heris für Kayembe.

In der Nachspielzeit fiel dann noch das 5:1 durch Bushiri. Mit wem es die AS im Viertelfinale zu tun bekommt, ergibt die Auslosung am Donnerstagabend nach dem Brüsseler Pokalderby zwischen Union St. Gilloise und dem RSC Anderlecht. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

24 Antworten auf “5:1 – AS Eupen gewinnt surreales Achtelfinale gegen Olympic im „Gefrierschrank“ Kehrweg-Stadion”

  1. Ein grosses Lob an die AS-Verantwortlichen den Fans einen Livestream zu bieten. Widriger hätten die Umstände fast nicht sein können. André Palm hat seine Sache toll gemacht fürs erste Mal als Kommentator.
    Die AS hat nicht mehr getan als nötig um dieses Spiel zu gewinnen. Charleroi hat sich gut verkauft in anbetracht der mangelnden Vorbereitungsmöglichkeiten.

  2. Zunächst einmal Gratulation an Kommentator André Palm. Das hat er gut gemacht. Gratulation auch an die B-Elf zum Einzug ins Viertelfinale. Das war wirklich kein leichtes Spiel für beide Mannschaften bei diesen katastrophalen Wetterverhältnissen. Zum Glück platzte für die AS in der zweiten Halbzeit der Knoten. Baby hat endlich auch mal getroffen. Für Magnée freut es mich auch. Jetzt noch ein Sieg am kommenden Samstag bei Schlusslicht Waasland-Beveren, und die Welt bei der AS ist wieder in Ordnung.

  3. AS-FAN-KELMIS

    Kompliment an die AS undbesonderes Lob an André Palm für dieses aussergewôhnliche Ereignis. Vielleicht beim nâchsten Winterspiel roten Ball nehmen und rote Linien ziehen….wenn es zeitlich noch geht.Trotzdem ein DANKESCHÖN, auch an die Manschaft fûr diesen Sieg,das gibt selbstvertrauen für Samstag.

      • Ostbelgien Direkt

        @Panda46: Ich nehme an, dass Sie schreiben wollten: „Der Schiedsrichter bestand auf einem GELBEN Ball“ (nicht orange). Trotzdem wäre nicht falsch gewesen, wenn der Verfasser der GE-Meldung geschrieben hätte, von wem er die Info hat: vom Schiedsrichter selbst oder von der AS Eupen? Und wenn von der AS, entspricht sie auch tatsächlich der Wahrheit? Gab es denn überhaupt einen orangen Ball? Und weshalb hat der Schiedsrichter auf einem gelben Ball bestanden? Der muss sich ja dabei etwas gedacht haben. Kurzum, GE-Leser wissen mehr, aber nicht alles.😀😀😀 Gruß

  4. fritz k.

    Die 1. Halbzeit war ziemlich unterirdisch von Eupens `B-Mannschaft`. So richtig empfohlen hat sich für die Stammelf keiner. Ich konnte auch zwischen beiden Mannschaften keinen großen Unterschied erkennen. Erst als Charleroi in der 2.Halbzeit müder wurde, kam Eupen zu Toren. Bei dem Wetter und 10 Minus mit kurzer Hose über den Platz zu laufen macht aber auch keinen Spass und dazu noch der gelbe Ball. Schnell vergessen.

  5. Peter Müller

    Ich meine einmal gehört zu haben, dass das TV bestimmt, mit welchem Ball und Trikots gespielt wird. Zu mindestens war es so als es noch schwarz – weiss Fernsehen gab. Da die Kameras dann bessere Bilder liefern kann. Ich denke wohl, es war keine Offizielle TV Übertragung.

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