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1:6-Pleite in Anderlecht – AS Eupen wie ein Absteiger

Eupens Jens Cools (l) und Anderlechts Dejan Joveljic (r) kämpfen um den Ball. Foto: Belga

Die AS Eupen hat sich am Karnevals-Sonntag auswärts beim RSC Anderlecht bis auf die Knochen blamiert: Die Schwarz-Weißen unterlagen dem Rekordmeister, der seine schlechteste Saison seit mehr als 50 Jahren bestreitet, mit 1:6. Die AS hat damit in den letzten drei Spielen 14 Gegentore kassiert.

Für dieses Spiel beim Rekordmeister verzichtete AS-Coach Beñat San José auf Nils Schouterden und Siebe Blondelle, die auf der Bank begannen. Der Ex-Anderlechter Emmanuel Sowah und Menno Koch standen hingegen in der Startelf, genauso wie Jonathan Bolingi, der Knowledge Musona ersetzte. Letzterer durfte gegen den Club, der ihn an Eupen nur ausgeliehen hat, nicht spielen.

Der belgische Nationalspieler Vincent Kompany erzielte das 4:0 für Anderlecht. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Die Eupener Startelf: De Wolf – Beck, Verdon, Koch, Amat, Sowah – Cools, Ebrahimi, Milicevic, Bolingi – Prevljak.

Die AS Eupen hatte die erste Torchance in diesem Spiel durch Cools nach einem Freistoß von Miicevic. Doch wer geglaubt hatte, die AS werde Anderlecht im eigenen Stadion das Leben ähnlich schwer machen wie im Hinspiel in Eupen, das 0:0 endete, sollte schon bald eines Besseren belehrt werden.

Die Eupener Katastrophe nahm in der 9. Minute ihren Lauf: Sardella spielt auf der rechten Abwehrseite der AS den Ball auf Amuzu, der in den Eupener Strafraum flankte, wo Murillo schneller war als seine Gegenspieler und das 1:0 erzielte.

In der 17. Minute wurde alles noch viel schlimmer: AS-Abwehrspieler foult Joveljic im Strafraum. Klare Angelegenheit: Elfmeter und Rote Karte für Amat! Vlap verwandelt den Strafstoß sicher zum 2:0.

Das Spiel war damit praktisch schon entschieden, zumal sich Eupen schon nach gut einer Viertelstunde in Unterzahl befand.

Eupens Iraner Zarandini Ebrahimi. Foto: Belga

Bis zum Pausenpfiff musste AS-Torhüter De Wolf noch zwei Mal den Ball aus seinem Tor holen: In der 25. Minute gelang Pjaca das 3:0, und in der 35. Minute durfte sich Nationalspieler Kompany über das 4:0 freuen. Für Pjaca war dies der erste Torerfolg im Dress von Anderlecht. Auch Kompany traf zum ersten Mal seit seiner Rückkehr zum RSC Anderlecht. 4:0 der Pausenstand!

Zum Anpfiff der zweiten Halbzeit war die einzige Frage, ob die Eupener möglicherweise eine so hohe Klatsche kassieren würden wie am 25. September 2013 beim 0:7 im Landespokal, als die AS noch Zweitligist war.

Nur sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff erhöhte Amazu auf 5:0. Eupen bringt Amuzu Glück: Am 22. Dezember 2017 hatte der belgische U21-Nationalspieler gegen die AS sein Ligadebüt in der 1. Mannschaft und beim 1:0-Heimsieg gegen die Schwarz-Weißen das einzige Tor des Spiels erzielt.

Nachdem der AS ein Elfmeter verweigert wurde, gelang Bolingi der Ehrentreffer – 5:1. Damit war die Packung aber noch nicht voll, denn der eingewechselte Bakkali stellte kurz vor Schluss mit dem Treffer zum 6:1 den Endstand her.

Die Eupener können von Glück reden, dass nicht auch Ostende und Waasland eine „Wiederauferstehung“ gelungen ist wie Cercle Brügge. Sonst sähe es zappenduster aus. Drei Spieltage vor dem Ende der klassischen Phase der Meisterschaft haben die Schwarz-Weißen immerhin noch vier Punkte Vorsprung auf Ostende und sechs Punkte auf Cercle Brügge und Waasland-Beveren, das jetzt Tabellenletzter ist. (cre)

21 Antworten auf “1:6-Pleite in Anderlecht – AS Eupen wie ein Absteiger”

  1. Schrecklich. Ein Spiel zum vergessen.
    Wie kann die Abwehr nach sehr vielen guten Wochen (Monate) nun seit ein paar Spielen so versagen?
    Der Trainer versagt in einen Augen immer wieder. Hätte die AS in der Mitte der Meisterschaft nicht Monatelang das gleiche Team aufbieten können, wären sie ein sicherer Absteiger gewesen. Ändert sich etwas an der Aufstellung oder muß der Trainer aktiv ins Spiel eingreifen, ist er total überfordert.
    Es wird doch noch spannend. Leider, total unnötig.

    • Heinrich

      Und wieso kann Eupen nicht mehr absteigen?

      6 Punkte Rückstand auf den letzten Platz. (das sind 2 Siege ;))
      3 Spiele zu spielen. (das sind 9 Punkte)

      13. Eupen 26 Punkte – 3 Spiele noch zu spielen
      14. Ostende 22 Punkte – spielt gegen Cercle (15. mit 20 Punkten) – 2 Siege und eine Niederlage wären 28 Punkte…
      15. Cercle 20 Punkte – spielt aber gegen Ostende (14. mit 22 Punkten) – bei 3 Siegen wären es 29 Punkte…
      16. Waasland 20 Punkte – wenn sie alle 3 Spiele gewinnen 9 Punkte also 29…

      Und dann WÄRE Eupen bei 3 Niederlagen abgestiegen mit 26 Punkten.

  2. Mit dem zur Verfügung stehenden Kader muss ein Trainer viel mehr machen. Es muss unbedingt ein neuer Trainer geholt werden. Dieser Mann tut sein Bestes, ist aber nicht erstliga tauglich.. Er kann die Mannschaft nicht auf einen Gegner einstellen usw.

  3. Ja kaum war ďie Luft etwas raus nach dem Sieg gegen Brügge, die AS wähnte sich gerettet, läuft’s wieder desaströs. Gegen ein seit ewig schwaches u nicht treffsicheres Anderlecht so unter zu gehen bleibt ohne Kommentar.
    14 Gegentore in 3 Spielen. Das ist auch Einstellungssache. Und der Trainer sammelt auch keine Pluspunkte. Es wird unnötig wieder enger. Die AS rettet sich vielleicht knapp, Schicksalsmässig vlt wieder daheim gegen Mouscron, aber unterm Strich ist es eine e enttäuschende Saison. Ambitioniert Platz 10 war das Ziel, welches nicht erreicht wurde und knapp dem Abstieg entrinnen mit dem trotzdem für Eupens Verhältnisse ganz guten Kaders ist dann einfach zu wenig. Daran muss sich der Trainer auch messen lassen.
    Sollte die AS echt gg Mouscron nicht gewinnen u die Konkurrenz punktet wieder, dann wirds ultra gefährlich. Denn in Mechelen, dass jeden Punkt braucht, und gegen Brügge gibts sicherlich noch 2 Niederlagen zum Schluss

  4. Eupenerin

    Nee was war das wieder mal für ein Sch…….,sie werden so wie das letzte Jahr kämpfen um in der 1. Liga zu bleiben. Aber mit so nem Trainer ???????sind sie es nicht wert in der 1. Liga zu spielen ,also Schuster bleib bei deinen Leisten ???

    ..

  5. Trainerwechsel

    Wieder mal eine taktische Meisterleistung des Trainers . Wenn man sich mit diesem Trainer rettet war das reine Glückssache . Aber es wird noch sehr eng werden den Eupen wird keine Punkte mehr holen.
    Auf Wiedersehen San Jose Benat . Man wird dich nicht vermissen.

  6. Propaganda

    Nicht zu verstehen. Hat der Trainer überhaupt einen Trainerausbildung? In den letzten zwei Auswärtsspielen 11 !!!!!! Gegentore. Wahnsinn da stimmt doch was nicht . Das ist doch nicht mehr normal. Peinlich mit weiter so das Stadion wird immer leerer. Raus mit diesem Hampelmann Trainer.

    • Propaganda

      @ Jo wa ! Da kann ich ihnen nur Recht geben. Ich war mehere Spiele gucken und in keinem Spiel wurde Offensivfussball geboten. Es waren alles Murksspiele die mit viel Glück entweder unentschieden oder knapp gewonnen wurden. Wer da jetzt noch hingeht ist selber schuld und braucht sich nicht zu beklagen. Es ist insgesamt eine grottenschlechte Saison und man hat wirklich großes Glück wenn man nicht absteigt. Die Vereinsführung hätte spätestens in der Winterpause diesen unfähigen Trainer rauswerfen sollen. Ein guter Trainer wäre mit diesem Kader wo mehere Nationalspieler drin sind mindestens im Mittelfeld der Tabelle gelandet. Was ein guter Trainer bewirken kann sieht man bei Cercle Brügge.

  7. Na ? Wieder mal zurück in die Realität geholt worden ?
    Tauscht endlich mal den Trainer. Wann versteht ihr das mal ?
    Wieso lassen die Fans sich das gefallen ? Zahlen viel zu teuren Eintritt für so einen Murks.
    Ich bin froh dass ich seit 2 JAhren keine Dauerkarte mehr habe.
    Gott sei dank.

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