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AS Eupen spielt heute in Gent im modernsten Fußballstadion Belgiens

Dieses Archivbild zeigt die Ghelamco Arena in Gent, in der die AS Eupen an diesem Sonntagnachmittag zu Gast ist. Foto: Shutterstock

Fußball-Erstligist AS Eupen ist an diesem Dienstagabend am 12. Spieltag der Pro League bei AA Gent zu Gast. Die „Buffalos“, wie die Genter Spieler genannt werden, tragen ihre Heimspiele im modernsten Fußball-Stadion Belgiens aus, der Ghelamco Arena.

Die 80 Millionen Euro teure Spielstätte der „Buffalos“ wurde am 17. Juli 2013 offiziell mit einem Freundschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart eingeweiht.

Der ehemalige Eupener Danijel Milicevic. Foto: Shutterstock

Ursprünglich sollte die heutige Ghelamco Arena „Arteveldestadion“ heißen, benannt nach dem in Gent geborenen Jacob van Artevelde, einem Freiheitskämpfer, der in Gent auch schon mit einer Statue verewigt wurde.

Schließlich wurde das neue Stadion jedoch nach seinem Erbauer, der Immobilienfirma Ghelamco benannt, die auch das künftige Nationalstadion in Brüssel erbauen soll (insofern das „Eurostadium“ in Brüssel überhaupt jemals gebaut wird).

Die Ghelamco Arena bietet den Besuchern 20.000 überdachte Plätze. Zu ihnen gehören 1.200 Business-Sitze und 20 Logen, genannt Skyboxes, zu denen je 12 Plätze gehören. Für Rollstuhlfahrer stehen je nach Nachfrage für das Heimteam 22 bis 66 und für auswärtige Besucher 10 bis 30 Plätze zur Verfügung. Auch an hörgeschädigte und blinde Besucher wurde mit speziellen Plätzen gedacht.

Die Außenfassade besteht größtenteils aus verglasten Fensterflächen. Im direkten Stadionbereich stehen insgesamt 2.200 Pkw-Parkplätze bereit. Hinzu kommen 800 Abstellplätze für Fahrräder. Des Weiteren werden Shuttlebusse und Fahrgemeinschaften angeboten.

Von der Euphorie von Mai 2015, als AA Gent zum ersten Mal belgischer Landesmeister wurde (Bild), sind die „Buffalos“ heute meilenweit entfernt. Foto: Shutterstock

AA Gent ist ganz schlecht in die Saison 2017-2018 gestartet. Da gab es zunächst das peinliche Ausscheiden aus der Europa League, in der man letztes Jahr immerhin das Achtelfinale (gegen RC Genk) erreicht hatte, gegen die österreichische Mannschaft aus Altach.

In der Pro League ist Gent bis heute nicht wirklich in Schwung gekommen, weshalb man sich sogar von Meistertrainer Hein Vanhaezebrouck getrennt hat, der inzwischen beim RSC Anderlecht unter Vertrag steht. In der Meisterschaft haben die Genter, die jetzt von Yves Vanderhaeghe betreut werden, nur ein Pünktchen mehr als die AS Eupen.

Zwei ehemalige Eupener findet man im Kader der „Buffalos“, nämlich Danijel Milicevic und Mamadou Sylla.

Die AS Eupen hat durch den 4:1-Sieg am Samstag gegen den KV Mechelen mächtig Auftrieb bekommen. Ein gutes Resultat in Gent wäre zugleich eine exzellente Werbung für das Heimspiel vom kommenden Samstag um 18 Uhr im Kehrweg-Stadion gegen Rekordmeister RSC Anderlecht.

Letzte Saison gewann Eupen beide Male

In der letzten Saison konnte Eupen beide Spiele gegen Gent gewinnen. Das hat für AS-Trainer Jordi Condom aber nicht viel zu bedeuten.

„Auch wenn uns gegen diesen Gegner in der letzten Saison gleich zwei Siege gelungen sind, bleibt AA Gent der Favorit“, wurde Condom auf der Website der AS zitiert: „Die Statistik hat im Fußball nicht viel Bedeutung. Das hat Eupen noch am Samstagabend mit dem Sieg über den KV Mechelen bewiesen, gegen den wir bislang noch keinen einzigen Punkt holen konnten.“

Mamadou Sylla im Dress der AS Eupen. Der Senegalese wechselte im Sommer von Eupen nach Gent. Foto: Belga

Trotz des schwachen Saisonstarts gehöre AA Gent zu den Top-6 Teams in Belgien und sei somit ein ganz schwerer Gegner, so Condom. Die AS wollte in der Ghelamco Arena ein gutes Spiel abliefern, „um einen oder vielleicht auch drei Punkte zu holen“, so der Trainer.

In Gent muss Jordi Condom auf seinen rechten Außenverteidiger Moussa Wagué verzichten, der sich beim Heimspiel gegen den KV Mechelen eine Zerrung im Oberschenkel zuzog und frühestens am kommenden Samstag gegen den RSC Anderlecht wieder eingesetzt werden kann. Für ihn rückt sein Landsmann Diawandou Diagne in die Startelf, der am Samstag mit einer Rettungsaktion auf der Linie den möglichen Anschlusstreffer zum 3:2 verhinderte.

Entwarnung gibt es indes im Fall von Nicolas Verdier. Der Torschütze zum 3:1 war am Samstag verletzt ausgewechselt worden, hat aber am Montag das Abschlusstraining ohne Probleme absolvieren können und ist somit einsatzbereit.

Ob Jordan Lotiès in die Anfangself zurückkehrt, nachdem er seine Gelbsperre angesessen hat, ließ Condom noch offen. „Ich möchte meinem Genter Trainerkollegen nicht zu viel über meine Mannschaftsaufstellung verraten“, sagte er zur Begründung, kündigte aber an, dass er im Vergleich zum Spiel gegen Mechelen zwei bis drei Veränderungen vornehmen wolle.

„Schließlich bestreiten wir am Samstag schon das nächste Spiel gegen den RSC Anderlecht und müssen schauen, dass wir die Belastung der drei Spiele gut verteilen“, so der Trainer. (cre/KAS)

HINWEIS – Das Spiel Gent-Eupen beginnt um 20.30 Uhr. Live im Fernsehen auf VOOsport 2 und Proximus11. Spielbericht bei Spielschluss gegen 22.20 Uhr hier auf „Ostbelgien Direkt“.

Zum Thema siehe auch folgende Artikel auf „Ostbelgien Direkt“:

 

 

 

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