Die AS Eupen hat es nicht geschafft, dem souveränen Spitzenreiter der Challenger Pro League die erste Saisonniederlage beizubringen. Eine Stunde hatte Eupen nichts zu bestellen. Danach sahen die Zuschauer ein anderes Spiel, jedoch wurden die Gastgeber zu spät wach. Die Schwarz-Weißen verloren gegen den SK Beveren 1:2 und fielen auf den 7. Platz zurück.
In Erwartung der Verstärkungen, die nötig sein werden und vor dem Hintergrund der Übernahme des Vereins durch QSI auch möglich sein dürften, bot AS-Trainer Bruno Pinheiro eine Elf ohne Überraschungen auf: Hiller – Van Genechten, Plastun, Paeshuyse, Gavory – Busquets, Möhwald, Müller, Delaurier-Chaubet – Nuhu, Atteri.
Bei den Gästen stand der Ameler Christian Brüls in der Anfangsformation, der das Kehrweg-Stadion bestens kennt. Beim SK Beveren fielen aber zunächst nicht die Spieler auf, sondern die mitgereisten Fans, die alle in Gelb gekleidet waren. Man hätte meinen können, die AS treffe auf die „Kanarienvögel“ von Sint-Truiden.
In der 4. Minute wäre der AS das abermals viel zu risikoreiche Aufbauspiel aus der eigenen Abwehr zum Verhängnis geworden. Offenbar besteht Coach Pinheiro weiterhin darauf, dass von hinten heraus gespielt wird, obwohl die Eupener Hintermannschaft dieses Kombinationsspiel nicht immer beherrscht.
Der SK Beveren gab in der Anfangsphase klar den Ton an. In der 14. Minute kam Mertens nach einer perfekten Flanke von Brüls im Strafraum von Hiller zum Kopfball, der jedoch sein Ziel verfehlte. Kurz danach musste AS-Keeper Hiller mutig sein Tor verlassen, um eine gefährliche Situation – wieder von Brüls eingeleitet – zu entschärfen.
Bei einer weiteren Flanke von Brüls, die Mertens zur Führung für Beveren nutzte, war es dann um die AS geschehen, 0:1. Mancher Zuschauer wird sich zu Recht gefragt haben, worauf Trainer Pinheiro und die Spieler der AS vor dem Spiel gegen den Spitzenreiter ihren Optimismus begründeten, denn zumindest in der ersten Viertelstunde hatten die Gastgeber nichts zu bestellen. Man hörte jetzt fast nur noch die Fans des SK Beveren.
Logan Delaurier-Chaubet von der AS Eupen erzielte den Anschlusstreffer zum 1:2. Schon im Hinspiel in Beveren hatte der Franzose getroffen. Foto: Belga
In der 26. Minute riskierte Plastun nach einem Angriff von Beveren über Margaritha Kopf und Kragen, um einen zweiten Gegentreffer zu verhindern. In der 30. Minute musste sich Hiller lang machen bei einem Fernschuss von Boone. Jedenfalls konnte jeder den Klassenunterschied zwischen beiden Teams sehen.
In der 35. Minute leistete sich Busquets einen Anfängerfehler, der zum Glück für Eupen ohne Folgen blieb, denn Mertens scheiterte an Hiller.
In der Nachspielzeit gelang Beveren noch das Tor zum 0:2. Erst fälschte Plastun bei einem Schuss von Janssens an die Latte ab, doch dann nutzte Abrahams das Durcheinander in der Eupener Abwehr, um das 0:2 zu erzielen.
Zum Anpfiff der zweiten Halbzeit musste Trainer Pinheiro einen Wechsel vornehmen. Torhüter Hiller hatte sich offenbar verletzt, für ihn kam Nurudeen. In der 55. Minute wurde Bokadi für den schwachen Busquets eingewechselt.
Als Zuschauer lief man Gefahr einzuschlafen, als der AS in der 58. Minute wie aus heiterem Himmel der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang. Mit einem trockenen Distanzschluss machte Delaurier-Chaubet nach einer Kombination mit Atteri der AS Eupen wieder Hoffnung. Damit hatte wirklich kaum noch jemand gerechnet. Schon im Hinspiel hatte der Franzose getroffen.
Das Tor gab den Gastgebern Auftrieb. In der 64. Minute verfehlte ein Schuss von Nuhu nur knapp das Ziel. Ging da doch noch was für Eupen? In der Folge musste Nurudeen beherzt eingreifen, um das Tor zum 1:3 zu verhindern, das der AS wohl den Todesstoß versetzt hätte.
Die AS kam jetzt häufiger zu Torchancen und legte ein Zweikampfverhalten an den Tag, wie man es sich schon in der ersten Halbzeit gewünscht hätte. In der Schlussphase musste Beveren sogar zittern. Nach einem Freistoß von Nuhu kam Bokadi zum Schuss, doch der Ball ging neben das Tor.
Es blieb beim 2:1-Auswärtssieg für Tabellenführer SK Beveren. Die AS Eupen fliegt hingegen aus den Top 6, weil die Konkurrenten FC Lüttich (3:1 gegen Francs Borains) und Patro Eisden (1:0 gegen KV Kortrijk) ihre Spiele gewinnen konnten. Am kommenden Samstag ist die AS um 20 Uhr beim SK Lommel zu Gast. (cre)
wieder riesige Patzer von Busquets. Und das Querspielen hinten drin. Sieht die Problematik denn keiner?
Was soll man sagen nach dieser ersten Halbzeit?! Eine oder 10 Wochen Trainingslager bei PSG, Barca, Bayern oder ManCity bringen einen nicht weiter, wenn die Substanz im Kader nicht da ist. Auch mit guten Verstärkungen habe ich seit Beginn an meine Zweifel mit dem Trainer und seiner Spielweise. Ballbesitzfussball geht nur mit Talent in den Beinen. Haben wir davon genug? An unserem Extrainer in Aachen und seinem Nachfolger sehen wir, dass QSI es spätestens im Sommer besser machen muss als Aspire bisher in Sachen Trainingsleiter.
Genau so…. spielt man um in die Endrunde zu kommen 👍🤦🏻 erste Halbzeit schlafen, und in der zweiten seine Chancen nicht nutzen 🤦🏻🤢🤮
Gegen Beveren kann man verlieren!.