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AS Eupen hat rund 20 verschiedene Nationalitäten: Für „Le Soir“ ist der Kehrweg ein „Turm zu Babel 2.0“

Der neue Trainer Beñat San José (4.v.r., rotes Shirt) nutzt eine Trinkpause beim Trainingsauftakt am 25. Juni 2019 auf dem B-Platz am Kehrweg zu einigen Direktiven. Foto: OD

Die AS Eupen ist im Inland nur noch selten ein Thema. Sportlich erregte der Verein aus dem Osten des Landes zuletzt kein Aufsehen. Er ist für die belgische Sportpresse eine graue Maus, passend zu den grau-schwarzen Trikots, die seine Spieler tragen. Und dennoch hat jetzt die Tageszeitung „Le Soir“ dem Eupener Fußballclub einen Artikel gewidmet.

Anlass ist keine sportliche Großtat, denn die haben die Eupener mit ihren drei Pünktchen ohne Sieg in dieser Saison noch nicht geschafft. Eher hat das bevorstehende Meisterschaftsspiel an diesem Sonntag um 14.30 Uhr bei Standard Lüttich einen Journalisten von „Le Soir“ auf die AS neugierig gemacht.

Für die Brüsseler Tageszeitung nimmt Daniel Renard den am Freitag von der AS bekanntgegebenen Transfer des 19-jährigen jamaikanischen Nationalspielers Tyreek Magee zum Anlass, um darauf hinzuweisen, dass die AS mit dem offensiven Mittelfeldspieler aus der Karibik jetzt 20 (!) verschiedene Nationalitäten im Kader habe.

Merke: Wir kommen auf 19 verschiedene Nationalitäten. Wahrscheinlich hat „Le Soir“ noch den Armenier Ivan Yagan auf der Liste, der inzwischen jedoch Eupen verlassen hat.

Der 19-jährige jamaikanische Nationalspieler Tyreek Magee mit dem Trikot der AS Eupen. Foto: KAS

„Tyreek Magee vient compléter cette tour de Babel 2.0 qui s’élève à la frontière teutonne“(„Tyreek Magee vervollständigt diesen Turm zu Babel 2.0, der an der teutonischen Grenze emporragt“), schreibt Renard.

In der Eupener Umkleidekabine gibt es Belgier, aber auch Spanier, Niederländer, Ivorer, Iraner sowie Vertreter von Gambia, Armenien, Argentinien, Mali, Guinea-Bissau, Japan, Kamerun, Deutschland, Ghana, Bosnien, Portugal, Venezuela, Benin, Kongo und jetzt auch Jamaika.

Am Kehrweg, wo man einst Spieler vom Kaliber eines Helmut Graf, Rainer Gebauer und Ulrich Kallius gesehen habe, sei jetzt nicht mehr Deutsch die dominante Sprache, sondern Französisch, Spanisch und zwangsläufig Englisch. „Außer Yuta Toyokawa, der nur Japanisch spricht, und Omid Ebrahimi, der nur Persisch spricht“, so „Le Soir“.

Nichtsdestotrotz kann der Schreiber Daniel Renard dem Multikulti im Kehrweg-Stadion durchaus etwas Positives abgewinnen. Ihm ist nämlich aufgefallen, dass die AS Eupen „auch mit dieser Konstellation von Weltbürgern die Geselligkeit bewahrt hat, die ihr ihren Charme verleiht“. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

9 Antworten auf “AS Eupen hat rund 20 verschiedene Nationalitäten: Für „Le Soir“ ist der Kehrweg ein „Turm zu Babel 2.0“”

  1. Ghostrider

    Der Kommentar im Grenz Echo von dem Ex Trainer von Anderlecht Gent Kortrijk und Kenner der belgischen Liga Hein Vanhaezebrouck sagt eigentlich schon alles = Eupen hat an Qualität verloren = .
    Das ist genau das was viele AS Fans bis jetzt gesehen haben mehr Masse statt Klasse.
    Solch ein Trainer brauchten wir der kein Blatt vor den Mund nimmt .

  2. Back to the roots

    Fehlen nur noch 20 Punkte oder 19
    Hoffentlich veranlasst der Bericht die Union belge/UEFA zu einer erneuten vernünftigen Ausländerregelung.
    Dann ist der Spuk in eupen vorbei.
    Das wäre im Sinne des Fussballs und letzlich auch der KAS

  3. Don Quichotte

    So what? Laut Transfermarkt 13 bei Anderlecht, 15 bei Standard, 15 bei Waasland-Beveren, 14 bei Ostende, 15 bei Mouscron … und das ist keine Auswahl, ich habe nicht selektiert, nur keinen Bock bei den anderen auch noch nach zu schauen…

  4. Weltrekord!

    Zumindest da ist die KASE Weltrekordinhaber! Herr Henkel, kaufen Sie noch so 4-5 Spieler, die Grönländer, Hong Konger, Insel Falkland, Kiribati und Andorra sind noch nicht vertreten. Vielleicht wird man endlich mal bei FIFA und der UEFA auf Sie aufmerksam? Herr Lambertz, könnten Sie kein gutes Wort bei der Frau Van der Leyen einlegen, oder besser noch, beim Jean Claude?

  5. Eupenerin

    Wisst ihr wo ihr demnächst mit machen könnt ,beim Eurovision Song Contest ,da sind auch alle Nationen vertreten.Das schaue ich mir schon lange nicht mehr an ,wenn das so weiter geht auch die AS nicht mehr .Es lohnt sich nicht mehr ist traurig was sich da oben abspielt, die sollen mal für ihr Geld arbeiten u jagt bitte den Trainer in de Wüste 👎👎👎⚽️⚽️⚽️

  6. Zeigen Sie uns die rote Karte … Wenn Sie wirklich freie und offene Kommunikation wollen … Registrieren Sie sich auf der Plattform Dies ist eine kostenlose Plattform für die Kommunikation ohne Komplexe und Verbote (Bitte! Kopieren Sie den Link und entfernen Sie das Leerzeichen nach dem Punkt)
    clk. su/mW3ik

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