Standpunkt

AS Eupen: Der Kehrweg soll wieder brennen

Die AS Eupen soll 2014 wieder in der 1. Division spielen. Und wenn nicht 2014, dann 2015. Die Vereinsführung des ranghöchsten ostbelgischen Fuballklubs hat auf der Pressekonferenz am Montag ein klares Signal ausgesendet – nicht nur an die Konkurrenz aus Westerlo, Sint-Truiden oder Mouscron-Péruwelz, sondern auch an die eigenen Fans. Diese sollen wieder in Scharen an den Kehrweg zurückkehren und die junge Mannschaft frenetisch anfeuern, so wie sie es in der Saison 2011-2012 unter Ingo Klein und Wolfgang Frank getan hatten – mit großem sportlichen Erfolg (leider nur sportlich).

Die letzte Saison war ein „Eingewöhnungsjahr“, sagte Dr. Andreas Bleicher, Vorstandsmitglied von Aspire Football Dreams, bei der Pressekonferenz. Dem kann man nicht widersprechen: Die Katarer mussten sich an Eupen gewöhnen, und die Eupener an die Katarer.

Die 2. Division ist eine Plage

Ambitioniert war die AS schon letzte Saison, doch mit Ballbesitz und Schönspielerei allein hat man noch keinen Erfolg. Der Ball muss ins Tor, was die junge Mannschaft von Trainer Bartolomé Marquez Lopez bisweilen zu vergessen schien. Nun wurden drei Stürmer verpflichtet. Also nicht mehr nur viel Ballbesitz, sondern auch viele Tore.

Für die Fans ist wichtig, dass die AS ein ganz klares Ziel hat: den Aufstieg. Denn die Katarer mögen sich mit der 2. Division durchaus zufriedengeben, weil ihre jungen Talente auch im Unterhaus des belgischen Fußballs viel lernen und sich profilieren können. Für die Anhänger und die Zuschauer hingegen ist die 2. Division eine Plage. Hoogstraten, Heist und Virton sind nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Das nötige Potenzial ist da

Wenn man die 1. Division schon mal gekannt hat, dann will man so schnell wie möglich auch dorthin zurück. Standard, Anderlecht, Brügge, Genk – solche Gegner wollen die Eupener Fans schon bald jede Saison am Kehrweg sehen.

Und wenn jemand das nötige Potenzial hat, um dieses Ziel zu erreichen, dann wohl die Aspire Academy aus Katar. Von einem solchen Geldgeber können andere nur träumen.

Viel wird natürlich von einem guten Start abhängen. Zum Auftakt bei Boussu Dour, dann zu Hause gegen Roeselare, anschließend zwei schwere Auswärtsspiele bei White Star Woluwe und beim FC Antwerp: Das Anfangsprogramm ist nicht gerade einfach. Doch wenn das erklärte Ziel der Aufstieg ist, dann muss man in der Lage sein, jeden Gegner zu besiegen.

Na dann, auf geht’s! Möge der Kehrweg wieder brennen…

GERARD CREMER

Siehe dazu auch Artikel „AS Eupen strebt Aufstieg in die 1. Division an“

 

11 Antworten auf “AS Eupen: Der Kehrweg soll wieder brennen”

  1. Saul Goodman

    Schön wäre übrigens auch wenn Duchalet Standard Lüttich an die Kataris verkauft , die dort alles abreissen und nen schönen Parkplatz in Sclessin anstelle des Stadions bauen damit die Eupener Spieler auch einen sicheren Stellplatz haben. Leider nur Wunschdenken und äusserst sinnfreier Kommentar den ich mir leider nicht verkneifen konnte , aber allemal noch besser als im Nebenartikel gegen die schwarzen As Spieler zu hetzen… ;-)

    • Aber kein anderer Sport ist so populär wie der Herrenfußball.
      Ich finde es auch nicht schön in der ersten belgischen Liga zu spielen aber fast ohne Zuschauer (weil es halt keinen interessiert).
      Ich kann aber auch den Herrn Cremer sehr gut verstehen, hier geht es nicht darum Werbung für irgendeine Sportart zu machen, sondern über Themen zu schreiben die die Menschen interessieren. Nichts für ungut ;-)

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