Sport

AS Eupen kassiert bei Zulte Waregem trotz einer starken zweiten Halbzeit ihre dritte Niederlage in Folge

Davy De Fauw (l) von Zulte Waregem und Eupens Nils Schouterden (r) im Duell. Foto: Belga

Die AS Eupen hat am Samstag bei Zulte Waregem ihre dritte Niederlage in Folge kassiert. Trotz einer starken zweiten Halbzeit, in der sie mindestens ein Tor verdient gehabt hätten, verloren die Schwarz-Weißen 0:1.

Die Provinz Westflandern war in dieser Saison für die Eupener ein gutes Pflaster mit einem Unentschieden beim FC Brügge und Siegen bei Cercle Brügge, in Ostende und in Kortrijk, wo die AS auch am kommenden Mittwoch im Achtelfinale des Landespokals zu Gast ist.

Es war bereits das 12. Mal, dass beide Teams als Erstligisten gegeneinander antraten. Das allererste und das bisher letzte Spiel endeten unentschieden, alle anderen Begegnungen gingen für die AS verloren.

Eupens Iraner Zarandini Ebrahimi. Foto: Belga

Trotz der beiden Niederlagen in Charleroi und gegen Standard Lüttich sah AS-Trainer Beñat San José keinerlei Veranlassung, seine Startelf zu ändern: De Wolf – Beck, Amat, Verdon, Blondelle – Cools, Ebrahimi, Milicevic, Schouterden – Bautista, Bolingi.

Die erste Chance des Spiels hatte der Norweger Bjordal für Zulte Waregem nach einem langen Pass von Marcq. In der ersten Viertelstunde schleppte sich das Spiel mehr schlecht als recht dahin. In der 20. Minute tauchte Bautista im Strafraum der Gastgeber auf, seine Flanke auf Bolingi wurde jedoch von Seck abgefangen.

Kurz danach platzte bei Zulte Waregem der Knoten, als Bruno mit einem traumhaften Schuss das 1:0 erzielte.

Die Gastgeber gewannen in der Folge des Führungstreffers ganz klar die Oberhand. In der 41. Minute zischte ein Schuss von Bjordal knapp am Tor von De Wolf vorbei. Ansonsten hatte das Spiel viel weniger Farbe, als es der Name des Stadions in Waregem, das „Regenboogstadion“, vermuten lassen konnte.

AS Eupen nach der Pause viel stärker – aber ohne Torerfolg

Zulte Waregem führte zwar zur Pause 1:0, war aber nicht frei von Sorgen, denn kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit verletzte sich „Oldtimer“ Deschacht (Ex-Anderlecht) in einem Zweikampf mit Eupens Stürmer Bolingi am Arm. Der 38-Jährige musste auf einer Bahre vom Platz getragen werden.

Francky Dury, Trainer von Zulte Waregem. Foto: Shutterstock

Die letzte Möglichkeit der ersten Halbzeit hatte Eupen nach einem Eckstoß von Milicevic, doch Blondelle konnte den Ball nur neben das Tor von Bossut setzen. So blieb es bei der verdienten 1:0-Pausenführung für Zulte Waregem in einer ziemlich langweiligen ersten Halbzeit. Das sollte sich aber im zweiten Durchgang ändern.

Zum Start in die zweite Halbzeit fiel auf, dass Baudry, der kurz vor dem Halbzeitpfiff den verletzten Deschacht ersetzt hatte, ebenfalls verletzt war und durch Bürki ausgetauscht werden musste.

Die erste Chance im zweiten Durchgang hatte Zulte Waregem bei einem Freistoß von De Fauw, den AS-Schlussmann De Wolf aber abwehren konnte.

Die AS würde in diesen zweiten 45 Minuten auf jeden Fall höher spielen müssen, um noch etwas Zählbares nach Hause mitnehmen zu können. Die AS war auch öfter am Ball. Eine strittige Szene gab es in der 52. Minute, als Amat den Stürmer Larin im Strafraum ziemlich forsch zur Seite schubste, doch weder der Schiedsrichter noch der VAR reagierten.

Drei Minuten später hatte die AS die bis dahin größte Chance, als Bautista im Strafraum Bolingi bediente, der den Ball an den Außenpfosten köpfte.

Am Mittwoch im Pokal in Kortrijk, am Samstag gegen Ostende

Eupen riskierte jetzt mehr als im ersten Durchgang. In der 59. Minute wurde Ebrahimi sehr gut von Bolingi in Szene gesetzt, doch statt sofort abzuziehen, vertändelte der Iraner den Ball. In der 64. Minute bot sich den Gästen die nächste große Möglichkeit, diesmal durch Milicevic, der nach innen flanken wollte, statt direkt aufs Tor von Bossut zu schießen.

AS-Eupen-Cheftrainer Beñat San José. Foto: Belga

AS-Coach San José reagierte und brachte in der 66. Minute mit Embalo einen weiteren Stürmer für Verteidiger Blondelle. Spätestens jetzt fragten sich viele, weshalb die AS Eupen erst in der zweiten Halbzeit das Heft in die Hand genommen hatte.

In der 75. Minute bot sich die nächste Möglichkeit für Eupen, als sich der eingewechselte Embalo am rechten Flügel durchtankte und nach innen flankte, wo Bautista den Ball mit dem Kopf annahm, aber das Tor nur knapp verfehlte.

Das 1:1 war überfällig, die AS war in der zweiten Halbzeit klar die bessere Mannschaft, auch wenn Larin in der 82. Minute die Chance hatte, das Spiel zu entscheiden, was aber De Wolf zu verhindern wusste. Auch in der 86. Minute war De Wolf bei einem Schuss von Bruno auf dem Posten.

In der 89. Minute kam auf Eupener Seite noch Ciampichetti ins Spiel, nachdem zuvor auch Peñaranda eingewechselt worden war. Es blieb aber beim 1:0 für Zulte Waregem, das damit den KV Mechelen überflügelt und wieder in den Top 6 ist.

Die Spieler der AS verließen unter dem Applaus der mitgereisten Fans den Platz, jedoch war den Eupenern der Frust über diese erneute Niederlage anzusehen.

Am Mittwoch um 20 Uhr ist die AS im Pokal in Kortrijk gefordert, bevor am Sonntag, ebenfalls um 20 Uhr, mit dem KV Ostende ein Konkurrent im Abstiegskampf im Kehrweg-Stadion zu Gast ist. (cre)

10 Antworten auf “AS Eupen kassiert bei Zulte Waregem trotz einer starken zweiten Halbzeit ihre dritte Niederlage in Folge”

  1. Ostbelgien Direkt

    Das nächste Heimspiel der AS Eupen gegen Ostende findet übrigens am Sonntag, dem 8. Dezember, um 20 Uhr im Kehrweg-Stadion statt (nicht am Samstag). Ostende hat am Sonntag gegen Anderlecht 3:2 gewonnen. Gruß

  2. Propaganda

    Die AS kann von Glück reden das Wasland und Cercle verloren haben. Mit diesem Trainer wird das diese Saison einfach nichts. In der 89 Minute einen Stürmer einzuwechseln einfach unglaublich. Was soll der denn noch bewirken. Es wird Zeit das mal andere Spieler vorne im Sturm spielen. Letzte drei Spiele ein Tor !! Schade das wir keinen Trainer haben der ein Spiel von aussen leiten kann dann wäre das Thema Abstieg schon längst beendet für diese Saison. Wenn nicht gegen Ostende endlich mal was passiert werden wir wohl noch eingeholt.

  3. Heinrich

    1. Halbzeit war sehr schwach. Was eigentlich schön ist, dass Eupen sich nicht mehr so düpieren lässt und ohne Ende Tore kassiert.
    Der letzte Pass ist immer schlecht. Ich habe das Gefühl, wenn Eupen in einer guten Position ist, um ein Tor zu machen, werden sie nervös und treffen oft die falsche Entscheidung.

    Wenn man ein wenig kaltschnäutziger wäre und etwas cleverer, hätte man diese Saison schon locker 10 Punkte mehr auf dem Konto.

    Und klar sind die Auswechslungen recht spät, aber die beiden Stürmer haben ihre Sache gut gemacht. Leider halt kein Tor…

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern