Notizen

Unglückliche 0:1-Niederlage der AS durch ein Eigentor – Torwart Butez rettet zum Schluss Antwerp den Sieg

Eupens Stürmer Smail Prevljak (l) im Duell mit Antwerps Nationalspieler Toby Alderweireld. Foto: Belga

Die AS Eupen hat gegen Spitzenreiter Royal Antwerp FC eine unglückliche Niederlage bezogen. Die Schwarz-Weißen verloren im „Glutofen“ Kehrweg-Stadion durch ein Eigentor in der 78. Minute 0:1.

Für dieses Spiel gegen den ältesten Fußballclub des Landes, gegen den die Schwarz-Weißen bisher in 12 Begegnungen nur 1 Punkt hatten gewinnen können, musste AS-Coach Bernd Storck auf Kapitän Stef Peeters verzichten, konnte aber wieder auf Gary Magnée zurückgreifen. Im Tor erhielt wie erwartet Lennart Moser den Vorzug vor dem zuletzt glücklosen Manaf Nurudeen.

Die Eupener Startelf: Moser – Van Genechten, Lambert, Kral – Charles-Cook, Magnée, Déom, Christie-Davies, Davidson – Nuhu, Prevljak.

Eupens schneller Außenstürmer Isaac Nuhu. Foto: Belga

Bei dem vom früheren Bayern-Profi Mark van Bommel trainierten „Great Old“ standen der Nationalspieler, Routinier und Neuzugang Toby Alderweireld ebenso in der Anfangsformation wie Ex-Roter-Teufel Radja Nainggolan.

Die AS Eupen begann ähnlich konzentriert wie beim Sieg gegen Meister FC Brügge am 2. Spieltag.

In der 12. Minute konnte sich AS-Keeper Moser zum ersten Mal auszeichnen, als er per Reflex Antwerp-Stürmer Frey daran hinderte, die Gäste in Führung zu bringen. In der 17. Minute hätte Alderweireld fast von der Mittellinie aus Moser überlistet, doch zum Glück für Eupen segelte der Ball am Tor vorbei.

In der Zwischenzeit hatten sich schon zwei Eupener eine Gelbe Karte eingehandelt: Christie-Davies und Kral.

Der Rhythmus war nicht sehr hoch, was nicht zuletzt der Hitze geschuldet war, zumal Antwerp noch am Donnerstagabend in der Qualifikation für die Conference League gefordert war und auch am kommenden Donnerstag gefordert sein wird.

In der 27. Minute versuchte Magnée sein Glück mit einem Fernschuss, aber Butez war auf dem Posten. Auf der Gegenseite ging ein Schuss von Gerkens über das Tor von Moser.

Eupens Pechvogel Boris Lambert. Foto: Belga

Treffsicher war keine Mannschaft. In der 37. Minute zischte der Ball auch nach einem Schuss von Miyoshi am Eupener Tor vorbei.

Für Eupen war das 0:0 in Ordnung, und die Gäste aus Antwerpen schienen sich sicher zu sein, dass das Führungstor für sie auf kurz oder lang schon fallen werde. In der 42. Minute sah auch Lambert die Gelbe Karte.

Die erste Halbzeit endete mit einem Aufreger: Charles-Cook wurde von De Laat an der Strafraumgrenze gefoult. Schiedsrichter Boterberg zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, auch De Laat protestierte nicht, und Prevljak machte sich bereit, den Strafraum auszuführen. Jedoch funkte der VAR dazwischen und entschied, dass das Foulspiel außerhalb des Strafraums begangen wurde. So gab es nur einen Freistoß, den Nuhu nicht verwerten konnte.

Zum Anpfiff der zweiten Halbzeit brachte Antwerp-Coach van Bommel Neuzugang Ekkelenkamp, den man zunächst beim FC Brügge erwartet hatte. Dann aber unterschrieb der vom Bundesligisten Hertha BSC Berlin transferierte Niederländer in Antwerpen.

In der 52. Minute musste Moser zweimal zupacken bei einem Schuss von Nainggolan. Eupen hatte in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit die besseren Torchancen – die bis dahin größte in der 58. Minute, als der aufgerückte Kral den Ball nach einer Flanke von Nuhu an die Latte köpfte.

Antwerp-Coach Mark van Bommel. Foto: Shutterstock

Nach einer Stunde gab es in den Reihen der Gäste immer häufiger Anzeichen von Nervorsität. Weil der RSC Anderlecht am frühen Nachmittag in St. Truiden 3:0 gewonnen hatte, durften die Antwerpener diese Partie in Eupen zumindest nicht verlieren, um Tabellenführer zu bleiben. Für Frey kam bei Antwerp der niederländische Nationalspieler Janssen. In der 71. Minute verhinderte Moser nach einem Freistoß von Nainggolan mit einem Reflex die Antwerpener Führung.

Bei Eupen war N‘Dri für Déom ins Spiel gekommen. Später wurde auch Magee für Nuhu eingewechselt.

Als man glaubte, dass Eupen diese Partie würde gewinnen können, gingen die Gäste in Führung durch ein Eigentor von Lambert, der von dem eingewechselten Valencia angeschossen wurde und den Ball unglücklich ins eigene Netz beförderte, 0:1.

In der 87. Minute prüfte Janssen AS-Torwart Moser, der den Ball über die Latte lenkte. Die mitgereisten Antwerp-Fans feierten bereits den sich abzeichnenden Auswärtssieg.

Dass es tatsächlich ein Auswärtssieg wurde, hat Antwerp Torhüter Butez zu verdanken, der ganz zum Schluss der Nachspielzeit zweimal mit einer Glanzparade den Gästen die drei Punkte sicherte – zuerst bei einem Schuss von Kral und dann bei einem Versuch des eingewechselten Offermann. Dadurch wurde die 0:1-Niederlage aus Eupener Sicht noch unglücklicher, als sie es bis zu dieser turbulenten Schlussphase ohnehin schon war.

Am kommenden Freitag, dem 19. August, um 20.45 Uhr empfängt die AS Eupen im Kehrweg-Stadion in einem 6-Punkte-Spiel im Kampf um den Klassenerhalt den RFC Seraing. (cre)

Nachfolgend im VIDEO die zwei Rettungsaktionen von Antwerp-Torwart Jean Butez in der Nachspielzeit und der Dank der Antwerpener Fans an den Retter:

25 Antworten auf “Unglückliche 0:1-Niederlage der AS durch ein Eigentor – Torwart Butez rettet zum Schluss Antwerp den Sieg”

    • Also,so sehe ich das nicht ,es hätte bei diesem Spiel ohne Probleme 1 Punkt erreicht werden können,da die ASE kräftig mitspielte und durch einen nicht gegebenen Elfer und ein Eigentor welches jedem passieren kann,hätte es vielleicht sogar zum Sieg gereicht.

  1. Akneverkäufer

    Ist man eigentlich nach dem Sieg gegen Brügge am 2. Spieltag schon spielberechtigt für die Championsleague, oder muss man trotzdem, wie letztes Jahr, das Ende der Saison abwarten?

  2. Auf Basis der guten zweiten Halbzeit wäre ein Punkt sicherlich verdient gewesen.
    So ist nun mal Fußball.
    Es war kein Elfmeter, ok. Jedoch klare Notbremse. Seltsamerweise jedoch keine gelbe Karte. Bei allen Karten, die der Schiri an Eupen sehr schnell verteilt hat., war dies auf jeden Fall eine 100 prozentige.

    Die AS ist auf dem richtigen Weg und es gilt jetzt die gezeigte Qualität in den nâchsten Soielen in Punkte umzuwandeln.
    Da vertraue ich voll Bernd Storck. Der macht das schon richtig. Er braucht jedoch noch Verstärkungen, denn die Auwechselbank ist unzureichend besetzt.

    • AS-FAN-KELMIS

      Bin Deiner Meinung Gebauer.Auf RTBF im Spielverlauf wird der Elfer einfach verschwiegen, seltsam ??? direkt der folgende Freistoss. Kompliment an Pierre, Akneverkäufer, Lingling für ihre fachlichen Kommentare. Habt nur vegessen das der Rasen unnnütz gewässert wurde und das Flutlicht schon um 16;00 Uhr angeschaltet war. Mann, seid Ihr armselig …….

      • @AS-FAN KELMIS:

        1. Es war kein Elfmeter, das Foul von De Laat an Charles-Cook war knapp außerhalb des Strafraums, wie die Aufzeichnung des VAR gezeigt hat.
        2. Dass das Flutlicht eingeschaltet war, ist für das Fernsehen unerlässlich, weil man sonst alles, was im Schattenbereich geschieht, gar nicht sehen würde. Ist bei allen Spielen bei Sonneneinstrahlung so.

        • AS-FAN-KELMIS

          @Diabolo, das es Elfer war hab ich nirgens behauptet. nur das RTBF die Szene nicht zeigt. Bei uns auf der T3 jedenfalls roch es stark danach. Schiri gab ja auch direkt Strafstoss. Wir im Stadion sehen ja keinen Var. Mit dem Flutlicht weiss ich auch, war ja auch nur ironisch ¨für unsere Nörgler bezw. AS Hasser gemeint…..Ich hoffe doch Du gehörst nicht zu diesen

  3. Bernd Storck ist bei weitem der beste Taktiker den eir je hatten. Bei jedem Spiel und immer wieder fehlende Stammspieker, die seine Spieler riguros umsetzen und dünnem Kader bringt er und seine Spieler Top-Mannschaften zum zweifeln und das noch mit ansehnlichen Fussball

  4. Ermitler

    Jan ,was für ein Taktiker ,Eupen hängt jetzt schon am Ende wo sie auch hingehören . Voriges Jahr stand Eupen zur selben Zeit mit an der Spitze da hiest es auch entlich ein Deutscher als Trainer und nun ?

    • Du bist jedenfalls kein Optimist… Vielleicht hast du auch übersehen gegen welche Mannschaften wir bis jetzt gespielt haben! Die Meisterschaft fängt für Eupen am Freitag Abend an.
      Was die Taktik angeht, die ist natürlich hevorragend sonst hätten wir noch keinen Punkt eingefahren und die kassierten Tore um ein vielfaches höher. Keine Mannschaft hat es mit uns leicht gehabt und waren glücklich Punk5te mit nachhause genommen zu haben

  5. Peter Müller

    Man kann sich eine Niederlage auch schôn reden. Der Ball, wenn er überhaupt die Latte berührt hat, , hat/hätte der Torwart gehab; der Den Torschuss in der Nachspielzeit muss jeder Torwart haben, ausser vielleicht Nurudeen. Acht Minuten Nachspielzeit , Skandal. Kremer war zu der Zeit erfolgreicher.
    Fazit, bis jetzt alles beim alten.

  6. Schade, Eupen hat sich selbst um einen Punktgewinn gebracht. Die Mannschaft war taktisch gut aufgestellt uns sie haben diszipliniert gespielt. Auch deswegen kam Antwerpen nicht so ins Spiel. Am Ende hätte Eupen wenigstens einen Punkt verdient. Wenn der Kader breiter werden sollte und die Mannschaft weiterhin diszipliniert spielt, werden sie nicht absteigen. Dazu muß aber das nächste Heimspiel gegen Seraing gewonnen werden.

  7. Wäre vielleicht mal ganz gut wenn Eupen absteigt, ne Liga drunter muss man denn nicht jedes Jahr mindestens die halbe Mannschaft austauschen und bis zum letzten Spieltag bangen ob man in der Liga bleibt…

  8. M der Block

    Bis jetzt alles im soll . Nach 4 schweren Auftaktspielen gegen 3 Titelanwärter ( Brügge/Genk/Antwerpen) 3 Punkte gemacht ist soweit O.k .
    Ab nächste Woche kommt es drauf an wo die Reise hingehen wird .
    Jetzt kommen die Mannschaften auf Augenhöhe ( Seraing/Westerlo/Kortrijk/Ostende)
    Danach sehen wir weiter.

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