Tadej Pogacar gewinnt den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich erneut. Doch der Radsport-Star hat einen fast ebenbürtigen Kontrahenten in der Person des erst 19-jährigen Franzosen Paul Seixas. Remco Evenepoel wird im Sprint Dritter.
Am Ende der atemlosen Ardennen-Hatz suchte Tadej Pogacar einen Moment der Stille und zeigte immer wieder in Richtung Himmel. Der Radsport-Superstar widmete seinen insgesamt vierten Sieg beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich seinem vor wenigen Tagen unerwartet gestorbenen Ex-Teamkollegen Cristian Camilo Munoz.
„Erneut eines der größten Rennen des Radsports zu gewinnen, bedeutet mir sehr viel. Ich fahre nicht viele Rennen, deshalb habe ich nicht viele Möglichkeiten zu gewinnen. Der Druck ist deshalb immer groß“, sagte Pogacar.

26.04.2026, Belgien, Lüttich: Der Slowene Tadej Pogacar vom UAE Team Emirates-XRG und der Franzose Paul Seixas vom Decathlon CMA CGM Team in Aktion während des Herren-Eliterennens der UCI World Tour Lüttich-Bastogne-Lüttich, 259,5 km von Lüttich über Bastogne nach Lüttich. Foto: Maarten Straetemans/Belga/dpa
Auf den 259,9 harten Kilometern hatte Pogacar zuvor von Frankreichs Supertalent Paul Seixas erwartet viel Gegenwehr bekommen. Der erst 19-Jährige, der am Mittwoch den Flèche Wallonne gewonnen hatte, musste erst rund zwölf Kilometer vor dem Ziel abreißen lassen, womit für den Weltmeister der Weg zum dritten Sieg nacheinander frei war.
„In meinem Kopf habe ich mich bereits auf einen Sprint vorbereitet, weil er so stark war. Zum Glück war das nicht nötig“, sagte Pogacar. Nun fehlt dem 27-Jährigen noch ein Erfolg zum Rekord, Belgiens Ikone Eddy Merckx weist fünf Siege auf.
– Entscheidung am letzten Anstieg: Wie bei den beiden vergangenen Erfolgen in Lüttich suchte Pogacar an der Cote de la Redoute die Entscheidung. Mit seinem Antritt im steilsten Abschnitt des 1,6 Kilometer langen Anstiegs schüttelte der viermalige Tour-Sieger das gesamte Feld ab – bis auf Seixas. Der Teenager musste sichtbar an sein Limit gehen, blieb jedoch am Hinterrad seines acht Jahre älteren Kontrahenten.
An der Côte de la Roche-aux-Faucons, dem letzten Anstieg vor dem Ziel, attackierte Pogacar erneut brachial – und nach der Hälfte war Seixas über seinem Limit. Der junge Franzose musste abreißen lassen und wies am Ende der Steigung bereits einen Rückstand von 20 Sekunden auf. Sein Vorhaben, in Lüttich erster französischer Sieger seit Bernard Hinault 1980 zu werden, muss Seixas mindestens ins nächste Jahr verschieben.
– Pogacars Trauer: Pogacar, der die beiden vergangenen Auflagen in Lüttich als Solist gewonnen hatte, bestritt das Rennen mit einem Trauerflor. Dies galt der Erinnerung an den Kolumbianer Munoz, der vor wenigen Tagen gestorben ist. Munoz war von 2019 bis 2021 Pogacars Teamkollege beim Team UAE. Der 30-Jährige war bei der Tour du Jura gestürzt und im Krankenhaus wegen einer Knieverletzung behandelt worden.
Später sei laut Teamangaben eine schwer zu kontrollierende Infektion festgestellt worden – trotz medizinischer Versorgung verschlechterte sich sein Zustand und es kam zu Komplikationen, an denen er schließlich starb.

26.04.2026, Belgien, Lüttich: Das Fahrerfeld in Aktion bei Lüttich-Bastogne-Lüttich. Foto: Maarten Straetemans/Belga/dpa
Es ist das zweite Mal, dass Pogacar einen Schicksalsschlag mit dem La Doyenne genannten Klassiker verbindet. 2022 war er als Titelverteidiger kurzfristig abgereist, da die Mutter seiner Verlobten Urska Zigart unerwartet gestorben war.
– Evenepoel erst vorn, dann mit Abstand Dritter: Auf dem mit 4.400 Höhenmetern und elf harten Anstiegen schwersten der Frühjahrsklassiker musste der ebenfalls favorisierte Remco Evenepoel früh abreißen lassen. Der Belgier konnte Pogacars Attacke an der durchschnittlich zehn Prozent steilen Cote de la Redoute rund 35 Kilometer vor dem Ziel nicht folgen, am Ende belegte er Platz drei.
Zuvor war Evenepoel Teil einer Spitzengruppe, die sich kurz nach dem Start gebildet hatte. Die 52 Fahrer hatten teilweise vier Minuten Vorsprung vor Pogacar und Co., wurden 94 Kilometer vor dem Ziel allerdings wieder eingeholt. Unklar war, wie die Spitzengruppe zustande gekommen war.
Angeblich sei der Riss im Peoloton durch einen Sturz zweier Fahrer entstanden. Ein ungeschriebenes Gesetz des Radsports besagt allerdings, dass man in solchen Situationen nicht attackiert. Die Aktion könnte im Nachgang also noch zu Diskussionen führen. (dpa)
Paul Seixas wird wohl in die Fußstapfen Pogacars treten, wenn der mal abtritt. Unglaublich, wie die zwei in der Redoute alles stehen ließen.
@Panda 46 , keinesfalls wird Seixas warten bis Pocacar abritt um in seinen Fußstapfen zu treten .
Warten wir mal ab bei der kommenden Tour der France , dann werden so manche in erstaunen geraten mit diesem hochkarätigem Franzosen.
Schade für Remco , nun ist er auf einen weiteren Bezwinger gestoßen.
Von diesem Franzosen Seixas wird in zukunft nur positives zu hören sein .
Mit 19 Jahren ist er noch stärker als Eddy Mercky bei seinem ersten Primavera Sieg in Italien 1968 .
Damals war Merckx schon 23 Jahre alt , aber mit 19 Jahren war er damals noch unter “ Fernen Liefen „
Der einzige der bis heute besser war als Seixas ist Jarno Wuidar unser Belgier , leider verletzt .
Aber bald werden wir sehen
Widar hatte bis gestern die beste Zeit in der Redoute, besser als Pogacar bei seinen vorherigen Siegen.
Widar gilt als größeres Bergtalent als Seixas, ist aber sehr verletzungs-und krankheitsanfällig und ein lausiger Zeitfahrer. Er hat Seixas am Berg schon oft geschlagen, aber Seixas hat im letzten Jahr enorme Fortschritte gemacht während Widar stagniert.
Für den dritten Platz braucht Remco sich bestimmt nicht zu schämen.Der grosse Abstand zu Seixas und Pogacar spricht allerdings für sich.
Platz drei ist aller Ehren wert, aber Remco wird nach dieser deutlichen Niederlage sehr mit sich selbst hadern. Besonders die Leistung von Paul Seixas wird ihm zu denken geben.
Die Frage ist,was seine Siege,wie z.B. vorige Woche beim Amstel Gold,ohne die Teilnahme Pogacrs,wirklich wert sind.Ist Pogacar am Start,kann er die Klassiker nicht gewinnen.Bei den grossen Touren sieht es nicht viel anders aus,zumal Envenepoel hier auch immer wieder Leistungseinbrüche hat.Im Prinzip bleiben nur die Zeitfahren,wo er eindeutig dominiert,solange der Parcour nicht zu hügelig ist.
Remco kann sich nur auf seine Zeitfahrqualitäten spezialisieren .
Bei der Tour de France wird er nur Sclappen erleiden gegen Seixas und Pogacar .
So ist es leider .
Sehe ich genau so.Hoffentlich zerbricht er nicht an der überzogenen Erwartungshaltung der Öffentlichkeit.Remco ist sicherlich ein sehr guter Fahrer,aber halt nicht der neue „Merckx.“
Einverstanden
Alles von der Radmafia manipuliert! Schaut euch mal die Doku auf Youtube an über Orgon Strahlung und Chemtrails. Jetzt ist es auch im Radsport angekommen!
Wenn das Rad vom Gewinner illegal einige Stunden auf einem Orgon Akkumulator aufgeladen wurde ist das fast so als hätte es einen Motor!!!! Lasst euch nicht verarschen! https://de.wikipedia.org/wiki/Orgon
Aber sonst ist alles in Ordnung? Egal was