Gesellschaft

Traktoren, Pferde, Strohhüte, Äpfel und Kürbisse: Erntedankumzug in Eupen in vielen Bildern [Fotogalerie]

Am Sonntag zog zum 8. Mal im Rahmen des Erntedankfestes der Erntedankumzug durch die Eupener Straßen. Wenigstens für die Dauer des Umzuges blieb die Veranstaltung vom Regen weitgehend verschont. „Ostbelgien Direkt“ lässt das Defilee von Traktoren, Pferden und Fußgruppen in einer Fotogalerie Revue passieren.

In diesem Jahr hatten die Organisatoren des Erntedankfestes kein Glück mit dem Wetter. Vor allem nach dem Umzug verdarb strömender Regen den Besuchern die Freude.

Der Erntedankumzug locke inzwischen mehr Zuschauer nach Eupen als die Karnevalszüge, hatte Kulturschöffe Philippe Hunger vor der 8. Auflage des Erntedankumzuges geschwärmt.

Blumenkübel wurden verschoben

Auf jeden Fall macht es den Zuschauern immer wieder Spaß, den Erntedankumzug mit den Kutschern in ihren traditionellen Kostümen, den Bauern in ihrem Outfit aus längst vergangenen Zeiten, den alten Traktoren und den Fußgruppen defilieren zu sehen.

Bereits um 10 Uhr war auf dem Parkplatz Bergstraße (am Josephine-Koch-Park) ein Markt mit regionalen Produkten eröffnet worden. Nach dem Erntedankumzug gab es zudem noch andere Veranstaltungen wie einen musikalischen Frühschoppen, eine Kinderanimation sowie Auftritte von Dorfmusikanten und Tanzgruppen.

Übrigens: Eigens für den Erntedankumzug wurden die Blumenkübel verschoben… (cre)

Nachfolgend eine FOTOGALERIE mit Bildern vom Erntedankumzug am Sonntag in Eupen. Zum Vergrößern Bild anklicken. Um von einem Foto zum anderen zu gelangen, genügt ein Klick auf den Pfeil am rechten Bildrand:

  1. Sehr schöne Fotos. Vielen Dank, OD.
    Sehr schöne Wagen und Gruppen.
    Die Pferdegespanne und Oldtimer rufen Erinnerungen an Kindertage wach, als Pferde und kleine Traktoren, ja sogar noch Ochsengespanne das dörfliche Straßenbild bestimmten.

    Leider ist das alles „aus längst vergangenen Zeiten“, wie es im Artikel heißt. Die heutige Landwirtschaft wird bestimmt durch ein paar Großbauern, ihren riesigen Ställen und überdimensionierten Maschinen, die man jedes Jahr auf der Landwirtschaftsmesse von Battice oder Libramont bestaunen kann.

    Es gibt keinen Weg zurück zur ländlichen Idylle. Wie viele „echte“ Landwirte mögen wohl im Zug und am Straßenrand gewesen sein? Im Grunde feiern die „Städter“ – worunter ich auch die Mehrzahl der Landbewohner verstehe – etwas, was es nicht mehr gibt.

  2. Eigentlich komisch? Eine Stadt feiert Erntedank und wahrscheinlich ist nicht mal mehr als eine Handvoll Bauern dort zu finden!? Und dann diese Heerschar an alten Traktoren, welche die Strassen vollqualmten!? Was mögen da die Ecolos von gehalten haben die ja sonst diese Vehikel am liebsten nicht dort sähen?
    Und die grossen Zuschauermassen sah man hier auch nicht, nur Tröpchenweise.

      • ? In Eupen findet jedes Wochenende etwas statt. Konzerte, Ausstellungen….. wer hier nichts findet den kann Mensch nicht helfen. Terrassen überall, Sitzbänke, spazieren durch die Stadt. Klötzerbahn, jetzt endlich, begehbar. Ich freu mich das ich hier leben darf.

  3. Mischung macht's

    Ist doch klar das Die Leute aus der Stadt DANKE sagen , Ernte Dank !!! ???
    Jetzt , wo wir im vergleich zum heutigen Lohn haufen weise BILLIGE Nahrungsmittel bester Qualität kaufen können , und den REST für unsern Wohlverdienten LUXUS ausgeben dürfen , da sag Ich auch DANKE .

    • Réalité

      Willy hat vollkommen Recht, Mischung! Ein paar Traktoren ja Ok, aber nicht diese Armada. War ja eher ein Oldtimertreff wie ein Erntedank!? Und was hat die Stadt so ein Fest zu organisieren, genau so wie das Grenz Echo ein Oktoberfest!? Die sollen den Vereinen solches überlassen, denn die können es viel besser gebrauchen, wie eine Stadt oder eine Tageszeitung!? Es sei denn, letzere bräuchte es wirklich…?

  4. Hansi Fransi

    Also ich find’s klasse.

    Ihr Nörgler könnt ruhig auch bei schönem Wetter in den nächsten Ausgaben zuhause bleiben…
    Auch wenn es aus längst vergangenen Zeiten ist, ich find’s super, es „Live“ unseren Kindern zeigen und erleben lassen zu können anstatt es immer in Büchern vorlesen zu dürfen (was ich natürlich auch sehr gerne mache)

    Danke Stadtmarketing und alle die sich dafür einsetzen.

    • Es wär natürlich viel realistischer mit einer 150köpfigen Herde Holsteinkühe, einem Silohäcksler und einem 26 m³ Güllefass durch die Stadt zu ziehen. Und statt Blumenschmuck hätte man bei der Gelegenheit besser auf die Probleme der Landwirte hingewiesen. Diese Probleme kann man gros zusammenfassen: die UNDANKBARKEIT der Leute den Landwirten gegenüber! Organisisert doch stattdessen im nächsten Jahr einen zünftigen Bauerstreik! Sorry, aber wenn ich lese worüber man hier jammert platzt mir der Kragen!

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