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Alemannia Aachen benötigt bis Mittwoch 2 Millionen Euro

Fußball-Drittligist Alemannia Aachen steht Medienberichten von Montag zufolge vor der Insolvenz. Bis spätestens Mittwoch werden angeblich zwei Millionen Euro benötigt, um den Finanzkollaps noch zu verhindern. „Die Situation ist nicht aussichtslos“, erklärte Aachens Präsident Meino Heyen auf der Webseite des Traditionsvereins.

„Die letzten Stunden und Tage waren sehr nervenaufreibend“, so Heyen, „allerdings muss ich festhalten, dass es hier bei der Alemannia seit meinem ersten Tag an aufregend und manchmal auch turbulent zugeht. Das liegt im Wesentlichen daran, dass die Finanzen ständig Thema am Tivoli sind. Wir waren am 1. Juni in einer, wie wir dachten, aussichtsreichen und komfortablen Situation: Die Refinanzierung lag hinter uns, und wir sind mit dem Glauben in die Saison gegangen, dass es auf dieser Basis funktionieren wird.“

Gründe aufdecken und Konsequenzen ziehen

alemannia logoDass uns zum jetzigen Zeitpunkt erneut Geld fehle, sei eine Katastrophe, so Heyen: „Es wurden mit Sicherheit Fehler gemacht, das ist nicht von der Hand zu weisen. Wir werden diese Situation in Ruhe analysieren, die Gründe dafür schonungslos aufdecken und Konsequenzen daraus ziehen.“

Heyen weiter: „Es scheint, als sei man bei aller Euphorie angesichts des Dauerkartenverkaufs, der Zuschauerzahlen oder des Pokalspiels nichts schnell genug in der Dritten Liga angekommen. Den Komfort, den wir auf allen Ebenen und in allen Bereichen aus der Zweiten Liga kannten und in die Dritte Liga mitgenommen haben, wird es in Zukunft nicht mehr geben. Änderungen im Bereich der Geschäftsleitung wird es in absehbarer Zeit ebenfalls geben, da führt kein Weg dran vorbei.“

Viele Beteiligte mit ins Boot nehmen

Die momentane Situation – und das gilt es herauszustellen – ist nach Einschätzung des Präsidenten jedoch nicht aussichtslos: „Es liegt neues Geld auf dem Tisch. Ob dies reicht, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen. Fakt ist, dass wir es nicht alleine stemmen können. Wir werden viele Beteiligte mit ins Boot nehmen. In den kommenden Tagen werden wir nun intensiv an einer Lösung arbeiten, damit die Gesamtsituation am Ende des Tages noch gut ausgehen wird.“

Die Stadt hatte dem Verein im Frühjahr ein Darlehen von knapp 19 Millionen Euro gewährt. Gründe für die Finanzmisere sind angeblich Probleme mit der Stadionfinanzierung und ein teurer Spielerkader.

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