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9/11-Jahrestag: US-Präsident Trump droht Terroristen mit verheerender Vergeltung

Das Archivbild vom 11.09.2001 zeigt die Südspitze von Manhatten mit den einstürzenden Türmen des World Trade Centers in New York, in die Terroristen zuvor Verkehrsflugzeuge gelenkt hatten. Foto: Hubert Boesl/dpa

18 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA hat Präsident Donald Trump potenziellen künftigen Angreifern mit verheerender Vergeltung gedroht.

“Wir streben keinen Konflikt an“, sagte Trump am Mittwoch bei einer Gedenkveranstaltung am Pentagon in Washington. „Aber wenn irgendwer es wagt, unser Land anzugreifen, werden wir darauf mit dem gesamten Ausmaß amerikanischer Macht und dem eisernen Willen des amerikanischen Geistes antworten.“

Trump verwies darauf, dass er nach einem tödlichen Anschlag in Kabul für den vergangenen Sonntag in Camp David geplante Verhandlungen mit Taliban-Vertretern abgesagt hatte. Unter den Toten in Kabul war auch ein US-Soldat.

11.09.2019, USA, Washington: Vor dem Pentagon wird im Morgengrauen des Gedenktages zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 die US-Flagge gehisst. Foto: Patrick Semansky/AP/dpa

Die Taliban hatten sich nach den Anschlägen vom 11. September 2001 geweigert, den Drahtzieher – Al-Kaida-Chef Osama bin Laden – auszuliefern. Nach dem Einmarsch einer US-geführten Koalition in Afghanistan war das Taliban-Regime daraufhin Ende 2001 gestürzt worden.

Die USA verhandeln seit Monaten mit den Taliban über ein Abkommen, das den Weg für einen Abzug der US-Truppen und für Frieden in Afghanistan bereiten soll. Trump hatte die Verhandlungen nach der Absage der für Sonntag geplanten Gespräche für «tot» erklärt.

Trump sagte nun: „In den vergangenen vier Tagen haben wir unseren Feind härter angegriffen, als sie je angegriffen wurden. Und das wird andauern. Und wenn sie aus irgendeinem Grund in unser Land zurückkehren, werden wir dorthin gehen, wo sie sind, und Kräfte einsetzen, wie sie die Vereinigten Staaten nie zuvor eingesetzt haben.“

Bei den Terroranschlägen in New York und Washington waren am 11. September 2001 insgesamt fast 3.000 Menschen ums Leben gekommen. Islamisten hatten damals drei Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York und in das Pentagon in Washington gesteuert. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem die Menschen an Bord Widerstand gegen die Entführer leisteten. (dpa)

11 Antworten auf “9/11-Jahrestag: US-Präsident Trump droht Terroristen mit verheerender Vergeltung”

    • DerPostbote

      Das ist Schwachsinn. Wer wirklich mal die Augen aufmacht und abgleicht, was Trump alles versprochen und bislang umgesetzt hat, der sieht, dass er es mit seinen Ankündigungen und Versprechen nicht besser hält als seine Kollegen – je nach Bereich sogar schlechter.

      Ich empfehle die Webseite https://www.politifact.com/truth-o-meter/promises/trumpometer/

      Dort trackt die Redaktion von Politifact Trumps (und übrigens auch Obamas) Wahlversprechen und Ankündigungen während der Legislatur und überprüft, inwiefern die Versprechen gehalten wurden.

      Fazit: Trump hat lediglich knapp die Hälfte seiner Versprechen umgesetzt. Die Aussage „einer der wenigen Staatsoberhäupter, der macht, was er sagt“ ist also völlig aus der Luft gegriffen. Manche sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Oder aber: die Wahrheit vor lauter Populismus.

      • Rainbringer

        @DerPostbote, Sie koennen doch jetzt nicht einfach mit Fakten kommen.
        Es ist immer einfacher diffusen Gefuehlen zu folgen anstatt sich selbst eine Meinung zu bilden indem man sich selbst informiert, anstatt 1zu1 alles nachzuplappern was die heutigen Leitmedien berichten; ob jetzt links oder rechts positioniert.

  1. Die Mauer zu Mexiko macht auch Fortschritte. Trump bekommt jetzt 3,6 Milliarden Dollar, um eine Mauer von 280 km Länge zu bauen. Für die restlichen 2500 km muss er aber noch ein bisschen betteln.

    • Da darf man nicht drüber berichten. Keiner der Mainstreamjournalisten traut sich an dem Thema heran. Dieser Bericht müßte eigentlich Wellen schlagen. Man versucht noch nichtmal zu dementieren. Nur Stillschweigen.

      • mehrWUTStropfen

        9/11 in den aktuellen Medienbeiträgen: Das Versagen geht weiter
        https://www.nachdenkseiten.de/?p=54780
        „Die mediale Arbeitsverweigerung nach den Anschlägen vom 11. September wurde gerade in diesem Interview (https://www.nachdenkseiten.de/?p=54662) thematisiert. Dieses Medienversagen setzt sich aber auch in der ganz aktuellen Berichterstattung über den gestrigen 9/11-Jahrestag fort. Statt neuer Fakten werden Gefühle präsentiert. Statt die Skeptiker anzuhören, werden diese diffamiert. Viele Journalisten praktizieren das, was sie den Kritikern vorwerfen: ein abgeschlossenes Weltbild.

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