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3:0-Sieg für Belgien zum Start in die Nations League: Die Farbe Gelb bringt den Roten Teufeln weiter Glück

11.09.2018, Island, Reykjavik: Isländische Fans halten Plakate mit den Aufschriften "Lukaku, kann ich dein Trikot haben?" (l-r), "Courtois, kann ich dein Trikot haben?" und "Hazard, kann ich dein Trikot haben?". Die belgische Nationalelf hat bei der WM in Russland international viele Sympathien gewonnen - auch in Island, wie dieses Bild zeigt. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

Die belgische Fußball-Nationalelf ist mit einem Sieg in die Nations League gestartet. Die ganz in Gelb spielenden Roten Teufel gewannen in Island 3:0. Mit diesem Erfolg belegt Belgien nach drei Jahren wieder den ersten Platz in der Weltrangliste der FIFA.

Für dieses erste Spiel in der Nations League entschied sich Belgiens Nationaltrainer Roberto Martinez für eine Startelf, die bis auf die Berücksichtigung von Yannick Carrasco, der zuletzt keine guten Leistungen gezeigt hatte, keinerlei Überraschung aufwies. Wie erwartet stand Axel Witsel ebenso in der Anfangsformation wie Youri Tielemans.

Die Startelf war folgende: Courtois – Alderweireld, Kompany, Vertonghen – Witsel, Tielemans – Meunier, Mertens, E. Hazard, Carrasco – R. Lukaku.

11.09.2018, Island, Reykjavik: Der Isländer Ragnar Sigurdsson (l) und der Belgier Eden Hazard in Aktion. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

Martinez hatte im Vorfeld der Partie in Island nicht aufgehört zu betonen, dass sich seine Mannschaft vor den Isländern in Acht nehmen sollte, denn nach deren 0:6-Debakel in der Schweiz erwartete der Spanier eine Reaktion der Gastgeber gegen den WM-Dritten.

In der ersten Viertelstunde hatte Belgien einige Probleme, sich an die etwas ungewohnten Verhältnisse in diesem kleinen Stadion von Reykjavik zu gewöhnen. Einige Male tauchten die Isländer in der Anfangsphase etwas bedrohlich in der Hälfte des Favoriten auf. Zudem leistete sich Belgien einige Fehlpässe, vor allem Carrasco auf dem linken Flügel.

In der 29. Minute platzte der Knoten

Nach 10-15 Minuten schienen sich die Roten Teufel gefunden zu haben und nahmen das Heft in die Hand. Der Knoten platzte für die Gäste in der 29. Minute. Nach einem klaren Foul an Lukaku gab der Schiedsrichter völlig zu Recht Elfmeter, den Hazard in gewohnter Manier, nämlich ganz cool, verwandelte – 0:1.

11.09.2018, Island, Reykjavik: Der Isländer Runar Mar Sigurjonsson (l) und der Belgier Yannick Carrasco in Aktion. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

Das 0:2 folgte kurz danach durch Lukaku, dessen Schuss erst hinter der Torlinie von einem Isländer geklärt werden konnte. Um dies zu erkennen, bedurfte es nicht einmal der Torlinientechnik, das war mit bloßem Auge zu sehen. 0:2 war auch der Pausenstand.

In der zweiten Halbzeit kontrollierte Belgien weiter das Geschehen. Manchmal schlich sich bei den Gästen etwas Leichtsinn ein. In der 53. Minute war sogar Courtois gefordert.

Nach etwas weniger als einer Stunde Spielzeit hatte Meunier nach guter Vorarbeit von Carrasco auf dem linken Flügel das 0:3 auf dem Fuß, doch verzog der Spieler von PSG den Ball am Tor vorbei. In der 62. Minute hatte Meunier wieder Pech, als er nur den Pfosten traf.

In der 70. Minute zeigte Belgiens Keeper Courtois mit einer Glanzparade bei einem Distanzschuss eines Isländers, dass auf ihn Verlass ist.

20 Minuten vor Schluss kam Chadli für Carrasco, der vor allem in der ersten Halbzeit einige Schwächen zeigte, sich aber nach dem Seitenwechsel steigern konnte.

11.09.2018, Island, Reykjavik: Belgiens „Bomber“ Romelu Lukaku erzielte in Island zwei Treffer. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

In der letzten Viertelstunde erspielte sich Belgien einige sehr gute Möglichkeiten, bevor dieser Teufelskerl von Lukaku 10 Minuten vor Schluss mit einem herrlichen Treffer auf Zuspiel von Mertens auf 0:3 erhöhte. In der Zwischenzeit war Dembélé für Tielemans eingewechselt worden.

In der Nachspielzeit hatte Mertens noch das 0:4 auf dem Fuß. So blieb es beim 3:0-Sieg des Favoriten.

Seit dem WM-Halbfinale hat Belgien immer in Gelb gespielt und jedesmal gewonnen: bei der WM gegen England im Spiel um den 3. Platz, letzten Freitag in Schottland und jetzt in Island.

Am Freitag, dem 12. Oktober, geht es weiter in der Gruppe A2 der Nations League. Dann empfangen die Roten Teufel in Brüssel die Schweiz. (cre)

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