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26. Lambertusmarkt in Eupen in Bildern [Fotogalerie]

Zum 26. Mal fand an diesem Wochenende in Eupen der Lambertus-Markt statt. Zum dritten Mal wurde die Veranstaltung durch das Bierfest ergänzt. Hier sind Bilder vom bunten Treiben am Sonntag zwischen Werthplatz und Klötzerbahn.

Das Bierfest startete bereits am Samstag um 16 Uhr. Etwa zehn Anbieter von regionalen Biersorten luden zu einer Kostprobe von Hopfen und Malz ein. Mehrere Bands traten auf dem Werthplatz auf.

Am Sonntag um 10 Uhr startete der von Tourist Info organisierte Lambertusmarkt. Händler aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden boten ihre Ware von der Gospertstraße bis zum Werthplatz an.

Ein Teil des Marktes bestand aus Kunsthandwerkern, die einen Einblick in ihre Berufe zuließen.

Die handwerkliche Fähigkeit des Drechslers wurde gezeigt. Beim Glasbläser wurde handgedrehtes Glas zu besonderen Objekten geformt. Individuelle Kreationen aus Metall und Kupfer entstanden vor Ort. Aus Stein, Bronze und Tiffany wurden Kunstobjekte hergestellt. Auch beim Schmied ging es heiß her. Hier entstanden künstlerische Unikate.

In der Gospertstraße war am Sonntagnachmittag jede Menge los. Foto: OD

Handgefertigte Floristik, Honig aus eigener Herstellung und vieles mehr hatte der Markt außerdem zu bieten. Der Kgl. Kleintierzuchtverein war mit Kaninchen, Hasen und Federvieh anwesend.

Es gab zahlreiche Animationen für die kleinen Besucher: Hüpfburg, Kinderkarussell und Kinderschminken… Und auf der Bühne wechselten sich mehrere Bands ab. In der Gospertstraße gab der Eupener Knabenchor um 15 und 16 Uhr eine Kostprobe seines Könnens, wobei die Zuschauer zum Mitsingen aufgefordert wurden.

Nachfolgend eine FOTOGALERIE mit Bildern vom 26. Eupener Lambertusmarkt am Sonntagnachmittag. Zum Vergrößern Bild anklicken. Um von einem Foto zum anderen zu gelangen, genügt ein Klick auf den rechten Bildrand:

9 Antworten auf “26. Lambertusmarkt in Eupen in Bildern [Fotogalerie]”

  1. Zaungast

    Und wieder strömen sie herbei, die Massen von angeblich „abgehängten Bürgern“, um zu feiern, „Spaß „zu haben, Bier zu trinken („Das Starkbier floss in Stömen“ titelte das GE vor Kurzem), Fritten zu essen, zu kaufen, was das Zeug hält, in einem Wort zu „konsumieren“.

    Und das an jedem Wochenende, von freitags bis sonntags, wie die übervollen Veranstaltungskalender zeigen. Und nicht nur in „Ostbelgien“, sondern anderswo auch: 26000 Besucher bei der Foire agricole in Battice, 15 Aout und bald ein Monat Kirmes in Lüttich, Tausende Besucher jeden Sonntag auf der „Batte“, ab Allerheiligen oder besser Halloween fängt der Weihnachtsrummel schon an, die ersten Printen und Stollen tauchen liegen schon im Regal.

    Überall volle Restaurants, brechend volle Terrassen vor den Cafés, gestern in einem bekannten Eissalon in Richelle kein freier Tisch, und, und,…

    Dazu noch all die privaten Feiern: Fünfjährige zelebrieren ihren Geburtstag allem Drum und Dran, Junggesellenabschiede (m/w), die Hochzeit von einem kleinen Selbständigen und einer Kindergärtnerin inszeniert wie eine Prinzenhochzeit, Jubiläen noch und noch, das alles kennt jeder aus seinem Umfeld. Unsere Kinder haben mindestens zwei davon jedes Wochenende.

    Dazu noch der Stress mit dem Urlaub zweimal im Jahr, um einen Ort zu finden, an dem man (oder der Nachbar) noch nicht war)..

    Wo sind da die „abgehängten Bürger“, die ja angeblich die „schweigende Mehrheit“ im Lande“ bilden sollen??

    • Tja, @Zaungast
      Die „abgehängten Bürger“ gibt es nur in Ostdeutschland. Wir, in Belgien feiern was das Zeug hält, besonders im Osten des Landes.
      Unser ausschweifendes Leben hier ist natürlich nur möglich weil wir Afrika ausbeuten und denen unsere überzähligen Hähnchenflügel containerweise schicken.
      Zufrieden mit der Antwort? Oder wollten Sie nur ein bisschen hetzen?

    • Zaungast, die Frage stelle ich mir auch immer wieder. Den Leuten muss es prächtig gehen. Sie konsumieren auf Terrassen, was sich früher niemand hätte leisten konnte. Sie tun aber so, als ginge es ihnen sauschlecht, damit die Politiker nicht auf die Idee kommen, Steuern zu erhöhen oder neue zu erfinden.

    • @ Zaungast

      Der „abgehängte Bürger“ ist keine „schweigende Mehrheit“ sondern eine „laute Minderheit“.
      Die „schweigende Mehrheit“ zeichnet sich dadurch aus das man von ihr nichts hört.
      Das man in schweren Zeiten Zerstreuung sucht ist auch nichts neues. Betrachten Sie einfach Paris oder Berlin in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

      • Zaungast

        Nun, lieber EdiG, dass sehen manche aber ganz anders:

        „Merkt denn niemand, dass es eine schweigende Masse gibt, die sich im Zeitalter von Globalisierung, Digitalisierung und Genderlosigkeit längst abgehängt fühlt?“ So stand es im GE.

        Eine schweigende, abgehängte Masse ist aber keine Minderheit, egal, ob leise oder laut.

        Worauf ich hinaus wollte: Alle schreien, dass es dem „hart arbeitenden Bürger“ so schlecht gehe, dass er unter dem Steuerdruck ächze, seine Familie nicht mehr ernähren könne, und dann diese Bilder, Wochenende für Wochenende.

        Jeden Montag sind die Medien voll von Berichten über Feste und Veranstaltungen, wo dem ach so gebeutelten Bürger das Geld doch arg locker in der Tasche sitzt.

        Diesen Widerspruch soll mir mal einer erklären.

        Natürlich gibt es sie, die wirklich abgehängte Minderheit. Das ist aber bestimmt nicht die hier oben beschriebene Mehrheit, die, wenn man einer jüngsten Umfrage glauben darf, mit ihrem Schicksal doch zufrieden bis sehr zufrieden ist. Was ich rein empirisch in meinem Umfeld nur bestätigen kann.

        • Zuerst schreiben Sie:
          „Wo sind da die „abgehängten Bürger“, die ja angeblich die „schweigende Mehrheit“ im Lande“ bilden sollen??
          und dann später:
          „Natürlich gibt es sie, die wirklich abgehängte Minderheit.“

          Was denn jetzt? Mehrheit oder Minderheit?

          PS: Über den „Batte“ zu wandern oder die „Foire agricole“ zu besuchen kostet nichts;
          schließlich kauft nicht jeder ein Pfund Äpfel oder gar einen Traktor.
          Wenn die Terrassen voll sind liegt es vielleicht am schönen Wetter?
          Ich zumindest gönne den Mitmenschen diese einfachen Vergnügen. Einige sitzen
          vielleicht drei Stunden vor dem gleichen Bier, nur um dazuzugehören…

          • Zaungast

            Sie haben mich nicht verstanden oder wollen es nicht.

            Die „schweigende, abgehängte Mehrheit“ wird von Populisten ins Feld geführt, die angeblich in deren Namen sprechen. Mein Zitat aus einem Kommentar im GE spricht von „Masse“, was ja wohl dasselbe sagt.

            Wo ist denn diese „Mehrheit“ oder „Masse“, wenn man die von mir beschriebenen Veranstaltungen sieht?

            Ja, man kann über den Batte flanieren, ohne etwas zu kaufen oder zu verzehren, was aber die wenigsten tun. Sonst würden die Händler in den langen Reihen der Verkaufsstände wohl längst bankrott sein. Waren Sie schon mal dort?

            Man kann auch die Foire agricole besuchen, ohne einen Cent auszugeben (Eintritt muss man aber schon bezahlen, immerhin 8€, na ja, Kinder kommen gratis rein, sind aber trotzdem ein Kostenfaktor: Eis, Waffeln, Cola…). Waren Sie schon mal dort? An der Frittenbude angestanden? Im Restaurantzelt auf einen freien Tisch gewartet? Die Leute an den Ständen mit regionalen Produkten gesehen? Ein Val-Dieu getrunken?

            Wohlgemerkt, das soll niemandem die sonntägliche Freude vermiesen. Es ist nur die einfache Feststellung, dass es uns, der „schweigenden, abgehängten Mehrheit oder Masse“ so gut geht wie nie zuvor.

            Dass es eine wirkliche „abgehängte Minderheit“ von Obdachlosen und sozial Schwachen gibt, ist eine Tatsache und kein Widerspruch zu dem oben Gesagten.
            Dieses Problem ist eine Schande für unsere Überflussgesellschaft.

  2. Im Vaterunser heisst es: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“

    Als ob sich die Menschen in unseren Breitengraden noch damit zufrieden gäben. Auch die nicht, die dieses Gebet regelmässig beten. Denen ist auch ganz egal, dass es viele Menschen auf der Welt gibt, die verhungern. Jetzt, in diesem Moment. Man sieht das ja nicht. Hier wird konsumiert, bis im wahrsten Sinne des Wortes der Arzt kommt. Nach uns die Sinnflut.

  3. AchGott! Leute, was soll das Rumbproblematisieren? Es geht uns gut, das Fest war schön, gut organisiert, das Bier war lecker, die Leute waren gut gelaunt, ich konnte nette Menschen treffen und ausgelassen feiern. Super! Die Welt ist schön!

    Wir sollten ein Knotterer Fest feiern, wo all die Tränen hier im Forum, die nur meckern und schlechte Laune verbreiten, sich gegenseitig abfeiern können.

    Darauf ein Damian!

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