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1:1 in Ostende: AS Eupen holt den Punkt, der ihr zum Klassenerhalt noch fehlte – Toyokawa wieder der Retter

16.02.2019, Ostende: Bojan Nastic und Sindrit Guri von Ostende sorgen für Gefahr im Strafraum von AS-Torwart Hendrik Van Crombrugge. Das Spiel endete 1:1, Eupen sicherte sich damit den Klassenerhalt. Foto: Belga

Die AS Eupen hat am Samstag in Ostende den Punkt geholt, der ihr noch fehlte, um die Klasse zu halten. Nach dem 1:1 an der Küste haben die Schwarz-Weißen 29 Punkte. Das wird in jedem Fall reichen, denn Eupen hätte selbst bei Punktegleichstand einen Sieg mehr als Lokeren.

Beide Mannschaften gingen mit der festen Absicht in dieses Spiel, endlich noch einmal zu gewinnen. Ostende war seit acht Spielen ohne Sieg und konnte mit einem Sieg einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Eupen musste sich für drei Niederlagen in Folge (in Anderlecht und Sint-Truiden sowie gegen Kortrijk) rehabilitieren und konnte schon mit einem Unentschieden den Klassenerhalt auch arithmetisch unter Dach und Fach bringen.

Eupens Stürmer David Pollet stand überraschend in der Startelf. Foto: Belga

Überraschend stand „Chancentod“ David Pollet in der Anfangsformation von Trainer Claude Makeléle, der zu der Auffassung gelangt war, dass Yuta Toyokawa im Angriffszentrum nicht mehr so oft auf sich alleine gestellt sein sollte wie in den letzten Begegnungen.

Die Eupener Startelf: Van Crombrugge – Castro Montes, Bushiri, Blondelle, Gnaka – Marreh, Garcia – Fall, Keita – Pollet, Toyokawa.

Bei Ostende begannen einige bekannte Spieler wie De Sutter, Canesin und De Bock auf der Ersatzbank.

Für die erste heiße Szene musste man bis zur 14. Minute warten, als der für Ostende spielende ehemalige belgische Nationalverteidiger Lombaerts nach einem Eckstoß zum Glück für Eupen den Ball nicht richtig traf, denn sonst wären die Gastgeber in Führung gegangen.

In der 21. Minute sorgte Ostende ein zweites Mal für Gefahr, als Vanlerberghe Eupens Verteidiger Bushiri austrickste, dann aber Blondelle den Angriff der Küstenstädter unterbinden konnte. Auf der Gegenseite wurde Fall an der Strafraumgrenze gefoult, aber der folgende Freistoß von Garcia brachte nichts ein.

Erst im zweiten Durchgang wurde Eupen wach

In der 27. Minute behielt Van Crombrugge mit einer Doppelparade seinen Kasten sauber. In der 31. Minute war der Eupener Keeper bei einem schnellen Gegenangriff von Ostende über die rechte Seite und einem Kopfball von Guri aus kurzer Distanz nach einer Flanke von D’Haese erneut gefordert.

In der 36. Minute war Van Crombrugge dann doch geschlagen, als der junge D‘Haese, der seinen ersten Einsatz in der Jupiler Pro League hatte, reaktionsschneller war als die viel zu statischen Eupener Spieler und das 1:0 erzielte.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte flog Pollet nach einer Flanke von Fall am Ball vorbei. So blieb es beim 1:0 für Ostende, das völlig vedient führte.

Eupens Kapitän Luis Garcia dirigiert. Foto: Belga

Nach dem Seitenwechsel war Eupen sichtlich bemüht, zumindest den Ausgleich zu erzielen. Jetzt lief auch mehr über die schnellen Eupener Außen Fall und Keita.

Um das Flügelspiel noch zu intensivieren, brachte Makélélé etwa 10 Minuten nach Wiederanpfiff Schouterden ins Spiel für Pollet, der wieder nicht überzeugte.

In der Folge hatte Eupen die meisten Ballkontakte, aber im Abschluss haperte immer etwas anderes. Die beste Chance hatte aber zunächst Ostende durch Nastic, dessen Schuss von Van Crombrugge über die Latte gelenkt wurde. Auf der Gegenseite scheiterte Schouterden an Torhüter Dutoit.

Bei Ostende waren inzwischen mit Canesin und Vandendriessche zwei erfahrene Leute eingewechselt worden.

In der 77. Minute wurde Eupen endlich für seine Bemühungen belohnt. Nach einem Eckball von Garcia schnellte der Ball durch den Strafraum von Ostende an Freund und Feind vorbei und landete bei Toyokawa, der die Kugel volle Kanne ins obere Eck beförderte – 1:1.

Nach dem Ausgleich drehte Ostende noch einmal auf. Die Schützlinge von Trainer Jan Verheyen wollten ein neuntes Spiel ohne Sieg verhindern. In der 82. Minute bekam Eupens Keita die Gelb-Rote Karte gezeigt. Somit mussten die Gäste aus Ostbelgien die Partie in Unterzahl zu Ende spielen.

Es blieb aber beim 1:1. Die AS Eupen sicherte sich damit den Klassenerhalt. Es bleiben zwar noch vier Spiele (gegen Zulte Waregem, in Antwerp, gegen den FC Brügge und in Charleroi), aber diese Begegnungen dienen allenfalls der Vorbereitung auf die Playoffs II, bei denen die Punkte, die in der klassischen Phase der Meisterschaft gewonnen wurden, keine Rolle mehr spielen. (cre)

Zum Thema siehe auch folgende Artikel auf OD:

26 Antworten auf “1:1 in Ostende: AS Eupen holt den Punkt, der ihr zum Klassenerhalt noch fehlte – Toyokawa wieder der Retter”

  1. Die AS Eupen hat dieses Ergebnis verdient. Wer auch im Stadion war, wird mir das bestätigen. Und den Platzverweis von Keita, den kann man sich nur auf eine Art erklären…Money makes the world…Aber alles vergebens. Wir bleiben ERSTKLASSIG!

  2. Ganz schwache bzw blutleere erste Halbzeit und verdient hinten.
    Die Pausenansprache war sicher laut und heftig. Nach der Pause fand ich Eupen drei Klassen besser und deutlich überlegen bis auf die letzten Minuten in Unterzahl.
    Verdient was Zählbares mitgenommen und Klasse gesichert.

    Hoffe aber dass wir mindestens noch 1 Spiel gewinnen um nicht durchgereicht zu werden. Gerade gg Zulte Waregem sind wir was schuldig denn gg diese haben wir die schlechteste Bilanz überhaupt und sind sieglos in der D1

    • Der kann froh sein, dass er die Arbeitslosigkeit mit mehr Glück als Verstand loswerden konnte, zumindest bis zum Sommer. Ein zypriotischer Erstligist wollte ihn nicht und auch sonst kaum wer. Ab Juli heisst es wieder Stempeln gehen.

    • und dann....

      …..was soll immer das nach jammern zu diesem Herrn Brüll. Herr Brüll hat letztes Jahr ein Angebot der AS Eupen erhalten, und sie können glauben, das er mit diesem Angebot sicher 3 warme Mahlzeiten pro Tag bezahlen konnte.
      Er wäre sicherlich ein Aushängeschild gewesen und viele hätten sich ein wenig mehr mit der AS Eupen identifiezieren können, aber ganz alleine Herr Brüll hat diese Angebot NICHT angenommen, weil er sich zu was besserem berufen fühlte.
      So wie bereits die letzten Jahre meinte Herr Brüll er wäre ja so gut und alle Vereine würden nur auf ihn warten um dann in Zypern zu scheitern und in der 3. Liga in Deutschland KEINEN Vertrag zu bekommen.
      Er soll mal lieber das Jammern sein lassen und sich auf seinen Beruf – Fussballprofi – konzentrieren, dann wäre er bestimmt weiter als jetzt bei Westerlo.

        • und dann...

          EifelER…. schenke Ihnen ein „S“ und Sie sind Glücklich. aber so ist das wenn man zu allem seinen Senf dazu geben muss und selber keine Ahnung hat.
          Fragen Sie doch mal bei Herrn Brülls nach ob er ein Angebot bekommen hat und warum er es nicht angenommen hat. Sicher nicht weil er zu wenig verdiente, sondern weil er meint er wäre was Besseres.
          Gilt übrigens nicht nur für die AS, überall wo er gespielt hat ist er mehr oder weniger gescheitert. also nicht immer den Fehler bei anderen suchen, sondern auch mal bei sich selber beginnen.

  3. Glückwunsch zum Klassenhalt, das erklärte Ziel der Vereinsführung.Hoffe die Mannschaft zeigt sich jetzt von ihrer besten Seite und bietet bestmögliche Leistungen in den verbleibenden 4 Spielen.
    Makelele hin, Makelele her. Die Zahlen sind da und daraufhin wird abgerechnet. Er hat alle Zeit in der Welt, eine Mannschaft aufzubauen, die auch jetzt höhere Ambitionen wahrmachen muss. Denn jedes Jahr den Klassenerhalt als erklärtes Ziel auszugeben wäre ein Mangel an Ambition und würde die Zuschauerzahlen noch weiter sinken lassen als das jetzige bereits erbärmliche Niveau. Es ist schon bewunderswert was Storck aus Mouscron gemacht hat. Das grosse Problem dieses Jahr sind Fehleinkäufe, bzw Ausleihen von Spielern, vor allen Dingen vorne im Sturm (sprich Pollet, Essende), Spieler-Talente, die nicht ihre Leistungen abrufen (Bsp Ocansey), anfällige Spieler (Lasare, Milicevic), Spieler die selbst keine Ambition haben (der iranische Verteidiger, der in Katar geblieben ist, ist das beste Beispiel). Immer wieder von vorne anfangen, ist sicherlich nicht evident und die grôsste Herausforderung. Glaube schon, dass der Trainer bei der Mannschaft ankommt, ob er das Zeug zu mehr hat, muss er noch beweisen. Das Beispiel Thierry Henry sagt genug. Bleibt zu hoffen, dass Play-Off 2 keine müde Ehrenrunde ohne Würze wird (die Befürchtung ist sicherlich berechtigt) und dass man einen Spieler wie Mskani bewundern kann. Da habe ich jedoch auch grösste Zweifel, erstens weil er noch gar nicht fit ist und zweitens, dass ihm unsere Meisterschaft einfach nicht liegt. Wenn er nur vorne stehen möchte bis dass man ihm den Ball zuspielt, ïst er in Europa, ob Eupen oder anderswo, fehl am Platz. Zeit hat die Vereinsführung genug, ob die Mittel reichen, ist eine andere Frage.

  4. Gebauer – dem ist nicht hinzuzufügen – so isses.
    Am meisten ärgert mich, das die laufende Eisenbahnschiene Pollet immer wieder eingesetzt wird.
    Ansonsten Glückwunsch zum Klassenerhalt.

  5. Man kann zwar einerseits sagen, dass die AS die beste Saison ihrer Vereinsgeschichte gespielt hat, andererseits wäre dies auch zu kurz gegriffen. Richtig begeistert hat sie in dieser Saison nie. Sie hätte im Pokal Akzente setzen können, aber das wollte sie nicht und schickte im Viertelfinale gegen Ostende eine B-Elf auf den Platz. In der Meisterschaft kam ihr zugute, dass nur der Tabellenletzte absteigt und in dieser Saison nicht mehr nur zwei Mannschaften gegen den Abstieg kämpften, wie letzte Saison Mechelen und Eupen, sondern nur Lokeren. Die AS sollte sich jetzt zum Ziel setzen, in den Play-Offs 2 den Gruppensieg zu holen. Wenn das wieder ein lustloser Tanz wird wie letzte Saison, herrscht am Ende dieser angeblich erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte nur noch Frust. Die AS muss aufpassen, dass sie nicht noch mehr Zuschauer verliert. Um die Spiele der Mannschaft zu sehen, braucht man nicht mehr bei Wind und Wetter ins Stadion zu gehen, sondern kann sich die Spiele für nicht einmal viel Geld gemütlich zu Hause im Fernsehen anschauen. Ein Grund mehr für die Vereinsverantwortlichen, die Ziele etwas höher anzusetzen: Gruppensieg bei den Play-Offs 2 in dieser Saison und Kampf um Teilnahme an den Play-Offs 1 in der nächsten Saison.

    • Sehe ich genauso. Um dies zu erreichen muss qualitativ in allen Linien nachgelegt werden, zumal Garcia und Van Crom naechste Saison wahrscheinlich nicht mehr da sein werden. Fuer Bushiri hoffe ich dass man die Einkaufsoption schnellstmoeglich zieht. Und zeitig die Mannschaft auf der Reihe hat damit der Saisonstart nicht wieder daneben geht.

  6. Ohne VCB wären wir nicht da wo wir jetzt sind. Vielen dank schon mal an ihm. Laut Statistik hatte die AS in der 1sten Halbzeit nicht nur keinen Torschuss wie so oft, aber auch noch nicht mal einen einzigen Schuss abgegeben. Die zweite Halbzeit wesentlich besser. Aber wieso kann es so schwer sein aufs Tor zu Schiessen? Ah, ok wegen Pollet natürlich. Warum kommt Nils nicht öfter zum Einsatz? Möglichkeiten die Mannschaft umzusetzen sind da.
    Na ja Klassenerhalt geschafft. Herzlichen Glückwunsch

    • Piersoul Rudi

      Zu Ihren Satz; …“Ab demnächst schießt er ein Tor Richtung AS“…
      Dann soll er wohl schleunigst weg beim VC Westerlo…die werden am Ende dieser Meisterschaft nicht aufsteigen in de Jupilerleague.
      Sie können nicht Leugnen das der Herr Brüls in der Tat das Glück zur Seite stand beim finden einen Verein.
      Als nächste stimmt es doch auch das der Zypriotischer Verein Herr Brüls „nicht mehr wollte“…
      Was mich interessieren würde ist mit wie viel es seien Forderungen einschränken musste um bein VC Westerlo einen Vertrag zu bekommen…zugegeben nur bis einde Juni 2019, aber immerhin…
      Danach könnte es gut sein…das er in Eupen am Arbeitsamt steht…Also so „Dummer Kerl bzw. siehste blöd aus“ sind verfrühte begriffe…
      Abwarten Herr/Frau Moment…

  7. Glückwunsch zum Klassenerhalt, aber die nächste Saison wirft bereits ihre Schatten voraus:

    Hendrik vC wird uns verlassen. Wenn er es nicht tun sollte, ist das gerade für ihn schlecht.
    Luis Garcia ebenfalls, wenn er nicht selber nochmal eine Saison dranhängt. Man kann sagen was man will, aber er haut oft genug die entscheidenden Dinger rein.
    Yuta Toyokawa – wenn da ein großer Verein anklopfen sollte, ist auch er weg. Und seinen Weggang werden wir merken, denn selbst wenn er mal kein Tor schießt, so zieht er vorne alle mit.
    Bushiri muss noch die Kaufoption gezogen werden. Muss unbedingt gehalten werden.
    Keita wird zurückgehen
    „Superstar“ Msakni wird gehen – Stand jetzt ist das noch nichts schlimmes
    Fall und Pollet gehen zurück – Fall werden wir vermissen, hat eigentlich fast immer ein gutes Spiel gemacht. Pollet bleibt weiterhin „Chancentod“ Pollet, sollte er in den verbleibenden Spielen nicht noch ein paar entscheidende Dinger reinmachen.

    Eupen steht somit im schlimmsten Fall ein großer Umbruch bevor, denn gerade ohne HvC würden wir so manche Male noch wesentlich schlechter dastehen als wir eigentlich sind. Da müssen Transfers getätigt werden, die schnell passen. Ich gehe jetzt auch mal davon aus, dass unser Jupp Colomer auch schon unlängst auf der Suche sein wird – hoffentlich

    • Pierre II

      Zitat Peter G „Ich gehe jetzt auch mal davon aus, dass unser Jupp Colomer auch schon unlängst auf der Suche sein wird“.
      Der Jupp!? bitte nicht der Jupp, der ist für so einiges verantwortlich, aber bestimmt nicht für gute Transfers.

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