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1:1 gegen Sint-Truiden: Kein Sieg, aber auch keine Niederlage zum Abschied von Kapitän Luis Garcia

Eupens Luis Garcia (links) posiert u.a. mit seiner Familie, als ihm von AS-Generaldirektor Christoph Henkel (4.v.r.) ein großformatiges Bild von ihm selbst im Dress der AS überreicht wird. Foto: Belga

Der AS Eupen ist im letzten Spiel ihres Kapitäns Luis Garcia kein Sieg gelungen, der durchaus verdient gewesen wäre. Allerdings ist den Schwarz-Weißen eine sechste Heimpleite in Folge erspart geblieben. 1:1 trennten sich Eupen und Sint-Truiden am Samstagabend im Kehrweg-Stadion. Die AS traf zwei Mal die Latte und ein Mal den Pfosten.

Noch vor dem Anpfiff dieses letzten Spiels der Hinrunde der Playoffs II gab es eine Ehrung für Luis Garcia, der zum letzten Mal für die AS zum Einsatz kam. Als Geschenk gab es u.a. ein großformatiges Bild von ihm als AS-Spieler. Auch die Mannschaft von Sint-Truiden überreichte dem scheidenden Kapitän der Gastgeber einen Blumenkorb.

Die Eupener Startelf war folgende: Van Crombrugge – Castro Montes, Bushiri, Blondelle, Gnaka – Marreh, Mulumba – Ocansey, Garcia, Lazare – Toyokawa.

Auf ihn waren viele Blicke gerichtet: Eupens Kapitän Luis Garcia bestritt gegen Sint-Truiden sein letztes Spiel für die AS. Foto: Belga

Es war bereits das elfte Mal, dass Eupen es als Erstligist mit Sint-Truiden zu tun bekam. Bei STVV standen übrigens mit Samuel Asamoah und Mamadou Sylla zwei Ex-Eupener in der Anfangsformation.

Eupen ging sehr motiviert in dieses Spiel. Der Mannschaft war daran gelegen, Garcia mit einem Sieg oder zumindest mit einer guten Leistung zu verabschieden. Vor allem kam es darauf an, eine sechste Heimpleite in Folge zu vermeiden.

Dennoch gab es in den ersten 20 Minuten keine einzige Torchance zu vermelden. Erst in der 21. Minute tauchte Sylla gefährlich vor Van Crombrugge auf. Zum Glück für Eupen bannte Blondelle mit einer Grätsche die Gefahr. Sint-Truiden erhöhte den Druck und drängte Eupen immer mehr in die Defensive.

Für die erste Eupener Chance mussten die Zuschauer im Kehrweg-Stadion bis zur 29. Minute warten. Der Distanzschuss von Toyokawa war indes kein Problem für Gäste-Schlussmann Pirard. Auch die nächste Chance durch Marreh bereitete dem Torhüter von STVV keine Schwierigkeiten.

Es blieb bis zur Pause beim 0:0 in einer insgesamt ziemlich monotonen ersten Halbzeit.

Stehender Applaus, Banderolen und ein Feuerwerk

Die zweite Halbzeit sollte deutlich besser und interessanter werden. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff ging Sint-Truiden in Führung. Bei einer hohen Flanke traf Castro Montes nicht den Ball. Der Ex-Eupener Asamoah nutzte die Gunst der Stunde, beförderte den Ball vor das Tor von Van Crombrugge, wo Kamada völlig alleine zum Schuss kam und das 0:1 erzielte.

Kurze Zeit später machte Castro Montes seinen Fehler wieder gut. Eupens Rechtsverteidiger profitierte von einer schlampigen Aktion von De Sart, um den Ball mit voller Wucht ins Tor von STVV zu jagen – 1:1.

Starke Leistung gegen Sint-Truiden: Eupens Abwehrspieler Siebe Blondelle. Foto: Belga

Der Treffer machte Eupen Mut. Ocansey hatte sogar die Führung für die AS auf dem Fuß. In der 66. Minute hatte Eupen Riesenpech, als Marreh nach einem Freistoß von Garcia den Ball an die Latte köpfte. In der 68. Minute verhinderte Pirard mit einer Glanzparade einen weiteren Eupener Treffer.

Kurz danach gab es eine Rote Karte für Sint-Truidens Teixeira sowie einen Handelfmeter, den Garcia aber leider an die Latte knallte. Auch am ersten Spieltag der Playoffs II in Ostende hatte der Kapitän einen Strafstoß nicht verwandeln können.

In Überzahl machte Eupen mächtig Druck. Es brannte immer wieder im Strafraum von Pirard. In der 88. Minute jedoch mussten sich die Eupener bei Van Crombrugge bedanken, der mit einem Riesenreflex das 1:2 verhinderte.

Es gab noch vier Minuten Nachspielzeit. Die AS-Fans rollten Banderolen aus, auf denen „Gracias Luis!“ und „2014-2019: Good Luck“ geschrieben stand.

In der Schlussminute wurde der Spanier dann ausgewechselt. Bei stehendem Applaus, an dem sich auch die Spieler von Sint-Truiden beteiligten, kamen dem 38-Jährigen die Tränen.

Es blieb beim 1:1. Ein Sieg der Eupener hätte dem Spielverlauf eher entsprochen. Die Chancen dafür waren da, vor allem nach der Roten Karte für Teixeira, leider wurde nur eine genutzt. Pech war aber auch dabei, denn drei Mal rettete das Aluminium die Gäste vor einem weiteren Gegentreffer.

Ein Feuerwerk gab es dann trotzdem – zwar nicht während des Spiels, sondern danach – zum Abschied von Luis Garcia, dem vielleicht besten Spieler, den es je im Dress der AS Eupen gegeben hat und den die Verantwortlichen des Vereins in der nächsten Saison auf jeden Fall adäquat ersetzen müssen. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

13 Antworten auf “1:1 gegen Sint-Truiden: Kein Sieg, aber auch keine Niederlage zum Abschied von Kapitän Luis Garcia”

  1. Lambertz Printe

    Was für ein Titel.
    Wer redet hier von Sieg oder Niederlage.
    Eine unvergessliche Zeit ging zu Ende, und ihr kommt mit so einem Provokanten Titel wo gleich alles Motzkis kommentieren werden.

    Ein einziger Titel Wäre dem gestrigen Abend gerecht. “ Gracias Louis“ .

    • Ostbelgien Direkt

      @Lambertz Printe: Das ist ein ganz normaler und sachlicher Titel. Man wollte einen Sieg zum Abschied des Kapitäns, hat aber nicht geklappt, aber zumindest gab es keine Niederlage, was ja auch schon was wert ist. Mit Verlaub, aber der Motzki sind in diesem Fall Sie. Nichts für ungut. Frohe Ostern! Gruß

  2. Marcel PAUQUET

    Ein toller Fussballabend:
    Gutes und spannendes Spiel gegen einen starken Gegner.
    Ein großes Finale mit Feuerwerk für einen noch größeren Sportsmann.
    Faire Gästefans.
    Rundum gelungen.

  3. Ist der ganze Rummel um Garcia nicht etwas übertrieben? Ich stelle nur mal die Frage. Hat es den Rummel auch gegeben, als Brüll, Pirard oder Vandormael ihr letztes Spiel für Eupen bestritten haben? Garcia hat fünf Jahre gutes Geld mit Eupen verdient. Er hätte sicherlich nicht so lange in Eupen gespielt, wenn es sich nicht für ihn gelohnt hätte. Vielleicht wird er künftig einen zünftig bezahlten Trainerjob in Katar bekommen oder er kommt als Trainer nach Eupen zurück. Gracias Luis! Gracias KAS!

    • Komischer Kommentar Rummel!? Erst Kritik und dann Lob!? Ich denke du kennst nicht viel vom Fussball! Entweder, oder, aber nicht wie du. Mich würde eher interessieren wieviele Fans da waren?

  4. Garcia ist ein Vorbild für jeden Profi Sportler. Er hat dies verdient. Harte Arbeit und Selbstdisziplin. Nie verletzt. Soll mal einer nachmachen. Blondelle ist auch so einer, unabhängig von den Fussball Qualitäten. Wenn ich dann einen Ocansey sehe, der völlig lustlos und harmlos nach einer Stunde platt ist, dann muss so ein Spieler sich wirklich in den Spiegel schauen. Wahrscheinlich lässt man ihn noch spielen damit er weg kann..

  5. Fußballkritiker

    Da war mehr drin gestern. Ein 2-1 oder 3-1 Sieg wäre sicherlich verdient gewesen.
    Herzlichen Dank, Luis Garcia. Du hast der AS Eupen viel gegeben.
    Vielleicht sehen wir Dich mal als Trainer in Eupen wieder…

  6. AS-FAN-KELMIS

    Was fûr eine armselige Kulisse beim Abschied des besten AS Spielers aller Zeiten. Luis hâtte wahrlich etwas besseres verdient. Die echten Fans werden Ihn noch sehr, sehr vermissen.Sportlich und menschlich ein unvergleichbarer Champion, genau wie vielleicht noch Ole Kallius der die AS heute noch in seinem Herzen trâgt. GRACIAS LUIS und alles Gute ,Dir und deiner Familie

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