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1:1 – AS Eupen stark verbessert, aber trotz einer Halbzeit in Überzahl noch ohne Sieg – Lichtblick Peñaranda

Andreas Beck, Jon Bautista und Danijel Milicevic (v.l.) freuen sich über das Tor zum 1:1. Foto: Belga

Die AS Eupen hat auch im siebten Spiel nicht gewinnen können. Trotz einer Steigerung und einer Halbzeit in Überzahl mussten sich die Schwarz-Weißen gegen Zulte Waregem mit einem 1:1 begnügen. Die Zuschauer im Kehrweg-Stadion sahen in der Eupener Elf vor allem einen starken Adalberto Peñaranda.

Die AS Eupen und ihr Trainer Beñat San José hofften vor Spielbeginn auf den ersten Sieg. Es wäre auch der erste Sieg überhaupt gegen Zulte Waregem (nur 1 Unentschieden in 10 Spielen als Erstligist).

Der venezolanische Nationalspieler Adalberto Peñaranda stand in der Anfangsformation. Die Startelf der AS Eupen sah wie folgt aus: De Wolf – Beck, Koch, Amat, Blondelle – Marreh, Cools – Keita, Peñaranda – Bautista, Toyokawa.

Eupens Yuta Toyokawa. Foto: Belga

In der ersten Halbzeit zeigte Peñaranda, der „Neymar von Venezuela“, einige Male, dass er der Eupener Mannschaft weiterhelfen kann. In der 12. Minute war es auch Peñaranda, der den ersten Schuss in Richtung Tor von Bossut abfeuerte.

Auch danach brachte der venezeolanische Wirbelwind den einen oder anderen Spieler von Zulte Waregem in Verlegenheit und konnte bisweilen nur mit einem Foul gestoppt werden. In der Abwehr der Westflamen hatte „Oldtimer“ Olivier Deschacht jedenfalls einiges zu tun.

Erst nach etwas mehr als einer halben Stunde kam Zulte Waregem zu seinen zwei ersten Möglichkeiten. Mit der Zeit hatten die Gäste erkannt, dass Peñaranda an diesem Abend wohl der gefährlichste Spieler auf Eupener Seite sein würde. Ob Dribbling, Pass oder Freistoß, der 22-jährige Neuzugang war omnipräsent.

In der 42. Minute erlebte das Spiel seinen ersten Höhepunkt. Nach einem Foul von Pletinckx an Bautista gab Schiedsrichter Boucaut zunächst einen Foulelfmeter für Eupen und Gelb für den Spieler der Gäste.

Starker Auftritt gegen Zulte Waregem: AS-Neuzugang Adalberto Peñaranda. Foto: KAS

Nach Rücksprache mit dem Videoassistenten nahm Boucaut seine Entscheidung zurück, weil das Foul offensichtlich außerhalb des Strafraums begangen wurde. Es gab nur Freistoß. Allerdings bekam Pletinckx nicht Gelb, sondern Rot. Die AS war damit in Überzahl.

Kurz danach bekam Peñaranda nach einem forschen Angriff auf Torhüter Bossut, der aber schlimmer aussah, als er es in Wirklichkeit war, die Gelbe Karte gezeigt. Deschacht wurde wegen Meckerns ebenfalls verwarnt.

Das war aber noch nicht alles in dieser ersten Halbzeit, denn kurz vor dem Pausenpfiff ging Zulte Waregem in Unterzahl nach einem Eckstoß durch Larin in Führung – 0:1. Die Abwehr der AS machte in dieser Szene keinen guten Eindruck, denn der Kanadier kam frei zum Kopfball. Die Führung war natürlich unverdient für die Westflamen – aber so ist nun mal Fußball: Nur die Tore zählen.

Waregem-Trainer Dury mit Radikalkur zur Halbzeit

Zum Beginn der zweiten Halbzeit nahm Francky Dury, Trainer von Zulte Waregem, obwohl sich seine Mannschaft in Unterzahl befand, gleich drei (!) Wechsel vor.

In der 49. Minute reklamierten die Eupener einen Handelfmeter, der ihnen aber nach VAR-Überprüfung nicht zuerkannt wurde. Kurz danach traf Marreh alleine vor Bossut den Ball nicht.

Er nahm in der Halbzeit trotz Unterzahl gleich drei Wechsel vor: Francky Dury, Trainer von Zulte Waregem. Foto: Shutterstock

Die Frage war, ob Eupen aus seiner numerischen Überlegenheit würde Kapital schlagen können. Die AS drückte aufs Tempo. Nach 57 Minuten nahm Coach San José einen Doppelwechsel vor: Milicevic kam für Keita und Schouterden für Cools.

Milicevic war auch an der Basis des Treffers zum 1:1 in der 63. Minute. Ein von ihm ausgeführter Freistoß köpfte Bautista via Innenpfosten ins Tor von Bossut.

In der 77. Minute setzte San José noch mehr auf Offensive, denn er nahm Abwehrspieler Blondelle raus und brachte mit Ciampichetti einen weiteren Stürmer. Es blieb aber beim 1:1, das Zulte Waregem zwar zufrieden stellte, nicht aber die AS Eupen. Denn wenn du eine Halbzeit in Überzahl spielst, musst du eigentlich gewinnen.

Der große Lichtblick ist aus Eupener Sicht nach dem Spiel gegen Zulte Waregem Adalberto Peñaranda. Wenn der Venezolaner in die Eupener Elf integriert sein wird und auch noch andere Neuzugänge Spielpraxis erhalten haben, könnte noch etwas werden aus dieser Mannschaft, auf die jetzt zwei Auswärtsspiele warten: bei Standard Lüttich am Sonntag, 22. September, um 14.30 Uhr und beim Cercle Brügge am Samstag, 28. September, um 20 Uhr. (cre)

20 Antworten auf “1:1 – AS Eupen stark verbessert, aber trotz einer Halbzeit in Überzahl noch ohne Sieg – Lichtblick Peñaranda”

  1. Lichtblick Penaranda, sehr stark. Auch Mili gut, wenigstens dann mit ihm gute Standards.
    Aber in Überzahl praktisch mit dem Pausenpfiff in Rückstand geraten und dann doch relativ wenig an Chancen zu erspielen gegen einen heute keinesfalls gut aufgelegten Gegner, ist dann einfach viel zu wenig.
    Ja es war schon besser heute, aber ein richtiges System des Trainers erkennt man trotzdem nicht. Es ist und bleibt eine ernüchternde Bilanz bislang mit einer AS, die einen echt qualitativ richtig guten Kader hat, aber weit weit hinter den Erwartungen zurück bleibt. Der Druck dürfte weiter zunehmen unf wir sind ganz heftig im Abstiegskampf.
    Wie 10x gesagt, mit diesem Kader viel zu wenig und echt enttäuschend!

  2. Es war eine deutliche Besserung erkennbar. Der Einsatz war da und es wurde versucht von hinten gepflegt aufzubauen. Milicevic sollte jetzt endlich von Anfang an spielen . Er braucht Spielpraxis. Der Neuzugang aus Venezuela ist eine echte Verstaerkung, genau wie Bautista. Es kann nur besser werden. Zum Glueck hat Waasland nicht gewonnen. Aber es ist jetzt Zeit einen ersten Sieg zu landen und das bei zwei Auswaertsspielen.

  3. Na ja, das kommt davon, wenn man den Bayern nacheifert. 😂 1:1 😇
    Wenn unsere junge Mannschaft mal zusammengefunden hat …
    Wenn der neue Trainer sich mal an die beste Liga der Welt gewöhnt hat …
    Wenn die neue Mannschaft dem Trainer gesagt hat, wie sie spielen möchte …
    Ja dann wird wohl die Saison vorbei sein! Schade 😂😂😂

  4. Singing in the rain

    Ja es war schon besser, aber wir hätten noch 2 Stunden erfolglos so weiter spielen können.
    Immer durch die Mitte – war für Zulte einfach zu verteidigen. Man wollte den Ball ins Tor tragen anstatt über die Flanken den Ball im Strafraum zu bringen. Da muss man als Trainer eigentlich reagieren ….

  5. Ghostrider

    Fazit ist wieder 2 Punkte verloren gegen einen zu 10 Mann spielenden Gegner. Es war eindeutig besser wie bisher aber wieso läst unser Trainer mit zwei Sechser im Mittelfeld spielen ( Marreh und Cools ) und ohne Spielmacher ? Ich bleibe dabei der Schwachpunkte in Eupen ist der Trainer . Wenn in den nächsten zwei Auswärtsspielen nicht 3 Punkte geholt werden sehe ich schwarz.

    • Absolut richtig. Auch gg Beveren daheim, das Spiel welches du gewinnen musst, spielt er mit zwei 6ern, die sich immer gegenseitig stören. Ohne Spielmacher ist fatal und dumm. Da werden alle Bälle verloren, die Spitzen stehen zu tief. Kaum ein brauchbarer Angriff wird demnach bis ganz nach vorne getragen. Genau deswegen haben wir fast in jedem Spiel nicht mehr als 2 dicke Chancen gehabt. Taktisch bislang ists ein Fehlgriff.
      Seine Offensive Idee hat er ja nach 2 heftigen Niederlagen zu Beginn gleich wieder verworfen. Trainer wirkt ratlos.

      Es war besser, zumindest etwas. Aber zu Hause in Überzahl, einen gestern schlecht aufgelegten Gegner, da musst du gewinnen oder zumindest viele Chancen erarbeiten und Druck machen. Wir schieben nur den Ball hin und her. In den letzten 20m passiert eigentlich gar nichts und das seit Beginn der Saison.

      Manche raten zur Geduld, abwarten es wird schon. Wir haben schon ein Viertel der Saison um! Sind sieglos, waren sogar bis zur 94min virtuell Letzter und nur 3 Törchen erzielt. Zudem verdienen wir bis jetzt mit unserem Spielniveau genau diese Ausbeute, erkannte sogar Henkel an nach dem STVV Spiel. Grund zur Sorge sollte man haben

  6. Deutliche Besserung! Lust und Wille waren da. Die Nummer 7 war fantastisch! Mit seinem Eifer hat er die ganze Mannschaft nach vorne mitgerissen. Zulte für den 5. Platz in der Tabelle war eine Enttäuschung.
    Wenn wir so weiter machen wird der Klassenerhalt kein Problem

  7. kathscho

    wir spielen ohne richtige Aussenstürmer zb. Fall,Henry usw.dafür müssen wir durch die Mitte und wenn eine Gegenmannschaft führt machen die dicht dann läuft durch die Mitte nichts dann geht’s nur über Aussenstürmer.

  8. Ostbelgistani

    Und nächste Woche geht es gegen den derzeitigen Spitzenreiter, gegen Standard Lüttich.
    Ob die AS dort bestehen wird? Ähnlich wie in Brügge?
    Dabei brauchen wir endlich einen Sieg.

  9. Peter Müller

    Wat da nu. ? Haben eine Steigerung gesehen.!! Schwache Leistung, gegen schwachen Gegner, der Teilweise nur mit 10 Mann spielte. Wenn der Gegner schwach war, muss Eupen ja Katastrophal gewesen sein.

  10. Eupenerin

    Die erste Halbzeit war nicht schlecht, aber sie hätten von Anfang an den Nils schouteren u den Millicevic spielen lassen .Ist schade gegen 10 Gegner hätte mehr drin sein müssen, dann wollen wir mal abwarten nächste Woche gegen Standart AUWEIJA

  11. Ein Spiel gegen einen schwachen Gegner, welches wir hätten gewinnen müssen.
    Eupen hat einen breiten Kader wo genug talentierte Spieler sind
    Eupen hat einen Trainer welcher Erfolge vorzuweisen hat.
    Eupen hat gute Infrastrukturen, ein für den Tabellenplatz überdurchschnittliches Budget.
    Und dennoch wird es eine Zittersaison, vielleicht Abstieg.
    Warum ?
    Die Mannschaft wird jedes Jahr total verändert. Die Spieler verstehen den Trainer nicht, die Spieler verstehen sich untereinander nicht. Wie soll da ein Mannschaftsport funktionnieren ?
    Ich hoffe ja immer noch darauf, dass die Automastismen sich einstellen, allein mir fehlt der Glaube.

  12. Marta Kraft

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