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Tour de France mit Alpe d’Huez und Passagen aus Klassiker Paris-Roubaix

Der Brite Chris Froome stellt am 17.10.2017 die Strecke der Tour de France für das kommende Jahr 2018. in Paris vor. Foto: Christophe Ena/AP/dpa

Chris Froome will 2018 mit dem fünften Sieg bei der Tour de France in den Kreis der Rekordsieger aufrücken. Einfach wird es für den Briten nicht. Dafür haben die Organisatoren mit der Streckeneinteilung gesorgt. Das erste Gelbe Trikot könnte ein Sprinter wie der Deutsche Marcel Kittel holen.

Die 105. Tour de France gehört zwar mit 3.329 Kilometern zu den kürzeren Auflagen, eine Spazierfahrt wird sie für den britischen Vierfach-Champion aber keineswegs.

Knifflige Abschnitte wie die nur bei Ebbe zu befahrende Passage du Gois gleich zum Auftakt oder die vielen Kopfsteinpflaster-Passagen aus dem Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix, aber auch steile Rampen mit den legendären Anstiegen in Alpe d’Huez, am Tourmalet oder am Aubisque dürften über den Gesamtsieg entscheiden.

Strecke der Tour de France für das kommende Jahr 2018. Die 105. Tour de France führt vom 7. bis 29. Juli 2018 über 3.329 Kilometer. Foto: Uncredited/ASO/AP/dpa

So hielt sich die Freude bei Froome in Grenzen. Insbesondere die neunte Etappe mit gut 22 Kilometern über das gefürchtete Kopfsteinpflaster dürfte ihn kaum begeistern. „Vielleicht sollte ich Paris-Roubaix als Vorbereitung auf die Tour fahren“, meinte der Sky-Kapitän bei der Streckenpräsentation am Dienstag im Palais des Congrès in Paris. Dabei dürfte ihm die Kopfsteinpflaster-Etappe von 2014 noch in unschöner Erinnerung sein, als er nach Stürzen die Rundfahrt beenden musste.

2018 will Froome zum fünften Mal die Tour gewinnen und damit zum elitären Kreis der Rekordgewinner Jacques Anquetil (Frankreich), Eddy Merckx (Belgien), Bernard Hinault (Frankreich) und Miguel Indurain (Spanien) vorstoßen. Verhindern wollen dies der französische Hoffnungsträger Romain Bardet, Kletterspezialist Nairo Quintana (Kolumbien) und womöglich Giro-Champion Tom Dumoulin (Niederlande).

Die Tour findet diesmal vom 7. bis 29. Juli und damit wegen der zum Teil parallel laufenden Fußball-WM eine Woche später statt. Ein Jahr nach dem stimmungsvollen Auftakt in Düsseldorf erfolgt 2018 der Grand Départ auf der Atlantikinsel Noirmoutier-en-l’Île in der Vendée-Region. Und im Gegensatz zum Vorjahr beginnt die Tour diesmal nicht mit einem Einzelzeitfahren, sondern mit einer 195 Kilometer langen Flachetappe nach Fontenay-le-Comte.

Christopher Froome im Gelben Trikot. Foto: Shutterstock

Für die Spezialisten im Kampf gegen die Uhr ist nur ein Mannschaftszeitfahren über 35 Kilometer sowie ein bergiges Einzelzeitfahren über 31 Kilometer am vorletzten Tag vorgesehen.

Die Bergetappen sind jedenfalls deutlich schwieriger. Bereits in den Alpen warten zwei schwere Bergankünfte in La Rosière und Alpe d’Huez. Zur Sache geht es aber auch in den Pyrenäen, wenn etwa auf der 19. Etappe die Bergriesen Aspin, Tourmalet und Aubisque zu bewältigen sind.

Eine Neuerung im Programm ist dabei die nur 65 Kilometer lange Etappe auf den Portet d’Aspet hinauf. Auch sonst gibt es einige Änderungen. So werden nur noch 176 statt 198 Fahrer an den Start gehen, weil die Teams nur noch jeweils acht Fahrer nominieren dürfen. Auch die Verteilung von Bonussekunden während der Etappen ist neu. (dpa)

  1. Pensionierter Bauer

    65 KM lange Bergetappe, das heißt sprinten in den Bergen. Vor rund 15 Jahre wurde mal eine Alpenetappe wegen Schneefall auf 38KM extrem eingekürzt, aber es wurde ein toller Kampf vom ersten Meter an.

    • Der Einarmige Bandit aus dem Ourtal

      Hallo Bauersmann ; Sie haben nur Vermutungen verlauten lassen , diese verkürzte Etappe war nicht vor 15 Jahren gefahren worden , sondern vor 21 Jahren und zwar war es die 9 Etappe am 8 Juli 1996 von Le Monetier -les Bains – Sestrieres mit nur 46 Km lang . Wegen zu starkem Schneefall konnte man den Galibier damals nicht befahren , sie gewann Bjarn Rijs , der auch in diesem Jahre die Tour gewann . Aber was soll dieses noch bedeuten , ob Rijs , Ullrich , Contador oder Armstrong , sie alle waren nachweisbar alle gedopt und hielten somit die Zuschauer zum Narren . Es war nur traurig , das man als Zuschauer nur so belogen wurde , danach habe ich nie mehr die Tour angeschaut weder noch verfolgt .

      • Pensionierter Bauer

        Danke für die Korrektur, da hab ich wiedermal gesehen wie schnell die Zeit vergeht und man altert. Doping ist wirklich eine Seuche, aber die schönen Landschaftsbilder entschädigen doch für einiges. Die Radsportler sind, so denke ich zumindestens, nicht besser oder schlechter wie viele Andere in der Gesellschaft. Sich illegal Vorteile verschaffen ist doch ein wahrer Volkssport.

  2. Alemannia4ever

    Die rollenden Apothekenschränke ruinieren ihre Gesundheit. Sie sind keine guten Vorbilder für den Nachwuchs. Ich schaue seit mehr als 10 Jahren keine Tour de France mehr.

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