Sport

RFC Raeren will künftig kleinere Brötchen backen und zieht 1. Mannschaft aus den Nationalklassen zurück

Junge Fans des RFC Raeren-Eynatten geben sich beim Derby gegen die Union Kelmis am 31. August 2025 als "Die wilden Raerener" aus. Foto: Patrick von Staufenberg

Es ist schon ein Paukenschlag im ostbelgischen Regionalfußball: Knapp zehn Jahre nach der Fusion mit Rot-Weiss Eynatten, sieben Jahre nach dem Aufstieg in die D3 Amateure sowie knapp zwei Jahre nach dem Aufstieg in die D2 Amateure hat die Vereinsführung des RFC Raeren-Eynatten angekündigt, ab der nächsten Saison kleinere Brötchen backen zu wollen.

Zu geringe Einnahmen und zu hohe Ausgaben bereiten den Raerenern im verflixten siebten Jahr in den Nationalklassen Kopfzerbrechen. Deshalb will man künftig auf den eigenen Nachwuchs setzen. Die zweite Mannschaft, die sich im Rennen um einen Aufstiegsplatz zur dritten Provinzklasse befindet, soll die erste werden.

Blick auf die Zuschauerkulisse beim Derby gegen die Union Kelmis am 31. August 2025. Foto: Patrick von Staufenberg

Darüber hinaus musste auch der RFC Raeren-Eynatten erfahren, dass der rasante Aufstieg den Verein auch ein Stück Identifikation gekostet hat und der heutige RFC mit dem von früher immer weniger zu tun hat.

Die Ankündigung der Vereinsführung, den RFC Raeren-Eynatten aus den Nationalklassen zurückzuziehen, dürfte auch beim Ligakonkurrenten RFC Union Kelmis, bei dem die Schwarz-Gelben an diesem Samstag um 19.30 Uhr zu Gast sind, sowie bei der eine Klasse tiefer angesiedelten U23-Mannschaft der AS Eupen, Spitzenreiter der D3 Amateure, sowie beim Stadtrivalen FC Eupen, Tabellenletzter in der D3 Amateure, für Diskussionen sorgen.

Die Nachricht vom freiwilligen Rückzug des RFC aus den Nationalklassen erfolgt weniger als ein Jahr nach dem Rücktritt von Walther Collubry, der während 18 Jahren Vorsitzender des RFC Raeren-Eynatten war. Somit fängt beim RFC Raeren nach der laufenden Saison eine neue Ära an. (cre)

21 Antworten auf “RFC Raeren will künftig kleinere Brötchen backen und zieht 1. Mannschaft aus den Nationalklassen zurück”

  1. Rumpelstilzschen

    Ja so kann es gehen!? Höhere Ligen, weite Ausfahrten, weniger Sponsoren, fast keine Zuschauer, all sies produziert weniger Gelder! Dazu kommen hohe Trainer und Spielergehälter! Die Ausgaben sind viel höher! Für was denn? Wenn man die Pressebilder von Raeren sah, fast immer ohne Zuschauer Ränge, da diese wahrscheinlich spärlich besetzt waren!? Wieviele Raeren/Eynattener Spieler sind aktiv beim Verein? Wohl sehr viele Transfers, um überhaupt in den Ligen zu bleiben!? Wozu das alles?
    Gute Frage! Die Antwort kam heute!

    • Der Alte

      Vergleich mit AS: Keine Spieler aus der Region, kaum Zuschauer, keine regionalen Sponsoren. Alles künstlich. Kann in der 1. Division oder der 2. Division dank Fernsehrechte vielleicht funktionnieren, solange es denn Fernsehrechte gibt.

  2. Grashopper

    Die nächste Frage wird die sein, ob enttäuschte und abgewanderte „Eigengewächse“ sich dazu hinreißen lassen, zurückzukehren. Viele sind mittlerweile anderswo sehr glücklich….und spielen !

  3. Peter Müller

    Grashopper. Das wird kein Problem sein, hat man letztes Jahr gesehen als sie eine neue Reserve gegründet haben, die jetzt die 1. werden soll. Die meisten sind mit dem Dorf und dem Fussball verwurzelt, und vergessen schnell. Die, die dann wirklich nur für das Geld spielen wollen, sollte man schnell entsorgen. das heist nicht,dass sie alle eine kleine Aufwandsentschädigung oder Siegprämie erhalten. Guter Schritt Präsident .
    Hallo Eifel_er, sie haben anscheinend keine Ahnung was in der Eifel abläuft, Ich kenne einige Trainer wie auch Spieler aus der Umgebung von Eupen die 50 – 80 km für eine Tour in Kauf nehmen um sich die Tasche voll zu machen. Ich erinnere nur an St Vith, wo Schauss noch lebte. Wenn den Bauern in der Eifel mal das Geld ausgeht, gehen in der Eifel auch die Lampen aus!.

    • Da hat der Sprücheklopfer vom Dienst wieder einen rausgehauen.
      Ist das Neid,oder was bewegt sie zu solchen,ja,dämlichen Kommentaren?
      Solche Sprüche fliegen einem in aller regelmäßigkeit um die Ohren,ganz billige Polemik.
      Ich denke,die Eifeler Vereinsverantwortlichen wissen ganz gut,wie ein Sportverein zu führen ist.
      Und wenn dann ein Verein,genau wie jetzt Raeren feststellen sollte,das es so nicht weitergehen kann,und die Reissleine zieht,kann man nur vor den Verantwortlichen den Hut ziehen.
      So klappt das auch in der Eifel,da braucht dann auch kein Bauer seinen letzten Cent herauszugeben,und die Lichter bleiben an,da braucht es auch keinen externen Rat von jenseits des Venns,
      Und einen gewissen Peter Müller mit seinem ,ja nochmal,dämlichen Geschwafel auch ganz sicher auch nicht.

        • pm,
          Ja solche Posts regen mich richtig auf,ich hab ein Problem mit solchen Leuten wie Sie hier vorgeben zu sein…. groß mullen,nix dahinter…gerne mit Phrasen im Mittelpunkt stehen wollen.
          Und zu meiner angeblichen Unwissenheit,
          wieder so eine ,ja,dämliche Aussage.Ich denke ich weiß wovon ich rede,war lange genug mit an der Front mit genug Hintergrundwissen.
          Nichts für Ungut,PM

  4. Ein mutiger, aber auch nachvollziehbarer Schritt. Die 2. und 3. Division sind seit der Reform völlig unattraktiv geworden. Bis vor wenigen Jahren spielte der RFCU Kelmis in der 3. Division noch gegen Vereine wie Hasselt, Beerschot oder Union St. Gilloises. Und jetzt müssen sie gegen namenlose Vereine in der tiefsten Provinz Luxemburg und Hennegau spielen. Da ist es doch viel attraktiver ein paar Derbys hier in der Gegend zu spielen.

  5. Peter Müller

    KFC AMEL
    6 Std.
    ·
    Guten Morgen Leute, wir wollten mit der Verkündung zumindest noch bis nach unserem Spiel heute 15.00h in Aywaille warten, aber die Journalisten der D2 Amateure sind wohl da was besser vernetzt 😃
    Gestern haben für kommende Saison ➡️Kevin Volont, Nicolas Gerreckens und Kapitän Quentin Hubert ⬅️,allesamt von Kelmis A bei uns unterschrieben 💪🏻 Natürlich kommen die für nichts die 55 km nach Ameln spielen. ;-)

    • Ach Peter,hat irgendwann irgendwie jemand behauptet, die Spieler kommen ömesös?
      Der Verein wird schon einen seriösen Finanzplan für die Saison haben.
      Wo ist ihr Problem damit?
      Neid,das ein Eifeler Club das so gestemmt bekommt?

      • Peter Müller

        Jetzt haste es auch verstanden. Es geht nicht darum, ob man es bezahlen kann, wie auch der RFC Raeren es auch getan hat, und immer gut gearbeitet hat, sondern das zuviel Geld an Spieler gezahlt wird, um eine oder zwei Klassen höher zu Spielen. Es sind doch meistens nur die Transfers die sich die Taschen voll machen. Die Jungs aus dem Dorf werden mit ein Paar Getrânke oder ein Paar Cent bei der Stange gehalten. Das hat Raeren jetzt verstanden, und geht einen anderen weg. Kelmis war auch nach dem Abgang vo Sebastian gross am erzâhlen, nur mit eigenen Leuten zu Spielen, und was machen die jetzt ?. Noch nicht mal die Reserve bekommt hin mit Leuten aus Kelmis zu spielen.

        • Eckfahne

          Pitter! Sie sprechen sicher aus Erfahrung? Waren Sie denn auch mal im Vorstand eines Vereins, oder sogar aktives Mitglied!? Ihr Verein ist sicher ein einzigartiges Unternehmen? Da sie sovieles wissen!? Zur Zeit brüstete sich der Herr Lambertz noch mit all den Ehrenamtlichen in der DG. Und jetzt brüstet sich die DG mit ihrem Schuldenberg!? Eines ist Tatsache: wenn all die Ehrenamtliche mal so richtig und tatsächlicjh ihrer reellen Arbeitszeit nach beil Verein, ja dann wäre heute noch Zappenduster in allen Clubs, egal welcher Spielart/Tätigkeit auch immer!
          Es gibt auch noch Vereine die streng nach Regel wirtschaften! Eher den eigenen Nachwuchs aufziehen , unter einem guten Trainer z Bspl, als teure Transfers und Fremde zu unterhalten! Besonders im Süden der DG gibt es einige Beispiele davon! Da stimmt alles in solchen Sachen!
          Die Ausnahme dürfte die KASE sein in der DG! Die haben eine andere Phylosophie, sie spielen ohne grosse Nachwuchsarbeiten in hiesigen Graden, und handeln eben in billigen einkäufen und danach hoffentlich besten Verkäufen, Spieler welche vorher irgendwo die Nummer 33 hatten kaufen, und später als Nr 8-12 oder 14 dann mit Gewinn zu verkaufen.

        • Ich habs schon verstanden, nur das bleibt doch jedem Verein selbst überlassen.Und es gibt da ganz sicher schlimmeres.😆
          Und die achso glorreiche Zeit wo nur Spieler aus dem eigenen Dorf/Stadt kommen,ist doch längst vorbei.

          • Das Problem mit den Spielern aus dem eigenen Dorf ist der Übergang vom Nachwuchsspieler zum zuverlässigen und leistungsorientierten Spieler in der ersten Mannschaft. Dieser Schritt ist für viele junge Spieler in den meisten Fällen unüberwindbar. Es ist das Alter, in der sich ihre Welt verändert und sie ihre Weichen für die Zukunft stellen müssen. Dies geschieht meistens nicht im Einklang mit dem Vereinsleben. Auf einmal haben sie weniger Zeit, andere Interessen und weniger Lust, um für einen Platz in der ersten Mannschaft zu kämpfen. Der Schritt, alles hinzuwerfen, ist dann ganz nah. Heutzutage noch viel eher als früher.

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