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0:1 gegen Antwerp: AS Eupen verliert durch Tor kurz vor Schluss

Eupens Sturmspitze Mbaye Leye (links) im Duell mit dem Antwerpener Sambou Yatabare. Foto: Belga

Die AS Eupen bleibt Tabellenletzter der Pro League. Die Schwarz-Weißen verloren beim Debüt von Trainer Claude Makélélé durch einen (vermeidbaren) Gegentreffer kurz vor Schluss 0:1 gegen den FC Antwerp vor 5.411 Zuschauern.

Eupens neuer Trainer entschied sich für ein 4-2-3-1-System. Wichtig war es zunächst einmal, die Abwehrschwächen abzustellen.

Bei nasskaltem Wetter waren die Ränge des Kehrweg-Stadions gut besetzt, nicht zuletzt dank der Unterstützung der DG im Rahmen des Festtages vom 15. November.

Eupens neuer Coach Claude Makélélé am Freitag bei seiner ersten Spieltag-Pressekonferenz im Kehrweg-Stadion. Foto: Edgar Hungs

Für diese Partie gegen den Aufsteiger, der bisher in der Pro League zu den Überraschungen gezählt werden kann, trat die AS in folgender Besetzung an: Van Crombrugge – Tirpan, Lotiès, Blondelle, Fadlalla – Lazare, Garcia – Ocansey, Afif, Schouterden – Leye.

In der ersten 20 Minuten tat sich nicht viel, eigentlich gar nichts. Beiden Mannschaften unterliefen auf dem nassen Rasen viele Abspielfehler. Zudem begingen die Antwerpener auffallend viele Fouls.

Bis zur Pause sorgte Eupen für die beiden einzigen Höhepunkte: In der 23. Minute krachte ein Schuss von Schouterden an den Pfosten, und genau 10 Minuten später traf Ocansey nur die Latte.

Das war Riesenpech für die Gastgeber, die es verdient gehabt hätten, zur Pause zu führen.

Pfosten und Latte für beide Teams

Immerhin: Nach den ersten 45 Minuten hatte Eupen kein Gegentor kassiert, was man durchaus als Zwischenerfolg verbuchen konnte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war es wieder Schouterden, der als erster Eupener für Gefahr sorgte, jedoch ging sein Schuss knapp am Tor von Antwerpens Keeper Bolat vorbei.

Danach wurde Antwerpen etwas aktiver als noch im ersten Durchgang, für echte Gefahr sorgten die Gäste aber erst nach einer Stunde Spielzeit bei einem Freistoß von rechts, den Van Crombrugge nur im Nachfassen meistern konnte.

AS-Torhüter Hendrik Van Crombrugge wäre fast der erste „clean sheet“ in dieser Saison gelungen. Foto: Belga

In der 63. Minute hatte dann Antwerpen Pech, als ein abgefälschter Schuss von Hairemans an den Pfosten knallte. Und in der 77. Minute war es wieder Hairemans, der nur Aluminium traf, diesmal die Latte.

In der 79. Minute donnerte Fadlalla einen Freistoß aus großer Entfernung aufs Antwerpener Tor, doch konnte Bolat den Knaller mit Bravour abwehren.

Würde der AS Eupen tatsächlich erstmals in dieser Saison ein Spiel ohne Gegentor gelingen? Oder würden die Schwarz-Weißen sogar ohne Gegentreffer gewinnen und die Rote Laterne an den KV Mechelen abgeben?

Nichts von alledem, denn in der 88. Minute wurde Eupen mal wieder ein Abwehrfehler zum Verhängnis, den Limbombé eiskalt nutzte, um den Siegtreffer für Antwerpen zu erzielen.

Verschuldet wurde das Tor in erster Linie durch den Eupener Verteidiger Lotiès, der nicht energisch genug gegen den Antwerpener Ardaiz vorging, der so nach innen flanken konnte, wo Limbombé keine Mühe hatte, den Ball an Van Crombrugge vorbei ins Eupener Tor zu befördern.

Es blieb bei der unverdienten und vor allem vermeidbaren 0:1-Niederlage, durch die Eupen Schlusslicht bleibt. In einer Woche startet die Rückrunde mit einem Auswärtsspiel beim KV Ostende, bevor Eupen dann Spitzenreiter FC Brügge im Kehrweg-Stadion empfängt. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf „Ostbelgien Direkt“:

  1. Frustrierend und typisches Ergebnis für eine Mannschaft, die unten steht. Es war ein besseres Gleichgewicht in der Mannschaft festzustellen. Jedoch Lazare für mich Schwachpunkt gegen diese agressive Mannschaft. Unentschieden wäre mehr als leistungsgerecht gewesen, aber hilft alles nichts. Dies sind die Spiele die gewonnen werden müssen. Ohne Dreier kommt die AS unten nicht weg. Es wird guter Fussball geboten, jedoch wird nicht gepunktet. Mit dem sehr schweren Programm, das bis Ende Dezember auf die AS zukommt, wird es sehr sehr schwer. Aber ok, vielleicht gelingt die eine oder andere Überraschung, die in dieser Situation auch notwendig sein wird.

  2. Ghostrider

    Eigentlich hatte die Eupener Mannschaft mehr Organisation und Ordnung in ihrem Spiel wie sonst aber trotzdem wieder verloren. Loties mit seinen riesengroßen Bock in der letzten Minute verursacht die Niederlage ! Es sieht leider weiter nach Abstieg aus den mit zehn Punkte nach der Hinrunde ist man weit unter soll und braucht in der Rückrunde Minimum 20 Punkte !!! Für diese Mannschaft eigentlich nicht zu schaffen.

  3. Es hat sich gezeigt, dass der Trainerwechsel überfällig war. Hätte die AS immer so gespielt wie gestern, wäre sie nicht Letzter. Hier im Forum wurde schon lange ein Trainerwechsel gefordert. Man kann nur hoffen, dass die Vereinsführung der AS es am Ende nicht bereuen muss, erst so spät den Trainer gewechselt zu haben.

      • Es war leider das Spiel was gewonnen werden musste. Nach Oostende kommt Brügge und auch Anderlecht noch vor der Pause. Da holt die AS sicher nicht viel und ist damit eventuell schon weit weg. Organisation war deutlich besser. Wenn du solch ein Spiel dennoch so unglücklich verlierst, sind das typische Anzeichen für den Abstieg wie auch beim FC Köln zB.
        Das Spiel wurde im Mittelfeld verloren, wo wir körperlich total unterlegen waren und alle Zweikampfe verloren. Vor allem der schwache Lazare brachte nichts. Schouterden war dort der einzige Lichtblick. Leye verhungerte vorne förmlich. Die Defensive stand sehr gut bis zum Bock von Loties kurz vor Schluss. Schade aber es sieht zappenduster aus mit dem Klassenerhalt da die Konkurrenz anfängt regelmässig zu punkten

  4. Lambertz Printe

    war im Stadion, habe aber wie immer nichts Verstanden was ich da gesehen habe. Wo bleibt die Analyse vom „Eupener“ der mir bisher immer alles Glasklar dargelegt hat.
    Bitte lieber „Eupener“ hol Deine Kristallkugel raus und Helfe mir.

  5. Ich habe ein taktisch gut organisiertes spiel gesehen, von einer sehr langen observationsrunde geprägt, in welchem die spieler sich an den Anweisungen des Trainers gehalten haben. Die AS war endlich mal eine homogene gruppe, wo jeder für jeden gekämpft hat. Wäre einer der Aluminiumschüsse im Tor gewesen, was zu dise Zeit hoch verdient gewesen wäre, hätte Antwerpen es nicht mehr geschafft Eupen einzuholen.
    Ein Abwehrfehler und das Pech des Tabellenletzten haben den ersten Cleen cheetverhindert.
    Wie man auf französisch so gut sagt, Antwepem hat ein Hold up begangen

  6. Viel wird davon abhängen, ob der Trainerwechsel auch greift. Das kann man nach nur einem Spiel unmöglich beurteilen. Wenn der Trainerwechsel greift, dann hat die AS alle Chancen sich zu retten. Es sind noch genauso viele Spiele zu bestreiten wie bisher.

    • @Peter Müller
      Tolle Analyse.Man sieht,das sie ein wahrer Kenner der Materie sind.⚽️
      Nach nur einem Spiel,sprechen sie dem Neuen Trainer seine Fußballerischen Kompetenzen ab.
      Was erlauben Sie sich,waren sie überhaupt schon einmal auf der AS?
      Sie wären besser um 18 Uhr zu Bett gegangen,dann hätten wir uns Ihren armseligen Kommentar nicht reinziehen müssen.
      Bleiben Sie bitte beim Schach und Mau-Mau aber lassen sie das mit dem Fußball ⚽️ (Speziell der AS)
      Man kann nicht alles kennen und wissen,aber sie kennen und wissen ……….
      Einer (Vielleicht der letzte) der es gut mit ihnen meint.

    • @Peter Müller
      19-11-2017-18:31 Uhr: Neuer Trainer keine Punkte.Mal sehen,bis der sich auch verschlissen hat.
      20-11-2017-13:39 Uhr: Wer lesen kann hat mehr vom leben.Das Problem liegt nicht am Trainer.
      Ja, was denn nun?Ein Meinungswechsel innerhalb weniger Stunden.Was möchten Sie uns (mir) mit Ihrem zweiten Post Mitteilen?
      Das Sie,verwirrt,gedankenlos,übermüdet oder nur KEINE Ahnung von Fußball ⚽️ haben.
      Mit sportlichen Grüßen:“Nur so“

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