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Nach Interview-Ärger: Lukaku entschuldigt sich öffentlich – 500.000 Euro Geldstrafe?

29.12.2021, Großbritannien, London: Chelseas Romelu Lukaku jubelt nach einem Treffer. Foto: Adam Davy/PA Wire/dpa

AKTUALISIERT – Chelsea-Stürmer Romelu Lukaku hat sich nun auch öffentlich für sein TV-Interview, in dem er indirekt seinen Trainer Thomas Tuchel kritisiert hatte, entschuldigt.

In einem Video auf der Homepage des englischen Premier-League-Clubs wandte sich der belgische Fußball-Nationalspieler am Dienstagabend an die Fans und entschuldigte sich bei ihnen sowie Tuchel und den Mitarbeitern des Vereins.

„An die Fans: Es tut mir leid, dass ich euch verärgert habe. Ihr kennt die Verbindung, die ich mit diesem Club seit meinen Teenagerjahren habe. Also verstehe ich vollkommen, dass ihr verärgert seid. Natürlich liegt es jetzt an mir, euer Vertrauen zurückzugewinnen. Ich werde mein Bestes geben, um jeden Tag auf dem Trainingsplatz und in den Spielen Engagement zu zeigen und dafür zu sorgen, dass wir Spiele gewinnen“, sagte der 28-Jährige.

07.10.2021, Italien, Turin: Romelu Lukaku im Dress der belgischen Nationalelf bei der Finalrunde der Nations League Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

„Ich entschuldige mich auch beim Manager, bei meinen Mannschaftskameraden und beim Vorstand, weil ich denke, dass es auch nicht der richtige Moment war“, sagte Lukaku weiter. Er wolle dazu beitragen, „dass wir anfangen, Spiele zu gewinnen, und dass ich für die Mannschaft die beste Leistung bringe.“

Lukaku war nach dem TV-Interview am Wochenende aus dem Kader geflogen. Am Dienstag kehrte er ins Training zurück, laut Tuchel sei die Sache erledigt. „Er hat sich entschuldigt“, sagte der Chelsea-Coach am Dienstag. Tuchel hatte sich am Wochenende verärgert über das Interview gezeigt, das Sky Italia in der vergangenen Woche gesendet hatte. Lukaku sagte, er sei mit seiner Rolle im Verein unzufrieden und würde gern in naher Zukunft zu Inter Mailand zurückkehren.

Mit geschätzten umgerechnet rund 115 Millionen Euro ist er der teuerste Transfer in Chelseas Vereinsgeschichte. Laut der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ muss Lukaku eine Geldstrafe von 500.000 Euro zahlen. (dpa/cre)

16 Antworten auf “Nach Interview-Ärger: Lukaku entschuldigt sich öffentlich – 500.000 Euro Geldstrafe?”

  1. delegierter

    es ist schon Schade daß du als Spieler nicht deine eigene Meinung sagen darfst; dabei hat er ja nur gesagt wie es ist. Wie oft wird denn nicht gesagt, daß die Spieler sich nicht genug mit dem Verein identifizieren. Wenn dann einer Tacheles redet, wird er noch bestraft dabei. Komisch ist allerdings wohl, daß ein gewisser Herr Tuchel noch nie länger als Trainer war und überall auf Granit beißt.

  2. Fred vom Jupiler

    Erst holt man Lukaku mit den Worten: Das ist der Spieler der uns noch fehlte und dann spielt er nicht So wenig ich Lukakus Wechsel zu Chelsea verstanden habe, so wenig verstehe ich Tuchel nicht. Einen Torgarant holen, der den Unterschied machen kann, auf dem Höhepunkt seiner Fähigkeiten angekommen ist und dann bei Punkterückstand nicht einsetzten. Belgische Spieler haben bei Tuchel und Klopp seltsamerweise immer schlechte Karten.

  3. Wer seinen Spaß beim Kicken restlos verlieren will, der sollte zu dem Verein, wo Tuchel Trainer ist hingehen.
    Der gute Mann ist fachlich ganz sicher eine Granate, aber vor lauter Taktik vergisst er den Faktor Mensch.
    Wer keinen Spaß bei der Arbeit hat,kann nicht die bestmögliche Leistung bringen.
    Fußballspieler sind halt keine Maschinen, sondern Menschen.
    Ich kann den Herrn Lukaku vollends verstehen.

  4. @Peter Müller,wer sagt denn das ein Trainer jemand aus Mitleid oder jemand lieb haben soll damit er spielt oder auch nicht..das ist doch Quark.
    Es geht nur um Leistung,und wenn jemand sich wohlfühlt ist dies einfach nur fördernd…
    So einfach ist das.

    • Peter Müller

      Das haben sie geschrieben. Den „Faktor Mensch “ nicht vergessen. Wer im Monat Millionen verdient, sollte Fussball spielen und den Mund halten. Wenn es ihm nicht passt soll er gehen.

      • scheich abdul klappstuhl

        115mio Ablösesumme werter Peter Müller da hast du vollkommen Recht .Ich als Trainer würde ihn 3 Wochen auf die Tribüne verbannen ;bin kein Fan von Tuchel aber ich gebe ihm Recht

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