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Edmund Stoffels (SP): Verlängerung der Laufzeit der maroden AKWs „unverantwortlich“

Foto: Shutterstock

Nach Ecolo, ProDG und CSP hat sich auch die SP zum Problem der sich häufenden Pannen in belgischen Atommeilern geäußert. In einer Stellungnahme, die „Ostbelgien Direkt“ am Ende dieses Artikels integral veröffentlicht, bezeichnete Edmund Stoffels die Verlängerung der Laufzeit der maroden AKWs als „unverantwortlich und rückschrittlich“.

Ein Grundproblem in der belgischen Energieversorgung ist nach Meinung des Regionalabgeordneten die Verteilung der einzelnen Zuständigkeiten auf verschiedene politische Ebenen. „Daraus entsteht eine typisch belgische Situation, bei der die eine Politikebene das Gegenteil von dem unternimmt, was die andere anpeilt“, so Stoffels.

Nach Ansicht von Edmund Stoffels droht auch ohne Verlängerung der Laufzeit der belgischen AKWs in unserem Land kein Versorgungsengpass.

Der SP-Regionalabgeordnete Edmund Stoffels. Foto: OD

Der SP-Regionalabgeordnete Edmund Stoffels. Foto: OD

Stoffels: „Fakt ist, dass die CREG (die föderale Kommission zur Regulierung des Strom-Marktes) festhält, dass die Versorgung Belgiens mit Energie auch ohne Laufzeitverlängerung von Tihange und Doel nicht in Gefahr ist. Als Voraussetzung dazu gilt, dass Belgien besser noch als bisher im europäischen Netzverbund eingebunden wird und bei Stromengpässen aus dem europäischen Ausland Strom hinzu kaufen kann.“

Die Laufzeitverlängerung für die Produktion von Atomstrom verhindert laut Stoffels massive Investitionen in alternative Energien. Stoffels spricht sogar von Wettebwerbsverzerrung: „Atomstrom hat die Eigenschaft, grünen Strom vom Markt zu verdrängen. Wer ja sagt zum Atomstrom, übernimmt dafür Mitverantwortung, dass die energiepolitischen Ziele mittels Investition in alternative Energien noch lange Zeit nicht erreicht werden können.“

Die Stellungnahme des SP-Regionalabgeordneten Edmund Stoffels zur Kernernergie lesen Sie integral unter fokgendem Link:

SP-Pressemitteilung: „Laufzeitverlängerung maroder Kernkraftwerke unverantwortlich und rückschrittlich“

 

12 Antworten auf “Edmund Stoffels (SP): Verlängerung der Laufzeit der maroden AKWs „unverantwortlich“”

  1. Ach je, noch einer der schon am Ohmschen Gesetz scheitert aber genau weiß (woher eigentlich?) dass wir die KKW problemlos abschalten können. „..das man bei Engpässen aus dem Ausland Strom einkaufen kann…“ Tja Herr Stoffels, leider ist elektrische Energie keine Sack Kartoffel den man sich im Keller stellen kann und bei Bedarf herausholen, sondern ein leitungsgebundenes elektromagnetisches Feld zur Energieübertragung welches nur im permanenten Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Last stabil bleibt. Von daher lügen Sie wenn Sie sagen die CREG sehe im Abschalten der KKW kein Problem! Oder haben Sie schon den „plan de délestage“ vergessen den Ihre Politikkollegen letztes Jahr in der Schublade hatten? Unverantwortlich ist nicht der Weiterbetrieb der KKW sonder das dumme Geschwätz ALLER Regionalpolitiker zu einem Thema welches sie noch nicht einmal ansatzweise überblicken! Aber immer feste die Klappe aufmachen, das kommt beim Wähler an…..

    • @ Dax

      Was halten Sie von folgender Überlegung: Vielleicht ist ja der „plan de délestage“ nur der Versuch im Volk Panik zu erzeugen und eine breite Mehrheit für die Zustimmung zu den maroden KKW zu erzeugen.

      • Gar nichts, nur eine haarsträubende Verschwörungstheorie. Es genügt die Zahlen von ELIA „parc de production“ mit „charge du réseau“ im Winter zu vergleichen und die 7.000 MW KKW herauszurechnen. Was bleibt ist eine Unterdeckung! Dass die Provinzpolitiker noch nicht einmal dazu fähig sind, aber große Töne spucken von wegen KKW Abschalten ohne Probleme möglich….
        http://www.elia.be/fr/grid-data/production

  2. Ja genau DAX. Und solche Leute wie Du die alle Infos aus dem Netz kopieren sind sicher Hyperintelligent.
    Mach doch einen besseren Vorschlag oder noch besser, schlage eine konkrete Lösung vor ?
    Oder kein Plan ?
    Man oh man.

  3. Joachim Wahl

    Wie auch Herr Stoffels scheinen manche Kommentatoren hier über keinerlei Fachwissen zu verfügen. Die getroffenen Aussagen bestätigen dies. Reaktoren, die abgeschaltet werden sollen, können nicht unter der Maßgabe einer sicheren, stabilen Stromversorgung durch AE ersetzt werden. Jeder weiß, daß der Wind nur sporadisch weht und Nachts keine Sonne scheint. Stoffels macht es sich einfach: da kaufen wir Strom eben im Ausland. In der Tat, eine Unterbrechung des Winterschlafes!

  4. Und ALLE Provinzpolitiker erzählen den selben Mist !

    ProDG:
    …..
    dass in unserem Land der Einstieg in die dringend notwendige Energiewende parteiübergreifend verschlafen wurde“.

    CSP:

    Ebenfalls kritisiert der EU-Abgeordnete, dass der beschlossene Atomausstieg in Belgien nicht beherzt genug vorangetrieben wurde.
    ….

    Und in die selbe Kerbe schlägt jetzt auch noch die SP. Parteiübergreifendes populistisches Geschwurbel, nur nicht im Verdacht geraten für KKW zu sein, egal was die physikalisch-technischen Realitäten sind, Hauptsache man kann sagen „wir waren schon immer für den Atomausstieg…“ Politclowns!!

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