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„Ruhezone“ im Zug zwischen Eupen und Ostende

Foto: Shutterstock

Seit Dienstag, dem 24. Januar, können in Belgien Bahnreisende der SNCB wählen, ob sie in den klassischen Waggons Platz nehmen wollen, wo sie sich wie gewohnt mit Freunden, Kollegen oder der Familie unterhalten können, oder ob sie sich – ohne Aufpreis – in einem Waggon niederlassen wollen, in dem Stille, Konzentration und Erholung angesagt sind.

Um sich den Bedürfnissen jedes einzelnen Reisenden anzupassen, testet die belgische Eisenbahngesellschaft SNCB in bestimmten Zügen bis zum 31. Mai 2023 Ruhezonen – zunächst zwischen Eupen und Ostende und später auch zwischen Brüssel und Luxemburg.

In diesem „Ruhezone“-Waggon, der durch Piktogramme außen und innen erkennbar und auch mit einem Ticket der 2. Klasse zugänglich ist, wird empfohlen, nicht laut miteinander zu sprechen oder zu telefonieren, die Lautstärke von Kopfhörern oder Ohrhörern zu begrenzen und das Mobiltelefon auf lautlos zu stellen.

Piktogramme zeigen an, welcher Waggon als Ruhezone gilt. Foto: Twitter/@SNCB

Reisende, die sich mit Freunden, Kollegen oder der Familie unterhalten möchten, werden gebeten, in den anderen Waggons des Zuges Platz zu nehmen.

Am Dienstag, dem 24. Januar, verkehrte ein erster Wagen mit einer Ruhezone zwischen Eupen und Ostende. In den nächsten Wochen werden nach und nach alle Züge auf dieser Strecke damit ausgestattet, ebenso die Züge auf der Strecke Luxemburg-Brüssel.

Laut einer von der SNCB durchgeführten Umfrage unter ihren regelmäßigen und weniger regelmäßigen Fahrgästen fanden 7 von 10 Fahrgästen die Idee gut. 30 Prozent gaben an, dass sie häufiger mit dem Zug fahren würden, wenn eine Ruhezone angeboten würde. Ebenfalls laut dieser Umfrage gab einer von drei Reisenden an, dass er sich schon einmal durch den Lärm anderer Reisender im Zug gestört gefühlt hat.

Dieses Konzept gibt es bereits in einigen Zügen in europäischen Ländern wie der Schweiz, Österreich, Polen, den Niederlanden und Deutschland.

8 Antworten auf “„Ruhezone“ im Zug zwischen Eupen und Ostende”

  1. delegierter

    Ich weiß nicht wie bei dem Geholpere und Gepoltere während einer Zugfahrt von Ruhe sprechen kann. Hinzu kommt noch daß andauernd wegen Baustellen oder Schäden gebremst oder beschleunigt werden muß. Vielleicht sollte man das zuerst in Angriff nehmen.

  2. DR ALBERN

    @ delegierter, bei einem Blick aus dem Zugfenster von Eupen nach Verviers entlang der Weser will man eh nicht zur Ruhe kommen! Dem Reiz der Sicht in die Häuser und Hinterhöfe erliegt man doch, manchmal glaubt man sich bei Hempels unterm Sofa zu befinden! Und die Weiterfahrt nach Lüttich ist doch auch nicht zu verwerfen! Die Zukunft im Baufach ist dort bestimmt gesichert!

    • delegierter

      Hallo herr Dr. ;). Ich fahre sehr selten Zug. Da wo ich wohne hat man die Strecken asphaltiert und zur Radrennbahn gemacht. Aber was die Sicht beim Fahren betrifft, denke ich jedes mal wenn ich die Autobahn in Verviers hinunter und teilweise über die Stadt fahre, bin ich schon in Marrokko oder ist das noch Belgien. Ebenfalls in Pepinster und Umgebung. Nach der Flut hies es man müsse die Statik der Häuser prüfen. Mein Tip, sie hat auch vorher schon nicht mehr gestimmt!!

  3. Nicht Zugfahrer

    diese SNCB Planer sind die größten Träumer und kennen den realen Zustand
    in den Zügen nicht. Würden sie dafür sorgen, dass jeder Zugfahrer auch einen Sitzplatz
    für sein Ticket bekommt, dann wäre das schon ein sehr sehr großer Erfolg.
    (was eigentlich Standart sein müsste)
    Solange Bahn und Bus die Menschen wie Schweine befördert, werde ich kein einziges
    Ticket kaufen.
    Auch fehlt mir hier die Kontrolle der Polizei wegen Überlastung der Züge und Busse.

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