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Ministerpräsident Paasch traf den neuen Generaldirektor der TEC: „Wir haben weiterhin dicke Bretter zu bohren“

Bus Nr. 14 an einer Haltestelle am deutsch-belgischen Grenzübergang Aachen-Köpfchen. Foto: OD

Zu einem Arbeitsmeeting hat Ostbelgiens MP Oliver Paasch (ProDG) an seinem Amtssitz in Eupeb den neuen Generaldirektor der TEC Lüttich-Verviers, Jean-Michel Soors, und dessen Führungsetage empfangen.

Nicht weniger als die Verbesserung des ÖPNV in Ostbelgien stand auf der Tagesordnung der Runde, der ebenfalls Bürgermeister und andere ranghohe Vertreter von DG-Gemeinden und Euregio Maas-Rhein angehörten.

Es sollte nicht beim Austausch von Höflichkeiten bleiben. Paasch hatte seine Gäste gebeten, konkrete Probleme bestehender Bus-Linien zu benennen und Wünsche zur Erweiterung der Dienstleistung vorzubringen.

Der neue Generaldirektor der TEC Lüttich-Verviers, Jean-Michel Soors. Foto: Kabinett Paasch

Probleme gibt es reichlich – vom „Dauerbrenner“ Linie 14 (Eupen-Aachen), die durch mehrere Betreiber abgedeckt wird, was sich negativ auf die Fahrtkosten auswirkt, über die Bedienungsfrequenz der Linie 394 (Vennliner), die nach Meinung vieler noch ausgebaut werden könnte, bis hin zur Frage, ob künftig auch Fahrräder mit in die Busse dürfen.

„Ist aktuell nicht vorgesehen, mit Ausnahme faltbarer Räder“, lautete die klare Antwort der TEC. Eine entsprechende Außenausstattung von Bussen zum Transport von Fahrrädern gebe es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Man bleibe dennoch bei der Forderung an die TEC, mehr für die Intermodalität zu tun, machte Paasch deutlich.

Zu den guten Nachrichten gehörte, dass die TEC konstruktiv prüfen will, ob in Kelmis eine zusätzliche Buslinie zwischen dem Athenäum César Franck (ACF) und Lontzen sowie zwischen Kelmis und Vaals ein Schlenker mit zwei zusätzlichen Haltestellen eingerichtet werden können.

Ein Bus der TEC an einem Mittwoch nach Schulschluss am Bahnhof in Eupen. Foto: OD

Dasselbe gilt für die mögliche Einrichtung eines „Netliner“-Dienstes zwischen Eupen und Monschau sowie zwischen St. Vith und Gerolstein, wobei dem Prinzip Rechnung zu tragen sein wird, dass es – zwecks Vermeidung von Konkurrenzlinien zur TEC – auf belgischer Seite jeweils nur einen Halt (sprich: den Startpunkt oder die Endstation) gibt.

„Mein Ziel war es, gemeinsam mit der TEC und unseren Gemeinden nach Lösungen für in Ostbelgien bestehende Mobilitätsprobleme zu suchen. Auch wenn wir weiterhin dicke Bretter zu bohren haben werden, sind in dieser Runde durchaus Fortschritte erzielt worden“, zog Paasch ein positives Fazit.

So sah es auch TEC-Generaldirektor Soors: „Wir begrüßen den konstruktiven Austausch mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft und ihren Gemeinden. Die TEC wird ihren Partnern auch weiterhin zuhören, um ihr Angebot in Funktion der Anliegen ihrer Nutzer stetig zu verbessern. So haben wir sehr wohl den Wunsch der Deutschsprachigen Gemeinschaft vernommen, die grenzüberschreitenden Verbindungen im ÖPNV weiter zu verstärken“.

12 Antworten auf “Ministerpräsident Paasch traf den neuen Generaldirektor der TEC: „Wir haben weiterhin dicke Bretter zu bohren“”

  1. Der Weihnachtsmann ist unterwegs

    Oh Oh Oh! Der Weihnachtsmann ist da. Eine der Spezialitäten des MP sind seine Einladungen an gewisse Führungskräfte, u a die Madame Proximus usw. Leider bringt das uns Bürgern nie grosses danach!? Wohl viel Lob und Sahne im Kaffee in der Presse danach. Es sollte, muss wenigstens danach aussehen das hier Allheilmediziner am werkeln sind. in dem Falle bessere Verbindungen. Keine Probleme bei uns Ministern, denn wir werden ja gefahren, von richtigen Chauffis, und das mit grossem Stolz.
    Und für das Restpersonal steht dann noch eine dicke Flotte an Restwagen zur Verfügung. Wir können uns das ja leisten, wir sind ja ein fast richtiger Staat. Ein kleiner aber genau so wie ein richtig grosses Land, mit allem drum und dran.
    Herr PM, Sie hätten hierbei auch an eine Verbindung von Ouren nach Eupen denken müssen! Warum?
    Weil ja von dort schon mal Personen zum Friedensgericht nach Eupen müssen, ebenso welche von Neubrück, dem Metz und von der Walleroder Brücke und viele andere dazu. Es kommt doch auf einen Bus hier nicht mehr an, im Vergleich mit der Dienst- und Ministerwagen flotte in Eupen. Die Tec muss doch auch leben, und viele Funktionäre bezahlen. Das vorher ein Richter nach St Vith kam, so müssen jetzt viele Leute nach Eupen fahren! Und ihr Vier in Eupen, ihr lasst euch fahren!? Komischer Vergleich, aber irgendwie doch richtig. Fahrräder in die Busse, na hört mal, ihr wollt sicher auch noch, das ab jetzt
    Vennliner über den Ravel im Gegenstück rauf und runter qualmen? Nä, dann eher: frohe Weihnachten Herr PM, und OB Kopfkissen für die ganze Führungsetage des TEC.

  2. Bürgerrat

    Öffentlicher Nahverkehr in der Eifel ein (Alp)Traum ?

    So begann mein Schreiben an den Bürgerrat als Themenvorschlag für die Bürgerversammlung
    Es folgte eine Erklärung zum Titel und eine Begründung( Textzeilenanzahl waren begrenzt).

    Das momentane Konzept des öffentlichen Nahverkehrs ist nicht mehr zeitgemäß. Viele Orte in der Eifel, sind nur während der Schulzeit erreichbar .
    Manche Weiler haben gar keine Verbindung. Keine Verbindungen am Wochenenden und während der Schulferien. Bei den jetzigen Fahrplänen gibt es oft keinen sofortigen Anschluss mit einem anderen Bus.
    Begründung :
    Jeder hat in seinem Leben den öffentlichen Verkehr benutzt ob als Kind, Jugendlicher,
    Erwachsener oder Senior und möchte/muß ihn weiter nutzen.
    Sodass der öffentliche Nahverkehr in der Eifel vielleicht zu einem Traum wird und nicht ein Alptraum bleibt.

    Dieser Themenvorschlag wurde nicht angenommen weil die DG nicht die Zuständigkeit in Sachen Mobilität hat.
    Wie zu Beginn Des OB- Beitrag sagt der TEC Direktor:“ Wir begrüßen den konstruktiven Austausch mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft und ihren Gemeinden.“
    Kann man nur hoffen dass die Betreffenden aus den Eifelgemeinden und der DG sich der Sache annehmen ? Es darf nicht bei einem Austausch bleiben , es müssen Verbesserungen geben.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt ?

  3. Nahverkehr Eifel? Infrastruktur? (Nicht gewollt und nicht gekonnt!)

    Seit Jahren ist das Problem mit den schlechten Verbindungen in der Eifel bekannt. Der Schülertransport ist eine Katastrophe. Bildet sich der MP ein, wenn er zu Audienz in seine Residenz einlädt, würde sich irgendwas ändern. Die Verbindungsleute fehlen doch mittlerweile. Herr Stoffels wurde entsorgt. Ich erinnere mich daran, wie Herr Stoffels uns bei einem Busproblem hervorragend geholfen hat. Er kannte die Menschen an den Schaltstellen der Tec. Die Linien wurden umgestaltet und die Verbindung war wesentlich besser für unser Kleinstdorf (Weiler). Die Linie besteht in dieser Konstellation bis heute. Leider gibt es diese Verbindung nur in der Schulzeiten. Menschen, die auf unser Gemeindebüro wollen können diese Linie nicht wirklich nutzen.

  4. Maria Callas

    Gute Busverbindungen in der Eifel wären wünschenwert.
    Aber in Zeiten des Geldmangels und der Rationierung der Kosten fehlt mir der Glaube.
    Wer soll denn das bezahlen ?
    Unsere Eifelgemeinden werden Probleme haben, junge Leute zu binden. trotz vieler positiver Punkte hier.
    Das gleiche Problem trifft ja Auch Kleinstkindergärten und Kleinstschulen, welche sehr wünschenswert, aber Auch Sehr kostspielig sind.
    Einzige Lôsung: der Bürger hilft sich selbst (Auto-Luftverschmutzung) oder die Gemeinde greift ein.

    • DerPostbote

      „Unsere Eifelgemeinden werden Probleme haben, junge Leute zu binden. trotz vieler positiver Punkte hier.“

      Schwachsinn. Viele meiner Generation bleiben im Heimatdorf (entweder in einem bestehenden Wohnhaus oder in einem Neubau) – und das in einer Gemeinde im tiefsten Süden, man glaubt es kaum… Denn ob „wir“ hierbleiben, hat gar nichts mit dem ÖPNV zu tun.

      In unserer ländlichen Gegend ist öffentlicher Transport einfach nicht praktikabel. Sie sagen es selbst: Das kann keiner bezahlen. Und das braucht auch keiner.

      Um es überspitzt zu formulieren: Nicht jedes Kaff braucht eine S-Bahn. Nicht jede Scheune eine Busanbindung im 10-Minuten-Takt.

      Das Auto ist im ländlichen Gebiet einfach das beste Fortbewegungsmittel. Was geändert werden muss, ist der Pendler-Verkehr (z.B. nach Luxemburg – hätte man damals die Vennbahn wieder aufgebaut, statt einen Radweg draus gemacht, wäre alles in Butter) und die Verkehrsballung im Stadtbereich. Hier müssen ÖPNV-Lösungen/Verbesserungen ansetzen, denn hier sind sie praktikabel, da es auch die notwendige Kundschaft gibt.

  5. Bürgerrat

    Frau Callas sie haben zum Teil Recht in Zeiten Rationierung,.. Aber das aktuelle Konzept des öffentlichen Nahverkehr muss sich ändern. Die Hauptstrecken sollen bestehen bleiben mit Verbesserungen.
    Auf den Nebenstrecken wäre es besser während der Schulzeit Busse fahren zu lassen (mit Veränderungen; neuen Strecken ,…)
    und während der Tageszeit, am Abend, an Wochenenden der Schulferien Rufbusse .
    Alle Orte in der Eifel sollten mit den öffentlichen Nahverkehr so erreicht werden.
    Anschlüße zu den/von den Hauptstrecken müßten gewährleistet werden.
    So wird vermeidet das leere Busse auf den Nebenstrecken fahren.
    Dieses Modell gibt es schon in NRW
    als Multibus (Selfkant) : https://www.west-verkehr.de/index.php/de/ihr-bus/multibus
    als Netliner in der Woche :( Monschau): https://www.aseag.de/fahrplan/netliner-fuer-monschau/
    Ist dieses Modell auch für unsere Eifelgemeinden geeignet und möglich ?
    Das Dorfleben hat sich stark verändert es gibt (noch) kein Arzt, Apotheke, Geschäft ,Post, Bäcker,…
    Ganz zu schweigen von einer Teilnahme am kulturellen Geschehen.
    Einmal ins Kino, Konzert, oder zu anderen kulturellen Veranstaltungen fahren.

    Und versuchen Sie mal an einem Tagesausflug am Sonntag nach Ostende zu machen .
    Der erste Bus von St.Vith nach Eupen fährt ERST um 12Uhr45 =) nicht machbar.
    Es gibt im Süden einen Bus von Bütgenbach (08h29) nach Verviers(09h20) Ostende gegen 12h20
    Zurück müssen Sie sein in Verviers(20h20) da der letzte Bus um 20Uhr45 abfährt.
    Und hat der Zug Verspätung oder Fahrplanänderung durch Arbeiten, der Bus wartet nicht.
    Die SNCB und die TEC arbeiten nicht zusammen.

    Es gibt viele Baustellen im öffentlichen Nahverkehr. Es geht nicht nur ums Geld, sondern alle Beteiligten müßten MITEINANDER arbeiten und nicht GEGENEINANDER.
    Es hat den Eindruck jeder kocht sein eigene Suppe.
    Ein runder Tisch mit allen Beteiligten wo alle Probleme besprochen werden und wo Lösungen
    entschieden werden.
    Beteiligten des öffentlichen Nahverkehrs sind Wallonische Region, TEC,, DG, Gemeinden,
    Vertretung der Busunternehmer ,Vertretung der Benutzer (Bus/Bahn)
    und die SNCB(Verbindung Bus-Zug-Bus).
    TO BE OR NOT TO BE das ist die Frage .
    Auf die Antwort werden noch (lange) warten müssen.

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