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Mehr Sicherheit an Silvester in Köln – Knaller- und Böllerverbot in Altstadt von Düsseldorf – Aachen schaltet Parkschein-Automaten ab

06.01.2016, Nordrhein-Westfalen, Köln: Polizisten stehen vor dem Hauptbahnhof neben dem Kölner Dom. Auch in diesem Jahr finden die Silvesterfeierlichkeiten in der Domstadt unter großen Sicherheitsvorkehrungen statt. Foto: Maja Hitij/dpa

Zum Jahreswechsel rüstet die Polizei in Nordrhein-Westfalen personell auf und schickt mehr als doppelt so viele Beamte in den Einsatz wie an normalen Wochenenden. Ereignisse wie die Kölner Silvesternacht vor einigen Jahren sollen sich nicht wiederholen.

Die Polizei in NRW wappnet sich für den Jahreswechsel und fährt ihre Einsatzkräfte und Sicherheitsmaßnahmen hoch. Besonders die größten Party-Städte Düsseldorf und Köln rüsten auf.

Mehr als doppelt so viele Beamte wie an normalen Wochenenden, mehr Böllerverbote und vermehrte Kontrollen sollen für friedliche Feierlichkeiten sorgen. Im vergangenen Jahr haben sich diese Maßnahmen – auch Konsequenzen aus den Ereignissen in der Kölner Silvesternacht – bereits bewährt: Es blieb weitgehend friedlich.

NRW-Innenminister Herbert Reul warnt jedoch vor falschen Erwartungen: „Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit“, sagt er. „Aber die NRW-Polizei tut alles, damit sich so etwas wie ‎die Kölner Silvesternacht nicht wiederholt.“ An Silvester 2015-16 waren rund um den Kölner Hauptbahnhof zahlreiche Frauen sexuell bedrängt und bestohlen worden.

31.12.2016, Nordrhein-Westfalen, Köln: Polizisten stehen in einer Lichtinstallation des Berliner Lichtkünstlers Philipp Geist vor dem Dom. Auch in diesem Jahr finden die Silvesterfeierlichkeiten in der Domstadt unter großen Sicherheitsvorkehrungen statt. Foto: Oliver Berg/dpa

In der kommenden Silvesternacht schieben nach jüngsten Angaben des Innenministeriums 5.500 Beamte Dienst. Beim vorigen Jahreswechsel seien es mit 5.700 Beamte etwas mehr gewesen, allerdings sei der Bedarf diesmal vor allem im ländlichen Raum als nicht mehr so hoch eingestuft worden. Normalerweise seien nachts 2.200 Polizisten im Dienst. Alle 18 Hundertschaften der Bereitschaftspolizei werden hinzugezogen, wenn auch nicht alle in voller Stärke.

In Köln und Düsseldorf, wo es ebenfalls vor drei Jahren massenhaft sexuelle Übergriffe auf Frauen gegeben hatte, stehen demnach vor allem weibliche Polizeibeamte für Anzeigen in Fällen von Belästigungen bereit. Auch Böllerverbote wurden wieder verhängt.

In Düsseldorf zum Beispiel herrscht ein solches Knaller- und Böllerverbot in der gesamten Altstadt. Das gilt auch für Raketen und Batterien. Erlaubt sind Wunderkerzen und Bodenfeuerwirbel. In Köln dürfen rund um den Dom keine Feuerwerke abgebrannt werden. Das Verbot wurde dieses Jahr um zwei Straßen erweitert.

Die Stadt Aachen schaltet zwischen Weihnachten und Neujahr vorsorglich 100 Parkscheinautomaten in der Innenstadt ab und versiegelt sie. In der Vergangenheit seien immer wieder Böller in den Automaten platziert worden und hätten sie beschädigt. Parkende werden trotzdem kontrolliert. Autofahrer müssen ihre Parkscheiben benutzen.

Der Bahnhofsvorplatz, der Breslauer Platz und die Domplatte in Köln werden hell ausgeleuchtet, um erst gar keine Feierstimmung aufkommen zu lassen. Auch auf dem Burgplatz in Düsseldorf bietet Licht mehr Sicherheit: Bei Bedarf kann die Beleuchtung entsprechend verstärkt werden. Der Platz am Rheinufer gilt seit langem als gefährliches Pflaster in der Silvesternacht. (dpa)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

Eine Antwort auf “Mehr Sicherheit an Silvester in Köln – Knaller- und Böllerverbot in Altstadt von Düsseldorf – Aachen schaltet Parkschein-Automaten ab”

  1. Idée fixe

    In Düsseldorf zum Beispiel herrscht ein solches Knaller- und Böllerverbot in der gesamten Altstadt.

    Bravo – warum wird dieser Schwachsinn einfach nicht auch bei uns verboten. Feuerwerk ok aber der ganze andere billige Rest gehört in einer zivilisierten Welt nicht dazu. Wer das braucht – in Afganisthan ist noch viel Platz .

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