Leserbrief, Leute von heute

LESERBRIEF – Guido Scholzen: Und die Rolle des Westens in der Ukraine?

Foto: Shutterstock

Von den Protesten der „Orangen Revolution“ über Krim-Annexion bis zum jetzigen Krieg in der Ukraine ist viel passiert.

Der „Westen“, ich meine damit US-amerikanischen Einfluss in Sachen PR und auch CIA, haben in der Ukraine nicht erst seit heute die Finger im Spiel. Sie sind nicht besser als ein Putin, der auch nur die Massen für eigene Zwecke ausnutzen will.

In einer alten Doku von Peter Scholl-Latour fand ich folgende Worte über Beeinflussung der Ukraine durch westliche Geheimdienste: „Russland im Zangengriff“ (2006)
https://www.youtube.com/watch?v=2DstVufWpRg
(Minute 2:45 bis 3:20 – Der gesamte Bericht ist sehenswert)

Bevor der jetzige Krieg begann, gab es schon Kämpfe in der Ost-Ukraine. Ein Krieg, der vergessen wurde und für den Westen nur am Rande stattfand. MH-17 interessierte noch, mehr aber auch nicht.

Hier eine eindrucksvolle Doku des Filmemachers Mark Bartalmai, der als Kriegsberichterstatter 2014 in der Ost-Ukraine tätig war. https://www.youtube.com/watch?v=sy759dlJWYE

Der Beginn der innenpolitischen Probleme in der Ukraine ging nicht von Moskau aus. Jedoch Putins Reaktion schlägt nun über alle Stränge. Nationalismus bis hin zum Faschismus auf beiden Seiten.

Die gesamte Situation in der Ukraine erinnert mich immer mehr an den libanesischen Bürgerkrieg der 1970er und 1980er Jahre oder auch an den jugoslawischen Bürgerkrieg: Die Menschen werden von ihren jeweiligen Gruppen indogtriniert, und enden als mögliche Opfer, egal welcher Fraktion sie angehören.

In dieser Auseinandersetzung gibt es keine Guten und Bösen, es gibt nur Starke und Schwachen. Mit dem Einmarsch der russischen Armee ist die Büchse der Pandora geöffnet worden. Und den westlichen Eliten im Hintergrund kommt dies ebenso gelegen wie dem System Putin: jeder kann auf dem Rücken der Allgemeinheit seine durch Lügen aufgebaute Macht ausbauen.

Die Menschen sind immer Opfer, und Statisten in einem falschen Film: es sind schon wieder Bilder von Flüchtlingen, die uns weichkochen sollen.

„Unsere“ einseitige Sicht der Dinge nützt den Flüchtlingen nicht.

02.03.2022 Guido Scholzen, Schönberg/St.Vith

80 Antworten auf “LESERBRIEF – Guido Scholzen: Und die Rolle des Westens in der Ukraine?”

  1. Auch wenn ich den Fehler noch mehr im Westen sehe als Sie es tun, so muss ich Ihnen empfehlen den Kopf einzuziehen, denn die Gesellschaft da draussen ist dermassen durch Propaganda aufgestachelt, dass kaum Hoffnung besteht auf eine klare Betrachtung der Dinge.

  2. Johann Klos

    Die Wahrheit ist sehr selten schwarz oder weiß – und verstehen heißt nicht gut heißen..

    https://www.youtube.com/watch?v=JrMiSQAGOS4

    George F. Kennans Einschätzung von 1998[50]: hinter der Osterweiterung erkennt man eindeutig eine mögliche gefährliche Provokation Russlands, deren Konsequenzen sich die Strategen in allen westlichen Ländern schon seit langem bewusst waren.

    Die politischen Fehler sind m. E. nach auf den Mangel an politischem Realismus und auf einen zu großen Einfluss der Liberalen von einigen Jahren im Gefolge Clintons zu suchen.

    Der einzige sinnvolle Weg aus der Krise wird sein, die Sicherheitsinteressen Russlands nüchtern einzukalkulieren. Das wäre schon im Vorfeld klug gewesen.

    Aber so geht eben Politik. Größenwahn und Selbstverherrlichung vor Weitsicht und Verantwortung.

    Das jetzt war nur eine Frage der Zeit bis Russland genug von „unserer“ strategischen Einkesselung hatte.

    Putin und sein Generalstab sind nach heutigen Maßstäben für das in den letzten Tagen geleistete trotzdem Kriegsverbrecher. Auf mich bezogen: Verstehen heißt nicht gut heißen.

    • deuxtrois

      „Der einzige sinnvolle Weg aus der Krise wird sein, die Sicherheitsinteressen Russlands nüchtern einzukalkulieren. Das wäre schon im Vorfeld klug gewesen.“

      Genau das wurde bereits Jahrzehnte gemacht, auch schon nach der Annektierung der Krim. Man wollte Putin nicht verärgern, hat bei jedem Vergehen (Tötung von Journalisten und einzelner Personen im Westen durch den FSB) nur halbgare Sanktionen ausgesprochen, die niemals eine Wirkung hatten. Klartext wurde da auch niemals gesprochen.

      Diese „Sicherheitsbedenken“ sind genauso eine Lüge, wie die Zusage, man habe nicht vor, die Ukraine anzugreifen. Mit Lügnern kann man keine „Bedenken“ ausräumen, erst Recht dann nicht, wenn diese auch noch frei erfunden sind.

  3. deuxtrois

    Guido Scholzen zündet nun wieder die nächste Nebelkerze, wenn es mit den Kommentaren nicht klappt – schreibt man einen Leserbrief.

    „Die gesamte Situation in der Ukraine erinnert mich immer mehr an den libanesischen Bürgerkrieg der 1970er und 1980er Jahre oder auch an den jugoslawischen Bürgerkrieg: Die Menschen werden von ihren jeweiligen Gruppen indogtriniert, und enden als mögliche Opfer, egal welcher Fraktion sie angehören.“

    Die „gesamte Situation der Ukraine“ als Einzelperson erfassen zu wollen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Jemand der so tut, als könnte er es, macht sich lächerlich. Es gibt viele Aktoren bei Kriegen, nur dieser Krieg wird zu Recht als Invasion wahrgenommen und auch so verurteilt. 8 gegen 181 Länder stellten sich auf Seiten von Russland – das kann man als Zeichen der Geschlossenheit sehen, oder eben nicht.

    Wenn die CIA in der Ukraine tätig war – um die Bevölkerung dort auf einen langen Guerilliakrieg vor zu bereiten, lagen die Amerikaner vermutlich richtig. Von der Ukraine ging niemals eine Gefahr aus (sie ist und war kein NATO-Land), noch haben NATO-Staaten an den Grenzen Russland angegriffen. Wenn das einzige Problem an der NATO-Mitgliedschaft ist, dass es für Dritte schwieriger wird diese Länder zu überfallen (ähnlich wie so ziemlich alle anderen russischen Nachbarländer). Wenn das der Grund für die Bedrohung sein soll, kann die NATO-Mitgliedschaft keine Bedrohung darstellen.

    Wer dann noch von NATO-Manövern spricht, verdreht die Tatsachen. Russland macht schon seit einigen Jahren 3 Mal so viele Manöver, als die NATO in der Region. Auch das angebliche Versprechen, keine NATO-Erweiterung anzustreben, gehört in das Reich der Propagandamythen.

    Viel bedrohlicher für Putin: Der Verlust seiner Hegemonie, Bestrebungen zu mehr Demokratie in Nachbarländern, von denen seine russischen Arbeitssklaven eventuell auch etwas haben möchten.

    Wenn „unsere“ (angebliche) einseitige Sicht der Dinge den Flüchtlingen nichts nützt, kann ich entgegnen, was den Flüchtlingen noch viel weniger hilft: Tatsachenverdrehungen, Rechtfertigungsversuche, oberflächliche Leserbriefe in irgendwelchen Internetblogs von gänzlich Unbeteiligten, die die Ukraine vermutlich nur von der Europakarte kennen.

    • Sie haben vollkommen Recht.
      Die einzige Bedrohung die von jemanden ausgeht ist die Bedrohung die von Russland ausgeht. Wenn Russland jetzt auch noch Schweden und Finnland vorschreiben will was sie tun oder lassen sollen, so hat wohl jeder (ausser einige wenige) begriffen.
      Es gibt keine Entschuldigung für Russland. Russland bricht Abkommen und internationale Vertrâge, Russland lügt den Menschen andauernd etwas vor, Russland bricht Menschen- und Völkerrecht, Russland droht und greift an.
      Wer sich auf die Seite eines Mörders stellt, ist nicht besser als der Mörder selbst.

      • Es macht Eindruck Peter Scholl Latour „Standpunkt 2006“ zu zitieren.
        Was würde Scholl heute sagen..Wenn man den aktuellen Kennern der Region und Zusammenhänge zuhört, muss davon ausgehen, dass Scholl, bei allen Fehlern des Westens, seine Position revidieren oder zumindest anpassen würde.
        Mehr gibt’s zu der Scholzen Lehrstunde nicht zu sagen. Keine neue Erkenntnis nur lange verjährte und deshalb unvollständige Ansichten, als Argument anführen ist zu wenig

    • Guido Scholzen

      @deuxtrois
      ich hätte diesen ihren obigen Staz fast überlesen.
      „Auch das angebliche Versprechen, keine NATO-Erweiterung anzustreben, gehört in das Reich der Propagandamythen.“
      nein, das gab es wirklich. und zwar 1990.
      Genscher & Baker: „Keine Osterweiterung der NATO“
      https://www.youtube.com/watch?v=F2iOAtNlleg

      Aber auf der andern sagt Michail Gorbatschow, trotzdem es wäre ein Mythos.
      Denn 1990 gab es noch die USSR, also Warschauer Pakt und NATO. Der Osrblock war politisch und militärisch noch nicht zerfallen.
      Hier in einem Interview mit dem ZDF
      https://youtu.be/Hq6t3cQAC3Y?t=1716

      Auf diesen Aussagen kann jeder herauslesen, was gerade erwünscht ist.

      • deuxtrois

        Es gab kein Versprechen, sondern lediglich eine mündliche Forderung, die niemals schriftlich vereint wurde. Gorbatschow hat seinen eigenen Widerstand gebrochen und bei einem Telegramm an den französischen Präsidenten daraufhin eine andere Sprache verwendet.

        Daraus kann man lesen was man will, aber nur, wenn man die Hälfte der Wahrheit verschleiert, wie Sie, Herr Scholzen.

  4. Was ist den falsch an Scholzens Brief? Er denkt nicht in Schwarz und Weiß sondern versucht die Dinge von beiden Seiten zu sehen.
    Es wäre schön, wenn der Westjournalismus mehr Scholzens in seinen Reihen hätte und das Mobbing gegen die Gebrüder Scholzen ist einfach widerlich und kleingeistig.

  5. Erleuchtung Jean

    Das „Projekt“ entwickelt sich zu einem Stellvertreter-Krieg zwischen den NATO-Staaten und ehemaligen Staaten des Warschauer Paktes.

    Deutschland liefert weiter Waffen, andere NATO-Staaten ebenfalls – die Russen werden immer härter zuschlagen, da sie sich verkalkuliert haben – am Samstag, 26.2.22, wollten sie schon den Sieg verkünden.
    Es wird auf jeder Seite viele Tote und noch mehr Leid geben.

  6. Dow Jones

    @Guido,

    Fliegen momentan russische Bomben auf Zivilisten in Kiew oder ukrainische Bomben auf Zivilisten in Moskau?

    Wenn doch die Nato die Bedrohung darstellen soll, wieso wird ein Nicht-Nato-Mitglied angegriffen? Wann war die Ukraine jemals eine Gefahr für Russland?

    Die Ukraine war nach dem kalten Krieg die drittstärkste Atommacht der Welt. Die Ukraine hat atomar abgerüstet und dafür das Versprechen von Russland erhalten, dass die Souveränität garantiert wird. Die Ukraine war doch schon ein schutzloser Puffer zwischen West und Ost. Man sieht was daraus geworden ist, eine russische Invasion. Und jetzt fordert Putin, dass die Nato ihre Truppen aus den östlichen Mitgliedstaaten zurückzieht, nur damit er da das gleiche veranstalten kann?

    Die gefühlte Bedrohung für die Region geht von Russland aus, siehe Finnland und Schweden. Die Länder haben Angst vor Russland und wollen unter den Verteidigungsschutz der Nato.

    Putin ist ein Despot, dessen einzige Bedrohung eine Freiheitsbewegung im eigenen Land ist. Kein Land der Welt ist eine militärische Bedrohung für den Staat Russland, niemand hätte Russland angegriffen. Das weiß jeder. Aber Putin nutzt es als Argument um seine Invasion als Präventivmaßnahme zur Verteidigung zu erklären. Dabei geht es ihm nur darum, eine Gesellschaft, die seiner Meinung nach zu sehr „westlich“ wird, wieder unter seine Kontrolle zu bekommen, indem eine Marionettenregierung installiert wird. Nicht dass das russische Volk mitbekommt, dass es den Ukrainern ohne Despot an der Macht besser geht als ihnen selbst…

    • Guido Scholzen

      @Dow Jones
      Seit 2014 wurden Ziele allerlei Art im Donbass von der ukrainischen Armee bombardiert. Das hat niemanden interessiert. Warum wurde nicht umfassend berichtet?
      Putin ist ein Psychopath, den wir los werden müssen. d’accord!
      Aber was ist im politischen Hintergrund geschehen?
      Warum wurde ein Einheitsstaat Ukraine seit der Unabhängigkeit nicht in eine Föderation umgewandelt? Das Verhältnis zwischen Russen und Ukrainern in diesem Land ist schlimmer als zwischen Flamen und Wallonen.
      Warum wird nicht berichtet, wie der CIA Einfluss auf die Politik in ehemaligen Sowjetrepubliken nahm, um deren Position im wirtschaftlichen Sinne pro-amerikanisch zu gestalten, was auch Russland treffen könnte?

      „Sicherheitspolitik“ hat mit wirtschaftlichen Interessen zu tun! Das ist nichts Neues.

      Die USA sind erst gerade im Irak und Afghanistan gescheitert, und nun soll in der Ukraine weitergebombt werden? Und der Gegner heisst Putins hochgerüstete Armee, und nicht irgendeine Bande Taliban mit Kalaschnikow auf’nem Moped.

      Putin sorgt für Friedhofsstimmung in der Ukraine.
      Ein NATO-Einsatz würde dann zusätzlich für Totenruhe sorgen.
      Es ist schon widersprüchlich genug, dass es immer hiess „keine Waffenlieferungen in Krisengebiete“ und nun sind es ausgerechnet die weltfremden ehemals pazifistischen Grünlinge in D’land, die D’land aufrüsten wollen. Wer nichts vom Krieg versteht, der versteht auch nichts vom Frieden.
      Einen NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands ist wichtig und richtig. Aber die haben seit Jahren auch schon indirekt mit NATO-Staaten zusammenagearbeitet.

      Danke für deine Antwort.

      • deuxtrois

        „Die USA sind erst gerade im Irak und Afghanistan gescheitert, und nun soll in der Ukraine weitergebombt werden? “

        Es sind keine Einsätze von US Militärs in der Ukraine geplant.
        Da sollten Sie sich mal besser informieren.

        • Guido Scholzen

          Ist dieses Szenario, also Bombardierungen seitens der NATO auch US-Luftwaffe, etwa nicht möglich?
          Seit der Bombardierung Serbiens Ende der 90er Jahre halte ich alles für möglich, was NATO-Einsätze anbelangt. Sie Amis haben kein Interesse für Kolateralschäden in der alten Welt. Sie gehen wieder zurück über den großen Teich, und fertig.

          • deuxtrois

            „Ist dieses Szenario, also Bombardierungen seitens der NATO auch US-Luftwaffe, etwa nicht möglich?“

            Sicher schon. Genauso wären Bomben aus Russland auf NATO-Länder ebenso möglich.

            Welches NATO-Land hat denn Russland konkret angegriffen, was Ihre Befürchtungen einigermaßen unterstützen würden?

  7. Scholzens Zynismus

    An dem Geschreibsel von Scholzen ist inhaltlich so ziemlich alles falsch. Er schreibt von Verschwörungsblogs ab und liefert dem Verbrecher und Aggressor im Kreml ein Alibi für seinen Angriffs- und Vernichtungskrieg.
    Die Osterweiterung der Nato ist offensichtlich nicht weit genug gegangen. Wäre die Ukraine EU – oder Natomitglied hätte selbst dieser Quartalsirre sich den hinterhältigen Überfall nicht getraut.
    Wären die baltischen Länder nicht Mitglied der Nato, wären sie die nächsten Opfer.
    Scholzen scheint wie sein Bruder gefühlsmäßig völlig abgestumpft, wenn er dem Westen die Verantwortung für das russische Gebahren zuschustert. Tschetschenien und Grosny, das Putin dem Erdboden gleichgemacht hat, sollten als Beispiel dienen, was der Ukraine in den nächsten Tagen bevorsteht. Die Abgestumpftheit, Verblendung und der Zynismus des Herrn Scholzen kennt offensichtlich keine Grenzen. Aber dies kennen wir ja seit Jahren u d zu gleich welchem Thema.
    Man fragt sich, was in der Familie Scholzen bei der Erziehung falsch gelaufen ist.

    • meinemeinungdazu

      @Scholzens Zynismus
      Entschuldigung, aber wenn ich denn was einwerfen darf, wurden im Irak nicht auch Stadtviertel, ja ganze Landstriche dem Erdboden gleich gemacht und hunderttausende in die Flucht getrieben?
      Und in Afganistan?
      Jeden Morgen beim Frühstück konnte man die Präzisionsarbeit der USA praktisch live verfolgen.
      Wer hat die Völkergemeinschaft denn mit Videos und nachweislich falschen Behauptungen regelrecht belogen?
      Waren das immer nur die bösen Russen?
      Sie machen es sich aber ganz einfach, alles andere als neutral.

      • Robin Wood

        @meinemeinungdazu
        Da haben Sie Recht!

        @deuxtrois
        Natürlich rechtfertigt das USA-Vorgehen nicht die russische Invasion.
        Aber war die USA dort nicht auch der Aggressor und haben die westlichen Staaten da nicht auch alle geschwiegen, sondern sogar den USA applaudiert?
        Wohlbemerkt: Ich verurteile das Vorgehen von Putin, aber dann muss ich – fairerweise – auch das Vorgehen der USA verurteilen, was nicht geschehen ist. Was ich damals übrigens genauso schlimm fand wie das Vorgehen Putins jetzt. Sind Afghanische Bürger weniger wert als Ukrainische? Nur weil die Ukrainer in Europa sind?

        • deuxtrois

          „@deuxtrois
          Natürlich rechtfertigt das USA-Vorgehen nicht die russische Invasion.
          Aber war die USA dort nicht auch der Aggressor und haben die westlichen Staaten da nicht auch alle geschwiegen, sondern sogar den USA applaudiert?“

          Längst nicht jeder hat da „applaudiert“. Da habe ich wohl andere Erinnerungen dran, wie Sie.

          „Wohlbemerkt: Ich verurteile das Vorgehen von Putin, aber dann muss ich – fairerweise – auch das Vorgehen der USA verurteilen, was nicht geschehen ist. “

          Dann ist doch die Frage, wieso Sie das dann nicht gemacht haben?

          „Was ich damals übrigens genauso schlimm fand wie das Vorgehen Putins jetzt. Sind Afghanische Bürger weniger wert als Ukrainische? Nur weil die Ukrainer in Europa sind?“

          Fragen Sie das mal die Leute aus Polen und die anderen üblichen (rechten) Verdächtigen.

    • Erate humanes Geäst

      „An dem Geschreibsel von Scholzen ist inhaltlich so ziemlich alles falsch. “
      Was ist denn daran falsch? Inhaltlich hast du dazu nichts geschrieben, sondern nur schlecht polemisiert.
      Stimmt es nicht, dass die Ukraine seit 2014 einen Krieg gegen ihre Ostprovinzen führt? Lügt das Rote Kreuz, weil es aufgrund des Bürger- Krieges die humanitäre Katastrophe für die Ukraine ausgerufen hat, die Menschen ohne Wasser und Strom dasitzen?
      Und was ist mit den unzähligen Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine, lügt der Europäische Sicherheitsrat in seiner Dokumentation?
      Stimmt es etwa nicht, dass die Ukraine vom Westen aufgerüstet wurde?
      (von Uranmunition ist sogar die Rede, was ein Bruch des Budapester Memorandums darstellt)
      Hast du dir die empfohlene Dokumentation überhaupt angesehen?

      Um es noch mal klar zu formulieren, die Ukraine ist kein Rechtsstaat und Pandora Papers – Selenskyjs ein Diktator, der nach Angaben des OHCHR, sogar das demokratische Recht auf freie Meinungsäußerung niederschlägt – wie gesagt, das ist alles dokumentiert!
      Und mittlerweile bin ich davon fest überzeugt, dass die ukrainische Bevölkerung Russland dankbar ist, dass sie von ihrem Volksverräter befreit wird.

        • Erate humanes Geäst

          Willst du damit behaupten, dass die Ukrainer nicht zutiefst unter den dokumentierten Menschenrechtsverletzungen Selenskyjs leiden?

          Das bestehende Regime in der Ukraine lässt kritische Journalisten (erinnert an Julian Assange) verhaften und wie aus den Berichten des Europäischen Sicherheitsrates hervorgeht, werden Inhaftierte schwerst misshandelt. Von Folter ist die Rede. Hallo! Ist das etwa ein Rechtsstaat zu nennen? Glaubst du wirklich, dass das Selenskyj- Regime für freie Entfaltung und das Wohl seiner Bürger steht?
          Ohne Lebensmittelspenden des Roten Kreuzes und Russlands wären die Ukrainer in den Ostprovinzen längst elendig verreckt.
          Und es wundert mich nicht, dass ein Westen, der seine Bürger wegen eines Grippe- Virus‘ entmündigt und drangsaliert, ein dermaßen faschistoides System protegiert und militärisch aufrüstet.
          Trucker <3

    • Napoleon

      Hallo was Scholzen schreibt ist sicherlich korrekt! putin ist nicht morgens aufgestanden hat gemeint heute greife ich mal die Ukraine an ! So denken vielleicht Gehirnamputierte oder die meinen sie könnten sich revanchieren um ihre Verbrechen zu vertuschen!Ich bin 100 Prozent gegen Krieg ! Unsere Eltern Großeltern haben es erlebt .Unsere Heimat sowie Elsass Lothringen Südtirol waren die ,die Suppe löffelten konnten wogegen die aus dem Reich mit Hilfe der Amis sich aufbauten und wir?

  8. Es ist unfassbar, wie sich hier Leute, die nicht im U-Bahnhof Schutz vor russischen Streubomben suchen müssen, zu nützlichen Idioten der Putin-Propaganda machen, nicht sehen, dass hier ein durch nichts zu rechtfertigender, völkerrechtswidriger Angriffskrieg geführt wird, der unzählige Opfer kostet. Diese Leute sind für mich die Gerhard Schröders Ostbelgiens. Peinlicher geht es nicht.

  9. „Die Invasion Russlands in die Ukraine wird international breit als Verletzung des Völkerrechts verurteilt.

    Inzwischen wurden auch erste gerichtliche Schritte gegen Russland eingeleitet. Die UN-Vollversammlung stimmte am Mittwoch mit großer Mehrheit einer Resolution zu, die den Angriff Russlands auf die Ukraine verurteilt und Moskau zum Ende seiner Aggression aufgefordert.

    Putin soll mit Haftbefehl festgesetzt werden.“

    Wird jetzt auch George W. Busch auf die Anklagebank kommen – wegen des II. Irakkrieges?
    Ist die Tat bei ihm verjährt oder erkennen die USA den Internationalen Gerichtshof nicht an?
    Wie es aussieht erkennen die Russen den Gerichtshof an?

    • Erate humanes Geäst

      „oder erkennen die USA den Internationalen Gerichtshof nicht an?“
      Nein, das tut sie in der Tat nicht!
      Und wahrscheinlich aus guten Grund, sonst müssten sämtliche Präsidenten der USA hinter Gittern sitzen, gibt es namentlich kein Völkerrecht, dass sie nicht gebrochen hätten.

      • Corona2019

        @ – Erate humanes Geäst 14:20

        Was möchten Sie uns eigentlich mitteilen?
        Sie suchen Brandstifter aus der Vergangenheit, um den Brandstifter der Gegenwart zu schützen?
        Hauptsache sie sind wieder gegen die Meinung der überwiegenden Mehrheit.
        Aber gut, Suppenkasper wollte ja auch seine Suppe nicht essen, bei der Impfung waren sie ja ebenfalls der Suppenkasper hier im Forum.
        Jetzt sind sie dagegen dass man Putin als Schuldigen enttarnt hat.
        Hauptsache es macht ihnen Spaß gegen alles zu sein.
        Weitermachen!

        • Erate humanes Geäst

          „Was möchten Sie uns eigentlich mitteilen?“
          Die Wahrheit.
          „Sie suchen Brandstifter aus der Vergangenheit, um den Brandstifter der Gegenwart zu schützen? Hauptsache sie sind wieder gegen die Meinung der überwiegenden Mehrheit.“
          Was die Mehrheit vermeint zu denken interessiert mich einen Koffer. Ich habe selbst einen Kopf und den benutze ich auch.
          Brandstifter aus der Vergangenheit? Unter dem Selenskyj- Regime wird die ukrainische Bevölkerung bis aufs Mark terrorisiert und er scheut sich noch nicht einmal davor, seine Landsleute in einem Krieg gegen Russland zu opfern. Und dieser Wahnsinnige schreckt ja noch nicht einmal davor zurück, ganz Europa in seinen Krieg zu ziehen. Hallo! Dieser zutiefst korrupte und skrupellose Mensch gehört definitiv vors Kriegsverbrechertribunal!

          „Aber gut, Suppenkasper wollte ja auch seine Suppe nicht essen, bei der Impfung waren sie ja ebenfalls der Suppenkasper hier im Forum.“
          Selbst Bill Gates hält die Impfungen für unsinnig und der wird es wissen – so what^^

          „Jetzt sind sie dagegen dass man Putin als Schuldigen enttarnt hat.“
          Absolut!!! Er ist der einzige der bereit ist, die ukrainische Bevölkerung von ihrem psychopathischen Tyrannen zu befreien. Und dafür werden ihm die Ukrainer auf ewig dankbar sein, davon bin ich ganz fest überzeugt.

          PS: Und ja, ich bin gegen jegliche Form von Ungerechtigkeit und Volksverblödung – call me old-fashioned^^

          • Corona2019

            Erate humanes Geäst 17:38

            Schön dass Sie einen Kopf haben.
            Nur an der normalen Funktionsweise habe ich so meine Zweifel.
            Warum meine Zweifel immer größer werden, liegt daran dass sie im Glauben sind die ukrainische Bevölkerung wird Putin für seinen Angriff auf ewig dankbar sein.
            Na ja, wenn dann die Flüchtlinge auch teilweise hier eintreffen werden, dann können Sie die ja mal fragen was sie von ihrem Helden halten.

    • Es wäre zu hoffen, dass auch andere Menschenschlächter vor Gericht kommen! Und jeder Fall ist schlecht, in dem die Menschheit das nicht geschafft hat.
      Aber diese Frage von Herrn Frage weckt bei mir die Befürchtung, dass er momentan zu den „nützlichen Idioten“ (Lenin) des Massenmörders Putin gehört, die dabei sind, Zucker auf die russischen Streubomben in der Ukraine zu streuen, die Schäbigkeit und Lügenhaftigkeit dieses Angriffs zu relativieren. Was sonst soll gerade jetzt, wo in der Ukraine Blut fließt, diese Frage sonst? Sie ist ein Statement der Unmenschlichkeit, eine unbegreifliche Parteinahme, in einem aktuellen Krieg.

  10. Gerhard Schmitz

    @Guido Scholzen

    Dritter Versuch. Wenn es wahr ist, dass seit 2014 von den 2 Millionen Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem Osten der Ukraine 1,2 Millionen nach Westen (Landesinnere) und (nur) 700.000 über die Grenze nach Russland geflüchtet sind, muss dann der Bürgerkrieg nicht viel differenzierter betrachtet werden? Kann man dann die Opfer- (pro-russische Rebellen?) und Täterrollen (ukrainische Armee?) noch so grob zuordnen, wie Sie das machen?

    Wissen nicht die Menschen vor Ort besser, als manche Experten (Scholl-Latour, …), in welche „Richtung“ (EU oder Neu-Sowjetunion) eine bessere Zukunft auf sie wartet?

    • Guido Scholzen

      Herr Schmitz,
      Die Täter sind alle beide Lager der Politik!
      In Ukraine und Russland wurde im Namen des Nationalismus aufgerüstet.
      Wenn mehr Menschen im eigenen land als Flüchtlinge unterwegs sind als in in Richtung Russland, dann beweist das nicht, dass die Kiewer Politik friedliebender ist als des Vladimir Putin.
      das „Minsker Abkommen“ wurde von keiner der beiden Kontrahenten je ernst genommen. Ein Stück diplomatisches Papier für die Geschichtsbücher oder für den Papierkorb, in diesem Fall das selbe.
      Sie schreiben was sehr interessantes: „Wissen nicht die Menschen vor Ort besser, als manche Experten…“
      Diese Menschen vor Ort haben allemal eine andere Meinung:
      Schauen Sie sich mal folgende Weltspiegel-Reportage an, wie es im Donbass mal aussah im Jahr 2014.
      https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/ukraine-mit-russischen-freiwilligen-an-der-front-100.html
      Das hier war auch ein Krieg in Europa, und es gescah nur „am Rande“
      Ich stehe

      • Gerhard Schmitz

        @Guido Scholzen,

        Ich habe mir das von Ihnen empfohlene Video zu 2014 angeschaut. Mir fiel die Aussage eines pro-russischen Kämpfers auf, der sich über die in seinen Augen zu halbherzige Hilfe von Russland beim Reporter beschwerte. O-Ton:“Wenn die [Russen] uns helfen würden, wären wir doch längst in Kiew.“ Das sagt doch einiges über die Rebellen aus, oder?

        Und seitdem ich mir vorhin Putin’s neueste Rede angehört habe, stehe ich noch eindeutiger auf der Seite der Unkrainer. Putin hat sein Ziel wiederholt: „Ukrainisches Nazi-Regime beseitigen und Ukraine entmilitarisieren“.

        Ich kann übrigens nicht von mir behaupten, dass ich „nur beobachte“, nein ich beobachte UND leide mit.

        • Erate humanes Geäst

          „stehe ich noch eindeutiger auf der Seite der Ukrainer.“
          Auf welcher Seite stehen denn die Ukrainer?

          Aha. Du leidest also mit der ukrainischen Bevölkerung? Interessant! Mit deiner eigenen Bevölkerung hast du weniger Mitleid gezeigt, stehst du doch auf Seiten menschenverachtender Corona- Maßnahmen.

  11. Hans Eichelberg

    Hier ein Auszug aus einem Interview, vor 8 Stunden:
    „Andrej Kortunow leitet den Russischen Rat für Internationale Angelegenheiten, kurz RIAC, einen unabhängigen Thinktank in Moskau.

    ZEIT ONLINE: Herr Kortunow, Sie sind einer der führenden Analytiker russischer Außenpolitik. Derzeit versucht Russland, in einer Kriegsoperation die Ukraine niederzuwerfen. Haben Sie mit dieser Wendung der Ereignisse gerechnet?
    Andrej Kortunow: Nein, eine solche Militäroperation habe ich nicht erwartet. Ich dachte, das Hauptziel der russischen Truppenkonzentration sei, zu verhindern, dass Kiew im Donbass mit Militärgewalt nach einer Lösung suchen könnte. Ich war auch überrascht von der Anerkennung der Republiken von Donezk und Luhansk. Kurz davor warnte ich vor den negativen Folgen einer solchen Entscheidung für Russland. Ich versuchte, alle meine Kollegen davon zu überzeugen, dass eine große Militäroperation das unwahrscheinlichste Szenario unter allen möglichen darstelle. Jede beliebige Analyse sagt uns, dass diese Russlands Interessen nicht dient.
    ZEIT ONLINE: Sie meinen also, dass sie den russischen Interessen klar widerspricht?
    Kortunow: Russlands politische Führung hat ihre eigene Vorstellung, was im Interesse Russlands ist. Und allem Anschein nach hat diese Vorstellung die Entscheidung herbeigeführt.
    ZEIT ONLINE: Warum ist der Weg der Diplomatie gescheitert, der bis vor Kurzem noch möglich schien?
    Kortunow: Die westlichen Partner waren bereit, bestimmten Forderungen Russlands hinsichtlich seiner Sicherheit entgegenzukommen. Aber was die Schlüsselforderungen der russischen Seite betrifft, war schon im Dezember kein Fortschritt zu verzeichnen. Moskau wollte Garantien in rechtsverbindlicher Form, einen Stopp der Nato-Osterweiterung und den Abbau der Nato-Infrastruktur in den Ländern an den russischen Grenzen. Doch Garantien gab es nicht und offensichtlich hat man in der russischen Führung die westlichen Vorschläge als unzureichende Antwort gewertet. Es reichte ihnen nicht aus, um auf eine militärische Lösung des „Ukraine-Problems“ zu verzichten.
    ZEIT ONLINE: Putin hat vergangenen Sonntag die russischen Nuklearstreitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Will er die ernsthaft einsetzen?
    Kortunow: Das ist natürlich kein Signal an die Ukraine, dort halte ich den Einsatz von Nuklearwaffen für ausgeschlossen. Es ist vor allem ein Signal an den Westen: Sollte der Westen versuchen, sich in die Militäroperation einzumischen, könnte Russland den Konflikt prinzipiell auf eine neue Ebene heben. Russland behält sich das Recht vor, im Falle eines großen europäischen Kriegs, der mit konventionellen Waffen geführt wird, auszubrechen und zum Beispiel taktische Nuklearwaffen im Gefechtsfeld einzusetzen. Denn bei den konventionellen Waffen ist die Nato objektiv viel stärker als Russland.

    ZEIT ONLINE: Was versteht Putin unter „Einmischung“, auch Waffenlieferungen an die Ukraine?

    Kortunow: Das weiß nur die russische Führung allein, aber ich glaube, Waffenlieferungen sind nicht gemeint, denn es hat sie schon lange gegeben. Sie laufen derzeit und das wird sich fortsetzen. Eine Einmischung wäre ein militärisches Eingreifen der Nato-Länder in der Ukraine. So sehe ich es, aber ich kann mich natürlich täuschen. Ich habe mich schon mehrmals geirrt in Bezug auf das, wie weit es die russische Führung treiben kann. Aber ich finde, Waffenlieferungen sind keine direkte Einmischung.“

    https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/russland-und-der-westen-unwahrscheinlich-dass-russland-eine-zweite-front-will/ar-AAUxu8q?cvid=265370fa34e7479cec018c6e62ebf8d2&ocid=winp1taskbar

  12. Es bedarf schon des Mutes gegen den „Main stream“ anzuschreiben. Natürlich gibt es in diesem Konflikt nicht „die Guten“ und „die Bösen“ und H. Scholzen versucht eine objektive Sicht auf die Ereignisse zu vermitteln. Dieser Krieg hat, wie alle anderen Kriege auch, eine Vorgeschichte und wer die nicht kennt kann kaum einordnen was da gerade abläuft. Die meisten Menschen können nur in schwarz-weiß Kategorien denken und das machen sich die Politiker und die Medien zu Nutze. Es ist wie im Film, die Menschen wollen „den Bösen“ und „den Guten“ klar umrissen sehen damit die Schuldfrage klar geregelt ist. Die Medien machen, man muss es leider so sagen, aus jedem Konflikt eine Reality-Show mit klar definierten Rollen. Der Schurke, die Helden, die Opfer, alles passt in die gewohnten Denkmuster. Das ist Relotius-Journalismus in Kriegszeiten. Der Beitrag von H. Scholzen ist besser als das was 90% der professionellen Journalisten zu Stande bringen…

    • deuxtrois

      „Es bedarf schon des Mutes gegen den „Main stream“ anzuschreiben. Natürlich gibt es in diesem Konflikt nicht „die Guten“ und „die Bösen“ und H. Scholzen versucht eine objektive Sicht auf die Ereignisse zu vermitteln. Dieser Krieg hat, wie alle anderen Kriege auch, eine Vorgeschichte und wer die nicht kennt kann kaum einordnen was da gerade abläuft.“

      Es ist nicht „mutig“, anhand von unqualifizierten Experten so zu tun, als sei man da gerade „objektiv“ wenn man selbst alle Vorzüge des „freien Westens“ genießt und die Reaktion höchstens sein könnte, als „Idiot“ von anderen abgestempelt zu werden.

      Mutig wäre es, das in Ländern wie Russland zu tun.

  13. der heilige josef

    Wir der Westen das sind die Guten und im Osten das ist die Achse des Bösen. Der Westen führt daher auch keine Angriffskriege nur Verteidigungskriege sollte jemand Massenvernichtungswaffen lagern oder Terroristen verstecken. Die Waffen und Drohnen aus dem Westen töten auch keine Zivilisten nur Soldaten und Kommunisten. Und wenn es geht dann nutzt der Westen Dritte, gerne für den klassischen Stellvertreterkrieg im Jemen zum Beispiel bisher 132000 Kriegstote. Aber keine Demo keine Sanktionen sondern stets ein freies Schussfeld.

  14. Ach was sind doch hierbei soviele sich Nennenden OBERSCHLAUE am Werkeln!
    Mir genügen nur ein paar Sätzchen:
    Wer log, und sagte: wir wollen keinen Angriff?!
    Wer griff nach kurzer Zeit an?!
    Was/wem nützt das jetzige Geballere denn?!
    Unschuldige Menschen und besonders Kinder werden unschuldig geopfert,!
    Es war dies eine Putin Entscheidung mit unermesslichen Folgen für die Einwohner und die ganze Welt!?
    Die Folgen sind verheerend, und werden noch sehr lange Nachwirken?!
    Und das alles für einen Einzigen Willen und Idee, eines Irren!
    Wird danach die Welt so weiter sein wie es noch vor 10 Tagen war?
    Unverständlich! Unglaublich! Unmenschlich!
    Ein Einziger Verrückter, versetzt die Restwelt in Angst und Schrecken, einfach so, als wenn er der Retter des Ostens wäre?!
    Es fehlen einem die Worte!

  15. Robin Wood

    Ein interessanter ARtikel der WELT „Propaganda ist kein Teil des Journalismus“:
    https://www.msn.com/de-de/nachrichten/welt/propaganda-ist-kein-journalismus/ar-AAUwoKl?li=BBqg6Q9
    Alleine schon der erste Absatz zeigt die Heuchelei der westlichen Politiker in Sachen Energieversorgung.

    Falls manche den Artikel nicht lesen können:
    „Die Europäische Union hat am Mittwoch sieben russische Banken vom internationalen Zahlungssystem Swift ausgeschlossen – so weit, so überfällig, so richtig. Doch das Kleingedruckte enthält einen entscheidenden Makel: Das größte Geldinstitut des Landes, die Sberbank, ist von dieser Maßnahme ausgenommen, ebenso die Gazprombank. Zur Begründung erklärten EU-Beamte der Nachrichtenagentur AFP zufolge, beide Banken seien eng mit dem Öl- und Gassektor verbunden. Die EU wolle damit „negative Auswirkungen auf die eigene Energieversorgung vermeiden“.

    Wie diese „negativen Auswirkungen“ aussehen könnten und was Europa dagegen unternehmen könnte, mögen Kollegen und Fachleute beurteilen, die von diesen Dingen mehr verstehen als ich. Kein Expertenwissen braucht man hingegen, um aus diesem Beschluss die politische und moralische Botschaft herauszulesen. Diese lautet: Wir sind solidarisch, solange uns das nix kostet. (Außer ein paar mildtätige Spenden vielleicht.)
    Eine ebenfalls beschlossene, für Europa scheinbar folgen- und kostenlose Maßnahme: das Verbot der russischen Staatsmedien „RT“ (ehemals „Russia Today“) und „Sputnik“. Doch auch diese Sanktionen sind mit Kosten verbunden. Nicht in Form von Gas und Öl, nicht in Rubel und Euro, aber in einer anderen, langfristig nicht minder kostbaren Währung: Glaubwürdigkeit. In den Augen großer Teile der Weltbevölkerung hat (West-)Europa oder der „kollektive Westen“ (Putin) ein Glaubwürdigkeitsproblem – nicht allein aufgrund der Verbrechen des Kolonialismus.

    Guantánamo, Abu Ghraib, Julian Assange… Die Liste der katastrophalen Verfehlungen ist lang, mit denen sich der Westen leider nicht zu Unrecht den Ruf der Scheinheiligkeit und Doppelmoral eingehandelt hat – ein Image, das erheblich dazu beigetragen hat, dass das westliche Modell in weiten Teilen Osteuropas, im Nahen und im Fernen Osten und anderen Teilen der Erde vieles von der Ausstrahlungskraft eingebüßt hat, die man nach der Zeitenwende von 1989 hatte. Der schale Beigeschmack, den Begriffe wie Menschenrechte, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit erhalten haben, erleichtert es den Putins dieser Erde, Anhänger für ihre illiberalen und identitären Gegenentwürfe zu finden.

    Praktisch ausgedrückt: Wer „Russia Today“ und „Sputnik“ verbietet, wird künftig ein Glaubwürdigkeitsproblem bekommen, die Unterdrückung der Presse- und Meinungsfreiheit in, zum Beispiel, Russland zu kritisieren. Dass die Strafmaßnahme die Verbreitungswege (Kabel, Satellit oder Internet) betreffen und die Mitarbeiter nicht an ihrer Tätigkeit gehindert werden sollen, ist zwar ein erheblicher Unterschied zum Alltag in Ländern wie Russland, wird in der öffentlichen Diskussion aber untergehen.

    Auch im Innern führt das zu einem Glaubwürdigkeitsproblem: Warum sollte man es mündigen Bürgerinnen und Bürgern in Gouvernantenmanier vorenthalten, die russische Sicht der Dinge in Originalquellen zu lesen und zu hören? Spricht daraus nicht ein verheerendes Misstrauen gegen Verstand und Herz der eigenen Bevölkerung? Und selbst wenn so manche auf die russische Propaganda hereinfallen, besteht die Stärke liberaler Gesellschaften nicht genau darin, auch – pardon my French – allerlei Scheißdreck aushalten zu können?
    Andererseits: Die Idee von der Pressefreiheit geht von einer freien Presse aus, einer Freiheit, zu der auch die Möglichkeit gehört, sich zu irren und Fehler zu machen. Pressefreiheit bedeutet in erster Linie, Presse und Journalisten vor Zensur und anderen staatlichen Maßnahmen zu schützen. Bei „RT“ oder „Sputnik“ hingegen handelt es sich um Propaganda- und Desinformationsorgane, die auf journalistische Ansprüche verzichten.

    Propaganda aber ist kein Journalismus; eine unfreie Presse kann sich per Definition nicht auf die Pressefreiheit berufen. Dennoch wäre es aus den geschilderten strategischen und grundsätzlichen Überlegungen klüger, Putins Propagandaorgane so zu behandeln wie extremistische inländische Medien auch: hinschauen, gerne genauer als sonst, einzelne Rechtsverstöße unter Ausschöpfung rechtsstaatlicher Mittel ahnden. Aber nicht verbieten.

    Dagegen ließe sich einwenden, dass der russische Angriff auf die Ukraine eine derartige Grenzverletzung darstellt, dass die Weltgemeinschaft, wenn sie schon keine militärischen Mittel einsetzen kann, auf allen anderen Ebenen den Druck auf das Putin-Regime erhöhen muss. Dann darf man aber nicht nach Putin-Erdogan-Art behaupten: „Wir sind für Pressefreiheit, aber…“ Sondern muss die Abwägung offenlegen: Ja, das ist eine Einschränkung der Pressefreiheit.

    Aber in der Abwägung nehmen wir das in Kauf, weil es wichtig ist, Russland in allen Form zu ächten und zu sanktionieren. Das muss man dann aber auch tun – „negative Auswirkungen auf die eigene Energieversorgung“ hin oder her. Sonst bekommt man: ein Glaubwürdigkeitsproblem.

    Deniz Yücel ist Präsident des deutschen PEN-Zentrums.“

    • Guido Scholzen

      Interessanter Text! Danke.

      es erinnert an ein Zitat von George Orwell:
      „Journalismus ist, etwas zu veröffentlichen, was andere nicht wollen, dass es veröffentlicht wird. Alles andere ist Propaganda.“

    • Klötschkopp

      Robin Wood@
      Ein sehr interessanter Artikel und natürlich auch wahr.
      Leider interessiert das die Wenigsten da man sich seine Meinung wesentlich einfacher aus den Qualitätsmedien besorgen kann.
      Dabei braucht man nur den Menschen verstehen um sich eine Meinung zu bilden.
      Mich wundert es auf keinen Fall wenn man jemandem 20 Ohrfeigen verpasst, irgendwann schafft was auf die Fresse zu kriegen.
      Ganz besonders dann wenn man ihn 20 mal warnt.
      Obwohl jeder, außer vielleicht Mutter Theresa wahrscheinlich nicht anders reagieren würde, gilt derjenige der zurückschlägt als der große Aggressor und wird sogar mit Hitler verglichen.
      Das erinnert an die Werbung der Bildzeitung“ Bild dir deine Meinung, lies Bild“
      Nichtsdestotrotz ist der Putin kein lieber Mensch,

  16. Johann Klos

    US-Senator fordert Russen zur Ermordung Putins auf

    Der republikanische US-Senator Lindsey Graham hat Russen zur Ermordung des russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgerufen. „Irgendwer in Russland“ müsse jetzt aktiv werden „und diesen Typen aus dem Weg schaffen“, sagte der Republikaner am Donnerstag (Ortszeit) im Sender Fox News. In einer Reihe von Tweets spann er den Gedanken anschließend weiter: „Die Einzigen, die das in Ordnung bringen können, sind die Russen“, schrieb er dort. „Gibt es einen Brutus in Russland?“

    Oder möglicherweise gebe es in den Reihen des russischen Militärs einen „effizienteren General Stauffenberg“, schrieb Graham in Anspielung auf den Hitler-Attentäter. „Sie würden Ihrem Land und dem Rest der Welt einen großen Dienst erweisen“, ergänzte er.

    • Corona2019

      @ – Johann Klos 9:22

      Solche Gedanken werden wohl auch noch Leute haben , deren Familien Mitglieder Putin ermorden gelassen hat, und noch wird.
      Ich sehe aber auch keinen Unterschied ob jemand Klos oder Putin heißt.
      Denn, wenn Putin den Nachnamen Klos oder XYZ haben würde, wäre eine Pressemitteilung seinerseits nur noch aus dem Gefängnis möglich.
      Und wenn man über diese Äußerung nachdenkt, muss man sich auch die Frage stellen ;
      -Was ist jetzt besser?-
      Jemanden zu stoppen, der schon tausende Leute auf dem Gewissen hat, und noch haben wird; oder das Risiko eingehen das bei seiner Festnahme Putinselbst und ein paar Verteidiger sterben werden.
      Sowas schreibt man natürlich wenn man sich über den Schlamassel aufregt, den die Welt durch eine einzelne Person ertragen muss.
      Leider ist es natürlich so, das selbst bei einer erfolgreichen Festnahme Putins ohne ihn zu töten, ein anderer aus Seiner psychiatrischen Anstalt den roten Knopf drücken könnte.
      Deshalb liegt es ,wie ich hier schon geschrieben hatte, meiner Meinung nach in der Macht des russischen Volkes selbst ,ihn auf die richtige Bahn zu lenken, indem die russische Bevölkerung Putin deutlich zeigt dass sie mit seinem morden und vertreiben nicht einverstanden sind.

  17. Gestriger Kommentar von Anne Morelli (Historienne et professeure à l´ULB, spécialiste de la critique historique appliquée aux médias) . :
    „Sur la guerre en Ukraine : „Il n´y a pas de place pour des avis divergents“.

    Aus „Investigaction.net 03.03.2022“.

  18. Baudimont

    Die NATO ist, wie wir wissen, ein geopolitisches Konstrukt, dessen Ziel es war, sich im Rahmen des Kalten Krieges gegen Russland zu stellen. Es ist leicht zu verstehen, warum Putin gegen die Aufnahme von Grenzländern in die NATO ist, unabhängig davon, ob sie souverän sind oder nicht.
    Diese Länder können frei Handel treiben und sich entwickeln.
    Warum sollten sie diesem US-Konstrukt beitreten?
    Schauen Sie sich noch einmal die Geschichte der Raketen auf Kuba an, die auf Gegenseitigkeit beruhte…
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kubakrise

  19. Peter Silie

    Baudimonte, gibt es eigendlich überhaupt etwas für das Sie sind? Ich sehe ständig nur Ihr Rumgemotze, aber nicht einen Lösungsvorschlag.

    N.B. bemerkt gibt es in einem anderen Beitrag fast ein dutzend Fragen an Sie zu zu Ihren fragwürdigen Äusserungen, die Sie, wie immer, unbeanwortet lassen !

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern