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Kommentierte Ausgabe von Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ erschienen

Christian Hartmann, Projektleiter der wissenschaftlichen Ausgabe "Hitler, Mein Kampf - Eine kritische Edition", antwortet im Institut für Zeitgeschichte auf Journalistenfragen. Foto: dpa

Rund 70 Jahre nach dem Tod Adolf Hitlers ist seit Freitag seine Hetzschrift „Mein Kampf“ als kritisch kommentierte Ausgabe auf dem Buchmarkt erschienen. Das Münchner Institut für Zeitgeschichte will mit der zweibändigen Edition das jahrzehntelang verbotene Buch nach eigenen Angaben entmystifizieren.

„Sie enttarnt die von Hitler gestreuten Falschinformationen und seine Lügen und macht jene zahllosen Halbwahrheiten kenntlich, die auf propagandistische Wirkung zielten“, so Institutsdirektor Andreas Wirsching bei der Vorstellung am Freitag in München.

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete, stößt das Buch auch international auf großes Interesse.  15.000 Vorbestellungen für die zweibändige Ausgabe, die das Institut im Eigenverlag für 59 Euro verkauft.

Die ursprüngliche Auflage von 4000 Stück wurde erhöht. Unkommentierte Neuauflagen von „Mein Kampf“ bleiben in Deutschland verboten.

Das kommentierte Werk ist aber auch umstritten. Kritiker befürchten unter anderem, dass so nationalsozialistisches Gedankengut weiterverbreitet wird. Der jüdische Weltkongress erklärte, er halte die Ausgabe für unnötig. Es wäre besser gewesen, Hitlers Buch im „Giftschrank der Geschichte“ zu lassen. (dpa)

13 Antworten auf “Kommentierte Ausgabe von Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ erschienen”

  1. Ekel Alfred

    Für 10000,– Euronen wechselt sie den Besitzer. Ich habe das Buch ja schon gelesen, und ich bin kein Freund von „Wiederholungen“, denn die erlebe ich ja jeden Tag im Fernsehen, in der Politik und andere….

  2. Duc d'Aubel

    @ Ekel Alfred
    Wenn Sie eine „Originalausgabe“ besitzen und diese am Mann bringen wollen, können Sie die denn nicht bei „Soutebys“ versteigern lassen, das bringt mit Sicherheit mehr ein bei einer internationalen Kundschaft….Vielleicht mischt auch eine politisch weltbekannte Dame mit beim Ersteigern von „Kunst und Kulturgut“….

  3. Das hat vor 80 Jahren keiner gelesen, und das liest auch heute keiner. Je mehr Wirbel darum gemacht wird, umso absurder werden die Ansichten. Es ist wie alle Bücher die von Irren geschrieben wurden, unlesbar.

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