Politik

Juncker will mehr Geld: „EU ist mehr wert als eine Tasse Kaffee pro Tag“

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist am 08.01.2018 in Brüssel (Belgien) auf dem Weg zu einer Konferenz zur EU-Haushaltsplanung. Foto: Wiktor Dabkowski/ZUMA Wire/dpa

Der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, fordert deutlich mehr Geld für die Europäische Union. Das bisherige Haushaltsvolumen von einem Prozent der Wirtschaftskraft reiche nicht aus, um europäische Politik angemessen zu finanzieren, sagte Juncker am Montag in Brüssel.

Bisher koste das EU-Budget die europäischen Steuerzahler rechnerisch so viel wie eine Tasse Kaffee täglich. «Ich bin wirklich der Meinung, Europa ist mehr wert als eine Tasse Kaffee pro Tag», sagte Juncker. Er sagte aber noch nicht, wie stark das Budget wachsen soll. Für 2018 plant die EU mit Ausgaben von knapp 145 Milliarden Euro.

Nicht Freibier für alle

Juncker betonte, dass europäische Aufgaben genau geprüft werden müssten: „Ich bin überhaupt nicht dafür, dass Europa die Instanz wird, wo Freibier für alle finanziert wird.“ Man dürfe nicht blind loslegen, sondern müsse sehr genau unter die Lupe nehmen, was man brauche und was nicht.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (r) und EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger nehmen am 08.01.2018 im Charlemagne-Gebäude in Brüssel an einer Konferenz zur EU-Haushaltsplanung teil. Foto: Wiktor Dabkowski/ZUMA Wire/dpa

Juncker äußerte sich auf einer Konferenz zur Vorbereitung des kommenden mehrjährigen EU-Finanzrahmens für die Jahre ab 2020. Dann fehlt wegen des Brexits Großbritannien als Nettozahler. Gleichzeitig hat sich die EU neue Aufgaben vorgenommen, unter anderem in der Flüchtlings- und Verteidigungspolitik.

Auch EU-Kommissar Günther Oettinger will die anderen Mitgliedstaaten von 2021 an zu höheren Einzahlungen in den europäischen Haushalt bewegen. Dies sagte Oettinger am Montag bei einer Konferenz zur EU-Finanzplanung.

Oettingers Vorstellungen zufolge sollen die wegen des EU-Austritts Großbritanniens wegfallenden Mittel von 12 bis 13 Milliarden Euro pro Jahr zur Hälfte über Einsparungen aufgefangen werden. Die anderen 50 Prozent könnten durch frisches Geld gedeckt werden, sagte der für die EU-Finanzplanung zuständige CDU-Politiker.

Oettinger schätzte das nötige Haushaltsvolumen auf eine Größenordnung von etwas über 1,1 Prozent der europäischen Wirtschaftsleistung – er sprach von „1,1x“ Prozent.

Derzeit sind es in etwa 1,0 Prozent – im laufenden Jahr sind so Ausgaben in Höhe von knapp 145 Milliarden Euro vorgesehen. (dpa)

      • Sofern Sie dann nicht auch noch der Überzeugung sind, dass die 10%+ Erhöhung (von 1% auf 1,1+%) sprich 14,5 Milliarden an Herrn Juncker persönlich überwiesen wird, ist die Welt ja in Ordnung.
        Was er denn so für den Job kriegt, ist öffentlich. Sofern er seine Wohnungszulage in Brüssel wahrnimmt (ich glaube nicht) 30.000 brutto im Monat. Entspricht 1,44 Millionen für vier Jahre, bzw. einem freistehenden Einfamilienhaus (kleiner Garten) in Luxemburg Stadtnähe.
        Mann kann dem Mann ja einiges vorwerfen, aber Geldgeilheit sicherlich nicht. Eine mittelprächtige Firma wie Airberlin in die Pleite gehen zu lassen bringt im selben Zeitraum 4,5 Millionen.

    • Für logische Rechenkünstler. 145.000.000.000 Euro geteilt durch 500.000.000 EU-Bürger macht 290 Euro pro Büger im Jahr, wiederum geteilt durch 365 Tage, 80 Cent.
      Wenn Sie natürlich mit Ihrer fünfköpfigen Familie Ihren Kaffee ausser Haus geniessen, sind Sie noch ausgabefreudiger als die EU.

    • @ Die neue Ordnung

      Lesen müsste man können…….

      Zitat aus dem Bericht…..
      Oettingers Vorstellungen zufolge sollen die wegen des EU-Austritts Großbritanniens wegfallenden Mittel von 12 bis 13 Milliarden Euro pro Jahr zur Hälfte über Einsparungen aufgefangen werden. Die anderen 50 Prozent könnten durch frisches Geld gedeckt werden, sagte der für die EU-Finanzplanung zuständige CDU-Politiker.

      Zitatende

      Von neuen Steuern steht da nichts, statt dessen von Kompensation der Ausfälle durch den, von einigen hier so bejubelten, Brexit.

  1. Als ob die Briten mal so einfach 12 bis 13 Milliarden Euro pro Jahr in die EU-Kasse gezahlt hätten, ohne dafür einen Gegenwert zu erhalten. Das heißt im Umkehrschluss: Die Briten zahlen nichts mehr ein und erhalten auch nichts mehr zurück. Das nennt man eine Null-Kosten-Operation. Das muss mal einer dem Oettinger erklären, ehe er „frisches“ Geld anzapft.

  2. Unter dem Strich produziert der Brexit nur Verlierer! Das ist aber die Schuld der Politik und die sie stützenden Medien!! Hätte man die EU als Wirtschaftsgemeinschaft verstanden, dann gäbe es kaum Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung. Aber nein, man (= Gutmenschen) wollte daraus eine „Wertegemeinschaft“ erschaffen und stösst damit auf Widerstand in den einzelnen Bevölkerungen. Die Osteuropärer wollen eben keine arabischen Flüchtlinge aufnehmen – die im Westen auch nicht, die sind nur diplomatischer als Orban und Co. Die Ausdehnung nach Osten war politisch motiviert und völlig überhastet, der EURO als Währung ist eben nicht für alle ein Segen, für viele ein Fluch, aber man will ja politische Symbole setzten statt sich an drögen Wirtschaftdaten zu orientieren. Zurück zum Staatenbund, zur Wirtschaftsgemeinschaft, und schluss mit den Träumen von den „vereinigten Staat von Europa“, die will hier keiner – und funktionieren wird es niemals!

  3. Ekel Alfred

    @ Dax, Sie beschreiben es richtig, aber es ist den meisten Bürgern nicht zu vermitteln….schon gar nicht den Gutmenschen….sie fallen immer wieder auf diese menschenunwürdige Politik herein….schon Peter SCHOLL-LATOUR hat immer auf die Gefahr der Ostvergrösserung hingewiesen….das ist nicht zu verkennen….

    • Zappel B.

      Nicht mal die Kaffeetasse/Tag würde ich denen freiwillig zahlen! Zuerst sollte der Haushalt des Politiker- und Verwaltungskolosses mal – wie KHL und sein Nachfolger das nennen – ordentlich ‚durchforstet‘ werden. Und versuchen ‚mit dem Einkommen auszukommen‘, bevor man den Bürgern in die Tasche greift, falls überhaupt nötig. Der Brexit wäre dazu die beste Anlass, dass jeder einzelne dort mal darüber nachdenkt. Überall müssten schmerzhafte Einschnitte möglich sein, so wie es bei privaten Haushalten auch nötig ist, wenn die Einkommensverhältnisse sich negativ verändern. Zuviel verlangt von Politikern? Ja !!
      Schon für hiesige Verhältnisse gelten die Abgeordneten- und Personaleinkommen (mit etlichen saftigen Prämien und Pensionen) – selbst für Betroffene, die das auch freimütig zugeben – wie eine 6 im Lotto !! In den Staaten mit z.T. wesentlich geringeren Durchschnittseinkommen als bei uns üblich gilt das erst recht !!
      Die meisten EU-Bürger sind m.E. ohnehin des Gehabes des EU-Kolosses mittlerweile überdrüssig, wegen dieses „Geldverbratens“ aber auch mehr und mehr wegen des ständigen und zunehmenden Eingreifens in alle Bereiche – auch die des eigenen persönlichen Umfeldes. Einige Mitgliedstaaten werden daraus in Bälde noch ihre Konsequenzen ziehen. Die anfängliche Wirtschaftsunion hat sich zum Monstrum entwickelt; zumindest wäre ein bescheidener Neuanfang, ein „Rückschnitt“ nötig. Oder lasst es ganz sein !!

      • Oh Zappel. Persönlich bedauere ich, dass Ihre Beiträge auf OD sich rar gemacht haben.
        Ob der tägliche Kaffeebeitrag nun 80 Cent oder 2 Euro sind ist vielleicht müßig. Mein Prokopfaufwand von 300 jährlich ist mir die EU allemal wert. Den Betrag haben Sie dem belgischen Staat schon beim Einkauf von Waren für 1430 Euro gezahlt (bei Lebensmitteln 5000). Lassen wir Einkommensteuern mal weg.
        Obwohl ich kein Freund des Relativierens bin, bleibt zu berücksichtigen, wieviel Kaffees täglich ein Einzelstaat beansprucht. Im belgischen Fall mangelt es ja nicht an zu finanzierenden öffentlichen Institutionen. Der durchschnittliche Belgier arbeitet ja erst ab August für sich selbst. Dass der Staat Sie persönlich von diesem Geld mit einer Rente versorgt (und je mehr um so besser) ist nur rechtmässig, doch auch für Ihre Rente braucht es nicht bis August.
        Mit Sicherheit sind Verschwendung, Ineffizienz, Korruption, Selbstbereichung übel. Fehlverhalten und Missbrauch zu bekämpfen wiederum rechtmässig. Die Maximierung von Kontrolle und Überwachung führt jedoch erwiesenermaßen zu weiterer Verschwendung und Ineffizienz. Beispiele: der real applizierte Sozialismus, Publifin (letztendlich dazu da öffentliche Einrichtungen zu überwachen).
        Ordnungsgemäße Verwaltung öffentliche Gelder ist ein Recht des Bürgers. Was ordnungsgemäss heisst, da scheiden sich schon die Geister; wozu man öffentliche Gelder verwenden sollte, oje; wozu man sie nicht verwenden sollte, Babel.
        In diesem Sinne eine Konditionierung einzufordern, erscheint mir weniger rechtmässig. Klingt ein wenig wie Thatchers „I want my money back“ oder Johnsons / Farages Brexit-Rechtfertigungen.
        In keinem Gemeinwesen ist der „Return On Investment“ nicht für jeden materiell greifbar, es sind auch nicht-materielle Werte zu berücksichtigen und auch langfristige Perspektiven dürfen nicht vernachlässigt werden.
        Ineffizienzen gehören zu jedem Gemeinwesen dazu; Hexenjagden bringen jedem Gemeinwesen den Todesstoß.
        Neiddebatten sind da nicht hilfreich. 360.000 p.a. für Juncker. Diese Zahl sollte man auch in der Gehaltsliste der AS-Spieler finden. Man muss auch nicht zwingend die freie Wirtschaft bemühen. Bei einer Reihe von Sportarten, Musikern und Filmstars jubeln wir zu.

        • ….. und auch langfristige Perspektiven dürfen nicht vernachlässigt werden.

          @ Der

          Das ist eines der Hauptprobleme heutiger Politik. Es werden kaum noch Entscheidungen über den Tag hinaus getroffen. Langfristiges Handeln und Visionen könnten ja den Erfolg bei den nächsten Wahlen gefährden.

          Neiddebatte, wegen 350.000 €uronen ? Lächerlich!

          Am Dienstag konte man lesen das die Vorstände der an der belgischen Börse gehandelten Unternehmen am 8.Januar bereits soviel „verdient“ haben wie der durchschnittliche belgische Arbeitnehmer in einem Jahr.
          Bei einigen Debatten hier habe ich den Verdacht das es Leute gibt die glauben Politiker müssen noch dafür bezahlen um sich hier beschimpfen und beleidigen zu lassen.
          Leute, wenn ihr billige Politiker haben wollt wählt sie euch, wundert euch aber nicht wenn die am Ende mehr kosten als die, die wir schon haben.

      • Réalité

        Vergessen Sie nicht unser Belgisches Monstrum, Herr Bosch!? Da fängt der ganze Spockes schon an! Ein Haufen Regierungen, ein Haufen Politiker, ein Haufen Steuern ein Haufen Schulden!
        Alles läuft weiter und weiter! Da hilft nur EINES!
        NICHT MEHR ZUR URNE GEHEN!
        Die Leute müssen dringend gebremst werden!
        Alleine schon der Eupener Zirkus, was der uns kostet!?
        Bei der geringsten Reise und Termin fahren die gleich mit zwei Ministern hin! Überall ist der Pasch auch dabei!? Ob der den Leuten nicht traut, oder hat der nichts besseres zu tun!?
        Absurdes PANOPTIKUM!
        Und wir müssen die durch füttern!
        Und die sacken sich das alles nur so ein, plus danach noch eine fette Rente obendrauf!

  4. Es reicht!

    Will JUNCKER uns verarschen. Anstelle den kleinen Mann weiter zu schröpfen soll er gefälligst die Steuerschlupflöcher die die EU duldet schließen! Ausserdem wo bleibt die Bankenaufsicht. Falls er Geld braucht soll er dies gefälligst bei seiner EZB drucken lassen. Zudem warte nicht nur ich auf die Offelegung aller seiner Bezüge?
    Seine Finazpolitik ist sowieso skandalös. Wie wäre es anders zu erklären das trotz unzähliger Milliardenbeihilfen das Höfesterben in der Landwirtschaft weiter fortschreitet.
    Wie wäre es wenn die EU Kommissare darunter auch Er sich mal in Bescheidenheit übern würden und sein Amt ehrenamtlich ausüben. Dann könnte man doch schnell ein schönes Sümmchen sparen und beim nächsten Besuch in St.Vith gäbe es eine Ehrenamsmedalie durch unsere Ministerin.

    • Wenn man denn schon mit der Mär vom „kleinen“ Mann anfängt, kann ja nicht viel Vernünftiges dabei rauskommen.
      Da soll also die Bankenaufsicht die EZB anweisen für Herrn Juncker (persönlich) bzw. anlässlich des Brexits fehlendes Geld drucken zu lassen. Zehn Seiten Lektüre zu europäischen Institutionen (bei Wikipedia auch kürzer) würden Ihnen da Klarheit verschaffen.
      Die Finanzpolitik ist nicht Junckers Zuständigkeit.
      Landwirtschaft. Von den 145 Milliarden gehen (2017) 43 direkt an die Landwirte plus mehrere Milliarden für ländliche Entwicklung. Wenn Ihnen das Höfesterben am Herzen liegt, könnten Sie mal Ihr Kaufverhalten bei Milch und analogen Produkten hinterfragen.

      • Es reicht!

        @Der.
        Als Verteidiger des Herrn JUNCKER seiner Politik bitte ich Sie dann auch den Verschwendungswahn selbst zu finanzieren und meinen Obulus mit zu bezahlen.
        Da sie ja alles wissen bitte ich Sie mir mitzuteilen wann denn die Bankenaufsicht kommt? Wieso Sie der Türkei Milliarden überweisen um einen etwaigen EU Beitritt vorzubereiten? Was die EU in der Ukraine vorhat und wieviel Milliarden Sie dort noch versenken will?
        Da Sie ja sehr belesen sind haben Sie ja bestimmt eine Antwort auf diese Fragen?

      • Der., Wenn Sie schon dabei sind könnten Sie hinterfragen wieviel von diesem offiziell für die LW (Landwirte) bereitgestellten Geld wirklich auch bei diesen ankommt. In fast allen Ländern befindet sich unter den Top 30 Empfängern (vom Betrag her) kein einziger Landwirt….

  5. Juncker kritisiert die Populisten und ist selber einer. Das mit der Tasse Kaffee ist billige Propaganda. Die Mindereinnahmen durch den Brexit kann man auffangen, indem die Gehälter der Kommissare, die Bezüge und Spesen der Europaabgeordneten und die Pensionen aller gekürzt und unsinnige Ausschüsse wie der Ausschuss der Regionen abgeschafft werden. Der Ausschuss der Regionen ist reine Verschwendung und wird momentan nur in Ostbelgien für wichtig gehalten, weil Lambertz Präsident ist. Sobald Lambertz das nicht mehr ist, redet bei uns von dem Ausschuss kein Mensch mehr.

    • Zur Kafferechnung weiter oben. Mit allen Nebenkosten sind die 80 Cent nicht so falsch (Nespresso: Tabs, Maschine, Strom, Reinigung, Flaschenwasser, ökologische Entsorgung).
      Zu weiteren Rechenkünsten in Punkto Darstellung der Brexit-bedingten Einsparungen.
      12 Milliarden auf 45.000 EU-Angestellte (Kommission und Parlament mit Anhang) macht 266.000 pro Kopf, also auch für Juncker (einer der zwei Höchstbezahlten) 75% Gehaltsverzicht. Am Ende der Futterkrippe müsste man dann 200.000 einzahlen um dabei sein zu dürfen.
      Sollte man das auf alle 70.000 Angestellten inklusive der EU-nahen Institutionen (z.B. Gerichtshof, …) beziehen beträgt der Prokopfverzicht noch immer 171.000, also auch für Juncker noch immer 47%.
      Diese Ersparnis proportional umzulegen, würde Juncker noch schlechter rauskommen lassen.
      Einfacher: wenn man von den 9,4 Milliarden (budgetierter) Funktionskosten die 12 in Abzug bringt, …
      Im wahrsten Sinne des Wortes: Boff.

  6. Alfons Van Compernolle

    Stimmt, die EU ist mehr Wert als eine Tasse Kaffee pro Tag.
    Dann fangen wir mal mit den Einsparungen an, bevor wir die EU.-Mitgliedsstaaten weiter zur Kasse bitten:
    1- Ein EU.-Institutionsitz reicht, der ist in Bruessel, Strassbourg ist ueberfluessig.
    Das bedeutet 100 Millionen jaherliche Umzugskosten gespart !! Da sich in 2016 die EU.-Abgeordneten
    ihre monatlichen Bezuege und sonstige Unkostenerstattungen (Mitarbeiter etc) um 100 % erhoeht haben, schaffen wir diese Erhoehungen zu 75 % wieder ab, dass bedeutet, dass wir mit beiden Massnahmen zumindest den Wegfall der englischen Ueberweisungen nach dem Brexit mit 50 % aufgefangen haben !! Und wenn dass geschehen ist, kann man nachdenken ob die EU.-Mitgliedsstaaten mehr an die EU. ueberweisen koennen! NICHT VORHER !!!!!

    • Die drei Sitze der EU sind in der Tat ein leidiges Thema und sicherlich kein Musterbeispiel maximaler Effizienz, aber. Strasbourg ist für Frankreich eine heilige Kuh; die verzichten eher auf die 100 Millionen an Agrarsubventionen. Zu „Brüssel ist“ könnte man mal berücksichtigen, dass die zentrale Verwaltung eines Staatenbundes dieser Größenordnung sich nicht von einem Standort abhängig machen sollte. Mehr oder weniger plausible Katastrophenszenarien sind da zu berücksichtigen: Kims Atombombe fliegt in die falsche Richtung, Tihange oder Mol explodieren, der belgische Vielvölkerstaat und seine Föderalisierung führen zu Beiruter Verhältnnissen (80er Jahre). Dann haben wir ja auch noch Luxemburg als Hort der Stabilität (das muss Kim erst mal finden). Nicht zu vergessen, dass die osteuropäischen (ggf. Noch-EU-)Mitglieder auch Ansprüchen auf EU-Institutionen stellen. Das Ganze ist also etwas komplexer als der Geldbetrag.
      Und da wir heute gerne rechnen: wenn dann diese 100 Millionen eingespart sind, bleiben noch 11,9 Milliarden gegenzufinanzieren, sprich 23,8 Euro pro Bürger per anno. Ihre Umzugsersparnis beträgt dementsprechend 20 Cent.

  7. Ekel Alfred

    @ Der., auf Web.de war soeben zu lesen, das die Polen ebenfalls die EU verlassen wollen….wenn das so weitergeht, stehen Sie demnächst alleine da mit Ihren Rechenbeispielen….die sind denn allemal für die Katz….

    • Wenn das stimmt, dann Gute Nacht Polen.

      Das Land, das am meisten von der EU profitiert hat und noch profitiert, will diese verlassen?

      Na gut, dann sparen die anderen Länder so rund 9 Milliarden € per anno. Vor allem Deutschland wird sich freuen, dass jedes Jahr so rund 14 Milliarden netto einzahlt (Zahlen aus dem Gedächtnis, Genaueres findet man aber unschwer im Net).

      Ich habe schon mal hier geschrieben, dass mein Sohn regelmäßig nach Polen fährt. Die gesamte Infrastruktur dort ist mit EU-Subventionen aufgepäppelt worden, so das zuvor inexistente Autobahnnetz.

      Der kleine Pole bzw. die Polin profitierten auch von der Freizügigkeit in der EU. Warum wurde denn so in GB gegen diese Menschen gehetzt?

  8. Der Postbote

    Ich schwärme ja auch immer mehr davon, dass endlich mal motivierte JUNGE Europäer, die wirklich Ziele vor Augen haben, dort präsenter werden… Der Laden ist 1. völlig überaltert und hat 2. keine Visionen mehr…
    Pro EU, aber eine junge reformierte…

  9. ich mag Kaffee

    Die EU macht den Ländern die Vorgabe, dass der Haushalt ausgeglichen sein muss (SEC-Normen). Also muss sich die EU doch wohl selber auch an diese Norm halten, oder? Es ist einfach vermessen wenn die EU mehr Geld fordert, denn das Geld muss anderswo einkassiert oder eingespart werden! Wenn das Geld nicht reicht, dann muss die EU eben sparen, schliesslich müssen das die Länder ja auch!

  10. Alfons Van Compernolle

    Ja und dann haben wir da noch den von der EU bestellten „SUPERCOMPUTER“ kosten 1 Milliarde Euro,
    welcher 2023 Einsatzbereit sein soll. Vorher aber zwei kleinere SUPERCOMPUTER als Uebergangsloesung installieren lassen will. Damit sind nicht die individuellen Dienstscomputer der EU.-Abgeordneten gemeint. Ein neuer Grossrechner kann wohl notwendig sein, aber vorab als Zwischenloesung zwei kleinere SUPERRECHNER zu installieren, ist Geldverschwendung!

  11. Ekel Alfred

    @ ich mag Kaffe, es wird Geld gedruckt, gedruckt und gedruckt….die Maschinen laufen heiss….es braucht keiner sparen, auch nicht die Länder….wer soll denn die Billionen Schulden je zurückzahlen?….an wen?….etwa an die EU….ist doch lachhaft….

  12. Fritz - Ulrich Hein alias hein-tirol

    Normal benötigt die EU-„Regierung“ kein Geld. Auch ist der Verwaltungsproporz zu groß und wird zu großzügig abgegolten, sind es ja eh meist nur abgehalterte Politiker/Abgesandte der Mitgliedsländer. Sollen doch die Herkunftsländer den Abgeordneten und Kommissaren das Salär selbst zahlen. Büromaterial können auch die Länder in Sachleistung erbringen. Dann weiß man, dass nichts kostspieliges angeschafft wird.

      • Genial. Im nächsten Schritt sollen dann Techniker (in der Garage Ihres Vertrauens oder für die Waschmaschine) ihr Werkzeug von zu Hause mitbringen. Sollte da ein Italiener, Spanier, Grieche, Pole oder Marrokaner arbeiten, sollte er nach den Gepflogenheiten seines Herkunftlandes entlohnt werden.

        Sofern man den Mehrgewinn dem Betreiber der Reparaturwerkstätte zugesteht, sollten Sie in Kürze mit vielen Leuten aus Westchina und Bangladesh rechnen.

    • Da hoffe ich aber, dass sie sonst nicht gleiches Geld für gleiche Arbeit predigen
      Der bulgarische Kommissionsmitarbeiter kann dann für 850 Euro brutto eine Wohnung in Brüssel mieten, …, der alte Küchentisch von Großmutter tut‘s als Schreibtisch … PC-Vernetzung…
      Realitätsferne ist das Maximum, was ich meiner Höflichkeit ob solcher Ideen abringen kann.

      Der Verwaltungsaufwand der EU ist im Vergleich zu nationalstaatlichen Gepflogenheiten gering. Einfach mal Zahlen anschauen.

      Abgehalfterte Politiker werden auf Listen für das EU-Parlament aufgestellt und von den Bürgern gewählt (aha, trotz Gegenkandidaten). Für wenige gibt es Sonderaufgaben (Stoiber). Komissionspositionen werden hochkarätig besetzt (die Anhörigen im Parlament sind zwar noch nicht auf USA-Niveau aber auch kein reines Vergnügen). Die 40.000 Mitarbeiter der Institutionen werden nicht von Politikern besetzt. Bei den Mitarbeitern der Parallelinstitutionen (Gerichtshof, EIF, Rechnungshof, …) handelt es sich um hochkarätige Mitarbeiter.

      Mit der Aufwertung des Parlaments werden dort immer bessere Politiker kandidieren.

      • Den Ahlen

        „….gleiches Geld für gleiche Arbeit predigen“: Ach, und das ist EU-weit schon Realität? EU weit verdienen also alle, die den gleichen Job ausüben, den gleichen Lohn? Die EU-Mandatare fangen, wenn es um die Bezahlung geht, schonmal bei sich selber an. Sehr noble Geste! Entscheidungen, wo es um das Gehalt und die sonstigen Vorteile der EU-Mandatare geht, sind das einzige wo die EU einen Konsens findet! Wenn’s dann aber um die wichtigen Themen in der Union geht bleibt jeder Mandatar borniert auf seinem Standpunkt. Warum nennt man sie denn EU-Mandatare wenn sie nicht im Sinne der EU entscheiden und handeln? Wenn jeder Mandatar nur seine Nation vertritt, dann kann jede Nation auch seinen Mandatar bezahlen!
        Sie sprechen von „Realtitätsferne“, ich frage mich wer von uns weiter von der Realität entfernt ist!

        „Der Verwaltungsaufwand der EU ist im Vergleich zu nationalstaatlichen Gepflogenheiten gering. Einfach mal Zahlen anschauen.“
        Das sind doch alles nur statistische Spielereien! Die EU kann man auch nicht mit einem Staat vergleichen weil die EU ja, beispielsweise, viel wenig Zuständigkeiten hat, im Vergleich zu einem Nationalstaat. Unterhält die EU öffentliche Infrastrukturen (Strassen, Flüghäfen, …)? Sorgt die EU für seine Bürger (soziale Sicherheit, medizinische Versorgung, …)? Nein! Die EU kümmert sich nur um seine eigenen Mandatare und Gebäude! Sie hat auch ein paar Aufgaben, aber angesichts der Tatsache, dass die Mitgliedsstaaten 75 % des EU Haushalt finanzieren, würde ich sagen, dass die Staaten das auch selber regeln können wenn dieses Geld dann im eigenen Land bleibt. Ich bin nicht gegen die EU, aber solange die EU so arbeitet wie sie es jetzt tut und aus der Kritik der Bürger nicht lernt, solange wird es mit der Union nicht voran gehen!

Hinterlasse eine Antwort

Desktop Version anfordern