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Arimont: „Tempo für Investitionen für ein schnelleres Internet in Ostbelgien erhöhen“

Arbeitsgespräch mit dem Software-Unternehmen Tessares, das an Lösungen für besseres Internet in ländlichen Gebieten arbeitet.

In den vergangenen Tagen hat der ostbelgische EU-Abgeordnete Pascal Arimont (CSP-EVP) weitere Gespräche mit Proximus und dem Informatik-Unternehmen Tessares in Brüssel geführt, um das Tempo für Investitionen in Glasfasernetze und alternative Lösungen für besseres Internet in Ostbelgien zu erhöhen.

„Ein ländliches Gebiet wie Ostbelgien darf bei künftigen Investitionen nicht vergessen werden“, so Arimont zum Hintergrund der Gespräche.

„Unsere Region muss jedes Jahr erneut in den Fokus des Verwaltungsrates von Unternehmen wie Proximus und Co. gerückt werden, da die konkreten Investitionen jährlich festgelegt werden. Da ist ein hartnäckiger und regelmäßiger Kontakt nach Brüssel wichtig“, betonte der EU-Abgeordnete.

Internet im Schneckentempo. Foto: Shutterstock

Die Vertreter von Proximus gingen bei dem Arbeitsgespräch insbesondere auf die wichtige Rolle ein, die die Gemeinden für die konkreten Investitionen vor Ort spielten. So gelte seit diesem Jahr in der Wallonischen Region ein Dekret, durch das die Durchführung von öffentlichen Arbeiten besser koordiniert werden soll.

Werden durch einen Dienstleister (Gemeinde, Netzbetreiber, Wallonische Region, etc.) Bodenarbeiten durchgeführt, müssen Möglichkeiten zur Anbringung anderer Netze geprüft werden.

„Viele ostbelgische Gemeinden haben in diesem Sinne bereits viel für den Netzausbau tun können, doch der Druck muss bei anstehenden Arbeiten weiter hoch gehalten werden“, betonte Arimont.

700 konkrete Problemfälle

Bei dieser Gelegenheit ging Arimont auch erneut auf die hohe Anzahl Rückmeldungen zu seiner Umfrage ein. Hierbei wurden ihm 700 konkrete Problemfälle von Bürgern aus Ostbelgien mitgeteilt, die er durch ein besseres Glasfasernetz in Ostbelgien zügig gelöst sehen möchte.

„Diese 700 Akten werden wir konkret abarbeiten. Hier gilt es also weiter konsequent an unserer Forderung nach einer deutlichen Verbesserung der Situation festzuhalten“, so Arimont.

Als Beispiele nannte der Europaabgeordnete die Fälle, in denen ohne schnelles Internet auch wirtschaftliche Nachteile entstünden, wie in den Industriezonen Rovert (Gemeinde Raeren) oder Hergenrath (Gemeinde Kelmis).

„Für unsere wirtschaftliche Entwicklung müssen wir gute Internetverbindungen in Ostbelgien haben. Einen Standortnachteil beim Internet können sich unsere Unternehmen nicht leisten“, machte Arimont deutlich.

Langsames Internet treibt einen in den Wahnsinn. Foto: Shutterstock

Bei dem Treffen mit dem innovativen Unternehmen Tessares ging es um die Nutzung des mobilen Netzes für eine verbesserte Internetverbindung zu Hause. Durch eine Bündelung von 4G und der festen DSL-Verbindung zuhause könnten laut Tessares sehr viel bessere Geschwindigkeiten erreicht werden. Dies wäre eine interessante Übergangslösung für die Zeit bis zu einem Ausbau des Glasfasernetzes in allen Dörfern.

Da es sich bei dem Problem der schwachen Internetverbindung in ländlichen Gebieten um ein gesamteuropäisches Problem handelt, beabsichtigt der ostbelgische EU-Abgeordnete eine Experten-Anhörung mit dem Unternehmen im EU-Parlament.

„In diesem Sinne werden wir weiter regelmäßige Gespräche mit den verschiedenen Anbietern suchen, um den Druck aufrecht zu erhalten. Die privaten Kunden haben angesichts hoher Rechnungen einen besseren Service verdient als aktuell“, so Arimont abschließend.

  1. Heinrich Lübke

    Heinrich Lübke : Diese digitale Welt macht unsere Welt immer mehr verrückter . Es täte bestimmt verschiedenen besser zu Gesicht stehen , ihren Hintern mehr zu bewegen , anstatt stundenlang sich hinter dieser Glotze einen dicken Wamps zuzulegen .

  2. Ich denke Politiker wie Herr Arimont haben von der Wirtschaftlichkeitsrechnung von Versorgungsnetzten so viel Ahnung wie die Kuh vom Singen. Das haben sie dann mit 99% ihrer Wähler gemeinsam und so kommen dann solche Forderungen zu Stande. Im ländlichen Raum treffen IMMER hohe Investitionskosten auf eine relativ geringe Anzahl Kunden. Folge: hohe Abonnement Kosten. Das würden die privaten Kunden genau so wie die Geschäftskunden nicht hinnehmen wollen, man rennt zur Politik und die verspricht dann wieder allen alles. Das Wohnen und Arbeiten in ländlicher Idylle hat eben auch Nachteile, z.B. langsames Internet….

      • Merowinger

        @ pepper blind

        Es soll ja tatsächlich auch Unternehmen geben die nicht in einer großen Stadt angesiedelt sind. Egal ob Software, Buchhaltung, Holz und Metallverarbeitung, Automatisation, Werbeunternehmen, Ingenieurbüro, Bauunternehmen, oder …. alle sind heute auf ein schnelles Internet angewiesen um große Datenvolumen mit ihren Kunden, Partnerunternehmen oder Zulieferern auszutauschen. Da ja in diesen Betrieben anscheinend nur MINT-Versager sitzen die über eine langsame Datenverbindung meckern, sind die ja dann selber schuld und sollen gefälligst in eine Stadt ziehen. Schlimmer noch als MINT-Versager sollen doch tatsächlich Menschen sein die nicht begreifen dass das Ganze mehr ist als die Summe ihrer Teile. Sowas versaut mir den ganzen Pfingstsonntag. Bei denen hilft der Heilige Geist dann auch nicht mehr.

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