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Vergabe der Konzession für das Haus Zahlepohl sorgt für Streit in Raeren

Haus Zahlepohl in Raeren sorgt in der Gemeindepolitik für Streit. Foto: OD

Um das Haus Zahlepohl in Raeren ist in der Töpfergemeinde ein Streit zwischen Mehrheit und Opposition entbrannt. Es geht zum einen um die Abwicklung der Vergabe der neuen Konzession an eine 32-jährige Köchin aus Chaudfontaine und zum anderen um die Höhe der Miete für die Immobilie, die Eigentum der Gemeinde Raeren ist.

Die Suche nach einem neuen Konzessionär war notwendig geworden, nachdem Nelly und Kurt Luchte, die viele Jahre das Lokal führten, ausgeschieden waren.

Die Konzession wurde somit neu ausgeschrieben, und beworben haben sich sehr unterschiedliche Leute, darunter sogar ein Käsebauer aus der Schweiz.

Lebensgefährte im Gemeinderat

Entschieden hat sich das Raerener Gemeindekollegium dann für Katy-Anne Pirson, eine Köchin aus Chaudfontaine. Pikant ist die Entscheidung deshalb, weil die 32-Jährige die Lebensgefährtin des Gemeindemandatars Bernard Zacharias ist.

Haus Zahlepohl in Raeren steht unter neuer Leitung. Foto: OD

Zacharias, Chef der Schnapsbrennerei Radermacher und Mitglied des Lütticher Provinzialrats, gehört obendrein derselben Fraktion („Mit Uns“) und Partei (PFF) wie Bürgermeister Hans-Dieter Laschet an.

Trotzdem versicherte Laschet in einem Zeitungsinterview, alles sei korrekt verlaufen. Den von der CSL-Opposition geäußerten Vorwurf der mangelnden Transparenz lässt Laschet nicht gelten: „Die Liste der Kandidaten sowie die Beschlüsse des Gemeindekollegiums waren jederzeit für die Ratsmitglieder einsehbar.“

100 Euro Miete pro Jahr

Ein weiterer Kritikpunkt der Opposition bezieht sich auf die Vereinbarungen finanzieller Natur. Nur 100 Euro pro Jahr (8 Euro pro Monat) beträgt die Miete, wobei die Betreiberin die Energiekosten selbst tragen muss. „Das ist keine versteckte, sondern eine ganz offene Förderung eines privatwirtschaftlichen Betriebs“, schimpfte die CSL.

Bürgermeister Laschet hält das „Bla-Bla der Opposition“ für geschäftsschädigend, freut sich aber darüber, „dass bei uns endlich etwas für die Touristen geschieht“ und „man in Raeren tagsüber wieder eine Einkehrmöglichkeit findet“, wie er dem Grenz-Echo anvertraute.

Mal schauen, wie viele Pötte zu diesem Thema noch zerschlagen werden… (cre)

  1. Ich glaube sogar, dass da alles korrekt gelaufen ist. Nichtsdestotrotz sind solche Entscheidungen unglücklich, denn in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit sieht es so aus, als sei ja jemand privilegiert worden, weil die Person die Lebensgefährtin eines Politikers der Mehrheit ist. Solche Fälle sollte man in Zeiten großer Politikverdrossenheit möglichst vermeiden, auch wenn man der vielleicht tatsächlich besten Bewerberin damit Unrecht tut.

    • Dem ist nichts Weiteres hinzuzufügen!
      Dass es dann aber Personen gibt, die auf sich aufmerksam machen wollen, indem sie auf unsachliche, gröbste und populistische Weise Stimmung machen,
      sollte den Menschen aber die Augen öffnen, dass wenig Veränderung innerhalb dieser Gruppierung
      stattgefunden hat.
      Auf das Niveau sollte niemand sich begeben!

      LG

    • Um überhaupt einen Betreiber für Haus Zahlepohl zu finden brauchte die Vorgängerin nur einen Teil der Energiekosten zu tragen. Die jetzige Betreiberin trägt die Energiekosten komplett und investiert eine hohe Summe in das Haus Zahlepohl.

  2. Das größte Eigentor hat Herr Zacharias geschossen. Wenn er erklärt, dass die Zeiten, in den im Zahlepohl „Karten gespielt und Kuchen gegessen wurde“, vorbei seien, verkrault er einen Teil seiner Kundschaft selbst. Und dies auf arrogante Weise. Wenn das Lokal ein liberales Schickimicki-Restaurant für Wohlhabende sein soll, ok. Aber er soll sich dann auch nicht beklagen, wenn der Laden nicht läuft. Aber ohne Mietkosten tendiert sein unternehmerisches Risiko ohnehin gegen null.

    • Die Speisekarte ist das Problem! Miete, Energie… kann man diskutieren wenn der Laden läuft. Bei den Preisen die im Moment aufgerufen werden, wird sich aber das potentielle Publikum aus Museumsbesucher und Sonntagsspaziergänger schnell verabschieden. Na, ja, vielleicht verstehen die Betreiber ja noch dass man neben den Belgischen Restaurant-Preisen hier auch etwas für den kleinen Geldbeutel anbieten muss…

    • fades Geschmäckle

      da gehe mal einer zu seinem Vermieter und sage ihm: ich zahle 100 € Jahresmiete, dafür trag ich aber Strom + Wasser selbst . . ., der Rausschmiss wäre sicher !
      Die Argumentation der Finanzierung der „Verantwortlichen“ für diese Möchte-gern-Schicki-Micki-Bude wird mit jedem Satz peinlicher !!
      . . und wenn´s denn wirklich „korrekt“ zugegangen sein sollte, bekommt keiner der Beteiligten einen süßsauren Geschmack auf die Zunge ???
      Entweder hält man seitens der „Mit Uns -Liste “ seine Untertanen für saublöd oder man ist es selber . ., beides wäre ganz schlimm !!

  3. Kein Einzelfall

    Für den Zahlepohl bekommt nun die Lebensgefährtin eines Gemeinderatsmigliedes der Liste „Mit uns“ den Zuschlag . Vor einigen Jahren wurde die Frau eines Schöffen, Mitglied der Liste „Mit uns “ Schuldirektorin in Eynatten. „Mit uns“ für uns alleine …

    • Lügner!!

      Wo waren Sie denn schauen?
      Tasse Kaffee kostet auch auf Schönefeld 2,50€!! Also anscheinend normal! (war letzte Woche noch da und ich bin kein Kaffetrinker!)

      und wenn Sie keine Lust auf selbstgemachten franz. Apfelkuchen haben gibts ja auch noch Pfannekuchen bzw. Crêpes oder unterschiedliche Marmorkuchen! (die sind dann günstiger!)

      Oder Suppe oder Tapas oder oder oder

      und das günstigeste Haupgericht ist Rinderfiletsteak mit Salat, Pfeffer,; Pilz oder Bernaise Sauce und Fritten für 20€ und nicht wie Sie behaupten 28€. (Rinderfilet kostet auf Schönefeld 28,50€, hab ich selber dort gegessen!!)

      Bevor Sie hier rum lügen sollten Sie besser erst einmal die Karte lesen!!

      Immer diese Lästermäuler!

      @Schönefeld, sorry das ich euch hier so zum vergleichen ausnutze, aber ihr wart das letzte Restaurant in dem ich essen war!! Und es war sehr lecker!!

  4. Ich denke auch man sollte hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!
    Ein Hamburger kostet im McDonald’s auch deutlich weniger als wie in der Frittüre in der Stadt!
    Genauso wie das Steak bei Makro deutlich weniger im Einkauf kostet als wie beim Metzger neben an!
    Es ist schon sehr beschämend was hier betrieben wird.
    Da muss ich dem Herrn Bürgermeister Laschet Recht geben, das ist schon geschäftsschädigend!

    Wir werden uns persönlich ein Bild vom Zahlepohl machen, Den wir fallen nicht auf die Hetzerei rein wie hier betrieben wird.

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