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Lewis Hamilton zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister – Rekord von Michael Schumacher eingestellt

15.11.2020, Türkei, Istanbul: Lewis Hamilton aus Großbritannien vom Team Mercedes feiert seinen Sieg der Weltmeisterschaft. Foto: Tolga Bozoglu/POOL EPA/AP/dpa

Lewis Hamilton ist erneut Formel-1-Weltmeister. In der Türkei fährt der Brite im Mercedes schon wieder zum Sieg. Mit seinem siebten WM-Titel hat der Brite die Bestmarke von Michael Schumacher eingestellt.

Im Rutsch- und Regenchaos von Istanbul schaffte Hamilton am Sonntag seinen zehnten Saisonsieg und raste unter schwersten Bedingungen zum nächsten Meilenstein seiner Karriere. Der 35-Jährige verdrängte den Mexikaner Sergio Perez im Racing Point und Ex-Champion Vettel im Ferrari nach einer Aufholjagd auf die Plätze zwei und drei.

15.11.2020, Türkei, Istanbul: Lewis Hamilton aus Großbritannien vom Team Mercedes fährt über die Ziellinie zum Sieg. Foto: Tolga Bozoglu/POOL EPA/AP/dpa

Nach dem viertletzten Saisonrennen ist Hamilton nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Er hat 307 WM-Punkte und liegt uneinholbar vor seinem Stallrivalen Valtteri Bottas. Der Finne hatte als 14. nichts mit dem Kampf um die Spitze zu tun und wurde sogar überrundet.

Sportlich ist Hamilton spätestens jetzt ganz oben angekommen und steht statistisch auf einer Stufe mit dem bislang größten Rennfahrer der Geschichte. Es gibt keinen Zweifel daran, dass er Schumacher noch überholen kann, wenn er seine Karriere wie erwartet fortsetzt. Die Verhandlungen sollen nach dem Titelgewinn Fahrt aufnehmen, sagte Wolff vor dem Wochenende.

Sportlich ist Hamilton seit langem der Maßstab. Er hält die Rekorde für die meisten Pole Positionen (97) und auch die meisten Grand-Prix-Siege (94). Er gewann 2008 im McLaren seinen ersten WM-Titel, 2014, 2015, 2017, 2018, 2019 und nun 2020 folgten sechs weitere im Mercedes. Die einzige Niederlage im Silberpfeil kassierte er 2016, als Nico Rosberg Champion wurde und danach seine Laufbahn beendete. (dpa)

9 Antworten auf “Lewis Hamilton zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister – Rekord von Michael Schumacher eingestellt”

    • Ich war damals auch ein großer Schumi-Fan, aber auch der gute Schumi saß immer bei weitem im besten Auto… auch Senna und Prost hatten Ende der 80er, Anfang der 90er das beste Auto. Vorher gab es auch Jahre der Lotus, McLaren und Williams Dominanz. Nach McLaren in den 80ern kamen die Williams Jahre. Danach war es wieder McLaren und dann kam Ferrari, wieder McLaren, dann RedBull und jetzt eben Mercedes.
      Es ist nunmal so, dass die ganz Großen immer konkurrenzlos erscheinen, was aber eher an ihrer Übermacht liegt, war bei Schumi, bis auf einige wenige Ausnahmen, nicht anders. Hamilton hat seine Teamkollegen immer rasiert – 2016 konnte Rosberg mit viel Glück und großem Technikpech Hamiltons zwar gewinnen, ohne den Motorschaden in Malaysia hätte Hamilton aber auch die 2016er Meisterschaft gewonnen.
      Man kann es ihm nicht anlasten, dass er selbst die Rennen gewinnt, die er eigentlich nicht gewinnen kann, wie beispielsweise in Istanbul. Er hatte Probleme, hat aber im Vergleich zu vielen anderen, beispielsweise auch Verstappen, sein Auto einfach auf der Straße gehalten und ist immer schneller geworden. Er ist seiner Konkurrenz aktuell in der Summe meilenweit überlegen – dass er verdammt gut Auto fahren kann muss man sicherlich nicht diskutieren, das erkennen ja auch andere Größen wie der von mir nie sehr gemochte Herr Vettel an… man muss ihn nicht mögen, aber seine Leistungen muss man einfach würdigen. Der Vergleich zwischen unterschiedlichen Epochen erübrigt sich meiner Meinung nach sowieso und wie sagte schon der gute Schumi damals: Rekorde sind dafür da gebrochen zu werden.

      • Belgofritz

        Schumacher saß nicht „stets im besten Auto“. Er machte in Spa im Jordan (!) spektakulär auf sich aufmerksam. Ein Jordan fuhr zu der Zeit normalerweise um Platz 20 herum…
        Und wer würde den Benetton-Ford als bestes Auto bezeichnen, mit dem Schumacher seinen ersten Titel gewann? Auch die ersten Jahre im Ferrari (ohne Titel) waren weit weg vom „besten Auto“. Aber Schumacher war auch Techniker, konnte ein Auto mitentwickeln und dann noch aus jeder „Karre“ 105% rausholen. Das war der Schlüssel zu den weiteren Titeln mit Ferrari. Sein Manager Weber hatte das zeitig erkannt.
        Schumacher fuhr damals auch nicht gegen irgendwen. Senna, Hill, Villeneuve, Häkkinen, Mansel, … alles keine lahmen Enten und Weltmeister.
        Wer außer Verstappen fällt denn heute im Getümmel noch auf? Man kann die Leistungen der Fahrer aus verschiedenen Epochen eh nicht 1:1 vergleichen. Alles hat seine Zeit.

        • Kein Schumifan

          Dem kann nur noch anfügen, dass Schumacher auch den Silberpfeil in die Spur gebracht hat und sich Hamilton ins gemachte Nest setzen durfte.
          Nach wie vor unbegreiflich, welch grausames Schicksal ihn nach dem Rennsport erwartete

  1. Mal ganz anders , wie oft hat Schumelschumi seine Gegner Damon Hill und Jaques Villeneuve kurz vor dem Titelgewinn von der Strecke rasiert ?? Welche Konkurrenz hatte Schumi denn damals eigentlich ? Alain Prost und Senna waren nicht mehr aktiv , oder meinten sie etwa die Domestiken Coulthardt und Konsorte ?

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