Leute von heute

Frankreich: Ausgangssperre landesweit schon ab 18 Uhr

17.10.2020, Frankreich, Paris: Die Prachtstraße Champs-Elysées ist während der Ausgangssperre fast leer. Foto: Lewis Joly/AP/dpa

Im Kampf gegen das Coronavirus will Frankreich die abendliche und nächtliche Ausgangs-Sperre auf dem gesamten Festland um zwei Stunden auf 18 Uhr vorziehen.

Die Regelung solle ab Samstag für mindestens 15 Tage gelten, kündigte Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend in Paris an. „Es ist nicht möglich, das Haus aus persönlichen Gründen zu verlassen“, sagte Castex. Auch Geschäfte sollen demnach ab 18 Uhr schließen.

Zuvor war das ursprünglich von 20 Uhr bis 6 Uhr geltende Ausgehverbot bereits in einzelnen besonders betroffenen Départements vorverlegt worden. Den Menschen ist es während dieser Zeit nicht mehr gestattet, an der frischen Luft spazieren zu gehen, Sport zu machen oder einzukaufen. Sie dürfen aber zum Beispiel weiterhin zur Arbeit fahren oder wegen zwingender familiärer Gründe das Haus verlassen.

31.12.2020, Frankreich, Paris: Polizeiwagen parken vor dem Arc of Triomphe (Triumpfbogen). Foto: Thibault Camus/AP/dpa

Die Situation habe sich in den letzten Tagen stabilisiert, bleibe aber besorgniserregend, sagte Castex. Im Schnitt gebe es etwa 16.000 nachgewiesene Fälle am Tag. Keines der französischen Départements liege derzeit unter der Zielmarke von einem Schnitt von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Wegen der neuen Coronavirus-Varianten sollen auch die Grenzkontrollen verschärft werden. Bei der Einreise nach Frankreich von Ländern außerhalb der Europäischen Union wird ein negativer Corona-Test fällig.

Gesundheitsminister Olivier Véran sagte, man werde alles tun, um eine weitere Ausbreitung der ansteckenden in Großbritannien aufgetretenen Virus-Mutation in Frankreich zu vermeiden. Derzeit gebe es täglich etwa 200 bis 300 neue Fälle der britischen Variante.

Die Pandemie hat Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern schwer getroffen. Mehr als 2,8 Millionen Menschen infizierten sich mit dem Coronavirus, etwa 69.000 starben im Zusammenhang mit einer Infektion.

Mit Stand Mittwochabend wurden knapp 250.000 Menschen in Frankreich gegen das Virus geimpft. Ab Montag sollen auch Menschen mit besonders hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf Impfungen erhalten, wie Castex ankündigte. (dpa)

15 Antworten auf “Frankreich: Ausgangssperre landesweit schon ab 18 Uhr”

  1. Es geht in die nächste Runde, die eingesperrten dürfen nicht mehr wählen:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article224376748/Neuwahlen-in-Thueringen-Warum-Bodo-Ramelow-in-die-Verlaengerung-geht.html

    Eigentlich sollte in Thüringen am 25. April ein neuer Landtag gewählt werden. Doch dazu kommt es nicht. Ein Grund ist die Corona-Pandemie,…..

    Und es gibt immer noch genug Schafe die glauben den Politikern gehe es um „Infektionsschutz“. Mit „neuen Corona-Mutationen“ kann man die Leute lebenslang einsperren, und sie bedanken sich auch noch dafür….

    • Walter Keutgen

      Dax, es war kein verfassungsmäßiger Wahltermin, sondern ein Abkommen zwischen den Parteien, das sie auch aufheben dürfen. Wenn man die gehässigen Kommentare in Die Welt liest, dann kann man denken, Ostbelgien Direkt sei ein Kindergeburtstag. Ein Kommentator schämt sich sogar deswegen ein Thüringer zu sein. Ich würde mich schämen, Höcke als Politiker zu haben. Politisch finde ich es gut, dass die CDU weiter gezwungen ist, mit Die Linke zusammenzuarbeiten, denn die SPD verteidigt nur die Belange der elitären nicht unternehmerischen Mittelschicht wie die Grünen und da kann es eines Tages knallen.

      Der kommende verfassungsmäßige Termin ist der 14. März in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Nicht so weit weg, mal sehen, was da passiert.

      • Guido Scholzen

        Was in China wirklich passiert, das weiss kein Mensch.
        Und wenn man in Europa wirklich einen „chinesischen Lockdown“ durchführen würde, dann wäre die Krankheit auch nicht vorbei. Wer glaubt, man müsse nur chinesische Methoden, also sozialistische Handlungsweisen des Staates, einführen, liegt eher falsch als richtig.

  2. Corona2019

    Die Chinesen sind auf dauer die Gewinner im Kampf gegen die Pandemie .

    Man hatte zu Beginn die Gefahr deutlich kommen sehen , die Bilder und Informationen sind mehr als ausreichend gewesen in Europa etwas dagegen zu Unternehmen .

    Dummheit , Arroganz, Bestechung , und strategisches Kriegs verhalten hat dazu geführt wo man sich jetzt befindet,
    In einer Lage die manche Strategen noch nicht einmal bereuen .

    Nein , man stellt sich vor die Kamera , und behauptet alles richtig gemacht zu haben .
    Manche Leute sind dann aber so schlecht informiert das Sie die gleichen Leute auch noch wieder wählen würden .

    Vorschläge zur Verbesserung der Situation hatte es auch ausreichend gegeben , aber unsere Schauspieler möchten ja lieber die Bevölkerung weiter Belügen, sonst würde es ja nach einem schuld Eingeständnis aussehen .

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern