Gesellschaft

Belgien hat neuen Prinzen: Laurents unehelicher Sohn Clément gehört jetzt zur königlichen Familie

21.07.2022, Belgien, Brüssel: Prinzessin Claire von Belgien (l) und Prinz Laurent von Belgien sehen während der Militär- und Zivilparade am belgischen Nationalfeiertag in Brüssel zu. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

Belgien hat einen neuen Prinzen: Der 26-jährige Clément ist als Sohn von Prinz Laurent anerkannt worden. Damit ist er nun ein Prinz von Belgien, wie die Zeitung Le Soir“ berichtete. Er sei nicht Teil der Thronfolge und bekomme weder eine königliche Apanage noch habe er repräsentative Pflichten, hieß es.

Bisher ist sein Leben ganz bürgerlich: Clément Vandenkerckhove arbeitet in der Küche eines Restaurants. Zu seinem Vater hat er mittlerweile ein sehr gutes Verhältnis.

– Rätsel um den Vater: Cléments Mutter Iris ist unter dem Namen Wendy van Wanten als belgische Schauspielerin und Sängerin bekannt. Wer sein Vater sei, habe er erst mit 16 Jahren erfahren, berichtete Clément.

Prinz Laurent. Foto: Julien Warnand/EPA/dpa

Mit 20 Jahren dann habe er den Vater zum ersten Mal angerufen. Damals sei es ihm sehr schlecht gegangen. Nach der Schule habe er zunächst als Autoverkäufer gearbeitet, aber unter Panikattacken gelitten. Heute nach einer Therapie führt er sie auf anhaltenden Druck zurück.

Mittlerweile gehe es ihm besser, sein Leben könne nicht besser sein, sagte er. Aber er habe noch viele Pläne und habe etwa zwei Garagen gekauft, um sie zu vermieten.

– Nun auch Erbe: Darauf angesprochen, dass er nun eines Tages nach belgischem Recht auch ein Erbe des väterlichen Vermögens werde, wiegelt Clément gegenüber der Zeitung „Het Nieuwsblad“ ab: Entscheidend sei für ihn nun, seinen Vater kennenlernen zu dürfen. „Und dieses Kennenlernen ist für uns noch immer ein täglicher Prozess.“

Als anerkannter Sohn dürfte er laut „Le Soir“ nun auch den Namen seines Vaters, Sachsen-Coburg, tragen. Noch nutzt er dieses Recht nicht: „Das würde ich vielleicht gerne, aber ich bin stolz auf den Namen Vandenkerckhove. Diesen Familiennamen aufzugeben, wäre ein Verrat an allem, was meine Mutter für mich getan hat“, hatte Clément „Het Nieuwsblad“ erzählt.

21.07.2023, Belgien, Brüssel: Prinzessin Astrid (l-r), Prinz Lorenz, Prinz Laurent, Prinzessin Claire und Prinzessin Delphine sitzen auf der Zuschauertribüne während der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag. Foto: Fred Sierakowski/AP/dpa

– „Prinz Vollgas“ erkennt Vaterschaft an: Prinz Laurent von Belgien (62), der jüngere Bruder des heutigen Königs Philippe, hatte schon im vergangenen Herbst öffentlich erklärt, Cléments Vater zu sein. Im Februar erkannte er dies auch rechtlich an.

Prinz Laurent ist seit 2003 mit Prinzessin Claire von Belgien verheiratet. Das Paar hat drei Kinder. Wegen seiner Leidenschaft für schnelle Autos wurde Laurent „Prinz Vollgas“ genannt, musste zeitweilig seinen Führerschein abgeben und sorgte etwa 2011 mit einem Besuch in der früheren belgischen Kolonie Kongo für negative Schlagzeilen.

– „Wir sind große Pasta-Fans“: Sein Sohn hat für ihn im Gespräch mit „Het Nieuwsblad“ nur Lob: „Ich habe mittlerweile ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Vater. Er unterstützt mich sehr. Wenn ich ihn brauche, ist er für mich da. Das macht mich sehr glücklich.“ Er nehme sich zum Beispiel immer Zeit, um mit seinem Sohn in Brüssel essen zu gehen. „Wir sind große Pasta-Fans“, verriet Clément. Und wie sein Vater sei er verrückt nach Autos.

Damit ist die königliche Familie um einen weiteren Prinzen größer, nachdem sie vor einigen Jahren bereits Prinzessin Delphine als uneheliche Tochter von Laurents Vater, dem früheren König Albert II., anerkannt hatte. (dpa/cre)

17 Antworten auf “Belgien hat neuen Prinzen: Laurents unehelicher Sohn Clément gehört jetzt zur königlichen Familie”

    • Zuhörer

      @. Godbye Belgien. Was im Text steht und die Realität sind zweierlei.
      Wenn eine Person beweisen kann, dass sie eine intime Beziehung mit einem Mitglied des Königshaus hatte , hat sie anrecht auf Unterstützung. So ist es in Belgien. In der Vergangenheit sind sogar Prostituierte so entschädigt worden.

    • Warten wir mal ab!

      @ Goodbye

      So steht es zwar im Text, aber warten wir lieber mal ab … . Seine „Tante“ wollte ja „auch nur anerkannt werden“, ist aber jetzt überall dabei 🤷‍♂️

  1. Goodbye Belgien

    @Warten wir mal ab 21:36
    Die „Tante“ bekommt übrigens auch keine Apanage vom belgischen Steuerzahler.
    Sie erbt eventuell später aus dem Privatvermögen ihres Vaters.
    Bitte besser informieren bevor „Fake News“ verbreitet werden !

    • Peter Müller

      Zwischen etwas bekommen, und überall dabei zu sein, ist schon ein Unterschied. Aber wer überall dabei ist, profitiert von andern ,und es öffnen sich Türen !. So wird es auch Clément vorhaben, und auch erreichen. Wie heisst die Werbung“ Einmal hin,alles drin“

      • Warten wir mal ab …

        @ Peter Müller

        Genau so ist es! Wie man an verschiedenen Kommentaren sieht, begreift das allerdings nicht jeder. Die träumen lieber von Weihnachtsmärchen mit schönen Prinzen und Prinzessinnen die auf einem noch schöneren Schimmel durch die Winterlandschaften reiten! Oder denen, die mit dem größten bunten Hut oben auf den Ehrentribünen sitzen und ihre Untertanen unten beim vorbeidefilieren zusehen.

  2. Alfons van Compernolle

    Was fùr teilweise mehr als DUMME Kommentare betr. P.Laurant seinen unehelichen Sohn.
    Im Gegensatz zu Koenig Albert , hat Prinz Laurant von beginn an zu seinem unehelichen Sohn gestanden. Das ist etwas was per Gesetz von unehelichen Eltern erwartet wird, fùr Koenig Albert aber erst nach langer juristischer Auseinandersetzungen, Vaterschaftsabstreitungen , Versuche jegliche Art von DNA Nachweise und Beweisevorlagen erfolglos zu verhindern, per Gerichtsurteil erzwungen und anerkannt werden musste. Ob Arbeiter oder Staatsoberhaupt fùr jeden von uns Menschen gilt: Wer mit einer Frau (warum auch immler ) Sex betreibt, sollte auch fùr die Folgen , eine moegliche Schwangerschaft und Geburt eines Kindes anerkennent aufkommen. Es gibt nur etwa global 1000 Menschen, diese wie
    Louise Brouwn (1978) in einem Reagenzglas kùnstllich gezeugt wurden und ihren leiblichen Vater nicht suchen mùssen ! Prinz Laurant hat Charakter-Anstand und Aufrichtigkeit mit der Anerkennung seines uneheleichen Sohnes bewiesen. Das erkenne ich an !!

      • Alfons van Compernolle

        abgoettische bewunderung ……….??????? Willi Mùller , ein dùmmlicher und zu dem noch unzutreffender Kommentar. Die Angehoerigen aus dem Adel , sitzen nicht immer und nicht alle auf dem hohen Thron, sondern besitzen wie wir auch positive und negative Eigenschaften, diese es gilt anzuerkennen oder aber ablehnen sollte. Dieses gilt auch fùr Sie Willi Mùller, der Sie unter Anwendung ihres Klarnamen hier en einen oder anderen Kommentar postet, was ich anerkenne !!

      • Alfons van Compernolle

        5/11 Die Anerkennung einer unehelichen Vaterschaft besteht seit dem Inkrafttreten der Hager Vertràge ( wenn ich mich richtig erinnere 1955)und dieses gilt / galt auch fùr den Adel.
        Das Koenig Albert erst gerichtlich gezwungen wurde , ist nur zum Teil richtig. Fakt ist das es auch fùr Koenige bzw. Staatsoberhàupter keine gesetzlich gebrùndeten Ausnahmen bei der Anerkennung von unehelichen Kindern gibt, wohl aber hat Koenig Albert ganz sicher Druck aus der eigenen Familie Sachsen-Coburg bekommen. Soweit ich mich erinnere, ist auch in der Belgischen Verfassung verankert, das auch der Koenig der Verfassung und den Belgischen Gesetzen zur Einhaltung verpflichtet ist.

    • AvC, Gesetze ändern sich und es ist nicht lange her, da war es unmöglich, ein uneheliches Kind anzuerkennen.
      Auch müssten Sie wissen, dass ein König oder Thronfolger nicht so einfach (s)ein Kind anerkennen kann. König Albert, ob er wollte oder nicht, hatte keine andere Wahl, als gerichtlich „gezwungen“ zu werden.

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