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FC Brügge verliert gegen Real Madrid 1:3 – darf aber in der Europa League überwintern

11.12.2019, Belgien, Brügge: Brandon Mechele (3.v.r) vom FC Brügge und Eder Militao von Real Madrid in Aktion. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

Für den belgischen Fußball ging am Mittwoch die Champions League 2019-2020 zu Ende. Nach der Winterpause geht es für den belgischen Fußball in der Europa League weiter, an der neben AA Gent auch der FC Brügge teilnehmen wird, der zwar gegen Real Madrid 1:3 verlor, aber trotzdem die Gruppenphase als Dritter beendet und somit in der Europa League überwintern darf.

Weil Paris Saint-Germain Galatasaray Istanbul ohne Probleme 5:0 bezwingen konnte, blieb die Niederlage von „Blauw en Zwart“ gegen Real ohne negative Folgen für den belgischen Vizemeister, der im 1/16-Finale der Europa League weitermachen kann.

Gegen die „Königlichen“ aus Spanien musste Brügges Trainer Philippe Clement auf den Ex-Eupener Clinton Mata und auf Krépin Diatta verzichten, die im Istanbul nach einem völlig überzogenen Torjubel Gelb-Rot sahen und deshalb gegen Real gesperrt waren.

11.12.2019, Belgien, Brügge: Eder Balanta (r) vom FC Brügge und Casemiro (l) von Real Madrid kämpfen um den Ball. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

Dafür aber konnte Clement endlich wieder auf Ruud Vormer zurückgreifen, der nach seiner Roten Karte in Madrid für drei Spiele gesperrt worden war.

Bei Real Madrid fehlten neben dem verletzten Eden Hazard noch einige andere Stammspieler. Sergio Ramos war erst gar nicht dabei, Karim Benzema saß zum Anpfiff auf der Ersatzbank, genauso wie Belgiens Nationaltorhüter Thibaut Courtois, aber auch Gareth Bale war nur Auswechselspieler.

Vor allem in der ersten Halbzeit war Brügge den „Königlichen“ ebenbürtig und hatte durchaus die eine oder andere Möglichkeit, in Führung zu gehen. Zur Pause stand es aber noch 0:0.

In der 53. Minute erzielte Rodrygo das 0:1, aber nur zwei Minuten später gelang Vanaken der Ausgleich zum 1:1. Als dann Vincius Junior Real erneut in Führung brachte, war Brügge nicht mehr in der Lage, noch einmal zurückzukommen, wahrscheinlich auch, weil die Brügger wussten, dass in Paris Galatasaray, Brügges Konkurrent im Kampf um Platz 3, in jedem Fall verlieren würde. Kurz vor dem Abpfiff erzielte Modric noch das 1:3.

11.12.2019, Belgien, Brügge: Hans Vanaken vom FC Brügge feiert sein Tor zum 1:1. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

Bereits am Dienstag war die Champions-League-Kampagne für Meister KRC Genk zu Ende gegangen. Die Limburger verloren beim SSC Neapel 0:4.

Der Auftritt des belgischen Meisters in der Champions League war zum Teil unterirdisch, auch wenn die Limburger mit Titelverteidiger FC Liverpool, Italiens Vizemeister SSC Neapel und dem österreichischen Serienmeister Red Bull Salzburg sehr starke Gruppengegner hatten.

Trotzdem hätte Genk in seiner Verfassung der letzten Saison mehr gerissen als so. Auch das 0:4 am Dienstag in Neapel war wieder ein Trauerspiel. Der Trainerwechsel von Felice Mazzu zu Hannes Wolf hat bisher nicht viel gebracht. Durch eine miserable Transferpolitik ist Genk nur noch eine mittelmäßige Mannschaft.

Standard Lüttich gegen Arsenal vor Herkulesaufgabe

Für AA Gent geht es in der Begegnung von Donnerstag in der Europa  League (21 Uhr) gegen Oleksandriya (Ukraine) nur noch um den Gruppenspieg. Der Einzug ins 1/16-Finale der Europa League ist den „Buffalos“ jetzt schon sicher.

Unterdessen muss Standard Lüttich gegen Arsenal London (18.55 Uhr) auf ein Wunder hoffen, um ebenfalls international überwintern zu können. In Guimaraes spielten die „Rouches“ nur unentschieden. Vor allem aber gelang es Konkurrent Eintracht Frankfurt, bei Arsenal London zu gewinnen, womit kaum jemand gerechnet hatte.

So muss die Mannschaft von Trainer Michel Preud‘homme gegen Arsenal entweder mit mehr als vier Toren Differenz gewinnen (weil Arsenal im Hinspiel 4:0 siegte) oder zumindest hoffen, dass Frankfurt gegen Guimaraes nicht gewinnt.

Wenn Standard gewinnt und Frankfurt verliert, wären die Lütticher weiter. Bei einem Unentschieden des Bundesligisten entscheidet das Torverhältnis, weil der direkte Vergleich weder Standard noch Frankfurt begünstigt (beide gewannen ihr Heimspiel jeweils 2:1). (cre)

NB. Die Spiele der Champions League mit belgischer Beteiligung sind auf Club RTL und Proximus Sports zu sehen, die der Europa League auf „La Deux“.

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