Jean-Paul Bastin, Abgeordneter im Wallonischen Parlament und Bürgermeister von Malmedy (Les Engagés), und Pascal Arimont, CSP-Europaabgeordneter aus Büllingen, schlagen eine Anerkennung für die Landwirte vor, die sich beim Brand im Hohen Venn spontan an der Seite der Rettungskräfte engagiert haben.
Der Brand, der am 14. August im Hohen Venn ausgebrochen ist, hat mehr als 3.000 Hektar betroffen. In den ersten Tagen der Krise waren rund hundert Landwirte im Einsatz – mit ihren Traktoren, ihren Wassertanks und ihrer Ortskenntnis. Ihr Einsatz hat dazu beigetragen, die Ausbreitung des Feuers einzudämmen.
Jean-Paul Bastin: „Die Landwirte, mit denen ich gesprochen habe, haben keine Forderungen gestellt. Es liegt aber an uns, ihren Einsatz wertzuschätzen. In Malmedy wissen wir, was dieser Einsatz bedeutet hat. Dass das Feuer die Nationalstraßen nicht überschritten und unsere Gemeinde nicht erreicht hat, ist natürlich den Feuerwehrleuten zu verdanken, aber ebenso dem Einsatz dieser Landwirte.“

15.08.2026, Belgien, Weismes: Landwirte bringen Wasser vom Robertville-See herbei, während ein Feuer im Naturschutzgebiet „Hautes Fagnes“ (Hohes Venn) wütet. Foto: Nicolas Lambert//dpa
Bastin weiter: „Die Landwirte haben sich eingesetzt, um die Ausbreitung des Feuers einzudämmen, die Feuerwehr bereits zu Beginn der Krise mit Wasser zu versorgen und die Randbereiche von Straßen und Wegen zu bewässern. Ihre Traktoren waren für ein schwer zugängliches Gebiet wie das Hohe Venn besonders gut geeignet. Dieser uneigennützige, konkrete und wirksame Einsatz verdient Anerkennung.“
Der Bürgermeister-Abgeordnete schlägt eine Anerkennungsprämie pro Einsatztag vor, die über ein einfaches Verfahren auf Grundlage eines Formulars gewährt werden soll, mit dem die beteiligten Landwirte und die Dauer ihres Einsatzes erfasst werden können.
„Es geht darum, die aufgewendete Zeit anzuerkennen, und nicht darum, die Landwirte dazu zu verpflichten, jede Stunde, jeden Liter und jeden Kilometer nachzuweisen. Es handelt sich nicht um eine Bezahlung, sondern um eine symbolische Anerkennung. Die Bewältigung der Krise im Hohen Venn wird hohe Kosten verursachen. Der Einsatz der rund hundert Landwirte, die in den ersten Tagen ganz konkret dazu beigetragen haben, unser Gebiet und unsere Bevölkerung zu schützen, muss in diesem Zusammenhang entsprechend gewürdigt werden“, so der Bürgermeister von Malmedy.
– Lehren aus dem Einsatz ziehen: Eine Lehre aus dieser Krise sollte auch darin bestehen, im Vorfeld ein Verfahren für den Einsatz von Landwirten und ihrer Ausrüstung festzulegen, das sich für derartige Situationen eignet. Dafür braucht es einen klaren und vorab definierten finanziellen Rahmen.
Die Seen in der Umgebung des Naturschutzgebiets Hohes Venn stellten darüber hinaus während der gesamten Krisenbewältigung eine besonders wichtige Wasserreserve dar. Angesichts des Klimawandels, immer heißerer Sommer und eines steigenden Brandrisikos sollte laut Bastin künftig an jedem See eine sichere, für die Rettungsdienste zugängliche Wasserentnahmestelle vorgesehen werden.
Pascal Arimont: „Die europäische Solidarität muss auch diejenigen unterstützen, die sich engagieren“

15.08.2026, Belgien, Weismes: Landwirte bringen Wasser vom Robertville-See herbei, während in Waimes ein Feuer im Naturschutzgebiet „Hautes Fagnes“ (Hohes Venn) wütet. Foto: Nicolas Lambert//dpa
Durch die Aktivierung des EU-Katastrophenschutzmechanismus konnten zusätzliche Einsatzmittel aus mehreren europäischen Ländern mobilisiert werden. Für den Europaabgeordneten Pascal Arimont muss diese Solidarität auch den freiwilligen Helfern zugutekommen.
„Landwirte, landwirtschaftliche Lohnunternehmer und Maschinenführer haben ihre Arbeit unterbrochen und eigene Mittel und Ausrüstung eingesetzt, um die Rettungsdienste zu unterstützen. Wir müssen sicherstellen, dass sie keine finanziellen Nachteile erleiden, weil sie in einer außergewöhnlichen Situation Hilfe geleistet haben“, so Arimont, der fordert, dass zu diesem Zweck sämtliche verfügbaren Möglichkeiten und Finanzierungsquellen auf regionaler, föderaler und europäischer Ebene geprüft werden. Auf europäischer Ebene sollen insbesondere mögliche Finanzierungen im Rahmen der für die Katastrophenhilfe und den Katastrophenschutz vorgesehenen Mittel untersucht werden, gegebenenfalls auch im Rahmen von rescEU. Er erinnert zudem an seine Forderung, den Solidaritätsfonds der Europäischen Union zu mobilisieren, um zu gegebener Zeit die Wiederherstellung der betroffenen Gebiete zu unterstützen. Hierzu muss eine genaue Bewertung der Schäden erstellt werden, damit Belgien seinen Antrag innerhalb der europäischen Fristen einreichen kann. Ergänzend sollen auch die Möglichkeiten der europäischen Strukturfonds, insbesondere des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), geprüft werden, um den Wiederaufbau zu unterstützen und die Widerstandsfähigkeit der betroffenen Gebiete gegenüber künftigen Katastrophen zu stärken.

16.08.2026, Belgien, Sourbrodt: Ein Landwirt wässert den Straßenrand aus einem Tank hinter seinem Traktor. Foto: Christoph Reichwein/dpa
– Für die Zukunft vorsorgen: Für die beiden Mandatsträger gilt es, aus diesem Einsatz die richtigen Lehren für die Zukunft zu ziehen. Angesichts immer heißerer und trockenerer Sommer müsse man sich auf weitere Situationen dieser Art vorbereiten. „Es muss im Voraus klar sein, wie freiwillige Helfer mobilisiert werden können, wer ihren Einsatz koordiniert, wie sie abgesichert sind und welche Entschädigung sie erhalten.“
Jean-Paul Bastin und Pascal Arimont fordern daher die rasche Einführung eines klaren, einfachen und leicht zugänglichen Mechanismus zur Anerkennung, Absicherung und Aufwandsentschädigung von Landwirten und freiwilligen Helfern, die im Rahmen von Rettungseinsätzen zum Einsatz kommen. „Im Hohen Venn war die Solidarität wertvoll und konkret. Genauso konkret muss auch die Anerkennung sein.“ (cre)
Ja , für die stunden , ihre Stunden , Tage und Material das sie zur verfügung gestellt haben müssten sie belohnt werden . Zu mindest mit Diesel und zum Beispiel eine Inspektion für ihre Fahzeuge Tracktoren und zubehöhr und ein dickes DANKESCHÖN
Da bin ich voll und ganz bei den beiden Abgeordneten, denn es ist wohl das mindeste, dass man die Arbeit der Freiwilligen zu Schätzen weiß und ihnen auch entsprechende Entschädigungen zukommen läßt.
….das wäre mehr als verdient.
Eine Anerkennung der Landwirte 👩🌾 ist wohl logiy
Lieber Abgeordneter, lieber Herr Bürgermeister.
Bitte lesen Sie doch mal die Gesetze durch.
denn auch eine Requirierung wäre laut königlichen Erlass vom April 2014 erlaubt folgendes.
Dieses Gesetz gibt Behörden im Katastrophenfall das Recht zur sogenannten Requirierung (Réquisition). Das bedeutet, dass private Güter oder Geräte nicht dauerhaft enteignet, sondern für den Zeitraum der Krise vorübergehend beansprucht werden dürfen.
Warum müssen immer erst Katastrophen kommen damit unsere Politiker in die Gänge kommen. Solche Entscheidungen müssten doch schon längst zu Papier gebracht sein ehe es dazu kommt.
# Detlef/ Einigen Politikern fehlt eben das technische Verständnis und kommen mit dem Getriebe nicht zurecht.
Wenn man den Rückwärtsgang nicht raus bekommt, kann man nicht in die Vorwärtsgänge kommen 😉
und ewig grüßt das. Murmeltier…
Hier gibts einige,die einfach nur Ihren Frust (man kann es nicht anders benennen) raus lassen müssen und die,die in der Politik verantwortlich sind zu diskreditieren, oder für dumm halten.
Hier kommt ja nun ein Vorschlag, der ja wirklich gut ist,und den ja auch einige hier für richtig und positiv finden.
Aber nee,dann müssen einige hier,die sich mal wieder wichtiger nehmen wie sie sindauf die übliche Hetzkampagne gegen Politiker einlassen…
Mensch,machts doch mal selber,kommt aus euren Löchern und lasst euch auf ne Liste bei den nächsten Wahlen setzen…und machts besser.
Es nervt nur noch…
Frog,
Sie wirken aber auch ziemlich “ gefrustet“..
Frog/ Nicht jeder, möchte etwas vertreten müssen, bei dem man sich nicht selten, selbst belügen muss.
Gerne. Wahrscheinlich mit dem gleichen Resultat wie mit der Streichung des geoblockings, Übersetzen der staatlichen Webseiten komplett auf Deitsch usw usw.
Von den Resultaten merkt man nix. Diese Dinge laufen schon bestimmt bald 10 Jahre .
Ich sehe es wohl auch so , dass die Landwirte anerkennend zumindest ihren Treibstoff verbrauch und sollte ein Fahrzeug / Anhànger zu Schaden gekommen bzw. verloren gegangen sein, dieses erstattet oder im vollem Umfang steuerrechtlich ohne Anzùge in Anrechnung bringen koennen mùssen.
Diesen Menschen gebùhrt zu dem Anerkennung und eine Danksagung des Staates !
Heute übers Venn. Die ersten Touristen sind schon da mit Rucksack und allem pipapo. Läuft .
Anerkennung und Dank für die Landwirte sollten eine Selbstverständlichkeit sein.
Nur, – wie sieht es aus, mit Regressforderungen und/oder zumindest einer Entschuldigung der wallonischen Natur- und Forstverwaltung (zuständig auch für die Hege und Pflege des Hohen Venn), die mit aller-höchstwahrscheinlicher Sicherheit, die durch Fahrlässigkeit verursachten Feuer ausgelöst haben?
https://brf.be/regional/2103674/ ||||| https://www.vrt.be/vrtnws/de/2026/08/27/hat-das-wallonische-forstamt-den-brand-im-hohen-venn-selbst-veru/ ||||| https://www1.wdr.de/nrw/aachen-eifel/brand-hohes-venn-brandursache-luftbilder-agrarmaschine-fallschrimspringer-100.html |||||
Die Ermittler im Fall des Großbrandes im Hohen Venn rekonstruieren die Brandursache mithilfe von Luftaufnahmen eines Fallschirmspringers, die den frühen Ausbruch des Feuers um 13:14 Uhr auf einem gemähten Feld zeigen. Diese Videoaufnahmen werden mit Satellitenbildern und zentimetergenauen GPS-Bewegungsdaten von Forst- und Mähmaschinen abgeglichen, um zu prüfen, ob die Geräte das Feuer durch Funkenflug entfachten.
ICH BIN 100% DAFUR DAS DIESE HELDEN BELOHNT WERDEN ALS DANK FÜR IHREN GEFÄHRLICHEN EINSATZ
Natürlich soll die Leistung und der Einsatz der beteiligten Landwirte und Unternehmer finanziell belohnt werden…
Aber das wäre nur kurzfristig gedacht, denn diese Kapazitäten sollten direkt in den Notfallplan der Rettungszonen integriert werden, sondass sofort gehandelt werden kann und jeder Helfer sofort weiß, was zu tun ist und wo er sich melden muss. Nur so kann eine Hilfe effizient geleistet werden, zumal die Katastrophe aufgezeigt hat, dass es bei Venn- und Waldbränden ganz anderer Equipments benötigt.
Ja, und hier müssen die Politiker entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Öffentliche Bekundungen sind zwar löblich, aber wenig nachhaltig, denn es werden in Zukunft noch weitere Katastrophen folgen, wenngleich der Klimawandel hier in diesem Forum meist als Hirngespinst abgetan wird.
Jeder der in irgendeiner Form dazu beigetragen hat, das überhaupt gelöscht wurde, ob jetzt Beschäftigte bei der Feuerwehr, Leitstand, der Notdienste, oder Organisatoren aus der Politik, zum Zeitpunkt als man sie benötigt hat, sollen ihre Entschädigung erhalten, weshalb also nicht auch die Leute, die ich nicht erwähnt habe, aber trotzdem Hilfe geleistet haben und die Landwirte ?
Dass sich überhaupt jemand einsetzen und engagieren muss, für jene die sich engagiert hatten, ist doch eigentlich beschämend.
Vielen Dank an die Helfer! Nur erwarten sie nichts von diesen Politidarstellern. Meiner Meinung nach hat die moderne CO2 Politik die Probleme im Venn verschärft. Brandschutz wurde vernachlässigt. Die Biodiversität steht noch immer über allem. Es sollte ein Umdenken stattfinden. Die Verwaltung des hohen Venn sollte zur Verantwortung gezogen werden. Es kann nicht sein, dass hohe Beamten, Anweisungen geben, die brandgefährlich sind. Wie konnte es sein, dass mal wieder in der Provinz Lüttich, kein Mähverbot erteilt wurde?
In der Provinz Luxemburg, hat die Verwaltung richtig gehandelt.,
Herr Arimont steht in absoluter Verantwortung für sein Abstimmungsverhalten im EU-Parlament. Er hatte keine Ahnung von physikalischen, biologischen und wirklichen Veränderungen des Klimas oder vielmehr des Wetters in unseren Breiten. Trotzdem hielt er sogar Vorträge darüber. CO2 erwärmt das Klima nicht. Es gibt immer wieder Schwankungen des Temperaturdurchschnitts. Es gab auch immer schon Dürren. Nur der Mensch hat verlernt mit den Unregelmässigkeiten des Wetters klarzukommen. Torf wird nicht abgebaut, um das Klima zu schützen. Nun entwich bei dem Brand eine hohe Menge zu CO“. Unsere Vorfahren haben das Venn genutzt. Der Torf wurde als Brennstoff im Winter genutzt. Dadurch entstanden Unterbrechungen eventuell sogar Brandschneisen. Nun macht man das nicht mehr. „🔥Belgiens schlimmster Waldbrand seit 1911 hat gerade über 3.000 Hektar des geschützten Hochmoors (Hautes Fagnes) zerstört. Die vermutete Ursache? Das wallonische Naturschutzministerium hat Funken sprühende Mäher in das knochentrockene Torfmoor geschickt – mitten in der Hochphase des Brandrisikos … um die „Biodiversität wiederherzustellen“.
Vom Staat vorgeschriebene Öko-Management hat das Reservat möglicherweise in Brand gesetzt. Das kann man sich nicht ausdenken.“
Was wir wissen: https://x.com/dgodefridi/status/2092883770722410507?s=46
Damals war es Schicksal.
https://www.schweizerbauer.ch/artikel/politik-wirtschaft/agrarwirtschaft/die-duerre-von-1947–ein-blick-zurueck
HINWEIS – Freches: „Vennbrand hat unserer Region und dem Tourismussektor einen erheblichen Schlag versetzt“ https://ostbelgiendirekt.be/freches-zum-thema-vennbrand-441918