Alles nur Satire, Leute von heute

ALLES NUR SATIRE – Mit zwei Posten lebt es sich besser

(Zum Vergrößern Bild anklicken). Foto: Gerd Comouth

Von Ämterhäufung ist in diesem Wahlkampf überhaupt nicht die Rede. Dabei gibt es sie nach wie vor – auch in Ostbelgien.

Als Ende 2012 die gewählte Ecolo-Senatorin Claudia Niessen Schöffin in Eupen wurde, trat sie als Mitglied des Senats zurück und löste damit ein im Kommunalwahlkampf gemachtes Versprechen ein. Ärger gab es für die grüne Politikerin trotzdem, und zwar nicht zu knapp.

Nachdem ein Leserbrief-Schreiber daran erinnert hatte, dass Claudia Niessen im Fall eines Rücktritts Anrecht auf eine Abschiedsprämie habe, brach in der Eupener Öffentlichkeit ein Sturm der Entrüstung los.

Sechseinhalb Jahre später wäre diese Abschiedsprämie wahrscheinlich kein Thema mehr gewesen, denn die neue Eupener Schöffin Kattrin Jadin (PFF) streicht noch viel mehr Geld ein als nur eine Prämie, denn sie kassiert zusätzlich zum Schöffengehalt nach wie vor ihre vollen Bezüge als föderale Abgeordnete.

Und den Posten in der Kammer wird die 38-jährige Präsidentin der PFF wohl auch nach dem 26. Mai behalten, denn sie kandidiert auch diesmal auf der aussichtsreichen zweiten Stelle auf der Kammerliste der MR in der Provinz Lüttich.

Anders als einst im Fall von Claudia Niessen scheint sich am Doppelmandat von Kattrin Jadin niemand zu stören. In der Wahldebatte des BRF über die Wahl zum föderalen Parlament letzte Woche war davon nicht einmal in einem Nebensatz die Rede. Wollen Christlich-Soziale, Sozialisten  und Grüne es sich nicht mit der amtierenden Präsidentin der PFF im Hinblick auf anstehende Verhandlungen, bei denen es um mehr als nur um zwei Posten geht, verderben? (cre)

Zur Rubrik ALLES NUR SATIRE siehe auch folgenden Beitrag auf OD:

9 Antworten auf “ALLES NUR SATIRE – Mit zwei Posten lebt es sich besser”

  1. Michael Louis

    Das allerletzte Gerücht: Katrin Jadin will ihr
    zweites Gehalt für einen guten Zweck spenden:
    Eine Studienbeihilfe für Mettlen zum Koalitions-Motto
    „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert“.

  2. treesche

    Frau Jadin hat mittlerweile 10 Jobs. (Quelle: cumuleo die letzten Zahlen) Aber macht sie davon einen gut? Davon ist ein Job ihr Kammerabgeordneten Job. Das ist meiner Meinung nach mehr wie ein Vollzeitjob, wenn man es gut machen will. Mittlerweile ist sie auch noch Schöffin. Für mich ist das auch mindestens eine Halbtagstelle. Auch sollte mach als Schöffin gut erreichbar sein, um Probleme vor Ort zu lösen. (wohnen soll sie ja auch nicht mehr in Eupen) Dann hat Kät (Kattrin-EifelerPlatt) noch den PFF Vorsitz in Eupen. Diese Aufgabe oder dieses Ehrenamt macht sie nicht sehr gut. Diskussionen finden nicht mit der Parteibasis statt. Parteiposten werden nur in den Vorständen verteilt. Kandidaturen mancher Menschen werden nicht ernst genommen. Eine moderne Parteifährung sieht anders aus. Bei der Wahl des Provianzialratskandidaten und Europakandidaten, hat sie sich richtig vergriffen. Dieser dilettantische Eupener Anwalt mit dem berühmten Namen beherrscht schon seine Profession die Juristerei nicht gut. Die einzige Qualifikation dieses Anwalts, ist dass er ein Freund von Frau Jadin ist. Ich frage mich allen ernstes, was kann diese Frau mehr wie andere Menschen? Aber neidisch bin ich nicht auf diese Dame. Woraus besteht ihr Leben? -Machtgier und gleichzeitig Komplexen. Zeit für Ihre Kohle auszugeben hat die auch nicht. Ein Vorbild ist sie wirklich. Sie hätte es gerne. Jadin steht für Schwesternwirtschaft, Fründe und Klüngel.

    • Franz-Josef Heinen

      @treesche: Sonst geht es Ihnen aber gut??!! Nicht gut verdaut? Ungeküsst das Haus verlassen? Vom Chef angepflaumt worden? Machen die Kinder Stress? Wie kann man nur so viel Wut in sich tragen! Vorschlag: Schreiben, eine Nacht drüber schlafen und Post löschen.

    • Noch in bester errinnerung

      Man kann über diese Frau diskutieren wie man will , seit jeher sind die Liberalen doch bekannt für Ämteranhäufung um überall die Finger mit im Spiel zu haben . Man kann sich noch gut errinneren als im Sommer 2013 in diesem Forum ein Artikel für Gesprächsstoff sorgte , wo ein gewisser “ Stiller Beobachter “ eine Salbe entfachte . Damals ging es auch um einen nimmersatten Liberealer , welcher es absolut auf die Kröten abgesehen hatte .

  3. Beobachter

    Ich muss dem ‚treesche“ Recht geben.
    Die Dame hat eigentlich nichts mehr dort verloren.
    Allerdings, einerseits ist es egal. Sie, die Weykmanns, der Bachelor und der kleine Rest haben die Partei systematisch demontiert und zerstört.
    Ich wer seit jeher liberal eingestellt.
    Was die aber mit der Partei gemacht haben ist eine grosse Sauerei.

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern