Leute von heute

Eine „Rhetorika“ für angehende Anwälte im Kloster Heidberg in Eupen

Teilnehmer der „International Roman Law Moot Court Competition“ (IRMCC) beim Galadiner mit Preisverteilung am Freitagabend im Kloster Heidberg in Eupen. Foto: Gerd Comouth

Vor einer Woche war das Kloster Heidberg in Eupen Schauplatz eines Teils der sogenannten „International Roman Law Moot Court Competition“ (IRMCC). Vereinfacht ausgedrückt, handelt es sich dabei um eine Art „Rhetorika“ für Juristen oder angehende Anwälte.

Beim Moot Court geht es darum, auf der Grundlage des Römischen Rechts ein überzeugendes Plädoyer in englischer Sprache zu halten.

Ausrichter der 11. Auflage des „Moot Court“ war die Universität Lüttich, die zusammen mit sieben anderen Hochschulen an dem Wettbewerb beteiligt ist, nämlich Cambridge, Oxford, Athen, Neapel, Trier, Tübingen und Wien.

Von 2008 bis 2012 war das Imaret von Kavala in Griechenland Austragungsort des Wettbewerbs. Seitdem wechseln sich die beteiligten Universitäten als Ausrichter ab.

Der Eupener Jean-François Gerkens, Professor für Römisches Recht an der Uni Lüttich, sorgte dafür, dass Der „Moot Court“ zum Teil in Eupen stattfand. Foto: Gerd Comouth

Dass die Ausscheidungen und das Halbfinale des „Moot Court“ sowie das Galadiner mit anschließender Preisverteilung im Kloster Heidberg stattfanden (das Finale war in Lüttich), ist Jean-François Gerkens zu verdanken. Der Eupener ist Professor für Römisches Recht an der Uni Lüttich.

Der „Moot Court“ ist eine Plädoyer-Übung für Studenten. Die Studenten müssen während mehrerer Monate einen Fall bearbeiten und bringen das dann hier vor Richtern vor. Die Basis ist für alle das Römische Recht. Folglich sind alle Teilnehmer gleichgestellt, egal aus welchem Land sie kommen.

Das erste Team bekam eine 6-Liter-Va-Dieu-Flasche, das zweite eine von 3 Litern, und die 3. und 4. eine Magnum-Flasche (1,5 L.). Diese Flaschen wurden nach dem Galadiner mit allen Teilnehmern geteilt. Noch wichtiger ist für die Teilnehmer aber das Prestige, das mit dem „Moot Court“ verbunden ist.

Hier die Siegerliste beim Team-Wettbewerb:

1. Oxford
2. Lüttich
3. Athen
4. Cambridge

Einzelwettbewerb:

1. Jakob Braun (Uni Wien)
2. Konstantin Schöneberg (Uni Tübingen)
3. Marina Simopoulou (Uni Athen)

Beste juridische Analyse: Uni Lüttich

Die Ostbelgierin Sophie Bulkaert war nach den Vorrunden Erste in der Einzelwertung.

Am Tag nach der Preisverleihung besuchten die Teilnehmer das Parlament der DG. Ein Stadtrundgang in Eupen stand ebenfalls auf dem Programm.

Nachfolgend einige Bilder von Gerd Comouth vom Galadiner im Kloster Heidberg am Freitagabend, dem 13. April (zum Vergrößern Bild anklicken):

  1. karlh1berens

    „Droit Romain“ , damals mit Prof. Vigneron war, neben „Droit International“ die einzige Vorlesung an der ULG, welche ich jede Woche in der 1. Kandidatur verfolgt habe.
    Einfach das DR in einen Algorithmus verpacken und alle Staatsanwälte, Richter und Rechtsverdreher nach Amerika oder England verbannen. Die (europäische) Welt wäre die gerechtere.

  2. Ostbelgien Direkt

    ZUSATZINFOS

    Das erste Team bekam eine 6 Liter Val Dieu Flasche, das zweite eine 3 Liter, und die 3. und 4. ein Magnum (1,5 L.). Diese Flaschen wurden nach dem Galadiner mit allen Teilnehmern geteilt. Noch wichtiger ist für sie aber das Prestige, das mit dem Moot Court verbunden ist.

    Hier die Siegerliste beim Team-Wettbewerb:

    1. Oxford
    2. Lüttich
    3. Athen
    4. Cambridge

    Einzelwettbewerb:

    1. Jakob Braun (Uni Wien)
    2. Konstantin Schöneberg (Uni Tübingen)
    3. Marina Dimopoulou (Uni Athen)

    Beste juridische Analyse: Uni Lüttich

    Die Ostbelgierin Sophie Bulkaert war nach den Vorrunden Erste in der Einzelwertung.

  3. Da stelle ich mit Freuden fest, dass K1B-fürkeine KontroversezuSchade, den Kurs durchgezogen hat.
    Welche Relevanz nun aber die Preise des Wettbewerbs haben, ist mir schleierhaft OD. Absolutes Vorsommerloch? Nicht ein wenig sehr lächerlich? Oder wollte man mich hinter dem Ofen hervorlocken?

Hinterlasse eine Antwort

Desktop Version anfordern