Leute von heute

CSU und SPD die großen Verlierer der Bayernwahl

14.10.2018, Bayern, München: Markus Söder (CSU, l), Ministerpräsident von Bayern, steht neben Hubert Aiwanger, Spitzenkandidat und Partei-Chef der Freien Wähler in Bayern, während einer Fernsehsendung im ARD-Wahlstudio im Landtag. Foto: Peter Kneffel/dpa-Pool/dpa

Die regierende CSU hat bei der Landtagswahl in Bayern schmerzhafte Verluste erlitten und ihre absolute Mehrheit eingebüßt. Sie bleibt stärkste Partei in dem süddeutschen Bundesland, braucht aber einen Koalitionspartner.

Zweiter großer Verlierer des Wahlsonntags ist die in der Bundesregierung in Berlin mitregierende SPD. Die Grünen wurden zweitstärkste Partei, die rechtspopulistische AfD blieb unter ihrem Bundestags-Wahlergebnis vom vorigen Jahr.

Nach Hochrechnungen von ARD und ZDF vom Sonntagabend verlor die CSU von Ministerpräsident Markus Söder in dem wirtschaftsstarken Freistaat mehr als zehn Prozentpunkte und landete bei 37,3 bis 37,4 Prozent (2013: 47,7 Prozent). In Umfragen vor der Wahl war die CSU zuletzt allerdings unter 35 Prozent gerutscht.

14.10.2018, Bayern, München: Horst Seehofer, Bundesinnenminister und CSU-Parteivorsitzender, bei der ZDF-Runde zur Wahl in Bayern. Foto: Lukas Barth-Tuttas/epa-pool/dpa

Zweitstärkste Kraft wurden die Grünen mit 17,8 bis 17,9 Prozent (2013: 8,6 Prozent). Die SPD stürzte von 20,6 auf 9,5 bis 9,6 Prozent ab. Die AfD, die zum ersten mal bei einer Landtagswahl in Bayern antrat, holte 10,6 bis 10,7 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2017 waren es in Bayern 12,4 Prozent. Die konservativen Freien Wähler erreichten 11,6 bis 11,7 Prozent (2013: 9,0 Prozent).

Die Liberalen (FDP), die vor fünf Jahren klar an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert waren, mussten mit 5,0 Prozent um den Wiedereinzug ins Landesparlament bangen. Die Linke hatte mit 2,9 bis 3,2 keine Chancen auf einen erstmaligen Einzug in die bayerische Volksvertretung.

Die Berechnung der Sitzzahl ist wegen des bayerischen Wahlrechts kompliziert, die endgültige Größe des Parlaments steht noch nicht fest. Nach Berechnungen der Fernsehsender vom Abend käme die CSU auf 83 von 200 Sitzen, die Grünen auf 38.

Auf die Freien Wähler entfielen 25 Mandate, auf die AfD 23, die SPD 20 und die FDP 11. Danach hätte eine „bürgerliche“ Koalition aus CSU und Freien Wählern eine bequeme Mehrheit. (dpa)

11 Antworten auf “CSU und SPD die großen Verlierer der Bayernwahl”

    • @ Alfred

      Von welchem Programm der AfD reden Sie? Ich kenne keines. Die AfD hat nichts als Parolen und heiße Luft im Angebot. Sobald es konkret wird kommt nichts mehr. Sehen Sie sich das Sommerinterview des Fraktionsvorsotzenden Gauland an und Sie erkennen das die AfD gar kein Programm hat.

      • Hausmeister

        Was EdiG nicht kennen will, gibt es einfach nicht.
        Das Wichtigste im nicht-existierenden Programm der AfD ist für mich auf jeden Fall die Begrenzung der Aufnahme von IT-Spezialisten, Ärzten, Ingenieuren und Fachkräften aus Tausend und einer Nacht.

        • @ Hausmeister

          Das ist nicht das Wichtigste sondern das Einzige. Ich bin mal gespannt wann die realisieren das der „Zustrom“ den die beschreien gar nicht mehr existiert.
          Aus Angst vor dem dämlichen Geschrei von der Lügenpresse werden ja seit geraumer Zeit keine Zahlen mehr veröffentlicht. Leider leistet das Gestalten wie Ihnen und Gläubigen der AfD vorschub.

          • Ohne die AFD zu mögen muss man aber sagen, dass ohne den kontrollierten Zustrom die Wähler ausgeblieben wären und die Groko jetzt besser da stände.
            Dass der Zustrom nicht mehr fließt liegt an den Grenzkontrollen der oft gescholtenen östlichen Nachbarn und an seltsame Pakte mit Diktatoren.

  1. Ekel Alfred

    @ Edig, der Tiefschlag Ihrer Partei, die SPD, ist natürlich schwer verdaulich….im Gegensatz zur AfD + Freie Wähler, die auf Anhieb jeweils über 10% kommen….ohne Programm wären die mit Sicherheit nicht gewählt worden….Ihre Suchmaschinen sind halt auch dem Verschleiss unterworfen….

    • @ Alfred

      Der Trend geht weg von den herkömmlichen Parteien und hin zu Bewegungen mit wechselnden Themen.
      Ein Beispiel ist „en Marche“ in Frankreich. Steve Bannon will so eine rechte Bewegung gründen. Die wird wahrscheinlich die Lega in Italien, die AfD und den FN in Frankreich assimilieren.
      Die von Ihnen so heiß geliebte AfD ist auch nur ein Sturm im Wasserglas. Ihre Protagonisten lassen ja keine Möglichkeit aus sich zu demaskieren.
      Ob es die einstigen Volksparteien in der heutigen Form noch lange gibt wage ich zu bezweifeln, die „Extremparteien“ wird es mit Sicherheit nicht mehr lange geben. Wenn die Menschen merken das bei denen nichts dahinter ist werden sie sich genauso schnell abwenden wie sie vorher ihr Kreuz gemacht haben.

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern