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Stadt Aachen trauert um früheren OB Kurt Malangré

Portrait of Kurt MALANGRE MEP.

In der Nacht zum Donnerstag ist der Aachener Ehrenbürger, langjährige OB und frühere Abgeordnete des EU-Parlaments, Kurt Malangré, im Alter von 84 Jahren gestorben. Das gab das Presseamt der Stadt Aachen bekannt.

Oberbürgermeister Marcel Philipp, der wie Malangré der CDU angehört, hat den Rat der Stadt am Morgen informiert. Er sagte: „Mit Kurt Malangré verliert Aachen einen engagierten Kommunalpolitiker, der über Jahrzehnte hinweg für die Bürgerschaft unserer Stadt wirkte. Der christliche Glaube, in dem er tief verwurzelt war, gab ihm die Motivation und das Verantwortungsbewusstsein zur Mitgestaltung unserer Demokratie.“

1967 war Makangré in die CDU eingetreten. Das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Aachen, das er von 1973 bis 1989 innehatte, nahm er mit innerer Freude und in volksnaher Weise wahr. Die Entwicklung Aachens prägte er, indem er richtungsweisende Akzente setzte für die Verbesserung der Infrastruktur, den Erhalt des Stadtbildes mit alter Bausubstanz sowie die Restaurierung und den Wiederaufbau des Rathauses.

OB Philipp betonte: „Kurt Malangré war einer der Initiatoren zum gemeinsamen Handeln der Aachener Region, um die durch ökonomischen und technischen Wandel bedingte Umstrukturierung aktiv gestalten zu können.“

Darüber hinaus war der ehemalige Oberbürgermeister einer der Mitbegründer der Euregio Maas-Rhein und stärkte als Mitglied des Europäischen Parlaments von 1979 bis 1999 und als Mitglied des Karlspreisdirektoriums von 1973 bis 1999 das Profil Aachens als Europastadt.

Zuletzt lebte er aus der Öffentlichkeit weitgehend zurückgezogen in einer altengerechten Wohnanlage in der Aachener Innenstadt.

Im Foyer des Aachener Rathauses liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Gedanken zu Kurt Malangré eintragen können.

Eine Antwort auf “Stadt Aachen trauert um früheren OB Kurt Malangré”

  1. Peer van Daalen

    Zu seinen Zeiten als OB mitunter ein schwieriger Bürgermeister, wenn es darum ging, Dinge die nicht in seine erzkatholische „Denke“ passten, zu unterbinden. Man erinnere sich nur an seine „Klaus-Paier-und-Josef-Stöhr-Phobie … :-).

    Jahrzehnte später hielt er – immer noch Opus-Dei-Mitglied aber altersmilde und weise geworden – sogar eine Laudatio auf Paier, anlässlich einer Ausstellungseröffnung zu seinem Gedenken und er machte sich stark für einen Denkmalschutz für die wenigen verbliebenen Wandmalereien der Beiden.

    Und er ließ es sich nicht nehmen, stets und verlässlich Tramper am Europaplatz nach Köln oder sonstwo hin mitzunehmen.

    Ich werde ihn vermissen, – unseren Onkel Kutte, wie wir ihn später freundschaftlich nannten …

    Ruhe in Frieden | Peer

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