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Minister Jeholet verärgert über die „alarmistischen Wetterwarnungen“ von Meteorologen und Medien

Eine Be-Alert-Warnung von Freitag, 09/01/2026 (l). Ein Streufahrzeug befährt eine verschneite Straße in Aachen (r). Fotos: OD - Ralf Roeger/dpa

Tagelang hatten Meteorologen vor den widrigen Wetterverhältnissen am Freitag, dem 9. Januar 2026, gewarnt. Auf Starkregen, Schnee, Windböen und Glatteis sollten sich die Belgier einstellen, meinten u.a. die beiden Wetterexperten David Dehenauw (vtm) und Luc Trullemans (Sudinfo).

Das Sturmtief Goretti hat längst nicht so stark zugeschlagen, wie die Wetterexperten dies vorausgesagt hatten (siehe Artikel an anderer Stelle). Der wallonische Wirtschaftsminister Pierre-Yves Jeholet (MR) machte am Freitagabend aus seinem Unmut keinen Hehl.

„Ich finde, dass wir generell viel zu weit gehen. Das gilt für Meteorologen, Medien und manchmal auch für bestimmte Politiker. Es ist nicht normal, dass bei jeder Wettervorhersage die Wirtschaft der Wallonie lahmgelegt wird“, beklagte sich der Minister gegenüber RTL. In der Provinz Lüttich wurden auf Initiative des Gouverneurs Hervé Jamar BE-Alert-Meldungen an die Bevölkerung verschickt und Schulen aufgefordert, gegen Mittag zu schließen.

Der wallonische Wirtschaftsminister Pierre-Yves Jeholet (MR). Foto: Belga

„Was das Lernen der Kinder angeht, dürfen wir keine Zeit verlieren”, fügte der Minister hinzu. „Als Minister für Wirtschaft und Beschäftigung bin ich heute verärgert.”

Natürlich sei es wichtig, Vorsicht walten zu lassen, räumte Jeholet ein. „Aber irgendwann geht man zu weit. Die ständigen beunruhigenden Meldungen, die den Menschen Angst machen, die Bevölkerung verunsichern, führen dazu, dass unsere Wirtschaft lahmgelegt wird. Irgendwann muss man ein ausgewogenes Verhältnis finden, und das haben wir nicht mehr“, fuhr der liberale Minister fort.

Jeholet: „Heute gibt es viele Menschen, die nach den Warnmeldungen, die sie auf ihrem Handy erhalten haben, nicht zur Arbeit gegangen sind und ihre Kinder nicht zur Schule geschickt haben. Und deshalb kann man irgendwann diese Art von Lähmung nicht mehr akzeptieren. Die wirtschaftlichen Folgen lassen sich in Dutzenden, in Hunderten von Millionen messen, und deshalb reicht es jetzt“, schloss der wallonische Vizepremierminister. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

 

26 Antworten auf “Minister Jeholet verärgert über die „alarmistischen Wetterwarnungen“ von Meteorologen und Medien”

  1. N. A. Klar

    „Klima“ ist ein Billionengeschäft. Und es funktioniert; schlichte Gemüter glauben nun mal an einen menschgemachten Einfluss auf das globale Wettergeschehen und lassen sich bereitwillig das Geld für Firlefanz wie die Vermeidung oder Reduzierung von CO2 aus der Tasche ziehen.
    Oder auch nicht – ich musste dieser Tage grinsen. Ein Bekannter aus Aachen, der mich immer wieder besonders amüsiert mit seinem Klimawahn, schimpfte über die neue Teuerung von Treibstoff (auf Grund von höheren Klimaabgaben) in Deutschland und lobte die moderateren Preise in Belgien. Dafür würde er jetzt nach Belgien fahren. Sagt er allen Ernstes. Und er merkt nicht mal seinen Widerspruch. Schöner kann man seine Scheinheiligkeit in Sachen Klima nicht präsentieren. Halt ein schlichtes Gemüt.

  2. Recht hat er! Zwei handbreit Schnee und schon wird Katastrophenstimmung verbreitet.
    Das ist wie „Peterchen und der Wolf“. Irgendwann nimmt man den Wetterbericht nicht mehr ernst. Also ich zumindest verlasse mich da schon lange nicht mehr drauf, weil immer nur halb so schlimm wie angekündigt.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      #Mungo/Die einen Politiker mögen übertreiben und suchen auf diese Weise, die Aufmerksamkeit ihrer Wähler. Die anderen kritisieren die Übertreibung und suchen auf dieser Art und Weise die Aufmerksamkeit .
      Alles in allem eine Win-Win-Situation für die politische Seite.
      Dass der Wetterbericht dadurch nicht mehr ernst genommen wird, ist Tatsache.
      Wenn der Wind unerwartet dreht, hat nur einer recht und das sind die Fachleute, die Wetterdaten zur Verfügung stellen. Aber auch meistens nur knapp vor dem Eintreten von Wetterphänomenen .
      Auf frostige Temperaturen bis zu -15°, sollten wir uns beispielsweise diese Nacht vorbereiten. Das dürfte man aufgrund der zeitlich knappen Vorhersage für plausibel halten.
      Als Phänomen kann man es aber auch nicht wirklich bezeichnen. Habe es jedenfalls im Berufsleben mehr erlebt, als Leute die das Glück hatten, immer in unserer Region übernachten zu dürfen. Wettertechnisch gesehen, leben wir nicht in den schlechtesten Breitengraden.

  3. Zuhörer

    Wie schon gesagt, ich habe diese blödsinnige Warnungen gesperrt. Ich lasse mich doch nicht von so einem Quatsch den Blutdruck rauftreiben. Wie damals die Warnungen im Fernsehen anfingen, hatte ich Angst wir bekämen solche Stürme wie in den 80ern und 90ern zurück. nicht eine Warnung hat sich als gerechtfertigt erwiesen..
    Minister Jeholet hat es wohl begriffen, dass dieser Wahn mehr Verluste macht, als was er an Klimasteuern einbringen kann.
    Chinas Wirtschaft kann nur so gut wachsen, weil hier alles Verboten wird und wir alles von da importieren.
    Mit diesen Mitteln wächst China zur Weltmacht heran. Vielen Dank an alle Klimaspinner.

    • N. A. Klar

      Insbesondere importieren wir aus China den größten aller Schwindel – Sonnenkollektoren, um damit landwirtschaftliche Flächen tot zu pflastern und vor allem die unsäglichen Windmühlen, die unsere Landschaften verschandeln und unzählige Tiere (Vögel und Insekten) zerschreddern.

      Heute ist das Synonym für eine sinnlose, da redundante Nachricht nicht mehr „In China ist ein Sack umgefallen“ sondern „In China hat sich einer über die Klimawahnwichtel tot gelacht“.

  4. Die neue Währung der Medien sind die Kicks. Werbezeiten werden nach Klicks verkauft und womit bekommt man viele Klicks? Sex und Katastrophenmeldungen. Ersteres bleibt versteckt aber zweiteres wird hemmungslos betrieben um Werbeeinnahmen zu generieren. Da wird ein normaler Wintereinbruch im Januar dann zur „Katastrophe“….

  5. Ferdinand

    Herr Minister! fangen sie doch auch mal bei sich und all den anderen Kollegen an! Was meinen Sie was das Volk noch alles sehr ärgerlich findet!? Vor allem produziert und ausgeführt von ihrem Berufsstand.
    Da liegt noch viel mehr Dreck vor der Haustür!

  6. delegierter

    Recht hat der Mann. Ein Blick auf den Kalender genügt, und siehe da, es ist Winter.
    Ebenso die Diskussion letzte Woche, Winterreifen ja oder nein. Wer auf verschneite Straßen fährt, braucht Winterreifen. Allein schon wegen der eigenen Sicherheit. Aber wo kein Hirn,….
    Genau wie die LKW´s, warum ziehen die keine Ketten auf ? Auch hier, der Magen meldet sich wenn er leer ist,….

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      # Delegierter/ Wenn der Fahrer eines Transportunternehmens keine Ketten zur Verfügung gestellt bekommt, weil es keine Pflicht ist, diese in Belgien mitzuführen, kann er sie wohl kaum aufziehen.
      Aufziehen darf er Ketten auch nur, wenn es praktisch gesehen schon zu spät ist und er durch das Aufziehen der Ketten, sein eigenes Leben gefährdet. Eine Autobahn oder Landstraße, ist kein Kinderspielplatz.
      Winterreifen wird der Lkw-Fahrer auch nicht aus eigene Tasche bezahlen und bringen auch in den meisten Fällen nichts.
      Eine Verpflichtung der Hersteller von Zugmaschinen, die Unterwerfketten-Motoren serienmäßig zu montieren ist eine Lösung .
      Sie können aber gerne einen anderen Vorschlag machen.

  7. Im Prinzip hat er ja schon recht, dass die Bevölkerung nicht unnötig verrückt gemacht werden soll. Andererseits werde ich lieber einmal zu viel als zu wenig gewarnt wie das Hochwasser 2021 gezeigt hat.

    • Zuhörer

      @.ODK.
      Für’s Hochwasser war gewarnt worden, aber falsch reagiert.
      Es sah so aus, als wollte keiner reagieren.
      In letzterem Jahr waren schlimmere Regenfälle, da ist auch nichts passiert.

  8. Der grüne Irrsinn….
    https://www.tichyseinblick.de/meinungen/hamburg-pause-bei-weltenrettung/
    ….
    Völlig überraschend ist etwas eingetreten, dass es gar nicht mehr geben dürfte. Nach Jahren der Rekordmeldungen von immer neuesten wärmsten Monaten seit Menschengedenken kam der Winter zurück. Und das im Winter.

    In Hamburg war bisher der Einsatz von Streusalz strengstens verboten. Jetzt darf plötzlich wieder Streusalz verwendet werden. Natürlich nur befristet. Genau gesagt, es ist so lange erlaubt, bis man es nicht mehr braucht. In Berlin hingegen bleibt das Salz tabu. Nicht etwa, weil Eis dort weniger glatt wäre, sondern weil sich die eigene Gesetzgebung als resistenter als die Wirklichkeit erwiesen hat. Ausnahmen sind dort nicht erlaubt.
    …..
    /////
    Wir werden von grünen Irren regiert…. 🤪🤪🐸

  9. N. A. Klar

    Alarmismus ist nun einmal eine der Hauptwaffen der Regierenden und ihrer Erfüllungsgehilfen in den Medien geworden. „Ein Virus wird uns alle töten!“ „Wir werden alle verbrennen/vertrocknen/verhungern/verdursten/ertrinken!“ „Putin steht kurz vor Elsenborn!“ „Trump will (je nach Paranoia zu ergänzen)!“. Und es funktioniert offenbar. Noch…

  10. Kein Schnee ==> menschengemachter Klimawandel
    wenig Schnee ==> menschengemachter Klimawandel
    viel Schnee ==> menschengemachter Klimawandel

    Es ist wie bei jeder Sekte, egal was passiert und egal wie man sich verhält, man ist immer schuldig gegenüber der Gottheit (Klima). Die Menschen müssen glauben dass bei jedem Wetterereignis letztlich das sündhafte CO2 die Ursache ist. Das funktioniert bei allen Religionen, über Jahrhunderte, genau so und die aktuelle Aufklärung hat keinen leichteren Stand als die vor 500 Jahren.

  11. Pensionierter Bauer

    Da dachte ich schon, dass mittlerweile alle außer einige wenige bodenständige Menschen auf diesen Klimaquatsch herringefallen sind. Da tut es auf einmal aber gut, wenn man sieht, dass sich ein Politiker höheren Grades aus der Deckung wagt und genau jenes ausspricht was ich auch die ganze Zeit gesagt und gedacht habe. Die schlimmsten sind aber nicht die Meteorologen, sondern die sich in ihren Aussagen überschlagenden Presseleute. So bin ich heute Morgen fast aus dem Bett gefallen, als der BRF-Moderator von der „Mutter aller Schneefälle“ vor sich hin schwafelte. Auch die Tatsache, dass der Herr vom Weißen Stein von einem Blizzard sprach war für seine Zunft schon ein Griff in die Tonne. Einen echten Blizzard gab es hier in milder Form in der Sylvesternacht 78/79. Damals fielen hier bei uns rund 35cm Schnee und es gab ein Temperatursturz von deutlich mehr als 15C* innerhalb von drei Stunden auf -10C*. Eine Katastrophe war dies aber nicht, denn die Räumdienste fuhren gleich zu Beginn der Schneefälle raus und es wurde die ganze Nacht geräumt.
    Letzte Nacht fielen bei uns 7cm Schnee und die Temperatur lag bei -4C*. Recht hatten die Meteorologen mit der Niederschlagsmenge, denn sie betrug rund 40L / m2 auf 24 Stunden.

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