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Das neue Medienzentrum: Umzug zur Schulstraße für Anfang 2027 geplant – „Rund um die Uhr besuchbar“

Medienminister Gregor Freches bei einer Baustellenbesichtigung. Anfang 2027 soll alles fertig sein. Foto: Natacha Freisen / Kabinett Freches

Anfang 2027 schlägt das Medienzentrum mit seinem Umzug in die Schulstraße in Eupen ein neues Kapitel auf. Bewährte Angebote rund um Medien und Medienbildung werden gezielt ergänzt: Die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe und die Unterstützung im digitalen Wandel rücken stärker in den Mittelpunkt.

„Die Deutschsprachige Gemeinschaft schafft mit dem Umzug ins Stadtzentrum von Eupen einen neuen Ort für Medienbildung, Beratung und Austausch, der den Menschen und Vereinen in Ostbelgien langfristig zugutekommt“, teilt DG-Medienminister Gregor Freches mit.

– Gutes bleibt, Neues kommt: „Alles, was die Menschen am Medienzentrum schätzen, vom Bücherverleih bis zu eMedien, bleibt erhalten. Gleichzeitig wird das Angebot um Räume und Formate erweitert, die heute besonders gefragt sind: Bürgerempfang, Medienwerkstatt, Arbeits- und Lernplätze sowie offene Veranstaltungen. Außerdem ermöglicht der Neubau es dem Medienzentrum, die Bevölkerung im digitalen Wandel noch besser zu begleiten“, so Freches.

Das neue Medienzentrum im Architektenplan von oben betrachtet. (Zum Vergrößern Plan anklicken). Quelle: Architekturbüro Spitz

– Bürgerempfang: „Am neuen Standort fungiert das Medienzentrum als Türöffner zu öffentlichen Dienstleistungen. Bürger erhalten hier eine erste Orientierung – sei es zu den Leistungen des Medienzentrums, des Ministeriums oder anderen Dienstleistungen“, erklärt der Generalsekretär des Ministeriums der DG, Stephan Förster.

In Zukunft können Bürger mit einer Frage ins Medienzentrum kommen, und die Mitarbeiter bieten Orientierung – natürlich, ohne die Verwaltungsaufgaben direkt zu übernehmen, aber mit dem Wissen, wo und wie geholfen werden kann. Sei es, einen Antrag beim Ministerium zu stellen, einen Bibliotheksausweis zu erhalten und vieles mehr.

Es ist diese Art der Unterstützung, die den neuen Bürgerempfang im Medienzentrum ausmacht: Er soll nicht nur weiterleiten, sondern auch begleiten. Die Mitarbeiter geben nicht nur Erstinformationen, sie nehmen sich Zeit, erklären, leiten an und befähigen.Digitale Befähigung: Ein zentrales gesellschaftliches Thema.

Neues Leben nahe der Klötzerbahn: Die Umgebung des künftigen Medienzentrums mit der Postfiliale (l) und einer Coffee Bar (r) in der Schulstraße in Eupen, vom Friedensbrunnen aus betrachtet. Simulation: Vestio

Die Digitalisierung prägt heutzutage nahezu alle Lebensbereiche. Viele Menschen fühlen sich bei alltäglichen digitalen Aufgaben unsicher – etwa bei Arztterminen, Bankgeschäften, Steuererklärungen oder der Nutzung von Itsme. Das Medienzentrum wird ihnen Unterstützung bieten, die sie andernorts oft nicht finden und das individuell und praxisnah.

– Ein Ort der Begegnung: Gregor Freches erklärt. „Das neue Gebäude wird ein Ort der Begegnung und des Miteinanders, ein sogenannter dritter Ort. Mit Leseecken, Kinder- und Jugendzone, Medienwerkstatt und Veranstaltungsräumen entsteht ein lebendiger Treffpunkt, der allen offensteht. Hier können die Ostbelgier lernen, ausprobieren, entspannen und einander begegnen.“

Dritte Orte gelten im Übrigen als wichtige und wirksame Bestandteile im Entgegenwirken von Vereinsamung und Isolation, einem gesellschaftlichen Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Die Leiterin des Medienzentrums, Eliane Richter, teilte mit: „Das Gebäude wird registrierten Kunden, die über einen Bibliotheksausweis verfügen, rund um die Uhr zur Verfügung stehen.“

Blick auf die Terrasse. Simulation: Vestio

Die einladenden Räumlichkeiten werden durch offene Veranstaltungsformate rund um Medienbildung, Kreativität und Austausch ergänzt: Infoabende sowie bewährte Angebote wie Spieleabende, das Plotter-Café oder Bücherfalten werden durch neue Impulse erweitert.

Das bestehende Gebäude am Werthplatz in Eupen stößt räumlich und technisch an seine Grenzen. Der neue Standort schafft die Grundlage, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, den Bürgerservice zu verbessern und die Dienstleistungen zugänglicher sowie zukunftsfähig zu gestalten. Stephan Förster betont deshalb: „Der neue Standort ermöglicht ein effizientes Arbeiten. In Bezug auf die Kosten entfällt eine bisherige Miete, oftmals teure Übergangslösungen und Reparaturen werden vermieden.“

Am neuen Standort steht eine gemeinsame Infrastruktur zur Verfügung, die vielfältig genutzt werden kann: Medienzentrum und Ministerium empfangen Bürger, und selbst Privatpersonen sowie Vereinigungen können die Räume als Arbeits- und Treffpunktnutzen. Mit dem neuen Gebäude des Medienzentrums entsteht demnach ein Ort, an dem Menschen lesen, lernen, arbeiten, spielen, Unterstützung erhalten und Gemeinschaft erleben können.

13 Antworten auf “Das neue Medienzentrum: Umzug zur Schulstraße für Anfang 2027 geplant – „Rund um die Uhr besuchbar“”

  1. Krisenmanagement

    Es ist ja wirklich schön solche Medienzentren zu haben, nur kann die DG sich das alles wirklich leisten? Die Frage der Kosten stellt sich Freches nicht.
    NEUBAUTEN werden immer mit den gleichen Phrasen begründet. Es ist effizienter, das alte Gebäude wäre nicht mehr zeitgemäss… Bin mal gespannt, wann das Kartenhaus Ostbelgien wirklich zusammenbricht?

    • Krisenmanagement, waren Sie in letzter Zeit mal im aktuellen Medienzentrum? Ein Umzug ist wirklich nötig, vor allem wenn im Eupen Plaza vielleicht doch irgendwann mal Umbauarbeiten stattfinden sollten.

  2. Xaverius Unsinn

    Richtig geschrieben, Krisenmanagement! Wir leisten uns fast alle die „Nebenposten“, welche auch in Grösseren Lädern usw bestehen, und das für uns paar Leutchen hier in Ostbelgien!?
    Ja, und dies alles, von Erfindern und Insassen, welche auch noch da ihre Leute mit reinschliessen, siehe wie vor einiger Zeit fast Wöchentlich und immer wieder Referenten gesucht wurden!?
    Wenn auf diesen Ebenen mal kräftig gespart würde, angefangen bei den Ministerjobs, Chauffeure, Kabinette usw usw, dabei würde massig Geld gespart sein, was z Bspl fehlt um Kranken- und Pflegehäuser zu erbauen?! Für letzeres ganz besonders, denn dafür müssen und können wir dann gerne bis übers Venn, nach Eupen-Raeren-Astenet-Moresnet und Membach fahren!? Verkehrte Welt lass Hirn regnen!
    Wann seht ihr endlich dass mal ein?

  3. Subjektiv

    Ich kann nicht verstehen wie mancher gegen dieses Projekt sein kann, bietet die Mediathek doch einen großen Gewinn für uns Bürger. Eine Jahresgebühr, für Erwachsene 5€, sind wahrlich nicht zu viel und die Ausleihgebühren (Bücher, Fachzeitschriften, Comics, CDs, ich kann hier nicht alles aufzählen) sehr gering. Vor Ort kann man sogar die Fachzeitschriften oder die aktuellen Zeitungen gratis lesen. In der Jahresgebühr sind die E-Books, hörbar via Internet an jedem beliebigen Ort, obendrein enthalten. Unmöglich hier alles aufzulisten, z.B. alleine die Angebote für Kinder. Meine Wenigkeit freut sich auf die Eröffnung der neuen Mediathek 2027.

    • Peter Müller

      Ich habe dafür Internet, Subjektiv. Da das Internet ja wohl da frei sein sollte, werden die Sitzgelegenheiten wohl Tag und Nacht von bestimmten Menschen besetzt sein !. Wird auch Sicherheitspersonal anwesend sein, ich meine nur so !.

      • Subjektiv

        An Dax. Natürlich zahle ich Steuern, leider, wie alle hier. Ich bevorzuge es aber schon das unsere Abgaben z.B. in der Mediathek investiert werden als für einen vierten Minister, oder sonst wo versickert.

    • Gab es das alles in dem alten Gebäude nicht?

      @ Subjektiv

      Gab es eines dieser von Ihnen aufgelisteten Angebote in dem alten „Gebäude“ nicht, weil das Gebäude „ALT“ war?!

      Es ist für mich, als Jemand der den Wahnsinn der Politik bezahlen muss, nicht begreiflich, wieso mit meinem Geld staatliche Gebäude errichtet werden, die schon nach 50 bis 60 Jahren, weil angeblich „baufällig“, wieder abgerissen werden! Das Scheiblerhaus (Jungenschule Unterstadt) ein architektonisches Highlight der Unterstadt, wurde als „aue Krom“ (Aussage des damaligen Stadtrates) dem Erdboden gleichgemacht und durch einen „Plattenbau“ ersetzt, der nach 60 !!! Jahren aus Sicherheitsgründen schon wieder abgerissen werden musste. Das Hallenbad am Stockbergerweg, wurde nach knapp 50 Jahren außer Betrieb genommen und verrotte schon sein seit Jahren immer mehr. Die Sporthalle auf Schönefeld wurde auch nach 40 Jahren abgerissen, weil angeblich das Dach undicht war! Ich möchte mal gerne wissen, was die neue Anlage „wirklich gekostet hat“.
      Diese Liste könnte man beliebig erweitern!

      Welcher Privatmann kann sich so etwas leisten?? Wenn an meinem Privathaus das Dach undicht ist, dann lasse ich das schleunigst reparieren, damit der Schaden nicht größer wird!

      Jeder Privatmann sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass nicht die Politiker die Zeche zahlen sondern „Wir, die Steuerzahler“!

      • Subjektiv

        Mit dem was Sie schreiben haben Sie absolut Recht, zumal der Abriss der Schule in der Unterstadt durch den verbauten Asbest ein Vermögen gekostet haben muß. Oder wenn man an das Wetzlerbad denkt… Ja, man hätte in dem alten Gebäude bleiben können, aber da ich regelmäßig die Mediathek besuche, wie viele andere auch, habe ich durch die Modernisierung wenigstens was davon. Bei der Sanierung vom damaligen Sanatorium für unsere Politker z.B. hatten wir als Bürger keinen Mehrwert ausser daß das Gebäude erhalten blieb.

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