Nach dem 1:1 in Saarbrücken am Mittwoch machten die Spieler von Alemannia Aachen eher einen unzufriedenen Eindruck. Nach fünf Siegen in Folge mussten sie sich im Ludwigsparkstadion mit einem Remis begnügen.
Trotzdem bestand durchaus Grund zur Freude, denn mit dem Punkt haben sich die Schwarz-Gelben den Klassenerhalt in der 3. Liga endgültig gesichert – und das bereits sechs Spieltage vor dem Ende der Meisterschaft.
„Über Saarbrücken musst du gehen, und schon wird der Klassenerhalt final feststehen“ titelte die „Aachener Zeitung“ am Donnerstag in Anlehnung an einen bekannten Hit von Peter Maffay.
Noch in der Hinrunde steckte die Mannschaft von Cheftrainer Mersad Selimbegovic tief im Abstiegskampf, präsentierte sich anfällig und insgesamt zu instabil, um sich nachhaltig aus der Gefahrenzone zu befreien.
Der Wendepunkt kam im Herbst mit dem Trainerwechsel hin zu Selimbegović, der in der Saison 2024/2025 bei der AS Eupen tätig war. Unter dem Bosnier verliefen die ersten Wochen auf dem Tivoli zunächst ohne unmittelbaren Durchbruch, doch bereits in dieser Phase zeichnete sich ab, dass er auf eine grundlegende Stabilisierung und klare Strukturen setzte.

Auch am Aachener Tivoli gibt es eine gelbe Wand. Foto: Colin Kraft
Gleichzeitig wirkte die Mannschaft taktisch gefestigter und trat mit wachsendem Selbstvertrauen auf. Aus einem verunsicherten Abstiegskandidaten wurde so Schritt für Schritt eine stabile Einheit im Tabellenmittelfeld.
Begleitet wurde der Aufschwung von einer außergewöhnlichen Unterstützung durch die Fans. Mit durchschnittlich über 20.000 Zuschauern zählt Aachen zu den zuschauerstärksten Klubs der Liga. Die Atmosphäre im Tivoli ist dabei nicht nur Ausdruck der großen Tradition des Vereins, sondern auch ein spürbarer Faktor im sportlichen Geschehen, der den Scharz-Gelben zusätzlichen Rückhalt gibt. (cre)
