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Brücke von Born ist jetzt auch von oben eine Touristenattraktion [Fotogalerie]

Blick auf das Wahrzeichen der Ortschaft Born. Foto: OD

Die Freiherr-von-Korff-Brücke ist das Wahrzeichen der Ortschaft Born (Gemeinde Amel). Im kommenden Jahr wird sie 100 Jahre alt. Inzwischen wurde der Viadukt zum Teil saniert. Von oben kann man jetzt einen tollen Blick auf die Ortschaft Born werfen – mit und ohne Fernrohr.

Die Teilsanierung erfolgte im Rahmen der Ländlichen Entwicklung. Zu dem Projekt gehört auch die Erneuerung des Dorfplatzes am Fuße der Brücke.

Der Viadukt, der das Erscheinungsbild von Born entscheidend prägt, ist 285 m lang und 18 m hoch. Die Betonkonstruktion wurde im Jahre 1916 in nur achtmonatiger Bauzeit von russischen Kriegsgefangenen errichtet.

Benannt wurde die Brücke nach Friedrich Freiherr von Korff, dem letzten preußischen Landrat des Kreises Malmedy. Nach Kriegsende wurde die Tafel mit dem Namensgeber entfernt.

Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick auf die Ortschaft Born - mit oder ohne Fernrohr. Foto: OD

Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick auf die Ortschaft Born – mit oder ohne Fernrohr. Foto: OD

Freiherr von Korff war später Polizeipräsident von Aachen und von Kassel. Als Polizeipräsident von Aachen wurde er 1923 wegen passiven Widerstandes gegen die belgisch-französischen Besatzer des Rheinlandes ausgewiesen. Er verstarb 1928.

Heute liegt Born an der Vennbahn-Radtrasse, die allerdings nicht über, sondern unter die Brücke führt. Auf dem Viadukt kann man auch eine Zeit lang in Ruhe verweilen. Bänke zum Durchatmen und zum Genießen stehen sowohl auf der Brücke als auch etwas tiefer unter einem der sanierten Brückenbögen zur Verfügung.

Man spricht von einer Teilsanierung, weil aus Kostengründen nur zwei der insgesamt elf Brückenbögen instandgesetzt wurden.

Die Gesamtkosten dieser Dorfverschönerungsmaßnahme beliefen sich laut Grenz-Echo auf 421.444,79 Euro.

Das Fernrohr auf der Borner Brücke. Foto: OD

Das Fernrohr auf der Borner Brücke. Foto: OD

Die Wallonische Region bewilligte über das Programm der Ländlichen Entwicklung einen Zuschuss in Höhe von 80% der Kosten. Die verbleibenden 20% übernahm die Gemeinde Amel.

Born ist damit um eine Touristenattraktion reicher. Auf die Brücke gelangt man entweder über eine Treppe, die allerdings einigermaßen steil ist, oder über eine Rampe (vom Borner Grillplatz aus über die ehemalige Eisenbahnlinie). Im September soll es auch eine Einweihungsfeier geben. (cre)

Nachfolgend einige Fotos von der Freiherr-von-Korff-Brücke in Born. Zum Vergrößern Bild anklicken. Um von einem Foto zum anderen zu gelangen, genügt ein Klick auf den rechten Bildrand.

4 Antworten auf “Brücke von Born ist jetzt auch von oben eine Touristenattraktion [Fotogalerie]”

  1. Trotzdem

    stellt diese Massnahme eine deutliche Aufwertung des Borner Ortskern dar.

    Bei allem Verständnis für die real existierenden Probleme (denen alle Borner Einwohner ausgesetzt sind), verursacht durch einige in der Industriezone Kaiserbaracke angesiedelten Betriebe, ist dieses Projekt als eine positive Initiative hervorzuheben.

    Diese Projekte werden hauptsächlich (zu etwa 80 %) durch Mittel der wallonsichen Region bestritten – hier hat die Gemeinde AMEL normalerweise den restlichen Anteil aufgebracht.

    Hervorheben sollte man aber vor allen Dingen die Arbeit der Mitglieder der örtlichen Kommission für ländliche Entwicklung, die diese Massnahme auf den Weg gebracht haben. Deren Initiativgeist, und vor allen Dingen deren Langatmigkeit sind bewundernswert.

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