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Kompany hat nach Hirnhautreizung Krankenhaus verlassen – Kein fester Zeitplan für seine Rückkehr

07.05.2026, Bayern, München: Trainer Vincent Kompany (Bayern München) nimmt nach dem Spiel an einer Pressekonferenz teil. Foto: Sven Hoppe/dpa

Vincent Kompany hat das Krankenhaus nach fünf Tagen verlassen können. Es gibt auch eine Diagnose: Es ist eine Hirnhautreizung. Die Therapie beginnt. Wann er zum Team zurückkehrt, ist aber offen.

Der 89-malige belgische Fußball-Nationalspieler und heutige Bayern-Trainer Vincent Kompany ist nach knapp einer Woche aus dem Krankenhaus entlassen worden. Dies sagte Sportvorstand Max Eberl vor dem DFB-Pokalspiel der Münchner gegen Fußball-Zweitligist 1. FC Magdeburg in der ARD. „Man hat gefunden, was es ist. Es ist eine Hirnhautreizung, die den Zwischenfall am letzten Freitag heraufbeschworen hat“, sagte Eberl über den Cheftrainer, der am vergangenen Freitag auf dem Trainingsplatz zusammengebrochen war.

Der medizinische Fachbegriff für eine Hirnhautreizung ist Meningismus. Er ist nicht mit einer Meningitis gleichzusetzen, bei der die Hirnhäute entzündet sind.

21.10.2026, Bayern, München: Trainer Vincent Kompany (Bayern München) gestikuliert im Champions-League-Spiel gegen Arsenal London. Foto: Sven Hoppe/dpa

Eine Hirnhautreizung kann sich unter anderem durch Kopfschmerzen und eine schmerzhafte Steifigkeit des Nackens bemerkbar machen. Betroffenen fällt es dann schwer, den Kopf nach vorne zu beugen und das Kinn zur Brust zu führen. Meningismus ist keine eigenständige Diagnose, sondern ein klinischer Befund, der verschiedene Ursachen haben kann. Dazu gehören Entzündungen der Hirnhäute, aber auch Blutungen im Kopf. Deshalb muss eine neu auftretende Hirnhautreizung dringend medizinisch abgeklärt werden.

Vincent Kompany soll sich nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus zunächst komplett erholen, bevor er beim FC Bayern München wieder seinen Job als Cheftrainer ausübt. Das war eine zentrale Botschaft des deutschen Rekordchampions nach dem 6:1-Torfest im DFB-Pokal gegen den 1. FC Magdeburg.

„Es gibt keinen Zeitplan. Es ist ein positiver Schritt, dass er jetzt zu Hause bei seiner Familie ist. Aber es ist sehr wichtig, dass er sich weiter erholt. Wir wollen ihn natürlich zurück. Aber er soll sich die Zeit nehmen, die er braucht“, sagte Co-Trainer Aaron Danks in der Pressekonferenz nach dem Pokalerfolg.

Der Engländer vertritt Kompany aktuell als Interimschef. Und Danks wird auch am Samstag (18.30 Uhr) im Bundesliga-Topspiel in der Allianz Arena gegen den punktgleichen Tabellenzweiten Borussia Dortmund verantwortlich sein.

28.10.2026, Bayern, München: Co-Trainer Aaron Danks (Bayern München) gestikuliert. Foto: Tom Weller/dpa

„Das wichtigste und schönste Zeichen ist, dass er aus dem Krankenhaus raus ist“, sagte Sportvorstand Max Eberl nach dem Einzug ins Pokal-Achtelfinale. „Es freut uns extrem, dass er jetzt zu Hause ist, dass man weiß, was es ist und dass man jetzt therapieren kann.“

Auch Eberl bremste energisch bei der Frage nach dem Zeitpunkt einer Kompany-Rückkehr. „Jetzt ist er gerade aus dem Krankenhaus raus. Der Vorfall ist jetzt fünf Tage her. Und jetzt wird schon gefragt, wann ist er wieder da?“

– „Er wird wieder gesund werden“: Kompany bekomme „die Ruhe und die Zeit, die er braucht, um gesund zu werden. Und wenn die Ärzte sagen, es sieht gut aus, dann weiß ich, dass er der Erste ist, der sich ins Auto setzt und an die Säbener Straße kommt“, sagte der 53-jährige Eberl: „Es ist eine Krankheit, aber er wird wieder gesund werden.“

Der Münchner Sportvorstand hatte vor dem Pokalspiel in der ARD zudem der Vermutung widersprochen, dass Kompanys Kollaps eine Folge einer zu großen Belastung sei, der gerade auch Trainer im Profi-Fußball ausgesetzt seien. „Es ist eine Krankheit. Die kann jeder von uns bekommen. Das hat nichts mit dem Druck zu tun, den wir in der Bundesliga haben“, sagte Eberl. (dpa)

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