Eineinhalb Wochen vor den Parlamentswahlen in den USA hat sich der demokratische Ex-Präsident Barack Obama in den Wahlkampf eingeschaltet und US-Präsident Donald Trump attackiert.
In einer Rede auf einer demokratischen Wahlkampfveranstaltung in Detroit war der ehemalige US-Präsident Trump vor, sich mehr für die Renovierung des Weißen Hauses zu interessieren als sich um die Sorgen der Amerikaner zu kümmern.
„Was hat es mit dem Gold auf sich?“, fragte Obama. Trump hatte vor einiger Zeit das Oval Office mit Gold verzieren lassen und betont bei öffentlichen Terminen gerne stolz den neuen Look.

24.10.2026, USA, Detroit: Der ehemalige US-Präsident Barack Obama (M) zusammen mit dem demokratischen Kandidaten für den US-Senat, Abdul El-Sayed (l), und der demokratischen Gouverneurskandidatin sowie Staatssekretärin von Michigan, Jocelyn Benson, heben bei einer Wahlkampfveranstaltung an der Cass Technical High School die Hände. Foto: Paul Sancya/AP/dpa
Der Ex-Präsident attackierte Trump auch wegen dessen aggressiven Handelsstreits mit Kanada und der Androhung hoher Zölle. Für den US-Bundesstaat Michigan ist die Zusammenarbeit mit dem Nachbarland etwa im Automobilbereich wichtig. Obama sagte über Kanada und dessen Bevölkerung: „Das sind die nettesten Menschen.“
Ex-Präsident Obama kam nach Michigan, um dort den prominenten Demokraten Abdul El-Sayed zu unterstützen. Dieser kandidiert für den Senat und zählt zum linksgerichteten Lager der Demokraten. Es wird ein enges Rennen in dem Bundesstaat vorausgesagt.
Am 3. November finden in den USA die Parlamentswahlen statt. Alle Sitze im Repräsentantenhaus und ein Teil der Sitze im Senat werden neu vergeben. Trumps Republikaner ringen darum, ihre knappen Mehrheiten in beiden Kammern zu verteidigen. Die oppositionellen Demokraten hoffen auf einen Sieg, um Trumps politische Vorhaben in seiner verbleibenden Amtszeit im Kongress zu erschweren. (dpa)
Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:
OD ist wieder beim Lieblingsthema angekommen. Blöd nur, dass kein Ostbelgier in den USA Stimmrecht hat. Die Midterms, werden wie üblich die Opposition auf US-Bundesebene stärken.